Im Café Rosa ist schon eine halbe Mio. Euro versickert

14.02.2013 | 15:12 |   (DiePresse.com)

Das Studentenlokal ohne Konsumzwang ist seit einem Jahr geschlossen. Monatlich werden weiterhin 4000 Euro an laufenden Kosten bezahlt. Nun denkt die ÖH daran, einen Makler zu engagieren.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Die ÖH kann den Skandal rund um das Café Rosa nicht abschließen, obwohl der Betrieb im Studentenbeisl schon seit März 2012 eingestellt ist. Gegen die ehemalige ÖH-Chefin Janine Wulz und eine weitere Person läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor, wie derStandard.at berichtet. Weiters: Das Lokal steht leer, noch immer wurde kein Pächter gefunden. Das gescheiterte Projekt eines dezidiert linken Lokals ohne Konsumzwang hat mittlerweile eine halbe Million Euro verschlungen. Tendenz steigend.

Mehr zum Thema:

Minus wächst weiter

Das „antikapitalistische“ Café wurde im Mai 2011 eröffnet, nicht einmal ein Jahr später war es pleite. Die ÖH argumentierte, dass man „nie die Intention“ hatte, „ein gewinnorientiertes Unternehmen aufzubauen“. Das Café lief über einen eigens gegründeten Verein, dessen einziges Mitglied die Hochschülerschaft selbst war.

Investiert wurden bis März 2012 rund 443.000 Euro - durch ÖH-Beiträge. Rund 4000 Euro an laufenden Kosten werden trotz Leerstands laut ÖH weiterhin monatlich aus Studierendengeldern bezahlt. Mittlerweile ist die ÖH also auf ein Minus von einer halben Million Euro gekommen. Der Mietvertrag wurde auf fünf Jahre abgeschlossen und läuft noch bis März 2016. Die Studentenvertreter haben trotz des Scheiterns des Café Rosa stets betont, dass sie weiter an die Idee eines antikapitalistischen Lokals glauben.

Makler soll beauftragt werden

"Wir möchten die Fehler unserer Vorgänger nicht wiederholen und wieder die nächste Koalition belasten. Für eine gute Lösung müssen wir in Kauf nehmen, dass das Lokal leer steht, bevor wieder ein unausgereifter Plan realisiert wird," zitiert derStandard.at Kübra Atasoy (VSStÖ) vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien. Nun soll ein Makler beauftragt werden, einen Pächter zu finden.

(Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

76 Kommentare
 
12 3

Das Antikapitalistische“ Café


Re: Das Antikapitalistische“ Café

von ein paar hirnbefreiten Aktivisten.

Sponsored by dhimmis

Ähem *Räusper... wegen wie viel Euro ermitttelt...

die Staatsanwaltschaft gegen den Amon von der ÖVP, weil in seiner ÖAAB-Zeit die Telekom einen 'Druckkostenbeitrag' im ÖAAB-Magazin bezahlt hatte? Waren das 10.000 Euro...? Und war das dem ORF letztes Jahr nicht täglich mehrere Meldungen in den ZiB-, Report-, Ö3-, Ö1- etc Sendungen wert...? Abgefahrene Zustände sind das hier und eine sehr Demokratie-bedenkliche Meinungslenk... ich meine 'Meinungsbildung' unserere fleissigen Gesinnungsjournalisten.

Wenn diese ganzen

gelangweilten Studenten, die sonst bei oder für jedem (linken) Blödsinn auf der Straße Krawall machen, endlich mal Hirn und Verstand beweisen wollten, hätten sie schon lange eine Riesendemo gegen den idiotischen Missbrauch von Studentengelndern abgehalten.

Aber naaa...moch ma net.


Re: Wenn diese ganzen

Sind zu faul und bequem, der Wohlstand fordert Opfer...

Aha,...

.....für so einen Schwachsinn, zahlt man in Österreich Steuern.

4 0

Re: Aha,...

nein - für sowas zahlt man seinen Studienbeitrag.

Aha,...

.....für so einen Schwachsinn, zahlt man in Österreich Steuern.

10 0

Re: Aha,...

Keine Angst, das ist - soweit ich weiß - nur von den Zwangs-ÖH-Beiträgen finanziert worden.

Re: Re: Aha,...

Wenn es auch in diesem Fall so sein sollte, schlimm genug, dass es diese Zwangs-ÖH-Beiträge gibt.


Re: Re: Aha,...

Und SP-Kübra Atasoy ist sicher die richtige , authentische, einfach urösterreichische Führungskraft der zukünftigen Akademiker Österreichs...gute Nacht !

