Hälfte der Studenten miit Uni-Gebühr zufrieden

16.12.2012 | 18:45 |   (Die Presse)

Jeder zweite Student hat kein Problem mit der bestehenden Studiengebührenregelung. Dass die Studentenströme künftig stärker gelenkt werden sollen, könnte problematisch werden.

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Wien/Red. Es ist wenig verwunderlich, dass die jüngste Protestaktion der Hochschülerschaft – bei der die Studiengebühren mit im Fokus standen – nur wenig Resonanz gefunden hat: Jeder zweite Student ist mit der derzeitigen Gebührenregelung, nach der langsame und Nicht-EU-Studenten zahlen, zufrieden und wünscht sich, dass sie beibehalten wird. Das geht aus der Studie „Studieren in Österreich 2012“ des Instituts für Jugendkulturforschung hervor. Ein Viertel der Befragten sprach sich für eine flächendeckende Einführung der Studiengebühr aus – ebenso viele für eine totale Abschaffung.

Dass die Studentenströme künftig stärker gelenkt werden sollen, könnte problematisch werden: Rund vier von zehn Studenten knüpfen ihr Studium an Uni oder Fachhochschule an das Wunschfach. Wären sie an der Eingangsphase gescheitert oder hätten den FH-Aufnahmetest nicht bestanden, hätten sie mit dem Studium aufgehört bzw. gar nicht studiert.

 

Jobaussichten nicht entscheidend

Knapp die Hälfte der befragten Studenten ist demnach für einen völlig offenen Hochschulzugang, knapp 30 Prozent sind für flächendeckende Schranken. Der Rest der Befragten kann sich mit teilweisen Beschränkungen – für Pädagogische Hochschulen, FH und Kunst-Unis – anfreunden.

Übrigens: Gute Jobaussichten sind bei der Wahl der Studienrichtung zwar nicht ganz unwichtig – sie stehen aber nur für jeden achten an erster Stelle. Der wichtigste Grund: das Interesse.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.12.2012)

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4 Kommentare

Hälfte der Studenten miit Uni-Gebühr zufrieden

wann leistet sich diepresse.com die F7-Taste?

In der Tat wenig verwunderlich,

dass bei dem Sauwetter am 5. Dezember nicht viele Leute auf der Straße waren - das hat mit Zufriedenheit wenig bis gar nichts zu tun...

Re: In der Tat wenig verwunderlich,

Naja, wer sich von einem "Sauwetter" abhalten lässt, zu demonstrieren, dem dürfte es doch eher wurscht sein.

Demnach

dürfte die Geldversenkung durch eine gewisse Landesregierung dem Volk auch ziemlich "wurscht" sein, oder haben Sie etwas von großen Demonstrationen in Salzburg gehört in letzter Zeit?

Nur, weil die Leute nicht bei jedem Wetter dagegen auf die Straße gehen, ist ihnen noch lange nicht alles "wurscht".

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