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Megatrend Uni: Oststudenten unerlaubt beschäftigt?

23.10.2012 | 17:25 |  Von Andreas Wetz (Die Presse)

Die Privatuniversität des VP-Granden Walter Schwimmer verlieh nicht nur fragwürdige Diplome. Laut Unterlagen könnten Studenten in Wien unerlaubt beschäftigt worden sein. Die Universität dementiert.

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Wien. „Bildung ohne Grenzen“, so lautet der Leitspruch der privaten Belgrader „Megatrend University“, die auch in der Wiener Mondscheingasse einen Standort hat. An der grenzenlosen Gültigkeit der von der Universität vergebenen Diplome bestehen aber Zweifel („Die Presse“ berichtete). Und nicht nur das. Weitere Unterlagen aus dem Haus nähren den Verdacht, dass ausländische Studenten die Kosten für ihr Studium in Österreich abarbeiteten. Und zwar über das für Studenten erlaubte Maß hinaus.

Die Ausbildung an der Wiener Dependance der serbischen Universität, der der ÖVP-Altvordere Walter Schwimmer als Präsident und Teilhaber vorsteht, kostet zwischen 18.000 und 27.000 Euro. Je nach Art des Diploms (Master, Bachelor). Eine Summe, die sich einige der hauptsächlich aus Zentral- und (Süd-)Osteuropa stammenden Studenten schwer leisten können. Es sei denn, die Universität springt ein. Für solche Fälle hat die Einrichtung ein Programm, in dessen Rahmen Studenten die Gebühr für das Studium abarbeiten können.

Recherchen lassen nun vermuten, dass zumindest vier namentlich bekannte Studenten aus Nicht-EU-Staaten am Standort Mondscheingasse solcherart tätig waren. Allerdings lag bei der österreichischen Sozialversicherung im betreffenden Zeitraum (Start der Tätigkeiten laut Unterlagen: Sommer 2011) nichts vor.

Schwimmer, einst Leiter der Beitragsabteilung der Wiener Gebietskrankenkasse, bestreitet, unerlaubt Mitarbeiter beschäftigt oder gar Abgaben nicht abgeführt zu haben. Ja, geförderte Studenten seien für die Universität tätig gewesen, aber „immer freiwillig, ohne Verpflichtung und in sehr geringem Ausmaß“. Mehr wird EU-Ausländern mit einem Schüler- und Studentenvisum – es geht um Bürger aus Albanien, Serbien, Kroatien und der Ukraine – hierzulande auch nicht zugestanden.

Man kann die Angelegenheit auch anders bewerten. Der „Presse“ liegen von Vertretern der Universität und den vier betroffenen Studenten unterfertigte „Arbeitsverträge“ vor. Zumindest tragen sie entsprechende Unterschriften und Stempel. Geschickt formuliert steht dort, dass der Unterzeichner „freiwillig verspricht, die Universität mit verschiedenen Dienstleistungen zu unterstützen“.

Geheimhaltungserklärung inklusive. Denn tatsächlich ging es dabei nicht um gelegentliche Hilfsdienste, sondern mit Dienstort und Dienstzeiten beschriebene Tätigkeiten. So etwa im Büro, der Zulassungsstelle oder in der Bibliothek. Im Umfang von 20 bis 25 Stunden pro Woche. Alles schriftlich festgehalten.

Schwimmer bestreitet die Echtheit der Dokumente zwar nicht ausdrücklich, sagt aber, entsprechende Unterlagen im Haus „bisher selbst nicht gefunden“ zu haben. Das Gleiche gilt übrigens für den Ausdruck eines E-Mails, das seine Signatur trägt. Das Schreiben lässt Interpretationsspielraum.

In dem E-Mail aus dem Juli 2011 weist er eine Mitarbeiterin an, die Namen mehrerer Studenten von der Webseite zu nehmen. Das liest sich dann so: „Bevor ich das Arbeitsamt wegen einer Arbeitsbewilligung für T. (Name von der Redaktion abgekürzt, Anm.) kontaktiere, sollten wir alle ohne Beschäftigungsbewilligung von der Webseite nehmen. Deshalb sollten bei Business, Marketing und Admission keine Mitarbeiternamen aufscheinen.“

Wie diese Anweisung denn zu verstehen sei? Weder dementiert Schwimmer eindeutig, noch antwortet er konkret. Er gibt nur an, dass er sich „nicht vorstellen kann, dass ich das geschrieben habe“. Vielmehr vermutet er, dass die Informanten der „Presse“ wohl eine gezielte Kampagne gegen ihn führen. „Da hat jemand etwas nicht schlecht konstruiert.“ Wer? Das wisse er nicht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.10.2012)

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42 Kommentare
 
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Gast: nicki1
30.10.2012 08:41
0 1

behördenaufsicht


So nach Durchsicht der Dinge erscheint ein merkwürdiges Bild - mit der rieseigen Frage - den Behörden ist da nix aufgefallen?

