Medizin-Studium: Anmeldung für neue Aufnahmetests

Die drei Medizin-Unis haben sich für heuer erstmals auf ein gemeinsames Aufnahmeverfahren geeinigt. Die Anmeldung läuft bis zum 20. Februar.

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(c) APA (Barbara Gindl)

Mit der Internet-Voranmeldung startet morgen, Freitag, das neugestaltete Aufnahmeverfahren für die 1500 Medizin-Anfängerstudienplätze des Studienjahrs 2013/14 an den drei Medizin-Unis in Wien, Innsbruck und Graz. Bewerber müssen sich bis 20. Februar online an einer der drei Unis registrieren. Anschließend müssen zwischen 27. Februar und 12. März 97 Euro an die jeweilige Uni überwiesen und der Aufnahmetest am 5. Juli erfolgreich bewältigt werden.

Die drei Medizin-Unis haben sich für heuer erstmals auf ein gemeinsames Aufnahmeverfahren geeinigt. Kernstück ist der jeweils für Humanmedizin (MedAT-H) und Zahnmedizin (MedAT-Z) einheitliche schriftliche Test am 5. Juli, der drei Teile umfasst.

Details zu den Tests

Der MedAT-H besteht aus einem Test über das schulische Vorwissen aus den Bereichen Biologie, Chemie, Physik und Mathematik, einem Test zur Überprüfung der Lesekompetenz und des Textverständnisses sowie einem Teil zur Bewertung der "Kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten", der wiederum die vier Aufgabengruppen "Zahlenfolgen", "Gedächtnis und Merkfähigkeit", "Figuren zusammensetzen" sowie "Mathematisches Denken" umfasst. Der MedAT-Z umfasst den Wissenstest, einen Testteil zur Überprüfung manueller Fertigkeiten (Drahtbiegen und Zeichnen) sowie einen gegenüber dem MedAT-H verkürzten Testteil "Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten" (Zahlenfolgen, Gedächtnis und Merkfähigkeit, Figuren zusammensetzen).

Online-Übungstests

Für die Vorbereitung stellen die Unis im Internet Unterlagen zur Verfügung. Unter anderem gibt es Informationen zur Themenübersicht sowie eine Stichwortliste und einen realitätsnahen Online-Übungstest.

Für das kommende Studienjahr stehen an den drei Medizinischen Universitäten 1500 Plätze zur Verfügung: 740 in Wien, 400 in Innsbruck und 360 in Graz. Wie bisher gehen 75 Prozent der Studienplätze an Kandidaten mit österreichischem Maturazeugnis, 20 Prozent an Bewerber aus der EU und fünf Prozent an Studienwerber aus Drittstaaten.

Bisher haben die Medizin-Uni Wien und die Medizin-Uni Innsbruck für die Aufnahme den in der Schweiz entwickelten Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) eingesetzt, der vor allem kognitive Fähigkeiten überprüft. Die Medizin-Uni Graz setzte dagegen auf einen selbst entwickelten Wissenstest.

(APA)

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