Töchterles Generalsekretär wird Rektor in Krems

20.02.2013 | 18:32 |   (Die Presse)

Friedrich Faulhammer war bislang im Ministerium für die Budgetverhandlungen mit den Unis verantwortlich. Jetzt wurde der 49-Jährige selbst zum Rektor gewählt.

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Wien/Chs. Friedrich Faulhammer hat die Seiten gewechselt: Bislang war der 49-Jährige Jurist im Wissenschaftsministerium maßgeblich für die Budgetverhandlungen mit den Uni-Chefs verantwortlich - jetzt steht er selbst an der Spitze einer Hochschule. Faulhammer übernimmt noch dieses Jahr die Donau-Universität in Krems. Er wurde Mittwochnachmittag vom Uni-Rat der niederösterreichischen Weiterbildungs-Uni ins Amt gewählt.

Wie sich Faulhammer in der neuen Rolle zurecht finden wird, bleibt abzuwarten: Bislang galt er als harter Verhandler im Namen des jeweiligen Wissenschaftsministers. Nicht wenige Rektoren fürchteten Faulhammers Geschick im Kampf um die knappen Budgetmittel. Um klare Worte war der besonnene Jurist nie verlegen. Jetzt lernt er die andere Seite kennen.

Großen Anteil hatte Faulhammer in den vergangenen Jahren auch an der Ausgestaltung der Hochschulautonomie, der neuen Qualitätssicherung im Hochschulbereich sowie am Auf- und Ausbau des Fachhochschulsektors.

Faulhammer ist seit 1990 im Wissenschaftsministerium tätig. 2001 wurde er Leiter der Abteilung für Fachhochschulen. 2003 bis 2005 war er stellvertretender Sektionsleiter im Bereich Universitätsrecht, 2005 wurde er Sektionschef der Sektion I im Ministerium. Seit 2009 ist er dessen Generalsekretär. Der dreifache Familienvater galt stets als mächtiger Einflüsterer der (rasch wechselnden) ÖVP-Minister an der Spitze des Ressorts.

„Seine Wahl ist ein Gewinn für die Donauuniversität, gleichzeitig aber ein Verlust für das Ministerium", kommentiert Uni-Minister Karlheinz Töchterle den Wechsel. „Bereits als Rektor habe ich Friedrich Faulhammer kennen und vor allem als Minister schätzen gelernt - insbesondere seine profunde Kenntnis und seine besonnene Art", so Töchterle. Faulhammer werde nach Abschluss seiner Vertragsverhandlungen und bis zum tatsächlichen Antritt an der Donauuniversität jedenfalls noch einige Monate im Amt bleiben und einen reibungslosen Übergang ermöglichen.

Der Universitätsrat erwartet sich - hieß es in der Aussendung - vom neu gewählten Rektor, dass er den Weg der inhaltlichen Profilierung und organisatorischen Konsolidierung fortsetzt. Seine umfangreiche Erfahrung und Verankerung im tertiären Segment des österreichischen Bildungswesens, seine auch internationale Anerkennung sowie seine hohe Managementqualifikation seien für den Universitätsrat Garant dafür, dass er die Donau-Universität Krems als einzige auf Weiterbildung fokussierte Universität Österreichs fördern werde. Derzeit studieren rund 7000 Personen an der Donau-Universität.

Faulhammers Vorgänger im Rektorsamt, Jürgen Willer, hat sein Amt im September zurückgelegt. Er begründete diesen Schritt damals mit "tiefgreifenden Auffassungsunterschieden über die Handhabung formaler Abläufe und organisatorischer Fragen".

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17 Kommentare

das übliche Gesudere?

es scheint schon zum guten Ton zu gehören, sich über die Donau-Uni und die dort Tätigen lustig zu machen, bzw. sich abfällig zu äussern?
Zugegeben, an der Donau -Uni ist einiges verbesserungsfähig, aber es gibt auch exzellente Leistungen.
Wenn jetzt Herr Faulhammer die Leitung übernimmt, kann das nur zum Vorteil der Uni sein!
Herr Faulhammer ist ein durchaus kompetenter Mann, der die Höhen und Tiefen der Institution gut kennt und damit umzugehen weiss!
Übrigens: es ist das unterste Niveau einer Argumentation, mit der Verunglimpfung von Namen zu spielen!
Und etwas sei auch noch angemerkt: nicht alles, was an den "gestandenen Unis" geleistet wird, könnte gegenüber den Qualitätskriterien bestehen, die von den "Reinheitsaposteln" proklamiert werden?

Re: das übliche Gesudere?

"an der Donau-Uni ... gibt auch exzellente Leistungen": Nenne Sie mir bitte eine. Bitte! (Unter den Abschlussarbeiten der Absolventen, "Master-Thesis" genannt, habe ich bisher keine gefunden...)

Endlich...

...jemand mit Verwaltungserfahrung an der Spitze! Auch wenn's keine "echte" Uni ist.

hui

seine Frau war mein Professor

Sein Name sagt alles

und ausgerechnet bei der
kremser Uni.

autonomie

für alle denen es nicht klar ist - die Abschiebung von Faulhammer nach Krems steht im direkten Zusammenhang mit dem Rückbau der Hochschulautonomie

Re: autonomie

Woher habens denn das? Da wird eher die Staatsaufsicht aufgweicht als an der heiligen Autonomie gerüttelt!

Re: Re: autonomie

der Rūckbau der UNI-Autonomie ist beschlossen und wird auch bereits umgesetzt. Der Masterplan hinter dem UG2002 war einzig und alleine das Dienstrecht zu ändern -> d.h. kein Dienstrecht mehr zu haben -> das ist erledigt. Den Rest der Pseudoautonomie holt sich der Staat wieder zurück

Abstieg

nach meinem Empfinden ein Abstieg !

Re: Abstieg

Seh ich ähnlich. Einen guten Ruf hat die Donau "Uni" ja nicht...

ohh, welch Zufall!

ich weiß schon, die Niete war der beste Kandidat ...

Re: ohh, welch Zufall!

Ein Generalsekretär ist keine Niete.

In Krems kann Faulhammer wenigstens keinen Schaden mehr anrichten !

.
Nach der "Meisterleistung" der Bestellung von Wichtigmacher/inne/n zu Universitätsratsmitgliedern kann sich Faulhammer dorthin zurückziehen, wo er geistig immer war : in die Pampa.

Jubel

manche muss man wegloben-sonst wird man sie nie los-Faulhammer gehört dazu

freunderlwirtschaft wie üblich bei den schwarzen


Ein ganz, ganz großer Tag für die Forschung in Österreich! Endlich ist er weg.

Re:

Da haben sie wohl das Ministerium verwechselt? Das "große Geld für die Forschung"liegt ja bei Frau Bures im Infrastruktuerministerium! und die ist SPÖ

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