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Studiengebühren: Unis heben weiter ein

18.10.2012 | 14:50 |   (DiePresse.com)

Der Verfassungsgerichtshof empfiehlt den Unis, mit Gebühren bis zur endgültigen Entscheidung "vorsichtig zu sein". Die verweisen auf ihre Satzungen.

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Die Wirtschaftsuniversität (WU), die Technische Universität (TU) Graz, die Unis Graz und Linz sowie die Veterinärmedizinische Universität werden trotz des vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) eingeleiteten Verordnungsprüfungsverfahrens nach derzeitigem Stand auch im Sommersemester 2013 Studiengebühren von Langzeitstudenten und Nicht-EU-Bürgern verlangen. Die Gebührenpflicht sei Teil der jeweiligen Satzung, diese bleibe bis zur endgültigen VfGH-Entscheidung aufrecht, so der Tenor. Die Uni Innsbruck sowie das Mozarteum ließen die Anfrage bisher unbeantwortet.

"Wir haben eine gültige Satzung und die sieht die Einhebung von Studienbeiträgen vor", so WU-Rektor Christoph Badelt. "Sollte der VfGH eine Entscheidung treffen, dass eine Satzung dieser Art wie etwa jene der Uni Wien rechtswidrig ist, dann werden wir selbstverständlich sofort eine Initiative starten, einen nach dem Spruch des VfGH rechtskonformen Zustand herzustellen." Das Rektorat würde dem Senat unverzüglich eine Satzungsänderung vorschlagen, "und ich bin sicher, dass sie der Senat auch beschließen würde." Eine solche Vorgangsweise würde man "mit der vehementen politischen Forderung an die Regierung verbinden, uns die uns entgehenden (und zurückzuzahlenden) Beiträge zu ersetzen, weil wir das Geld zur Aufrechterhaltung des Betriebs unbedingt brauchen."

Auch an der Uni Graz betont man, dass die Satzung bis zu einer definitiven VfGH-Entscheidung gelte. Bei einer Aufhebung der Gebührenregelung "müssen die drei Millionen Euro ersetzt werden, da die Uni Graz auf das Geld keinesfalls verzichten kann".

VfGH-Präsident Gerhart Holzinger hatte den Unis am Mittwoch empfohlen, mit einer neuerlichen Einhebung von Gebühren "vorsichtig zu sein, bis die endgültige Entscheidung kommt".

(APA)

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24 Kommentare

Jetzt erst recht

Nachdem BM Töchterle ankündigte, dass er sein Verbleiben in der nächsten Bundesregierung von der Einführung der Studiengebühren abhängig macht, bin ich nun doch wieder strikt gegen Studiengebühren.

Antworten Gast: Freundschaft, Genosse
21.10.2012 13:39
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ganz genau

machen wir doch die Schmied zur Wissenschaftsministerin, nach der ruinierten Kommunalkredit und den abgewrackten Schulen braucht sie sicher bald ein neues Betätigungsfeld, wenn es brennt, muss man ja laufen

Antworten Antworten Gast: Guten Tag, Herr Kamerad
21.10.2012 17:22
0 0

Re: ganz genau

Wenn man auch nur ein wenig von der Frauenfeindlichkeit und der Sozi-Feindlichkeit ablegt, muss man wohl zugeben, dass eine Frau Schmied einem Herrn Töchterle 100x überlegen ist: was Arbeitseinsatz einbelangt, Konsequenz, Effizienz, ja in allem.

Und zu den Banken: Schauen Sie doch mal, was in Kärnten und in Tirol mit den Hypo-Banken gemacht wurde. Und das waren keine Sozis...

Antworten Antworten Antworten Gast: noch ein Gast
21.10.2012 20:44
0 0

Re: Re: ganz genau

es ist wohl wenig zweckmäßig, die Versager aus dem einen Lager gegen die Versager aus dem anderen Lager aufzurechnen

Antworten Gast: Löwe02
21.10.2012 11:56
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Re: Jetzt erst recht

Gut gesagt! Ich glaube, Sie sprechen vielen aus der Seele.

