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Restrukturierung der Akademie der Wissenschaften

15.10.2012 | 12:58 |   (DiePresse.com)

Gelehrtengesellschaft und Forschungsträgereinrichtung sollen voneinander getrennt werden, das gemeinsame Dach ÖAW allerdings erhalten bleiben.

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Die Österreichische Akademie der Wissenschaft (ÖAW) setzt im Zuge ihrer Restrukturierung einen radikalen Schnitt: Derzeit führt eine aus Akademie-Mitgliedern bestehende Gelehrtengesellschaft zahlreiche Forschungsinstitute mit mehr als 1.300 Mitarbeitern. Nun sollen Gelehrtengesellschaft und Forschungsträgereinrichtung getrennt werden, das gemeinsame Dach ÖAW allerdings erhalten bleiben. Diesen Grundsatzbeschluss haben die Akademie-Mitglieder in einer Sondersitzung vergangenen Freitag gefasst und zum Teil als "historischen Schritt" bezeichnet, erklärte ÖAW-Präsident Helmut Denk am Montag.

Bereits seit Jahren steht die ÖAW unter Reformdruck, seit knapp einem Jahr besonders stark, nachdem die erste Leistungsvereinbarung der Akademie mit dem Wissenschaftsministerium die Budgetnöte erhöht hat. Mitarbeiterabbau und die Angliederung von Akademie-Instituten an Universitäten haben deshalb in den vergangenen Monaten zu heftigen Diskussionen geführt, die durch Austritte einiger prominenter Mitglieder verstärkt wurden.

"Moderne Managementstrukturen"

Die "Entflechtung der Akademie" sei notwendig, um sie "an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen", sagte Denk. Die Forschungsträgerorganisation mit Spitzeneinrichtungen wie dem Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) oder dem Institut für molekulare Biotechnologie (IMBA) würden "moderne und transparente Managementstrukturen benötigen", sagte Denk. Auf der anderen Seite soll die Rolle der Gelehrtengesellschaft, die künftig "Mitgliedergemeinschaft" heißen soll, im Bereich Gesellschafts- und Politikberatung gestärkt werden. Zudem ist eine "Verschlankung der derzeitigen Gremienstruktur geplant", sagte der Akademie-Präsident.

Denk ist "absolut überzeugt", dass durch die nun fixierten Reformschritte die ÖAW wieder in ruhigere Fahrwasser gelangt. Eine überwiegende Mehrheit der Akademie-Mitglieder habe in der Sondersitzung für diesen Grundsatzbeschluss gestimmt, der in den nächsten Wochen durch Neuformulierung der Geschäftsordnung und Satzung konkretisiert werden soll.

 

(APA)

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1 Kommentare
Gast: Hermann vom Gipfel
16.10.2012 09:06
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Forschung und Lehre konsequent zu trennen

ist der neue Zeitgeist im Zeitalter der Korruption.

Auf diese Weise finden die etablierten korruptionäre viel leichter geeigneten Nachwuchs. aus dem Verlangen nach Bildung ist schnell ein erster Schritt in Richtung Korruptionswirtschaft getan, der dann ungeahnte Karrieremöglichkeiten eröffnet. Wer sein Verlangen nach Bildung ohne Mithilfe etablierter Korruptionäre stillen möchte, ist auf eine permantente Verknüpfung zwischen Forschung und Lehre angewiesen.

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