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Sparkurs: TU Wien kürzt Zahlungen an ihre Mitarbeiter

14.10.2012 | 16:58 |  von Christoph Schwarz (DiePresse.com)

Lehrende erhalten keine Prüfungsentschädigung mehr. Drittmittel von Uni-Instituten werden ausgeborgt, um BIG-Mieten zu bezahlen.

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[Wien] An finanzielle Hiobsbotschaften aus der Technischen Universität Wien hat man sich mittlerweile beinahe gewöhnt. Aber eben nur beinahe. Jetzt hat das Rektorat der TU, die seit dem Jahr 2010 negativ bilanziert, die Sparmaßnahmen weiter verschärft. Betroffen von dem Paket sind in erster Linie die Lehrenden: Sie erhalten seit diesem Semester keine Prüfungstaxen – also Zahlungen für abgenommene Prüfungen – mehr. Auch für die Begutachtung wissenschaftlicher Arbeiten gibt es kein Geld mehr. Das belegt ein internes E-Mail an alle Lehrenden, das der „Presse“ vorliegt.

Der Schritt sei „notwendig, um einen weiteren Personalabbau zu verhindern“, lautet die Argumentation des Rektorats. Und, etwas lapidar: „Die Zahlung bzw. Nichtzahlung von Prüfungsentschädigungen wird häufig als Achtung bzw. Nichtachtung des Einsatzes in der Lehre interpretiert. Wir möchten [. . .] betonen, dass dieser Schritt primär finanziell begründet und unabhängig vom Stellenwert der Lehre in diesem Haus zu sehen ist.“

Rektorat muss Löcher stopfen

Den Lehrenden bringt das wenig. Die Verärgerung ist groß. War doch die Entlohnung schon bisher nicht eben üppig. Je neun Euro gab es für bis zu 100 abgenommene Prüfungen, ab der 101. Prüfung lag der Satz bei sieben Euro, ab der 201. Prüfung bei nur noch fünf Euro. Wirkte ein Assistent bei der Prüfung mit, dann musste die Taxe geteilt werden. Für die gesamte Betreuung einer Diplom- oder Masterarbeit gab es gar nur 110 Euro.

Rektorin Sabine Seidler verteidigt die Maßnahme im „Presse“-Gespräch: Die Taxen seien nicht gesetzlich geregelt sondern eine freiwillige Leistung der Universität – eine, die viele andere österreichische Unis übrigens schon seit Langem eingestellt hätten. An der TU Wien hätten diese Zahlungen jährlich rund 750.000 Euro ausgemacht, eine Summe, die rund 150 Prädoc-Stellen entspreche. Ersetzt werden sollen die Taxen durch ein „Preisgeld“ in der Höhe von 10.000 Euro pro Fakultät und Jahr, mit dem „hervorragende Leistungen“ in der Lehre gewürdigt werden sollen. Und weiter: Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen sei es nur unter großen Anstrengungen möglich, das Minus zumindest konstant zu halten. „Um die Finanzlage in den Griff zu kriegen, brauchen wir einen gemeinsamen Kraftakt“, heißt es im Rektorat.

Die Finanzlage der TU ist mehr als klamm: Im Jahr 2010 bilanzierte die Uni als erste in Österreich negativ – sie fuhr ein sattes Minus von 18,8 Millionen Euro ein. Der Jahresabschluss 2011 weist ein Minus von 3,3 Millionen Euro aus. Wie schlecht es um die TU steht, zeigt sich auch an den nötigen Budgetumschichtungen. TU-Wissenschaftler beklagen, dass von ihnen eingeworbene Drittmittel vom Rektorat abgezogen würden, um etwa überhaupt noch die ausständigen Gebäudemieten an die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) begleichen zu können. Rektorin Sabine Seidler bestätigt gegenüber der „Presse“ das sogenannte „cash pooling“. Allerdings werde dabei „nicht einzelnen Uni-Instituten etwas weggenommen und später zurückgegeben“, sondern die Universität nutze das insgesamt vorhandene Drittmittelguthaben zur Aufrechterhaltung der Liquidität.

