Todesstrafe für Papst? Eklat um Grazer Uni-Professor

28.12.2012 | 19:37 |   (DiePresse.com)

In einem Artikel auf der Uni-Website stellte der gebürtige Australier die Todesstrafe für Klimaleugner und auch den Papst zur Diskussion. Die Universität distanzierte sich von dem inzwischen gelöschten Beitrag.

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Für Aufregung hat ein Musikpsychologe gesorgt, der in einem Artikel auf der Website der Grazer Uni die Todesstrafe für Leugner des Klimawandels und für Gegner der Kontrazeption, die - wie der Papst - am Aids-Tod von Millionen Menschen schuldig sein sollen, zur Diskussion gestellt. Durch zahlreiche Protestnoten aufgeschreckt, reagierte die Uni und distanzierte sich umgehend. Der Autor zog inzwischen den kruden Beitrag mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück. Wie so oft in solchen Fällen wurde der Text aber im Internet verbreitet und ist etwa hier noch einsehbar.

Wie Uni Graz-Pressesprecher Andreas Schweiger einen Bericht des Kurier bestätigte, habe man durch rund 50 Beschwerdemails Kenntnis von der problematischen Veröffentlichung erhalten. Richard Parncutt, gebürtiger Australier und seit 1998 Professor für systematische Musikwissenschaft, bezeichnet sich in dem Artikel "Death penalty für global warming deniers?" zwar als Gegner der Todesstrafe, stellte aber zur Diskussion, ob nicht für Verantwortliche von über einer Million Toten andere Maßstäbe zu gelten hätten. Zu diesen Verantwortlichen zählten demnach in Zukunft die Leugner des "Global Warmings" und der Papst nebst enger Berater, weil durch die Haltung der Kirche zur Empfängnisverhütung der Ausbreitung von Aids Vorschub geleistet werde. Parncutt stellte zwar fest, dass er für sie die Todesstrafe nicht direkt vorschlage, sondern nur logisch argumentiere und laut über ein wichtiges Problem nachdenke.

Uni Graz distanziert sich

Wie Schweiger am Freitag sagte, sei er über die Äußerungen "entsetzt und bestürzt" und habe umgehend klargestellt, dass Parncutts Meinung nicht die der Uni sei. Der Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, Helmut Konrad, veranlasste die Entfernung des Textes, der durch eine Entschuldigung des Autor ersetzt wurde. Konrad und Rektorin Christa Neuper verlangten Sachverhaltsdarstellung und luden den Professor zu einem Gespräch ein.

In seinem Wikipedia-Eintrag heißt es, dass sich Parncutt neben seiner musikpsychologischen Forschungs- und Lehrtätigkeit in den Bereichen Interkulturalitäts- und Rassismusforschung engagiere.

(APA)

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164 Kommentare

Unsere Fundamentalisten

Offenbar hat jede Religion, jede Ideologie, jede Denkweise das Potential, ihre eigenen Fundamentalisten zu erschaffen. Die Juden haben die Orthodoxen, die Christen die Evangelikalen, die Moslems die Islamisten - und wir aufgeklärten, säkularen Westler haben jetzt halt unsere politisch korrekten, links-grünen Gutmenschen, die glauben, alle Rechte zu haben, weil sie recht haben. Widerspruch verboten.
Die Lektüre des Originaltextes des Herrn Prof. Parncutt sei ausdrücklich empfohlen. Er spricht für sich.

8 18

diepresse.com sollte endlich sicherstellen, dass es für Poster nicht mehr möglich ist ein und denselben Kommentar mehrfach zu bewerten


Selbstverständlich sind diese Bewertungen irrelevant, aber es ist einfach lästig und allemal sinnvoller als die Kommentarfunktion zu Artikeln abzuschalten wie im Falle der Votivkirchen-Flüchtlinge.

In der Nacht von gestern auf heute wurden hier offensichtlich sämtliche Kommentare von einem Parncutt-Anhänger entsprechend mehrfach bewertet. Teilweise wurden meine Kommentare in dieser Nacht- und Nebelaktion mit einer roten Stricherlflut überschwemmt.

10 4

die Paranoia lauert überall


vielleicht ist es auch einfach nur Müll den du mit deinen Posteings hinterlässt


Re: die Paranoia lauert überall

Puh, jetzt haben Sie es mir aber gegeben... Bei so vielen Argumenten kann man natürlich nichts mehr entgegensetzen.