Gast: Gasttt
20.10.2012 20:35
1 0

500€ ändern nix.

Die Hörsäle sind genauso voll wie vorher, das Betreuungsverhältnis ist genauso mies und die Geräte im Labor bleiben auch genauso alt wie vorher. Nur die Geldbörse wird noch ein bisschen leerer... aber an den Zuständen an den Unis ändert sich gar nix.

Gast: Bettelstudent
19.10.2012 10:18
0 0

Es kommt der Krieg

Wahrscheinlich ist: Der VfGh hebt die bisherige Regelung auf, wein Student (wie war sein Name?) der Uni-Wien klagt, die SPÖ lässt sich kaufen und führt wieder für alle die Studiengebühren ein, somit müssen dann alle Studenten z.B. der TU-Wien, die heute keinen Beitrag zahlen, wegen dem Studenten der Uni Wien (wie war sein Name?) wieder bis in alle Ewigkeit Studiengebühren zahlen (kolportiert sind ja vom Skalitzky diese 100.000 Euro pro Studium, also ein gekaufter Titel).
Der Krieg wird immer mit technischen Mittel geführt. Uni-Wien gegen TU-Wien, es wird eine Schlacht um jede Häuserecke mit schrecklichen Verlusten?

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Re: Es kommt der Krieg

Der Abschluss eines Studiums verursacht Kosten von ca. 100.000€, das war die - allerdings richtige - Milchmädchenrechnung von Skalitzky; also ca. 20.000€ pro Jahr. Diese Zahlen sind fast ūberall vergleichbar. Wenn der Betreiber der Unis (also der Staat) diese Kosten übernimmt - fein, wenn nicht, oder nicht zur Gänze, dann muss das anders aufgebracht werden (in den USA zu einem hohen Prozentsatz durch Stipendien). Natürlich kann in Österreich (bei den hohen Steuersätzen) niemand 20.000€ Studiengebühren aus eigener Tasche zahlen, das hat aber auch niemand vorgeschlagen. Was das mit "gekauften Titeln" zu tun haben soll, ist schleierhaft.

Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
19.10.2012 15:18
0 0

Re: Es kommt der Krieg

Ich stelle mir gerade einen Jus-Studenten vor, der sein Studium abbricht und an der TU studieren will. Flüchtet er nur vor den Gebühren? Darf er dann überhaupt zugelassen werden?

Gast: Betroffener
19.10.2012 05:32
4 0

Pro Studiengebühren

Ich bin selbst Student und bin über der Mindesstudiendauer, ABER ich arbeite neben meinem Studium!
Studenten die arbeiten und ein Einkommen idH von ca. 5300€ im Jahr erzielen sind auch vom Studienbeitrag befreit.
Daher bin ich der Meinung, dass Studiengebühren absolut angemessen sind, denn wenn man als Student nur den "Frohsinn" lebt und beim Studium nicht erfolgreich ist und nebenbei nichts arbeitet, sollte man doch der Fairness halber Studiengebühren zahlen.

Antworten Gast: Berufstätige
19.10.2012 11:17
1 0

Re: Pro Studiengebühren

Danke für Ihren Beitrag!
Das sind genau meine Worte.

Ich bin berufstätig und studiere nebenbei (nicht in Mindeststudienzeit, aber dennoch schneller und besser als viele Vollzeit-StudentInnen).

In Mindestzeit + ein Toleranzsemester = keine Studiengebühren.
Studienbeihilfe = keine Studiengebühren.
Und es gibt Ausnahmeregelungen, wenn man arbeitet, schwanger ist, Kinder betreut, im Ausland studiert, usw. usf. - wer also momentan Studiengebühren zahlen muss, sollte sich nicht lauthals darüber aufregen und demonstrieren, sonden sich ordentlich schämen!!


Gast: Hermann vom Gipfel
18.10.2012 22:21
0 2

Die soziale Selektion beginnt mit willkürlichen Zugangsbeschränkungen

Welcher Professor wird schon einen Studenten zulassen, der gerade einmal das Doppelte der Studiengebühren für seine Miete zur Verfügung hat. Das wäre ja geradezu unverantwortlich. Und was bleibt dann für die Familiengründung und die Spenden an die Kirche?

