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IHS-Studie: Bildung statt Autobahnen

18.10.2012 | 13:17 |   (DiePresse.com)

Bildungsausgaben bringen mehr BIP-Wachstum als Investitionen in Autobahnen, zeigt das Institut für Höhere Studien auf.

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Die NGO-Plattform "Zukunft statt Autobahn" (zsa) lehnt den Bau neuer Autobahnen in Österreich ab und wünscht sich stattdessen eine Steigerung der Bildungsausgaben. Um diese Forderung zu untermauern, hat die Plattform das IHS mit einer Studie beauftragt, die zeigt, dass Investitionen in den Autobahnbau wirtschaftlich ineffizient sind.

Mit den Ausgaben für den Bau der Lobau-Autobahn - 3 Mrd. Euro - könne das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) langfristig nur um 0,25 Mrd. Euro gesteigert werden, rechnete Studienautor Klaus Weyerstraß vom IHS (Institut für Höhere Studien) vor. Würde man gleich viel Steuergeld zusätzlich für Bildung ausgeben, hätte das einen positiven BIP-Effekt von 1,6 Mrd. Euro, so der Ökonom. Mit einer Erhöhung der realen Bildungsausgaben je Einwohner um ein Prozent könne langfristig das reale BIP um 0,54 Prozent gesteigert werden, während ein Prozent mehr Steuergeld für den Autobahnbau das BIP nur um 0,08 Prozent verbessere.

Die Ergebnisse der IHS-Untersuchung würden zeigen, dass Investitionen in Bildung und Forschung langfristig prinzipiell einen höheren gesamtwirtschaftlichen Nutzen hätten als Infrastrukturinvestitionen, sagte zsa-Sprecher Axel Grunt. So bringe laut einer OECD-Untersuchung für die Industrieländer jedes zusätzliche Jahr Schulbildung langfristig eine Erhöhung des realen Bruttoinlandsprodukts pro Einwohner um 4 bis 7 Prozent.

(APA)

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8 Kommentare
Gast: eierlegendewollmichsau
19.10.2012 11:58
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Voodoo-Ökonomie.

Jeder schafft sich durch Bildung selber einen Arbeitsplatz.

Antworten Gast: Bettelstudent
19.10.2012 12:39
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Re: Voodoo-Ökonomie.

Das ist zu wenig. Er soll Unternehmer werden und Leute anstellen, sogenannte Voodoo-Lehrlinge

Antworten Gast: Axel Grunt
19.10.2012 12:36
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Wo ungefähr steht das so in der Studie?

Dort steht, dass "gerade für ein Land wie Österreich, das nur in sehr begrenztem Umfang über natürliche Ressourcen verfügt, Innovation der entscheidene Produktionsfaktor" ist. Ergo: in Bildung und Forschung investieren.

Antworten Gast: Helmut 42
19.10.2012 12:17
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Re: Voodoo-Ökonomie.

Das stimmt zwar nicht immer, aber ...

OHNE Bildung wird ein ( heute ) Jugendlicher ganz sicher bald KEINEN Arbeitsplatz mehr finden ...

Mal DARÜBER nachdenken !

Gast: Robert55
18.10.2012 17:05
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Lt. OECD hat:

•Österreich eines der teuersten Schulsysteme in der OECD, dabei wird noch immer mittelmäßigeres Mittelmaß produziert;
• Österreich mit acht Millionen Einwohnern neun Herzogtümer namens Bundesländer die mit den vom Bund bereitgestellten Milliarden unverantwortlich herumwerfen können, ohne dafür irgendeine Form von Verantwortung übernehmen zu müssen.

16.6.2012: Der Rechnungshof kritisiert die Zuständigkeit von Bund und Ländern bei den Lehrern. Seit 2007 sind die Kosten um 300 Mio gestiegen, die Schülerzahl um 40.000 zurückgegangen, die Qualität ist nicht ausreichend bei den Schülern angekommen.


Ich denke, der gleiche Vergleich ließe sich für Pensionen, ÖBB, etc machen!

Nur junge Leute haben halt weder eine starke Lobby noch offensichtlich genug Wählerpotential, im Vergleich zu (Früh-)Pensionisten, ÖBBlern, Wiener Gemeindebediensteten, etc.

Antworten Gast: Helmut42
19.10.2012 12:14
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Re: Ich denke, der gleiche Vergleich ließe sich für Pensionen, ÖBB, etc machen!

Ich weiß nicht, was manche junge Menschen gegen Pensionisten haben.
Diese Gruppe hat schließlich Österreich aufgebaut und dafür gesorgt, daß wir heute so gut dastehen, wie wenige andere Länder in Europa.
Daß ältere Menschen ein Anrecht auf eine Pension haben, die zum Leben ausreichend sein muß, ist doch wohl selbstverständlich. Hier wird ohnehin zu viel gespart, es gibt geug Pensionisten,
die sich nicht einmal mehr das Heizen im Winter leisten können.
Daß bei den Gemeinden, beim Bund, bei der ÖBB und vor allem bei der ASFINAG
einmal der Sparstift anzusetzen ist, ist ebenfalls klar. Leider nicht bei den Politikern, die immer noch in die Vergangeheit, statt in die Zukunft investieren.

Antworten Gast: Axel Grunt
19.10.2012 07:42
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Re: Ich denke, der gleiche Vergleich ließe sich für Pensionen, ÖBB, etc machen!

die Studie geht ja auch ausdrücklich auf ÖBB und Asfinag ein: Autobahn bringt kaum BIP-Steigerung, Schiene ist dreimal so stark als BIP-Motor. Den Zusammenhang zu "(Früh-)Pensionisten, und ÖBBlern, Wiener Gemeindebediensteten" kann ich nicht erkennen. Meinen Sie, dort wird zu viel Geld ausgegeben?

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