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Uni Wien ist drittgrößter Arbeitgeber Wiens

24.10.2012 | 12:15 |   (DiePresse.com)

Die größte Uni Österreichs bringt der Stadt mehr als 1,1 Millarden Euro an Kaufkraft und schafft indirekt noch einmal 6700 Arbeitsplätze.

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Die Universität Wien bringt der Stadt Wien pro Jahr rund 1,13 Mrd. Euro an Kaufkraft. Diese Zahl ergibt sich aus den wertschöpfungsrelevanten Einkommen der rund 9400 Mitarbeiter (138 Mio. Euro), Bau-, Investitions- und Sachausgaben in der Höhe von 161 Mio. Euro sowie den Ausgaben der rund 91.000 Studenten (827 Mio. Euro), heißt es in einer Studie von Robert Musil (Institut für Stadt- und Regionalforschung der Akademie der Wissenschaften).

Mit ihren 6700 wissenschaftlichen und 2700 administrativen Mitarbeitern ist die Uni derzeit der drittgrößte Arbeitgeber in der Bundeshauptstadt. Mehr Menschen beschäftigt nur die Gemeinde Wien selbst (21.400) und der Stadtschulrat (11.300), das größte privatwirtschaftliche Unternehmen Siemens liegt mit rund 6000 Mitarbeitern weit hinter der Uni.

Durch die jährlichen Ausgaben der Mitarbeiter in der Höhe von rund 138 Mio. Euro (bereinigt um Pendler) werden laut der Studie "Die Wertschöpfungseffekte der Universität Wien für die Stadt Wien" mehr als 800 Arbeitsplätze geschaffen. Weitere knapp 4300 Jobs entstehen durch die jährlichen Ausgaben der Studenten (827 Mio. Euro), die übrigens (ebenfalls bereinigt um Einpendler aus dem Umland) fast fünf Prozent der Gesamtbevölkerung Wiens ausmachen. Zählt man schließlich die Sachausgaben der Uni etwa durch die Ankurbelung der Bauwirtschaft dazu, ergibt sich in Summe ein mittelbarer Beschäftigungseffekt von knapp 6700 Arbeitsplätzen in Wien.

(APA)

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34 Kommentare
 
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eine Hochburg der Bürokraten

Habe mich einmal bei Uni Wien beworben, nie wieder.

Gast: PÖHSE
26.10.2012 16:54
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Kein Wunder bei ''Studien'' wie


Genderwahning, Schamanismus und Besserwisserei !

Da kann man eine Menge ''Intellekt'' beschäftigen .

Mia hamms ja !

Und in den wichtigen, richtigen Studienrichtungen hocken die Deutschen .

5. größter Betrieb

Nur noch angemerkt - die Universität Wien ist der 5. größte Betrieb Österreichs ! die Universitäten gelten in der Vollrechtsfähigkeit als sogenannter Tendenzbetrieb - d.h. die Universitäten sind ein Betrieb mit dem der Unternehmer nicht unbedingt Geld verdienen will, sondern mit dem er ausschließlich bzw. zusätzlich andere Ziele verfolgt, nämlich die im Gesetz erwähnten politischen, erzieherischen, wissenschaftlichen oder künstlerischen Ziele. Aber es besteht die Verpflichtung zum Wirtschaften im Sinne eines guten Kaufmanns - und wie das funktionieren soll ist auch mir nicht klar !

man kann alles schönreden...

...

Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
25.10.2012 10:59
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Re: man kann alles schönreden...

Dritter zu sein ist nichts worauf man besonders stolz sein kann. Ein anderes Image bekommt man erst als zweiter. Das Ziel kann jedoch nur sein erster zu werden. Mit welchen Mitteln (Personen) auch immer. Es gibt so viele arbeitslose Handwerker, da kann das ganz schnell gehen. Als größter Arbeitgeber der Stadt hat man dann auch eine ganz andere Position bei Bugetverhandlungen.

Re: Re: man kann alles schönreden...

Irgenwie haben sie recht - die Gemeinde Wien lässt die UNI Wien in der Regel im Regen stehen - Beispiel: mach ich eine Übung in der Lobau zahle ich 150€ für die Nutzung eines Vortragsraums, der der Gemeinde wien gehört und 120€ für die 'Tatsache, dass ich dort mit Studierenden etwas abseits de rWege unterwegs sein darf !!!!