Eine dubiose amerikanische International University ist ab 2003 in Ö und auch in US keine akkreditierte Uni mehr. Sie ist eine SCHULE!

"Studenten" kommen zur Behörde mit einer studentischen Inskriptionsbestätigu ng und erhalten angeblich nur Schüler visa!? HA?

Also Schüler besuchen eine vom Innenministerium genehmigte Schule, werden von Lehrern nicht "Professoren" unterichtet und erhalten am Ende "Zeugnisse", die vorgeben universitäre Diplome zu sein?

Dafür zahlen sie aber - da ja privat - auch noch ordentlich!!!

Und die Geschichte geht weiter....

Von 2011 bis 2012 - "Studenten" der Megatrend kommen mit universitären Inskriptionsbestätigungen und bekommen Schülervisa ........................... und bezahlen ordentlich.

Eine unglaubliche Geschichte aus 1001 Nacht - kann so was in Ö überhaupt wahr sein?


Gast: unimax
26.10.2012 10:26
0 7

övpwien

Na, ob da der Juraczka eine große Freude hat, was ihm da einer seiner Vorgänger antut??

ÖVp wien hat das Bildungsthema groß an ihre Glocke gehängt - und nun stellt sich heraus

Unibildung nur für Reiche, die locker mal so 20.000 im Jahr Euro hinblättern, um dafür dann ihre Titel zu bekommen

Wirklich deppert die allgemeinen Studenten, die sich das nicht leisten können und in überfüllte Hörsäle quetschen

wirklich blöd gelaufen für die durchschnittlichen Studenten, deren Eltern sich das zu zahlen nicht leisten können

oder nicht doch alles besser - von staatlichen Unis bekommt man dann wirklich gültige Diplome und Bachelor und - Mastertitel

auf der sicheren Seite also!!!

Antworten Gast: Insider16
26.10.2012 11:25
7 0

Re: övpwien

Auch wenn der Nick von M.St-E stän dig wechselt, der Unsinn bleibt der gleiche.

Gast: Mathelehrer
25.10.2012 18:38
10 0

Da dürfte jemand heute noch ein Schultrauma haben

Hat sich immer lauter Einser gewünscht und ist immer knapp an den 5ern vorbeigeschrammt. Darum postet er jetzt immer unter öaab1, Heraklith1, Sokrates1, Foxi1, nur der Tiger hat noch eine Null dran. Sagt auch einiges aus. Sigmund Freud schau' oba.

Gast: Irrwitz
25.10.2012 16:57
0 12

Privathochschulen sind immer fragwürdig

Warum stellen sich die Studierenden nicht öffentlichen Prüfungen? Stattdessen zahlen sie lieber horrende Studiengebühren, um in die richtigen Netzwerke zu kommen bzw. unter sich zu bleiben.

Antworten Gast: flohu
25.10.2012 18:20
11 0

Re: Privathochschulen sind immer fragwürdig

Sie kennen sich offenbar wirklich nicht aus. Fragen Sie einmal die Uni, ob Sie an einer Vorlesung teilnehmen dürfen. Dann sehen Sie, warum Studenten auf eine Privatuni gehen. Kleine Klassen mit Einbindung der Studenten in den Unterricht statt Frontalvorträge mit 100en oder gar 1000en wie auf einer Wiener Staatsuni. Und wo die Prüfungen härter sind, möchte ich aus eigener Erfahrung dahingestellt lassen.

Antworten Antworten Gast: Irrwitz
29.10.2012 18:29
0 1

Re: Re: Privathochschulen sind immer fragwürdig

Ja, nur ja keine Frontalvorträge, sondern alles schön vorgekaut, wie in der Schule. Unterhaltsam muss es auch sein. Und keine schwere Prüfungen, nur was vorher brav in Kleingruppen eingeübt worden sind. Man kann bitte sehr wohl eine große Zahl an Studierenden über umfangreicheren Stoff schriftlich abprüfen. Privathochschulen kann es gerne geben, aber Prüfungen sollen sie keine abnehmen dürfen. Elitehochschulen sind m. E. Marketing-Schmähs, wenn die Absolventen so gut sind wie behauptet wird, dann würden sie die staatlichen Prüfungen mit links schaffen. Tun sie aber nicht, weshalb sie die Prüfer bezahlen müssen (=Studiengebühr).

