Freiheitliche Studenten wollen Café Rosa mieten

21.02.2013 | 15:47 |   (DiePresse.com)

Der RFS will das leerstehende Lokal für seinen Wahlkampfauftakt mieten und bietet dafür 2000 Euro. Die ÖH der Uni Wien sagt ihnen ab: "Schlechter Scherz".

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Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) will das als linkes Vorzeigeprojekt gegründete, seit einem Jahr leerstehende "Cafe Rosa" in Wien-Alsergrund für seinen Wahlkampfauftakt mieten. "Wir haben der ÖH drei Termine für den Abend vorgeschlagen und bieten 2000 Euro", bestätigte RFS-Obmann Alexander Schierhuber einen Bericht der Wiener Gratiszeitung "heute" (Donnerstag). Das Cafe Rosa" war von der linken HochschülerInnenschaft (ÖH) an der Uni Wien initiiert worden und verstand sich bis zur Einstellung des Betriebs im März 2012 als Grundsätzen wie anti-heteronormativ, antikapitalistisch und antiklerikal verpflichtetes Lokal ohne Konsumzwang.

Die ÖH-Wahlen finden heuer vom 14. bis 16. Mai statt, das "Rosa" zeichnet sich schon jetzt als eines der Haupt-Wahlkampfthemen ab. 2000 Euro sind in etwa die Hälfte der Monatsmiete für das Lokal, für das die ÖH an der Uni Wien nach Investitionen von bisher knapp einer halben Mio. Euro seit einem Jahr einen Pächter sucht. "Wenn alle fünf großen Fraktionen einen solchen Abend veranstalten, macht das 10.000 Euro aus", argumentiert Schierhuber. So könnten die "ÖH-Zwangsbeiträge" von Hunderten Studenten gerettet werden. "Wenn uns der Abend nicht gewährt wird, dann werden wir diskriminiert", so Schierhuber.

Die ÖH der Uni Wien sagte den Freiheitlichen per Aussendung allerdings postwendend ab. "Dieses Angebot ist nur als schlechter Scherz und plumpe Provokation aus dem rechten Eck zu werten", heißt es. Der RFS sei nicht nur für seine "rassistischen Kampagnen bekannt, er ist auch bekennender Teil deutschnationaler, rechtsextremer Männerbünde in Österreich". Zuletzt hatte die ÖH Uni Wien betont, dass ein etwaiger neuer Pächter des Lokals die Grundsätze des Café Rosa - antikapitalistisch etc. - mittragen müsse. Die Exekutive der Hochschülerschaft an der Uni Wien wird Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS), Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) und dem Kommunistischen StudentInnenverband - Linke Liste (KSV-LiLi) gestellt.

500.000 Euro versickert

Das Café wurde im Mai 2011 eröffnet, nicht einmal ein Jahr später war es pleite. Die Hochschülerschaft der Uni Wien argumentierte, dass man "nie die Intention" hatte, "ein gewinnorientiertes Unternehmen aufzubauen". Das Café lief über einen eigens gegründeten Verein, dessen einziges Mitglied die Hochschülerschaft selbst war. Insgesamt hat das Lokal mittlerweile eine halbe Million Euro verschlungen. Gegen die ehemalige ÖH-Chefin Janine Wulz (GRAS) und eine weitere Person läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue.

(APA/Red.)

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111 Kommentare
 
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Zwangsmitgliedschaft

Dies muss das Ende der Zwangsmitgliedschaft bei der ÖH bedeuten! Es muss, weil - auch wenn ich den RFS nicht mag - diese Leute zahlen Mitgliedsbeiträge und werden dann offen diskriminiert. So geht das nicht

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Wieso gibt es hier keine Privathaftung?

Alleine die Aussendung deutet auf Betrug hin!!

Man beabsichtigt weiter Geld im leerstehenden Lokal zu verbrennen, Mieteinnahmen werden abgelehnt! Die ÖH Mittel werden hierfür zweckentfremdet!

Warum schreitet das Ministerium und die Staatsanwaltschaft nicht ein?


1 0

Wofür eigentlich?

Kann mir bitte irgendjemand die Existenzberechtigung dieses Vereins erklären? Schon klar, sollen eine Interessenvertretung sein, ja aber wofür denn bitte? Hab bis jetzt nur gewisse ÖH-Skripten bzw. -Priüfungssammlungen gebraucht, das sind und waren meine Interessen, aber dafür braucht man doch keine ÖH, denn meiner Meinung nach könnten diese Skripten und Sammlungen ja auch von Studienassistenten (bin selber einer) erstellt werden, die hätten auch sicherlich mehr Bezug zu dem jeweiligen Fach als die ÖH.

dass man "nie die Intention" hatte, "ein gewinnorientiertes Unternehmen aufzubauen"

Zwischen einem "nicht gewinnorientierten Unternehmen" und einer Pleite mit 500.000€ Schulden ist aber noch VIEL Raum für Alternativen.

3 0

rot roeter OEH

..............

13 0

Aha!

Die ÖH ist sich nicht zu gut, das Geld der Studierenden (mutmaßlich illegal) auszugeben, aber sie ist sich zu gut, Geld anzunehmen um Verluste zu decken.