Griechische Zustände

im Roten Wien.

Re: Griechische Zustände

könnten sie diese absolut unpassende Bemerkung erklären ?

Antworten Antworten Gast: tut so naiv
25.10.2012 09:20
2 0

jo mei

verfilzte Strukturen, die man nur mehr mit dem richtigen Parteibücherl navigieren kann - Sie haben doch auch eines

Re: jo mei

aus Überzeugung - aber was hat mein Parteibücherl mit der UNI Wien zu tun - bzw. wo ist da "Griechenland" ? Ich würde wirklich gerne verstehen was sie mit ihrem Posting meinen

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: wie der Zufall so spielt
25.10.2012 16:42
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Re: Re: jo mei

bin mir sicher, ein Parteibuch hilft überhaupt nichts bei Bewerbungen, besonders nicht, wenn viele Mitarbeiter mit demselben Parteibuch schon an Bord sind

Re: Re: Re: jo mei

so und jetzt ernst: es mag viele Dinge geben, die man als Negativum im Zusammenhang mit Besetzungen kritisieren kann - aber eines gibt es wirklich nicht - und das ist ein Parteibuch - auch die alten Klassiker wie z.B. "Burschenschaftszugehörigkeit" gibt es schon lange nicht mehr.

ist da das cafe rosa noch eingerechnet?


Re: ist da das cafe rosa noch eingerechnet?

und was hat das mit der uni- Wien zu tun ?

Re: Re: ist da das cafe rosa noch eingerechnet?

das können dir nur die geschwürartigen auswüchse der öh erklären....

Gast: NocheinParteiloser
24.10.2012 15:32
9 1

Das ist eine sehr lustige Betrachtung!

Das Schaffen von Arbeitsplätzen und Kaufkraft mit der Finanzierung über Zwangsabgaben müsste dann ja eine Art wirtschaftliches Perpetuum Mobile sein!

Dass in geschützten Bereichen sehr einfach eine Beschäftigung geschaffen werden kann, das ist doch jedem klar denkenden Menschen zugänglich. Staatswirtschaft ist ja immer auch eine Planwirtschaft. Man braucht also nur genug Beschäftigungsverhältnisse zu planen und das Personal einzustellen.

Das wurde auch in den Planwirtschaften der Comecon Länder so gemacht. Das ging sogar soweit, dass es in allen Bereichen Personalmangel gab. Der Personalmangel war dann auch immer das Argument / die Ausrede, dass der Plan nicht erfüllt werden konnte.

Es waren auch in den Comeconländern eben nur Beschäftigungsverhältnisse, mit Arbeitsplätzen zur Leistungserbringung für die Gesellschaft hatten diese kaum etwas zu tun.

Die Studie beschreibt also ein ganz normales Phänomen von staatlicher Planwirtschaft!

Re: Das ist eine sehr lustige Betrachtung!

könnten sie mir erklären was sie unter"geschützten" Bereich verstehen ?

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Re: Re: Das ist eine sehr lustige Betrachtung!

Staatliche und staatsnahe Bereiche in denen man quasi unkündbar (=geschützt) ist.

Re: Re: Re: Das ist eine sehr lustige Betrachtung!

Ja und wer ist unkündbar von den knapp 10.000 Beschäftigten - ich kann es ihnen sagen - zur Zeit noch 400 ! Zuerst erkundigen und dann posten

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Re: Re: Re: Re: Das ist eine sehr lustige Betrachtung!

Und wann gab es die letzte Personalreduzierungsmaßnahme mit Kündigungen?

Re: Re: Re: Re: Re: Das ist eine sehr lustige Betrachtung!

