Med-Uni: Klage gegen Aufnahmetest bei VfGH eingegangen

16.11.2012 | 10:17 |   (DiePresse.com)

Die Klage eines männlichen Bewerbers, der sich durch die gendergerechte Auswertung des Aufnahmetests an der Med-Uni Wien diskriminiert fühlt, ist beim VfGH eingangen.

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Beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) ist der Individualantrag eines Studenten eingegangen, der sich durch die "gendergerechte" Auswertung des Aufnahmetests für das Medizinstudium an der Medizinuniversität Wien diskriminiert fühlt. Nach Ansicht des Klägers ist die nach Geschlechtern getrennte Auswertung der Testergebnisse gleichheitswidrig.

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Ein Individualantrag kann dann beim VfGH eingereicht werden, wenn eine Einzelperson meint, von einem Gesetz oder einer Verordnung direkt betroffen zu sein. Allerdings sind die formalen Hürden für einen Individualantrag sehr hoch. Ab dem Zeitpunkt, wo die Beschwerde eingeht, dauert ein Verfahren beim VfGH durchschnittlich neun Monate.

Bisher mehr Männer als Frauen zugelassen

Durch die "gendergerechte" Auswertung haben Frauen mehr Studienplätze erhalten als ihnen rein nach der Punktezahl zugestanden wären. Die Regelung wurde eingeführt, weil sich bisher stets mehr Frauen als Männer beworben hatten, der Anteil an zum Studium zugelassenen Frauen aber deutlich darunter lag.

Die Auswertungsmethode war von Beginn an umstritten, nach einer Beschwerde der HochschülerInnenschaft (ÖH) der Medizin-Uni Wien wurden mit finanzieller Unterstützung des Wissenschaftsministeriums 60 zusätzliche Anfänger-Studienplätze geschaffen.

(APA)

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13 Kommentare

lächerlich,

so ein schreibaby. da hälts wohl einer nicht aus, dass eine frau besser war als er und heult jetzt seines verletzten egos wegen wie ein kleines kind :'(. eigentlich eh typisch mann, oder?

Re: lächerlich,

Haben Sie die Problematik tatsächlich nicht verstanden?

Es wird sich im konkreten Fall um einen männlichen Bewerber handeln, welcher trotz höherer Punktzahl im Gegensatz zu punktschwächeren, weiblichen Bewerbern nicht aufgenommen wurde. Folglich war die Frau eben *nicht* besser.

Re: lächerlich,

Naja, weils ein Mann ist, ist es das Ego, wenns eine Frau ist Diskriminierung?

Re: Re: lächerlich,

warum hassen sie frauen?

Re: Re: Re: lächerlich,

Um Gottes Willen, das tue ich sicher nicht, was langsam aber nervig wird, ist die ewige Diskussion, dass die Frauen überall benachteiligt werden....wenn ich aber meine Augen aufmach und in der Welt rum schau, seh ich mittlerweile nur noch, wie die geschlechter gegeneinander ausgespielt werden und paar wenige Frauen überall Quoten reindrücken wollen!
Ich habe nie einen Unterschied zw. den geschlechtern gesehen und Hautfarbe war mir immer egal, so wurde ich erzogen, doch wenn ich seh, dass eine Frau bei gleicher Qualifikation bevorzugt wird, hab ich was dagegen. Und wenn ich dann seh, dass sogar schlechtere Frauen den besseren Männern vorgezogen wird, dann ist das für mich ein grund meine tolerante Weltanschauung doch langsam zu überdenken. Denn wenn sich die Männer das so gefallen lassen, dann sieht es bald so aus, dass alle Männer ab der Geburt 10 jahre bei dem kind sind, während die Frau, die durch ne Quote in die Führungsetage gekommen ist, alles vermurkst(da Qualifikation sekudär ist)....verstehen Sie mich nicht falsch, eine Frau, die was drauf hat soll an die Spitze eines Konzerns, aber nicht die, die durch die Quote hochgejubelt wird, denn diese denkt sie ist gut, weil man sie im Glauben lässt, sie sei es, aber am ende war sie es dann doch nicht, aber für das Unternehmen ist es dann zu spät!

Meiner Meinung nach, ja jeder die Chance, dass zu werden und zu machen was er/sie will, unabhängig vom Geschlecht und das ist für mich das wichtigste an einem Rechtsstaat.

Re: Re: Re: Re: lächerlich,

geh bitte, deine sexistischen rechfertigungsversuche kannst da sparen, antwort mir lieber auf meine frage, oder kannst das vielleicht nicht?

Re: Re: Re: Re: Re: lächerlich,

Erster Satz meiner Antwort!
Und Sie haben meine Frage auch nicht beantwortet....

Sie sind wohl die, die sich wie ein kleines Kind benimmt!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: lächerlich,

geh komm, geh wo anders trollen.

frage

im prinzip war die auswertung ein blödsinn - aber warum klagt der mann - es wurde ja von der meduni bereits nachgebessert

Re: frage

Naja, "nachgebessert" aber bitte in Anführungszeichen, denn die 60 weiteren Plätze wurden ja nicht an die rund 80 um ihren Platz betrogenen Männer vergeben, sondern wieder nach der "gendergerechten" Auswertung aufgeteilt, d.h. noch mehr Frauen haben einen Platz bekommen.

Ich kenn mich in der Juristerei nicht aus, aber ich glaub, das diese 60 Plätze ein kleines strategisches Manöver war. Man überlege mal: Die 60 Plätze wurden knapp 2 Monate(?) nach der Veröffentlichung der Ergebnisse geschaffen, um die Männer, die ganz knapp nicht reingekommen sind, damit wahrscheinlich vor Gericht am härtesten protestiert hätten, einen Platz zu geben, die Männer, die durch diese neuen 60 Plätze jedoch keinen Platz bekommen haben, können keinen Widerspruch mehr einlegen, da ja die Widerspruchsfrist 30 Tage ist. Damit hat man von den Männern, die in der Frist Widerspruch eingelegt hatten, einen Teil durch einen Platz versorgt und die, die neu betrogen wurden, konnten nicht kein Widerspruch mehr einlegen, da die Frist vorbei war! Lass mich hier aber gern eines besseren belehren!

Es muss aber eine juristische Spitzfindigkeit dahinter stecken, denn durch die 60 weiteren Plätze hat die Uni eingestanden, dass die volle Kapazität noch nicht erreicht war!

Aber es geht mir weniger um den letzten test, meine größte Angst ist eben die, dass der neue Test (an allen drei Unis) auch so ausgewertet wird, womit dann noch mehr Männer diskriminiert werden würden! Dies muss verhindert werden!!!!

Re: frage

Weil es schwachsinn ist auf der einen Seite zu behaupten, dass Frauen gleich intelligent sind wie Männer und auf der anderen Seite dann eine krasse Ungleichbehandlung vornimmt.
Dies widerspricht klar dem Gleicheitsgrundsatz gleiche Sachen gleich und ungleiche Sachen ungleich zu behandeln.

Re: Re: frage

*Schwachsinn natürlich groß geschrieben

gut so

Ich hoffe er gewinnt, damit die Meduni Wien beim neuen Test nicht den gleichen Weg geht wie heuer!

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