Migranten nutzen verbesserte Berufsanerkennung

"Wer im Ausland eine gute Ausbildung gemacht hat, der soll bei uns nicht Taxi fahren müssen", sagt Wissenschaftsminister Töchterle. Seit März 2012 gibt es fast ein Drittel mehr Bewertungen.

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(c) AP (RUDI BLAHA)

Das Programm zur verbesserten Berufsanerkennung von Akademikern aus Nicht-EU-Staaten zeigt Wirkung: Seit dem Start im März 2012 ließen fast ein Drittel mehr Migranten ihre Bildungsabschlüsse in Österreich anerkennen. 2011 gab es 2073 Bewertungen ausländischer Hochschuldiplome, 2012 waren es 2665, wie Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz am Sonntagbekannt gaben.

"Das verbesserte Service sowie das umfassende Informationsangebot werden sehr gut angenommen. Somit kommen erworbene Qualifikationen verstärkt zum Einsatz", erklärte Töchterle. Mit der verbesserten Bildungsanerkennung werde verstärkt vorhandenes Personal genützt, merkte Kurz an: "Wer im Ausland eine gute Ausbildung gemacht hat, der soll bei uns nicht Taxi fahren müssen."

Das Programm umfasst fünf Punkte: Für Nostrifizierungen, also die vollständige Anerkennung eines ausländischen Studienabschlusses durch eine österreichische Uni, wurde mit NARIC (National Academic Recognition Information Centre) eine zentrale Anlauf- und Einreichstelle geschaffen und eine Online-Informationsseite eingerichtet. Die maximale Wartezeit bis zu einer Entscheidung wurde auf drei Monate halbiert. Im Bereich der Medizin soll eine gemeinsame Geschäftsstelle der drei Medizin-Unis für eine effizientere Abwicklung sorgen. Für Arbeitgeber wurde bei NARIC ein Service geschaffen, mit dem diese die Ausbildung von Drittstaatsangehörigen besser vergleichen und bewerten können sollen.

(APA)

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