Gast: Hermann vom Gipfel
18.10.2012 21:40
0 0

Nun drohen Schadenersatzansprüche für eine ganze Generation

von Maruranten und Studenten.

Gast: Bettelstudent
18.10.2012 21:38
0 2

Ein gekaufter Titel

ist offenkundig der Traum vieler in einem korrupten Land.

Gast: Rufer77
18.10.2012 20:23
1 0

Ja, gebt doch eure Fehler endlich zu und handelt!

Die Vollziehung der betreffenden Satzungsteile ist mit sofortiger Wirkung auszusetzen! Kann man denn unseren Universitäten nie etwas rechtlich ordentlich erledigen?
Sind sich die Rektoren denn bewusst, dass sie selbst für diese rechtswidrige Einhebung der Studiengebühren haften? Es wird wenig helfen, die Verantwortung auf den Wissenschaftsminister abzuschieben, der zweifellos mithaftet. Aber wer weiß, ob der noch im Amt ist, wenn der VfGH endgültig entscheidet. Und die anstehenden Schadenersatzforderungen wird der Minister ohnehin nicht alleine schultern können.

2 4

was nichts kostet...

ist auch nichts wert

Re: was nichts kostet...

Falsch. (zum Glück!)

Re: Re: was nichts kostet...

Die ursprüngliche Aussage mag vl "falsch" sein sein, wobei ich es nur ein wenig übertrieben nennen würde. Ich kann den Grundgedanken nachvollziehen, wenn man bedenkt, was zB Eliteuniversitäten in den USA kosten. Ich persönlich denke schon, dass eine qualitativ hochwertige Ausbildung etwas kosten darf. Immerhin wird man später auch einmal anhand dieser Ausbildung entlohnt.

Gast: uburoi
18.10.2012 17:52
0 0

wer bei zwei stolpert, soll bei drei?

na viel spaß mit altphilologie!

wie wärs mal mit deutsch ohne spaßjudaäistik?

Gast: GAST78ebhjxw
18.10.2012 15:43
0 1

UNIgebühren

das sind KEINE Langzeitstudenten >> der begriff ist diskriminierend!
sondern das sind Studenten, die ihr Studium abschließen und dazu über zwei Semester mehr als die MINDESTSTUDIENZEIT brauchen. Und das ist ganz normal. Nur die rechtzeitigen Studienabbrecher zahlen nichts.

Das ist die österreichische Art der Jugend-und Lernförderung!!

Antworten Gast: Berufstätige
19.10.2012 11:21
0 0

Re: UNIgebühren

Also bitte - welchen vernünftigen Grund gibt es, dass man zwei Semester mehr als die Mindeststudienzeit braucht???
Da bin ich jetzt echt gespannt!

Fürs Arbeiten, schwanger sein, im Ausland studieren, Kinder betreuen etc. gibt es nämlich ohnehin Ausnahmeregelungen!!


Antworten Antworten Gast: Studenttt
20.10.2012 20:31
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Gründe?!?

1 Millisekunde zu spät aufs Knöpfchen gedrückt - kein Platz im Seminar, schon alles voll. Das blöde Seminar ist aber Voraussetzung für ein anderes Seminar, und das brauchst du wieder, bevor du mit der Bakk-Arbeit anfangen darfst...

Ergebnis: ein Semester (oder zwei? nicht jede Pflichtlehrveranstaltung wird jedes Semester angeboten) futsch; und der Platz beim nächsten Versuch ist auch noch lange nicht fix :(

Es ist wirklich leicht, heutzutage bei den ganzen Voraussetzungsketten so hängen zu bleiben, dass wegen Kleinigkeiten Semester verloren gehen...

Gast: isso
18.10.2012 15:33
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Es kostet eben

Wer Qualität will, soll zahlen - aber dann mehr als jetzt. Dann kriegt man auch Qualität.

Antworten Gast: uburoi
18.10.2012 18:18
3 0

Re: Qualität?

idioten bleiben auch mit fünfzehn lappen einfach blöd.

Schlagzeilen Bildung