Hälfte der Studenten miit Uni-Gebühr zufrieden

Jeder zweite Student hat kein Problem mit der bestehenden Studiengebührenregelung. Dass die Studentenströme künftig stärker gelenkt werden sollen, könnte problematisch werden.

UniGebuehr zufrieden
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UniGebuehr zufrieden
(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Wien/Red. Es ist wenig verwunderlich, dass die jüngste Protestaktion der Hochschülerschaft – bei der die Studiengebühren mit im Fokus standen – nur wenig Resonanz gefunden hat: Jeder zweite Student ist mit der derzeitigen Gebührenregelung, nach der langsame und Nicht-EU-Studenten zahlen, zufrieden und wünscht sich, dass sie beibehalten wird. Das geht aus der Studie „Studieren in Österreich 2012“ des Instituts für Jugendkulturforschung hervor. Ein Viertel der Befragten sprach sich für eine flächendeckende Einführung der Studiengebühr aus – ebenso viele für eine totale Abschaffung.

Dass die Studentenströme künftig stärker gelenkt werden sollen, könnte problematisch werden: Rund vier von zehn Studenten knüpfen ihr Studium an Uni oder Fachhochschule an das Wunschfach. Wären sie an der Eingangsphase gescheitert oder hätten den FH-Aufnahmetest nicht bestanden, hätten sie mit dem Studium aufgehört bzw. gar nicht studiert.

 

Jobaussichten nicht entscheidend

Knapp die Hälfte der befragten Studenten ist demnach für einen völlig offenen Hochschulzugang, knapp 30 Prozent sind für flächendeckende Schranken. Der Rest der Befragten kann sich mit teilweisen Beschränkungen – für Pädagogische Hochschulen, FH und Kunst-Unis – anfreunden.

Übrigens: Gute Jobaussichten sind bei der Wahl der Studienrichtung zwar nicht ganz unwichtig – sie stehen aber nur für jeden achten an erster Stelle. Der wichtigste Grund: das Interesse.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.12.2012)

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