Und das sei bei Weitem weniger problematisch als wahrgenommen, wie Seidler erklärt: In der Vergangenheit hätten die Institute solche mittelfristig nicht benötigten Mittel anderswo veranlagt – nun sei der Nutznießer eben die TU selbst. Selbstverständlich müsse darauf geachtet werden, dass die Reserven deutlich größer seien, als die abgezogenen Mittel. Derzeit handle es sich bei dem ausgeborgten Geld um die erwähnten rund 20 Millionen Euro. Die Institute bekämen monatlich anteilige Zinsen und die Garantie, dass das Geld bei Bedarf immer zur Verfügung stehe.

Technische Unis warnen Töchterle

Als letzte Hoffnung bleiben nun die Budgetverhandlungen mit Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP). Die drei technischen Universitäten in Österreich (TU Wien, TU Graz, Montanuni Leoben) haben das Budgetangebot des Ministeriums am Freitag  allerdings als „katastrophal“ bezeichnet. Der Aufwand in der Technik würde überproportional stark ansteigen – mit den Budgets lasse sich nicht einmal der Iststand finanzieren. Und: Der wiederholte Ruf nach mehr Studierenden in Mint-Fächern sei im Angebot des Ministeriums absolut nicht abgebildet.

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.10.2012)

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80 Kommentare
 
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Gast: Tutenchamun
17.10.2012 21:54
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Wer heute noch Prüfungsgebühren vom Staat bekommt

verlangt sie schon morgen von privat.
Hier werden Zustände wie in Griechenland herangebildet. Ein mutiger Schritt der TU-Wien dem entgegenzutreten.

Gast: Hermann vom Gipfel
17.10.2012 08:30
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Die TU-Wien ist ein blau-schwarzer Haufen, der den Staat abschaffen will

Stichwort Skalitzky: 100.000 Euro Studiengebühren.

Neuerdings hat sich jedoch die TU-Wien geweigert diese Studiengbühren ohne Gesetz wieder einzuführen. Das war ein herber Schlag für die rechten Reken, die mit der Industriellenvereinigung gemeinsam Jagd auf auf alles "Linke" und den Staat machen.

Die Strafe folgt nun. Die TU soll ausgehungert werden bis sie von selbst ohne Gesetze (wie in der ÖVP üblich) zur parteipolitischen Kaderschmiede wird auf die man sich auch verlassen kann.

Gast: Tech47363
16.10.2012 13:22
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Verbrechen an der Zukunft!

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1301527/Rechnungshof-kritisiert-KommunalkreditVerstaatlichung?from=gl.home_wirtschaft

2 Milliarden Euro für die "Rettung" (ich würde das ja "Leichenbergung" nennen) der Kommunalkredit plus 6 Millarden Euro an übernommener Haftung, offenbar alles kein Problem.

Aber den Unis, speziell den technischen, eine anständige Mittelausstattung zukommen zu lassen, das scheint den Damen und Herren unserer Staatsführung ein Ding der Unmöglichkeit.

Es ist eine Schande, und ein Verbrechen an der zukunft dieses Landes!

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die uni brennt!

wo sind die gehässigen studenten mit aussagen das bildung gratis sein soll!?!?! bis ein student nicht 2500€ pro semester zahlt bin ich nicht zufrieden!! ich kann mir das auch nicht leisten (bins noch immer) aber die uni brennt partie verdient es nicht anders, obwohl die auch nur politische marionetten waren aber solche "gebildeten" gehören in die schranken gewiesen und ohne semestergebühren (mind 1000€) ist soetwas nicht möglich!!!!!

Gast: Hermann vom Gipfel
16.10.2012 08:02
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Prüfungsgebühren sind hochbezahlte "Studentenkobs" für manche.