Gast: Roter Prinz
25.10.2012 13:14
12 0

Heraklith1, Sokrates1, Foxi1, you made (scho wieda) my day!

Fühlst dich schon wieder vom Geheimdienst verfolgt?

Gast: oeaab1
25.10.2012 13:11
0 13

spindelegger


haha - gerade war der spindelegger als werbung neben den postings - wi der geist aus der flasche!!!

na der wird sich freuen wenn jetz glatt noch uraltskandale auftauchen..... braucht er er wi an kropf und die wähler schwinden und schwinden und schwinden.

ein hoch auf die alten ÖVP Granden!!!!!!

Gast: Heraklith1
25.10.2012 12:55
0 15

vordenvorhang


He Leute, ganz einfach!

schwimmer soll dem redakteur klar und einfach sagen - alles was er geschrieben hat ist falsch - und er soll ihn anzeigen!

aber nur andere leute verdaechtigen, ja sogar noch drohen und bedrohen - das war im alten Osrblock üblich - stasi und konsorten!!!

he schwimmer - vor den vorhang und sag klar und deutlich alle diplome der studenten sind echt und richtige, alles mit den studenten war ok!

Antworten Gast: Hetzendorfer
25.10.2012 16:28
12 0

Re: vordenvorhang

Stasi ist neu. Bisher wurde doch Heraklith1, Tiger10, Politicus etc. nur von Mossad, KGB, CIA, BND (im Auftrag von Wulff), Bundesheer-Abwehramt etc. verfolgt. Na ja, die alten Seilschaften werden sie schon auch auf dem Kicker haben.

Gast: Infopoint
25.10.2012 10:22
15 0

Anfrage an PRAWDA

Wohin verschwinden die Postings von Infopoint?

Gibt es leicht schon ein Gulag für aufmückige Poster?

10 0

Re: Anfrage an PRAWDA

auch meine wurden gelöscht der Redakteur vertraget keine Wahrheit

Gast: Gerechtigkeitsfanatiker
25.10.2012 09:28
17 1

Und wo ist jetzt wieder der Skandal?

Steckt die Informantin jetzt schon den Redakteur mit ihrer Verfolgung sämtlicher Geheimdienste an?

Jetzt wird es lächerlich, zuerst gegen Serbien hetzen und jetzt gleich über die ganzen Oststudenten.

Antworten Gast: Foxi1
25.10.2012 10:16
0 16

Re: Und wo ist jetzt wieder der Skandal?

Wecher Skandal? Welcher Informant?

Schon mal etwas von Strafrecht gehört? Von Verhetzung und von Kreditschädigung?

Wer schreit hat Unrecht - heißt es im Volksmund. Wer sich nur mit solchen Mitten verteidigen kann - der muss ja ordentlich in der "Sch ......." stecken.

Es steht Schwimmer und den UNI- Leuten wie Studenten und Lehrern frei - klar und deutlich zu posten - so war es nicht - alles nicht wahr - und den eindeutigen Beweis dafür anzutreten!

Gast: Gegen Pressemissbrauch
25.10.2012 08:38
16 0

Vermischung von Berichterstattung und Kommentar

Es gab einmal ein journalistisches Grundgesetz, das von Qualitätszeitungen eingehalten wurde, die saubere Trennung von Berichterstattung und Kommentar. Die vermisse ich immer mehr, nicht nur in diesem Beitrag. Er strotzt von "fragwürdig", "Zweifel", "könnte", "lassen nun vermuten". "kann man auch anders bewerten", etc. Streicht man all diese Kommentare des Verfassers heraus, bleibt praktisch nichts über. Traurige Entwicklung einer einstmaligen Qualitätszeitung.

Gast: Sprachpolizist
25.10.2012 00:14
20 0

Was ist ein Oststudent?

Ein Jusstudent studiert bekanntlich Jus, ein Medizinstudent Medizin, folgerichtig studiert ein Oststudent den Osten, oder? Oder meinten der Autor , aber nicht nur er, sondern auch der Ressortchef, der Chef vom Dienst, und vielleicht sogar der Chefredakteur, die den Artikel freigegeben haben, abwertend Studenten aus dem "Osten" (wobei zumindest Albanien und Kroatien im Süden liegen)? Dann hat sich die derzeitige Redaktion aber sehr weit von der Blattlinie entfernt, die da lauten sollte: "Die Presse" Digital vertritt in Unabhängigkeit von den politischen Parteien bürgerlich-liberale Auffassungen auf einem gehobenen Niveau. Dieser Artikel: unabhängig, bürgerlich-liberal, gehobenes Niveau?????