BMWF-Bescheid und UV-Protokoll

Für den Bescheid des Wissenschaftsministers, der die Rechtswidrigkeit des Cafe Rosas festgestellt hat und für das Protokoll der UV-Sitzung, in der das Cafe Rosa beschlossen wurde, vgl http://www.aktionsgemeinschaft.at/presse1/135-cafe-rosa-ein-sittenbild

ZWANGSMITGLIEDSCHAFT ABSCHAFFEN.

Schön zu wissen, wofür mein ÖH-Beitrag (17,50€) verwendet wird.

Der ÖH gehört der Status als "Körperschaft öffentlichen Rechts" qua Gesetzgebung entzogen und die Mitgliedschaft auf Freiwilligkeit beruhen.

ps: warum arbeitet die ÖH-Führung nicht als Schirchperchten-Daueraustellung. So käme wenigstens ein bißchen Geld rein...

14 1

die wulz!

die war da federführend dabei!

diese linken spinner, die vernichten da eine halbe million euro ...

Re: die wulz!

Und das schaffen die noch in Ausbildung. Jetzt stell dir mal vor, wozu die Figuren fähig sind wenn sie erst mal Einzug in Politik oder Verwaltung abgehakt haben und an das richtig große Geld rankommen.

Re: die wulz!

Wulz oder Walze?

....

Dumm gefragt: Wie kann ein Wirtschaftsbetrieb wie ein Café antikapitalistisch orientiert funtionieren?

Entschuldige, ich vergaß...

Restaurants, Hotels und Cafés werden ja betrieben, weil es so viel Spaß macht zehn Stunden täglich zu arbeiten, nicht wahr liebe ÖH?

Re: ....

das kaffee war darauf ausgelegt keinen gewinn zu erzielen, ergo mit den einnahmen nur die betriebskosten zu decken, sowas versteht man unter nicht gewinnorientiert.

das cafe rosa war eigentlich eine gute idee, eine räumlichkeit wo studenten lernen/diskutieren/arbeiten können, wenn die leute allerdings die thermoskannen voll kaffee von zuhause mitnehmen liegts auf der hand, dass das nicht gut gehen kann ;)

2 0

Re: Re: ....

ja, und daran hat niemand gedacht?

Vielleicht hätte man ein paar Leute mit Grips und Erfahrung in der Gastronomie fragen können, aber das brauchen diese obergescheiten ja nicht. Da experimentiert man lieber. Es ist ja eh nicht die eigene Kohle!

Re: Re: ....

wenn ich das allerdings zulasse, dann auch selber schuld. Zu erlauben, dass dort Studenten ohne Konsumzwang sitzen, ist ok, aber wenn Konsum, dann nur vom Haus, das wäre bei weitem nicht gewinnorientiert, aber vielleicht hätte es was geholfen, aber so waren die alle offensichtlich auf einer Rosa Wolke

8 1

Waren das nicht

auch die, die verklagt wurden, da sie eine eine schwangere Kellnerin entlassen haben?

woher

woher kommt die halbe Million - bei 4000€ komm ich auf ca. 100.00€ Mietkosten wobei nur 50.000 echt in den Sand gesetzt sind - 400.000 für Einrichtung ? das kann so nicht sein

2 0

Re: woher

lesen Sie sich den standard-artikel durch. da gibt es einen screenshot mit auflistung der kosten

7 0

Re: woher

Doch, doch. Mit etwas linker Dumm... äh Kreativität geht alles.
So wurden ja zig Extrawünsche bezüglich der Einrichtung realisiert, alles musste behindertengerecht und auch "antiheteronormativ" sein. Z.B. wurden auch Wickeltische für das Männer WC angeschafft.

Dann wurden natürlich auch noch irgendwelche ideologischen Projekte durchgeführt. So wurde z.B. eine "Femporn-Night" abgehalten, wo man "feministische, alternative Pornos" (was auch immer das sein soll?!) vorführte. Sowas geht halt ins Geld und da es ja nicht ihr Geld war, sondern die Zwangsgebühren der Studenten ging man entsprechend hemmunglos damit um.

16 0

NICHT barrierefrei - Lügner

auch das haben die Komiker nicht geschafft.

nicht einmal die damals geltende ÖNorm B 1600 - barrierefreies Bauen - haben die Clowns umgesetzt

Unfähigkeit - oder nicht lesbisch genug. mit dieser Aktion haben sie Unfähigkeit und Unaufrichtigkeit bewiesen

26 0

und

beruhigt doch zu wissen, dass die Verantwortlichen garantiert in die Politik wechseln...

 
12 3
AnmeldenAnmelden