Das Geld nicht mit der Gießkanne über das Gehalt auszuschütten, sondern nur manche politische Günstinge porfitieren zu lassen ist das tägliche Geschäft aller Korruptionäre. An der TU-Wien ist das besonders ausgeprägt.
Wenn die Prüfungsgebühren nicht extra angeführt sind, dann wird es schwierg für den Korruptionär seine Handlanger, die gar nicht prüfen dürften, entsprechend zu bezahlen. Der administrative Aufwand zur Berechnung der Korruptionsgelder wäre viel zu hoch. Abhilfe schafft die Bürokratie, also das zentrale Verwalten solcher Korruptionsmechanismen über die Zuständigkeitsgrenzen einzelner Korruptionäre hinaus. Genau das wurde eben jetzt abgeschafft.

Re: Prüfungsgebühren sind hochbezahlte "Studentenkobs" für manche.

ihnen ist schon klar, dass das was sie hier schreiben strafrechtliche konsequenzen verlangt - entweder gegen die von ihnen Beschuldigten oder gegen Sie wegen übler Nachrede

Antworten Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
16.10.2012 21:13
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Re: Re: Prüfungsgebühren sind hochbezahlte "Studentenkobs" für manche.

Sie dürften ein TU-Student sein. Nachdenken ist gar nicht Ihre Stärke. Auch an Allgemeinbildung mangelt es gewaltig. Ich kann das selbstverständlich beweisen.

Re: Re: Re: Prüfungsgebühren sind hochbezahlte "Studentenkobs" für manche.

sofern sie ihre komischen Anschuldigungen beweisen können, dann haben sie den Mut und treten vor den Vorhang (K.Reiter, Gewerkschaft der Hochschullehrer)

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
17.10.2012 08:10
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Re: Re: Re: Re: Prüfungsgebühren sind hochbezahlte "Studentenkobs" für manche.

Mit der mangelnden Allgemeinbildung meinte ich z.B. Wissen über Straftaten. Willkür bei Geldzuwendungen, akademischen Titeln werden bis dato von der Staatsanwaltschaft nicht verfolgt. Wo doch Gefahr droht, werden privatrechtlich Angestellte für behördliche Aufgaben herangezogen um der Gefahr des Amtsmissbrauchs zu entgegenen.

Akademiker eben

Hätten eine normale Lehre absolvieren sollen, da hätten sie mehr praktisches Wissen gelernt.

Stell dir vor, von diesen Akademikern gibts' in Tsukunft immer mehr, na gute Nacht ...

Re: Akademiker eben

na so ein Blödsinn

Antworten Antworten Gast: Eyjafjallajoekul
17.10.2012 09:46
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Re: Re: Akademiker eben

ausbilden kann man auch einen tumor! so eine lehre dagegen, das ist schon was ordentliches!

Bankenrettung auf Kosten der Bildung

bei Forschung, Innovation und Bildung wird gestrichen, aber die Bänkster werden gerettet:

Den Rechnungshof wird hoffentlich keiner für sozialistisch oder gar der "Laura" zugeordnet halten:

Der Rechnungshof hält die Rettung der Kommunalkredit für NICHT NACHVOLLZIEHBAR:

http://www.orf.at/stories/2146023/2146024

..aber bei der TU zusammenstreichen, was wir für die Bänkster bezahlen mussten.

Hautpsache die Manager der Kommunalkredit bekommen weiter ihr fettes Gehalt.....


relativ

Es ist leider eine Tatsache, dass die Prüfungsabgeltung eine freiwillige Leistung der jeweiligen Universität ist. Eine sofortige Einstellung ist jedoch unzulässig - kann nur für Prüfungen ab dem Zeitpunkt der Kündigung der Betriebsvereinbarung gelten.

Grundsätzlich schliesst nur die Universitätsleitung Verträge (Parag. 27) mit Dritten ab und beauftragt Wissenschaftler (zu 100% wohl den eigentlichen Projektwerber) mit der Durchführung des Projektes. Forschungsgelder liegen als solche auf sehr einem nicht gerade kleinen Konto - mehrere Millionen Euro - die Entscheidung was mit den Geldern auf diesem Konto wann passiert ist leider der UNI-Leitung alleine überlassen - daher ist eine rechtliche Infragestellung der Entscheidung der TU gar kein Thema - es geht soweit, dass das nicht mal nötig wäre zu kommunizieren - sofern jedoch Geldmittel fehlen um die vertraglich fixierten Aufgaben zu erfüllen hätte die UNI-Leitung ein schweres Problem welches auch strafrechtliche Konsequenzen hätte.