Gast: Zum Kuckuck!
24.10.2012 23:56
20 0

Was soll schlecht daran sein,

wenn Studenten aus dem Ausland, insbesondere Südost- und Osteuropa in Wien an einer Privatuniversität studieren ohne dem österreichischen Steuerzahler zur Last zu fallen? Was soll schlecht daran sein, wenn die Uni einen Weg findet, dass sie bei sozialer Bedürftigkeit keine Studiengebühren zahlen müssen? Käme der Verfasser des Artikels aus der Bildungs- und nicht aus der Verkehrsunfall- und Sonntagsprügelei-, pardon Chronik-Redaktion, wüsste er, dass solche Arrangements, Gebührenerlass gegen freiwillige Mitarbeit, weltweit auf Unis üblich sind. Vielleicht nicht auf unseren bürokratischen Staatsunis. Andere Privatuniversitäten in Wien bieten "Work study scholarships" in verschiedenen Abteilungen, in denen "professionelle Erfahrung gesammelt werden kann" sogar auf ihrer Webseite an. Aber davon wissen wahrscheinlich weder der Verfasser noch seine Informantin etwas, und es hat sie auch nicht interessiert, weil man nur einen ehemaligen ÖVP-Politiker anpatzen will!

Ist das der neue Stil unter CR Nowak?

Sorry, ich bemühe mich ernsthaft zu verstehen, was das Ziel dieser Hasstiradaden sein soll, nur ich habe ein Problem , ich kann es nicht nachvollziehen und das ist der Punkt.

Gast: Roter Prinz
24.10.2012 20:31
21 2

4. Artikel, wegen einer Gefeuerten?

Wird das jetzt eine Endlosstory, inspiriert von einer Informantin, die sich schon von allen Geheimdiensten verfolgt fühlt?

Lest ihr von der Presse keine posts von eurer Rache-Informantin?

"Zwerg Balin", "Rot macht Druck", "Tresor" und viele andere lässt ihr im Forum wüten, aber die mit Fakten, hauts gleich raus.

Jetzt wird es fad!

Gast: Leopoldstädter
24.10.2012 19:20
22 2

Der Schwimmer, den ich kenne

Nachdem ich Schwimmer seit urdenklichen Zeiten als einen sozial denkenden und handelnden Politiker mit Sachkompetenz kenne, der es sogar zu höchsten europäischen Funktionen gebracht hat, war ich nach dem ersten Artikel über angeblich fragwürdige Diplome geschockt. Dafür habe ich in diesem Beitrag, auch wenn er wieder mit unterschwelligen Vortwürfen gespickt war, den Schwimmer, den ich kenne, wiedererkannt. Studenten, die sich das Studium sonst nicht leisten können, ein Gratisstudium ermöglichen, das passt zu ihm. Auch wenn's der Presse und einer Person, die im Forujm immer wieder genannt wird, nicht passt.

Antworten Gast: Gallier meets Tiger10
24.10.2012 20:38
21 2

Re: Der Schwimmer, den ich kenne

Ich kann das nur bestätigen, der Mann hat eine sehr soziale Einstellung, auch auf dieser Uni schon unter Beweis gestellt. Ich kann mich über die Kleinlichkeit-Gehässigkeit-Untergriffigkeit mancher Kommentare nur wundern. Schade, dass sich die Presse dafür hergibt.

Gast: Johann Nestroy alias Informer16
24.10.2012 18:30
23 1

Wer hat Recht, I oder I?

Die Presse sollte sich entscheiden, was sie der Megatrend Uni eigentlich vorwirft! Angebliche Geschäfte mit Diplomen oder Gratisstudien für bedürftige Studenten? Anm: wann wird dieses Post von der Pressezensur (jetzt weiß ich warum diese so heißt) gelöscht?

Gast: Infopoint
24.10.2012 18:23
21 1

Wo bleibt mein Post und ich habe die Presse nicht kritisiert?


Gast: Informer16
24.10.2012 16:48
26 1

Pressezensur

Kommentare, die die Presse kritisieren, werden gleich gelöscht. Soviel zur Meinungsfreiheit.

Gast: SOS Rassismus
24.10.2012 14:17
26 1

Oststudenten?

Bin ich in der Krone oder in der Presse?

 
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