Eine Parncutt'sche Eins ist das. Brav!

P.S.: Das ist keine Paranoia, sondern simple Logik


Wenn bei einem 2 Tage alten Artikel einer Tageszeitung, d.h. einem Methusalem, der auf der Homepage weiter hinten versteckt ist, in der Nacht von Samstag auf Sonntag nach Mitternacht plötzlich sämtliche Parncutt-kritischen Kommentare mit 20 bis 30 negativen Bewertungen bedacht werden dann ist das einfach so. Sorry.

Selbst Kommentare zu aktuellen Themen, die viel mehr Interesse und Aufmerksamkeit bekommen, erhalten nicht annähernd so viele Bewertungen und das schon gar nicht in einer Nacht- und Nebelaktion.

5 6

Re: diepresse.com sollte endlich sicherstellen, dass es für Poster nicht mehr möglich ist ein und denselben Kommentar mehrfach zu bewerten

Dachte ich mir auch schon, wahrscheinlich ist es dieser Parncutt selbst, oder seine 'Studentinnen'. *lach*

Liebe Freunde der Todesstrafe und des Gesinnungsterrors: Ich fürchte bei 99 negativen Bewertungen ist Schluss...


Da offenbar durch meine Beschwerde motiviert die rote Stricherlflut in den letzten Stunden noch einmal so richtig gewütet hat - und das bei einem Uralt-Artikel - dürfte sich meine Vermutung als wahr erwiesen haben.

Ein selbstgerechter Bruder Parncutts hat nichts Besseres zu tun als seine Zeit mit einer "korrekten" Bewertung der Kommentare in Zeitungsforen zu verschwenden. So als ob das wirklich jemanden ernsthaft jucken würde.

Aber diepresse.com könnte hier wirklich einmal etwas ändern.

15 20

Todesstrafe für jene, die anders denken - genau das ist aus dieser

Ecke zu erwarten.

15 22

Das Menschenrechtsverständnis der linksgrünen Fundis

spricht Bände.

8 24

entschuldigt ist mit der Wegnahme des Textes noch gar nichts

vielleicht sollte man ihn einige Monate mit Breivik zusammensperren, dass sich beide Austauschen können, den beide wollen ja dasselbe Ergebnis erzielen, der eine hat es schon, der andere könnte vielleicht Etzes brauchen.

11 30

Mao&Stallin hätten sicher applaudiert.


8 24

Gemeingefährliche Wirrköpfe sehen ja ganz anders aus.


17 29

Die lin*ke Moral läuft doch immer auf das Gleich hinaus.


Wie wärs mit

der Todesstrafe für Todesstrafenbefürworter? Das wär doch mal ein interessantes Konzept.

60 13

Interessant

statt über die Menschen verachtende Einstellung des Papstes und in seinem Gefolge der offiziellen katholischen Kirche zu reden,
statt also über die eigentliche Message des Professors nach zu denken

wird wieder einmal der Überbringer der Botschaft gehänselt.

Es war unklug, die Provokation als Stilmittel zu wählen (noch dazu solch eine abgrundtief blöde), denn jetzt kann sich die Kirche wieder denken: wunderbar, alles sind für uns und wir haben recht, also weiter gegen Empfängnisverhütung, weiter das (selbsterfundene, religiöse) Gesetz über die Menschen stellen, wurscht, ob wir dadurch Millionen von Menschen auf dem Gewissen haben. Dass dem so ist, soll hier einfach noch einmal in den Raum gestellt werden, ohne irgendwem den elektrischen Stuhl zu wünschen.

4 10

Re: Interessant

"...die Menschen verachtende Einstellung des Papstes..."
Es wird NIEMAND gezwungen, der Einstellung der kath. Kirche zu folgen. Vermutlich gehören auch Enthaltsamkeit und TREUE zur Menschen verachtenden Einstellung - wenn ich das praktiziere, brauche ich kein Kondom und krieg keine Geschlechtskrankheiten.
Wenn der Papst schuld sein soll an den AIDS-Toten in Afrika, dann ist aber auch jeder Einzelne in Europa und der ganzen westlichen Welt ein Mörder, weil Millionen Menschen dadurch an Hunger sterben, weil die reichen Menschen aus den Industrienationen jährlich Hunderttausende Tonnen Lebensmittel wegwerfen etc. etc.