Gast: GAST73bhrz7
15.10.2012 11:58
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Eine Bankrotterklärung der Regierung

Die TU München bekommt bei vergleichbaren Studentenzahlen ein doppelt so hohes Budget vom Staat wie die TU Wien, die EHT Zürich sogar ein vierfaches (!!) Budget.


Antworten Gast: X15TN
15.10.2012 13:12
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Re: Eine Bankrotterklärung der Regierung

Studiengebühren an der ETH: 580 Franken pro Semester
http://www.rektorat.ethz.ch/students/finance/fees

Studiengebühren an der TU München: 500€ pro Semester
https://portal.mytum.de/studium/formalia/beitragshoehe_faelligkeit/document_view

Dass die TU Wien angesichts der Mittelknappheit keine Studiengebühren einhebt ist unverantwortlich.

Re: Re: Eine Bankrotterklärung der Regierung

Und glaubst du ernsthaft, dass die Studiengbühren einen großartigen Teil des Budgets dieser Unis ausmachen?
Oder das Studiengebühren die TU Wien sanieren werden?
Die Mieten an die BIG könnten mit Studiengebühren nichteinmal beglichen werden!

Antworten Antworten Antworten Gast: X15TN
15.10.2012 13:58
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Re: Re: Re: Eine Bankrotterklärung der Regierung

Nein, das glaube ich nicht.

Dennoch angesichts der Budgetsituation sollte die TU jede mögliche Geldquelle in Betracht ziehen.

Warum heben finanziell viel besser gestellte Hochschulen, wie die TU München und die ETH Zürich Studiengebühren ein, und die TU Wien hingegen nicht?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: toro
15.10.2012 15:19
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Re: Re: Re: Re: Eine Bankrotterklärung der Regierung

oder warum macht das die beste TH Deutschlands in aachen nicht?

Re: Re: Re: Re: Eine Bankrotterklärung der Regierung

Die heben Gebühren ein, weil es der politische Wille ist. Die TU-München steht halt zufällig in einem der 2 deutschen Bundesländer, die noch Studiengebühren vorschreiben.

Die ETH ist dann wieder ein ganz anderes Kaliber. Das ist eine ganz großeInstitution mit einem Service und einer Wertschätzung für die eigenen Studierenden, sodass man das gar nicht vergleichen kann.
Und für Schweizer sind 580 Franken pro Semester wirklich ein symbolischer Wert, wenn man die dortigen Löhne betrachtet.

Ich muss aber azu sagen, dass ich gar nichts ggen Studiengebühren hätte, wenn sie wirklich etwas bringen für meine Uni. Denn die Studiengebühren sind ja nicht das Teure am Studieren, sondern die Lebenserhaltungskosten. Die tun richtig weh!

Gast: NPT
15.10.2012 11:32
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:(

Dass die Unis aus ihrem Budget an den Bund (BIG) Miete zu zahlen haben ist auch eine der "großartigen" Errungenschaften der Schüssel-Grasser-Partie - ein Verschleierungsmanöver der Sonderklasse! Mehr Geld wurde und wird dafür aber nicht zur Verfügung gestellt! Für Banken, Parteienförderung usw. werden innerhalb von Stunden Milliarden zur Verfügung gestellt! Jedoch Bildung "brauch ma net", das ist nur hinderlich, um seine politischen Ideen durchzusetzen!

Gast: X15TN
15.10.2012 11:29
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FH, die Lösung?

Am Technikum hat man ein modernes Gebäude, ein geradezu familiäres Verhältnis zu den Studienkollegen und auch Lehrenden, die Mindeststudienzeit ist die Regel. Es gibt ausreichend Budget für neue Laborausstattung, sogar für kleinere Projektarbeiten ist Budget für Hardware vorhanden.
Ach ja, es gibt Aufnahmetests und Studiengebühren.

