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MINT-Fächer boomen: 20 Prozent mehr Studienanfänger als 2007

22.10.2012 | 11:31 |   (DiePresse.com)

Seit 2007 ist die Zahl der Studienanfänger in den MINT-Fächern um 20 Prozent gestiegen, in den MINT-Lehramtsstudien sogar um 160 Prozent.

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Mit Argumenten wie guten Betreuungsverhältnissen und Jobaussichten rufen Politik und Industrie seit Jahren zum Studium eines MINT-Fachs (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) auf - und das offensichtlich mit Erfolg. Zwischen 2007 und 2011 hat ein Boom bei den Studienanfängern in den MINT-Fächern stattgefunden: Bei den Bachelor- und Diplomstudien hat die Zahl um 20 Prozent zugenommen, die Neuinskriptionen bei MINT-Lehramtsstudien haben sogar um fast 160 Prozent zugelegt.

Konkret gab es im Wintersemester 2011 laut Daten des Wissenschaftsministeriums fast 14.000 Studienanfänger in MINT-Fächern. 2007 waren es noch 11.600 gewesen. Noch extremer war die Entwicklung bei den Studienanfängern in den Lehrämtern Biologie, Geografie, Chemie, Physik, Mathematik, Informatik und Darstellende Geometrie: Hier ist die Zahl der Studienanfänger innerhalb von fünf Jahren von knapp 600 auf über 1.500 gestiegen.

Auch im Wintersemester 2012/13, für das noch keine endgültigen Studentenzahlen vorliegen, dürfte es noch einmal einen Schub bei den Studienanfängern in MINT-Fächern geben. Das zeigen vorläufige Daten der Uni Wien, wo ein Drittel aller naturwissenschaftlichen Uni-Studien betrieben wird und rund 40 Prozent aller Lehramtsstudenten der Naturwissenschaften ihren Abschluss machen. So steigt die Zahl der Informatik-Studienanfänger um mehr als ein Drittel auf rund 370, in Physik um 30 Prozent auf 340, in Chemie um ein Viertel auf 370 und in Mathematik um zehn Prozent auf 500.

Intensive Werbemaßnahmen für MINT-Fächer

Zuletzt waren die Werbemaßnahmen für MINT-Studien intensiviert worden: So startete das Wissenschaftsministerium 2010 die Kampagne "MINT statt Masse" und investierte in diese Fächer 40 Mio. Euro aus den Offensivmitteln. Das Infrastrukturministerium versucht mit "generation innovation" bereits Schüler für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und die Unis versuchen etwa mit der Aktion "You can make IT", Hemmungen vor MINT-Fächern abzubauen.

(APA)

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10 Kommentare
Gast: Hermann vom Gipfel
23.10.2012 02:26
0 1

Das ist nur weil das Studium gratis ist.

Wäre Religion die einzige Studienrichtung, die gratis ist, würden alle halt Theologie studieren.

Antworten Gast: Zenzine
23.10.2012 07:24
0 0

Re: Das ist nur weil das Studium gratis ist.

Ähm - in Österreich sind (noch) alle Studien an Universitäten gratis, zumindest, solange man sich in der Mindestzeit befindet.

Antworten Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
23.10.2012 21:43
0 0

Re: Re: Das ist nur weil das Studium gratis ist.

Von einer Mindeststudienzeit kann doch keiner ausgehen! Jeder will mehr wissen!

Antworten Antworten Antworten Gast: Zenzine
24.10.2012 22:15
0 0

Re: Re: Re: Das ist nur weil das Studium gratis ist.

Das ist aber kein Argument, dann nach der Mindeststudienzeit und den beiden Toleranzsemestern sind auch die MINT-Fächer nicht mehr gratis.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
27.10.2012 19:58
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Re: Re: Re: Re: Das ist nur weil das Studium gratis ist.

Im Moment schon. Z.B. an der TU-Wien. Wie war noch der Name von diesem Uni-Wien Studenten, der da geklagt hat?

Interessant

Da es keinen Hinweis auf einen gestiegenen Frauenanteil gibt, gehe ich einmal davon aus, dass sich die Damen trotz intensiver Propaganda nach wie vor nicht für MINT-Fächer interessieren.

Tja, die Natur lässt sich nun einmal nicht umerziehen.

Es muss ziemlich schmerzen, ein Gender-Aktivist zu sein...

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Re: Interessant

Schön langsam kommen die Leute drauf, dass Mann und Frau verschieden sind. Sogar die diesbezüglich total gehirngewaschenen NorwegerInnen sperrten kürzlich ihr Genderinstitut wegen Nutzlosigkeit zu.

Gast: ojegal
22.10.2012 15:30
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hat die Propaganda gewirkt

bis die Absolventen dann draufkommen, dass ein durchschnittlicher Manager doch mehr verdient als ein Naturwissenschafter

Antworten Gast: Zenzine
23.10.2012 07:23
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Re: hat die Propaganda gewirkt

Und Jobs finden sie auch keine. So viele Jobs für Naturwissenschaftler gibt es nämlich gar nicht, wie uns diese Propaganda weismachen will. Das ist so ähnlich wie mit dem Slogan "Karriere mit Lehre" - viel heiße Luft.

Aber macht ja nix, beim AMS setzt man die eh dann alle in Bewerbungskurse, damit sie beschäftigt sind ;).

Antworten Antworten Gast: xlsmnr1
28.10.2012 21:01
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Re: Re: hat die Propaganda gewirkt

Ich habe nach meinem Masterabschluss in technischer Physik, 7!! Jobangebote bekommen!! Wenn ich nicht sofort ins Doktorat eingestiegen wäre hätte ich unverzüglich einen Job gehabt.
Zum Verdienst: Je nach Qualifikation wird man überbezahlt. Als Postdoc. kann man durchaus jenseits der 5000€/Monat verdienen. Ich kenne einige Absolventen die noch mehr bekommen

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