12 53

Re: Interessant

Menschenverachtend ist für mich den Menschen einzureden, sie können MIT Gummi risikolos herum sch na ck seln wie und wen sie wollen.

bist du es, Bruder Pius :o)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))


48 11

Re: Re: Interessant

Können sie auch, zumindest mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass nichts passiert

3 10

Re: Re: Re: Interessant

Sehen Sie, und genau diese verantwortungslose Einstellung ist menschenverachtend.

Re: Interessant

und nun, Sie Kenner des päpstlichen Denkens und Redens nennen mir bitte ein paar Belege für Ihren geistlosen Kommentar von einer menschenverachtenden Einstellung des Papstes.

41 4

Re: Re: Interessant

Verwendung von Kondomen reduziert die Wahrscheinlichkeit sich mit HIV zu infizieren faktisch auf Null.

Das Verbot, Kondomen zu verwenden macht diese potentielle Reduktion zunichte.

Anders rum:
niemand müsste sich durch Geschlechtsverkehr mit HIV infizieren
die Kirche (durch das von ihr verhängte Verbot) trägt Teilschuld daran, dass sich Menschen noch immer anstecken.
Das weiß die Kriche
Die Kirche nimmt wissentlich den Tod von Millionen in Kauf (trägt dazu bei)

Das IST Menschen verachtend


2 11

Re: Re: Re: Interessant

Sie tun ja grade so, als würden sich jetzt alle Afrikaner an das Kondomverbot der RKK halten! Da müssten sie sich aber erst recht an das Gebot der ehelichen Treue halten!

"Die Kirche nimmt wissentlich den Tod von Millionen in Kauf".
Und im aufgeklärten Europa nimmt man wissentlich den Tod von Millionen Ungeborenen in Kauf.

4 20

Re: Re: Re: Interessant

Die Argumentation der Kirche ist absolut logisch, nachvollziehbar und gut.

1. Sex ausschlieβlich in der Ehe zwischen Mann und Frau

2. Dieser eheliche Sex dann ohne Verhütung (wozu auch Kondome zählen)

Diese Vorschriften leisten selbstverständlich einen hohen Beitrag um sich vor Krankheiten zu schützen.

Wie da jemand drauf kommen kann, dass die Kirche wechselnden Geschlechtsverkehr ohne Kondom promotet, der kann entweder nicht alle Neune oder nur antikirchliche Agitation im Kopf haben.

Sie sind wirklich gut :o)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))


4 14

Re: Sie sind wirklich gut :o)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

Haben sie auch ein Argument oder ist ab dem Emoticon mit Doppelkinn finito?

Re: Re: Re: Interessant

Reduziert um etwa 50% laut wissenschaftlichen Studien der Condombefuerworter. Das ist ein klein wenig mehr als "Null".

Re: Re: Re: Interessant

sie dürften mich nicht verstanden haben: ich hätte gerne belegstellen aus schriften oder ansprachen des papstes zum thema "kondom" zum beispiel. oder etwas mehr, was anlass dazu gibt von einer menschenverachtenden einstellung des papstes zu schreiben. sie bilden sich ja großspurig urteile und posaunen diese in die welt hinaus; da müssten sie doch ein paar dinge nennen können.

28 3

Re: Re: Re: Re: Interessant

Humanae Vitae (1968, eines der wichtigsten, abstrusesten Dokumente der Kirche des 20.Jhds) ... nie widersprochen, im Gegenteil immer wieder bestärkt, noch 2009 von B. XVI selbst

2010: Teil-Verbots-Aufhebung (1) nicht Ex Cathedra und (2) mit einer Beschränkung, die völlig am realen Leben vorbei geht - auf homosexuelle männliche Prostituierte - und (3) gleichzeitig als 'nicht moralisch' bezeichnet (das Verbot also eigentlich bestärkt.)

sollte reichen

Re: Re: Re: Re: Re: Interessant

aha, sie haben also humanae vitae gelesen; und sie empfinden diesen text menschenverachtend? oder denken sie da nur an eine bestimmte passage?

