Politplag: Mit 20 Euro die Jagd auf Plagiate eröffnen

Die Jagd nach Plagiaten geht auch nach dem Fall Annette Schavan weiter - und wird nun sogar zum Geschäftsmodell. Die Plattform "Politplag" hat schon eine weitere Politikerin im Visier.

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c AP Axel Heimken

Die Jagd nach Plagiaten geht auch nach dem Fall Annette Schavan weiter - und wird nun sogar zum Geschäftsmodell. Nämlich für Martin Heidingsfelder, Gründer der neuen Plattform "Politplag". Wie der Plagiatsjäger in einem Interview mit "Zeit Online" ankündigt, will er sich die Plagiatsjagd künftig durch Bürgerspenden finanzieren lassen. Wer eine bestimmte wissenschaftliche Arbeit überprüfen lassen will, stellt eine Anfrage und steuert mindestens 30 Euro bei. Sind 300 Euro beisammen, besorgt sich Heidingfelder die Dissertation, scannt sie ein und prüft sie. Jeder weitere Arbeitstag kostet dann 500 Euro. 

Heidingsfelder ist schon länger in der Plagiatsjäger-Szene aktiv. So gründete er die Plattform "VroniPlag", benannt nach der Tochter des bayrischen Ex-Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, die ihren Titel abgeben musste. Auch die Plattform "SchavanPlag", die den Plagiatsskandal um die deutsche Ex-Bildungsministerin ins Rollen brachte, geht auf seine Initiative zurück. Als nächstes will sich Heidingsfelder Schavans Nachfolgerin Johanna Wanka, Mathematikerin, vornehmen. Allerdings hat er bereits angemerkt, dass das aufwändig wird: Die Prüfung naturwissenschaftlicher Arbeiten sei immer etwas schwieriger. 

(Red.)

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