Es muss Studiengebühren und Aufnahmetest geben, dann bessert sich die Lage auch auf der TU. Aber solange aus rein ideologischen Gründen ein Studium gratis sein muss, wird sich nichts ändern.

Antworten Gast: Y15TN
15.10.2012 12:12
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Re: FH, die Lösung?

Dass die Mindeststudienzeit an FHs die Regel ist mag sein, allerdings gibt es (zumindest an der FH Joanneum) die Möglichkeit ein Jahr zu wiederholen, wenn eine Lehrveranstaltung nicht positiv abgeschlossen wurde, womit man wegen einer einzigen negativen LV ein ganzes Jahr verliert. Studiengebühren werden auch nicht an allen österreichischen FHs eingehoben. Zur Laborausstattung: Ich habe an oben genannter FH Elektrotechnik studiert und nach dem Abschluss des Bachelorstudiums ein Masterstudium an der TU Graz begonnen. Meiner Erfahrung nach ist es nicht verwunderlich dass an FHs genug Geld für Laborausstattung vorhanden ist, da diese qualitativ absolut nicht mit der Ausstattung der TU vergleichbar, und deshalb günstiger, ist.

Antworten Antworten Gast: X15TN
15.10.2012 13:04
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Re: Re: FH, die Lösung?

Ich habe die TU Wien von innen gesehen und das Technikum Wien. Die Messgeräte am Technikum sind modern, es werden regelmäßig neue gekauft. An der TU gab es hingegen schon Laborübungen mit Mitteln aus dem Jahre Schnee.

"womit man wegen einer einzigen negativen LV ein ganzes Jahr verliert"
Dazu muss einmal die Lehrveranstalltung selbst negativ sein, dann die schriftliche Nachprüfung, sowie die kommissionelle Prüfung. Wer durch eine kommissionelle Prüfung rasselt, hat in der Regel Schwächen in vielen Fächern.

Antworten Antworten Antworten Gast: Y15TN
15.10.2012 14:44
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Re: Re: Re: FH, die Lösung?

Schriftliche Nachprüfung sowie kommissioinelle Prüfung kann man bei einer einfachen Vorlesung ablegen. Bei Lehrveranstaltungen in denen Übungen abzugeben sind oder bei Laborübungen (damit wären wir wieder beim Thema) wirds schwierig. Wenn während des semesters die Übungen (aus welchen Gründen auch immer) nicht in ausreichendem Umfang absolviert wurden macht eine theoretische Nachprüfung darüber wohl kaum Sinn (dann wäre ja das Argument der Praxisnähe der FHs nicht mehr gegeben). Bei Laborübungen wirds bei nicht erfolgreichem Laboreingangstest (was an der TU dazu führt dass mangels ausreichender Vorbereitung eine Teilnahme an der Laborübung nicht möglich, weil auch nicht sinnvoll, ist) auch schwierig, am Ende des Semestes eine komissionelle Prüfung darüber abzulegen.
Es führt schließlich auch zu einem Qualitätsverlust in der Ausbildung wenn Lehrende schlecht vorbereitete Studenten eine Laborübung durchführen lassen, damit diese nicht das ganze Jahr wiederholen müssen.

"Wer durch eine kommissionelle Prüfung rasselt, hat in der Regel Schwächen in vielen Fächern."
Mag sein, aber wenn dann der Bakk erst nach 4 Jahren abgeschlossen ist, hat man trotz FH-Studiums nicht in Mindeststudienzeit abgeschlossen. Es ist trotzdem unsinnig, dass jemand der z.B. in Programmieren durchfällt auch eine LV über Werkstoffkunde trotz positivem Abschluss wiederholen muss.

Gast: wasnixkostest_istnixwert
15.10.2012 10:51
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Parteienfinanzierung wurde verdoppelt

einfach so - während die Studenten wiedermal Pech haben, die haben zwar Wählerstimmen, aber halt weniger als die Pensionisten

 
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