0 1

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Interessant

nicht nur gelesen; da es hier nun mal um Kondome geht und um nix anderes meine ich genau diese eine Stelle, (obwohl es mehrere Passagen gibt die in die selbe Richtung weisen). Wenn die Kirche am Leben vorbei lehrt is das ihr Problem, wenn sie gegen das Leben lehrt (auch wenn sie tausend Mal das Gegenteil behauptet), geht es alle was an.

20 3

Re: Re: Re: Re: Re: Interessant

Zusatz: das Attribut 'Menschen verachtend' verdient natürlich nicht nur die offizielle *katholische* Lehrmeinung, sondern jeder andere religiöse (ganz prominent die evangelikale Phalanx) und nicht-religiöse, diesbezügliche (!) Denkansatz.

7 53

Who is next, Richard?

I still own a 100 Watt bulb. I plan to use it. Will I make it onto your list? Just let me know where you draw the line so I can plan accordingly.


13 58

Reaktion

Ein indirekter Tötungsaufruf um missliebige Gegner auszuschalten und der gute Herr Professor wird gerade mal "vorgeladen".

Absolut untragbar, sowohl der Professor als auch die Reaktion der Universitätsleitung. Sofortige Suspension wäre das Mindeste und Anzeige bei der Staatsanwaltschaft.

Re: Reaktion

Ich empfehle Ihnen dringend das Studium der Kirchengeschichte ! Warum, glauben Sie, ist das Gerichtsurteil des §166-Prozesses in Bochum, das zulässt, die Kirche als Verbrecherorganisation zu bezeichnen, immer noch in Kraft? Das Gutachten dazu spricht Bände!

5 37

Re: Re: Reaktion

Gesinnungsurteil, unbedeutend.

19 61

Und dieser Herr ist Professor an einer österr. Universität?

Rausghaut gehört der! Aber mit Schimpf und Schande!!! (PS: Auf einer universitären Homepage darf die Todesstrafe für den Papst gefordert werden, auf diepresse.com wird bei Gewaltverbrechen das Forum gesperrt.)

4 32

Re: Und dieser Herr ist Professor an einer österr. Universität?

grundsätzlich kann er schreiben was er will, aber nur innherald er österr. Gesetze, und da gibt es nun mal keine Todesstrafe und in den menschenrechten ist sie auch nicht vorgesehen, ja sogar aktiv untersagt.
Aber was weiß ein wirrer Musikwissenschaftler, der seinen Emotionen nicht im Zaum halten kann.

Hier posten geht an, da bekommt er halt von den Linken viele grüne und den vernünfigen viele rote, aber wenn er so beschränkt ist, das so öfgffentlich zu machen?
... vielleicht hilft Steineklopfen, um die Aggression loszuwerden.

krude Diskussion

Klimawandel, der Papst, HIV, Todesstrafe (im Artikel) + dann zus. Generationenkonflikt, CO2 Emissin, Kernkraft, Islam, Sexbesessenheit,... (in den postings)....
is des net a bißl viel auf einmal?

Schau, schau...

... zum Thema "Todesstrafe für Papst?" gibt's noch Postings.

64 17

Naja

Also erstens hat sich Parncutt entschuldigt und klar gemacht, dass der Text zwar zynisch und rein fiktiv, aber trotzdem logisch stringent ist.

Zweitens macht er im Text klar, dass es (auch hierzulande) unter "Meinungsfreiheit" verbucht wird, wenn jemand für die Todesstrafe eintritt (im Fall Breivik ist das Thema ja wieder ausgiebig diskutiert worden). Und im Gegensatz zu den normalen Todesstrafe-Befürwortern, die finden, dass die Todesstrafe eine angemessene "Rache" der Gesellschaft am Delinquenten ist, argumentiert er, dass die Tötung von jemanden, der höchstwahrscheinlich in seinem weiteren Leben für Millionen Tote mitverantwortlich sein wird, sinnvoller ist, weil dadurch viele Tote verhindert werden können (Stauffenberg wird heute auch als Held betrachtet, weil er zumindest versucht hat, Hitler um die Ecke zu bringen).

Und drittens finde ich es entlarvend, dass genau diejenigen, die sonst finden, dass "in manchen Fällen" die Todesstrafe durchaus angemessen wäre, bei dieser Geschichte am lautesten aufheulen.