Kündigung - warum ? - Die Leute haben zu 95% alle einen befristeten Vertrag

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Erläuterungen
25.10.2012 16:30
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Das ist eine sehr lustige Betrachtung!

zwischen unkündbar und befristet gibt es aber schon noch Schattierungen - zum Beispiel unbefristet, aber prinzipiell kündbar

es gibt meines Wissens nach keinen einzigen Fall an irgendeiner österreichischen Universität, in der unbefristete Verträge von der Universität gekündigt worden wären, ist nämlich ein arbeitsrechtliches Minenfeld, da traut sich keiner drüber

wir halten fest, dass von 10000 Mitarbeitern 4% unkündbar, X unbefristet (die Mehrheit fällt darunter) und Y befristet (großteils die Drittmittler, sicher nicht 95%) sind

die Befristeten braucht man nicht kündigen und die Unbefristetn traut man sich nicht kündigen

ergo, keine Kündigungen an der Universität

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Das ist eine sehr lustige Betrachtung!

zur Zeit sind ca. 900 Personen in einem unbefristeten Dienstverhältnis - d.h. alte Beamte, Vertragsbedienstete, Professoren nach neuem Dienstrecht (ca. 80% aller Professoren an der UNI Wien) und ca. 50 Tenure Tracks einige unbefr. Lehrende ganz wenige unbefr. Senior Scientists.

Aber sie haben recht - gekündigt wird nicht - bis jetzt ist mir kein Fall bekannt, wo dies nötig gewesen wäre !

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ach wirklich
25.10.2012 18:16
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Das ist eine sehr lustige Betrachtung!

angenommen, Ihre Zahlen stimmen (900 Personen von 10000 sind unbefristet), dann ist der Personalwechsel an der Uni Wien unglaublich rasant

nach österreichischem Arbeitsrecht sind nämlich zwei aufeinanderfolgende, gleichwertige Verträge als Kettenverträge anzusehen, und von den 9100 Mitarbeitern werden die meisten wohl nach Ende des befristeten Vertrags nicht befördert werden

die Uni hat dann zwei Möglichkeiten: sie läßt die Verträge der 9100 Mitarbeiter auslaufen (übliche Vertragsdauer zwischen 2 und 6 Jahren) und stellt neue Mitarbeiter ein, oder sie gibt ihnen einen neuen Vertrag, womit sie einen Kettenvertrag eingehen und die Mitarbeiter dadurch entfristen, also unbefristet machen

oder aber Ihre Zahlen stimmen nicht und die Zahl der unbefristeten Mitarbeiter liegt bei geschätzten 6000-7000, der Rest sind Doktoranden und Postdocs als Durchläufer

wollen Sie Ihre Zahlen revidieren, oder können Sie erklären, wie der Universitätsbetrieb mit 91% neuen Mitarbeitern innerhalb von längstens 6 Jahren funktionieren soll?

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Das ist eine sehr lustige Betrachtung!

genau diese Frage stell ich mir auch - ihre Erkenntnisse zu den von mir angegebenen Zahlen stimmen - nur was die 7000 wissenschaftlich Beschäftigten betrifft zählen dazu auch studentische Mitarbeiter oder Lektoren mit 1 oder 2 Wochenstunden. Zur Zeit liegen wir an der UNI Wien unter einem Prozent was Laufbahnstellen für ursprünglich befristet Angestellte betrifft. Auch Lektoren müssen nach 8 Jahren ihre Lehre beenden - da nach UG2002 hier eine längere Befristung nicht erlaubt ist. Drittmittelbeschäftigte und Lektoren dürfen mehrere aufeinanderfolgende Anstellungen bis zu einem Ausmass von 6 bzw 8 Jahre bekommen - Praedocs müssen nach vier Jahren die Uni auf jeden Fall verlassen, usw. - sie können mir meine Zahlen glauben - "leider" kennt fast niemand die Struktur der UNIVIE besser als ich - und diese Struktur macht mich sehr unglücklich

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: kaum mehr wahrnehmbar
26.10.2012 20:26
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ein düsteres Bild

da zeichnen Sie aber wirklich ein düsteres Bild der Uni Wien - seit dem UG 2002 sind 10 Jahre vergangen, bei ca. 10% Stammpersonal sind also bisher fast zweimal 90% der Stellen ausgewechselt worden, unglaublich

an anderen österreichischen Unis sind oft etwa 50% der wissenschaftlichen Mitarbeiter Stammpersonal, zählt man die nichtwissenschaftlichen Mitarbeiter dazu (die fast alle unbefristet sind), dann sind es etwa 75% Unbefristete

und trotzdem rangiert die Uni Wien als einzige Uni Österreichs (vielleicht mit Ausnahme der Tiroler) unter den wahrnehmbaren Unis, vielleicht hat die Personalpolitik erst langfristig gravierende Folgen und fegt auch die letzte österreichische Uni von der internationalen Bildfläche

 
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