10 47

Ihre Logik ist demokratie- und menschenrechtsfeindlich


1. Parncutt, ein angeblich äußerst engagiertes Mitglied von Amnesty International, hat sich erst entschuldigt nachdem es einen Protest gab, d.h. aus freien Stücken war das nicht der Fall. Ein nur allzu bekanntes Verhaltensmuster wie man es sonst eher aus der blauen Ecke kennt. Dass seine Stellungnahme logisch stringent ist ändert nichts an ihrem abzulehnenden Inhalt. Auch Unmenschlichkeit folgt einer bestimmten Logik, was sie jedoch nicht entschuldigt.

2. Diese Aufrechnungslogik, d.h. die Rechtfertigung eines Mordes mit dem Verweis auf die Vielzahl an Menschenleben die durch dieses Verbrechen gerettet werden könnten, mag logisch, aber bestimmt nicht mit den Menschenrechten oder der Demokratie vereinbar sein. Außerdem dürfte hier der Beweis äußerst schwierig zu führen sein. Todesstrafe für Klimaleugner oder den Papst? Wo bleibt hier die Kausalität? Es ist schließlich ein Unterschied, ob man Hitler oder einen AGW-Leugner tötet.

3. Entlarvend ist allenfalls Ihr anachronistisches Lagerdenken. Die Annahme, dass diejenigen am lautesten gegen dieses Pamphlet aufschreien ansonsten nur allzu gerne die Todesstrafe fordern entspringt wohl hauptsächlich besagtem Lagerdenken.

Re: Naja

ehrlich gesagt finde ich den text nicht sehr zynisch oder schlimm. bestenfalls könnte man sagen die rechnung über die kosten für die globale erwärmung und die wahrscheinlichkeiten sind arg vereinfacht. entscheidungen über leben und tod werden jeden tag getroffen. sei es bei der finanzierung des gesundheitssystems oder bei der frage wie schnell man auf den autobahnen fahren darf oder ob transfett oder zuckerhaltige softdrinks verkauft werden dürfen oder wieviel umweltverschmutzung in ordnung ist. es interessiert nur niemanden weil es anders bewertet wird wenn man jemanden aktiv hinrichtet als wenn man ihn einfach aus anderen gründen wie umweltverschmutzung oder unfälle sterben lässt. nur eigentlich sind diese entscheidungen viel schwerwiegender, weil das eingesparte oder verdiente geld meistens in luxusgüter oder sinnlosigkeiten fließt. bei der papst sache könnte man als argument gegen den papst noch die ganzen verbrechen der kirche und ihren negativen einfluss auf den wissenschaftlichen fortschritt anführen. und die entschuldigung finde ich auch schwach. weil es nun mal seine meinung war und jetzt zu kneifen ist feige.

19 59

Man stelle sich nur vor ein Konservativer, Kapitalist oder Gläubiger egal welcher Religion hätte auch nur einen Bruchteil dessen gefordert bzw. zur Diskussion gestellt...


Der Aufschrei unter linken (Pseudo-)Intellektuellen, Gutmenschen und Berufsdemonstranten wäre wohl ein ziemlich lauter gewesen. Was hätte man wohl auf der Homepage der Grünen lesen können?

Aber da Herr Parncutts die richtige Gesinnung hat wird wohl eine scheinheilige Entschuldigung reichen und die Causa ad acta gelegt werden können.

P.S.: Nettes Bonmot am Rande: Herr Parncutts engagiert sich auch leidenschaftlich bei Amnesty International. Selten so gelacht.

24 55

Unglaublich

Am besten nach Australien zurück schicken. Dort sollte er sich in die Wüste zurückziehen

Za wos

Er ist ja beamtet und müsste schon selber jemand um die Ecke bringen um strafdejobbt zu werden.

man ersetze ...

... papst durch irgendeinen islamischen geistlichen und der aufschrei wär gross, brandanschläge im osten und kerzerl der gutis bei uns.

Sex

Beim Studium der Postings zeigt sich schon klar, dass es bei der katholischen Kirche scheinbar doch nur um Sex geht - wohl in einer extrem verklemmten Form - aber man redet halt drüber - in Abwandlung eines Werbespruchs "Kath ist geil"

10 55

Re: Sex

Sie projizieren hier bloß die eigene Sexbesessenheit!

Re: Re: Sex

bumsen macht freude

4 12

Re: Re: Sex

Wow, 14 die sich ebenfalls betroffen fühlen.
Ich amüsiere mich darob!

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