Der Vorschlag, alle Wahlveranstaltungen aller Fraktionen dort abzuhalten kann doch nicht deutsch(inter)nationaler als die ÖH selbst sein???

Diese linke Vera*...nschaulichung Ihrer "Denke" ist einschlägig.

15 0

die öh, die eingentlich eine dachorganisation sein sollte, als (durch und durch) linker erfüllungsgehilfe.


wann wehren wir uns endlich gegen diese Linke Willkür!

das entspricht total gegen den gleichberechtigungsgrundsatz!
diese Leute sollte, wie in der Privatwirtschaft, geklagt werden, auf ihr Existenzminimum gepfändet werden und wegen Veruntreuung hinter Gitter gehen!

das ist die typische Grüne/rote/links Heuchelei:
Wasser predigen, Wein saufen!!

das Pack, das diesen Schaden angerichtet hat....

......ist vor Gericht zu stellen!

Das wirklich Schlimme ist, dass jeder Student zwangsweise Geld an diesen dubiosen Verein zählen muss !

wann endlich wird dieser politischen Zwangsbeglückung ein Ende gemacht ?

7 0

Re: Das wirklich Schlimme ist, dass jeder Student zwangsweise Geld an diesen dubiosen Verein zählen muss !

Es wird Zeit für eine "Alternative ÖH" von Studenten für Studenten, nicht von Nicht-StudentInnen für ParteikollegInnen.

17 0

naja

zuerst die Ideologie dann lange nix ... lieber die Kohle fremder Leute verschwendet als einmal über den Schatten gesprungen. ob da die oeh Führung den Schaden minimiert??? oder landen sie dann mal beim Staatsanwalt ...

wieder mal

wiedermal ein beispiel der linken versager...jetzt gehören die nur aus der regierung geschmissen...diese statistikfälscher und unterdrücker können nicht mal ein lokal führen.

War klar, dass die linksextreme ÖH absagt.

Die linksextreme ÖH hat sich wieder einmal als demokratiefeindlich erwiesen. Ich bin dafür, dass man diesen Verein verbietet.

7 0

Re: War klar, dass die linksextreme ÖH absagt.

Der Verfassungsschutz hätte spätestens bei den Aufrufen zu körperlicher Gewalt im Rahmen von "Uni brennt" - Stichwort: "Burschis gr****n", die Verflechtungen der ÖH in diesen "basisdemokratischen" (Import?-) Protest prüfen müssen.
Ausserdem würde mich interessieren, ob er wahr ist, dass in den jüngsten Protesten dieser Art tatsächlich überdurchschnittlich viele Personen einen deutschen Migrationshintergrund haben.
Leider ist darüber in der Öffentlichkeit nichts Definitives darüber bekannt. Ich warte noch auf den Enthüllungsjournalisten, der das Thema angreifen und aufklären will.

Da ist die Politjustiz. ...

... nicht so flott ...

alles klar

so schauen eben unsere möchtegern nachwuchs politiker aus dem links linken eck aus... früh übt sich eben die sache mit dem verjankern von mitgliedsbeiträgen aller studenten..
;-)
abwählen bei der nächsten ÖH wahl!!

aha also so funktionieren unsere

gutmenschen- also wenn man geld von einer organisation nimmt und fuer einen anderen zweck verbraucht (oder gehoert das fuehren eines cafes zum aufgabengebiet der oeh?) das geld veruntreut aber argumentiert man wollte ja eh nie geld machen - (also auch nie das geld wieder der oeh zurueck geben) dann braucht man sich nicht zu fuerchten die justiz wird da nichts machen.... oder trifft das nur auf politische organisationen zu? gehe morgen zur bank leihe mir geld und danach sage ich tja ich wollte ja nie gewinn machen..... aber nach griechenland ist das nur die logische konzequenz dass man mit solchen argumentationen durchkommt.

47 0

ÖH-Schwachsinn

Ich finde es eine Frechheit, dass man als Student diesen linken ÖH-Schwachsinn mit 17€ pro Semester mitfinanzieren MUSS...machts eure alternativ Politik ohne unsere Pflicht-Beiträge!!

15 0

Re: ÖH-Schwachsinn

die öh duerfte sich meiner meinung nach politisch garnicht äussern und schon gar nicht zu demos und weiterem aufrufen. sie stellt eine interessensvertretung der studierenden dar und sollte sich ausschliesslich um deren vertretung kuemmern. politisches engagement ist hier fehl am platz

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Re: Re: ÖH-Schwachsinn

Gehen's könnt man dem ÖGB nicht auch gleich den Mund verbieten? Es wird nicht gehen, sie dürfen das leider unbeschränkbar und wer Politbonze sein will, tut das auch...

Re: Re: Re: ÖH-Schwachsinn

Der ÖGB, bei all seinen Fehlern, äussert sich aber nur zu Themen die auch die Arbeitnehmer (und damit die Gewerkschaft) was angehen. Und er ruft auch nur zu Demos auf wenns um Arbeitnehmerrechte geht.

Wenn sich die ÖH nur zu Studienthemen melden würde, würd sich auch keiner aufregen.

Boo-hoo

An die Damen der ÖH:

Ihr seid nicht nur schlechte Betriebswirtinnen, sondern auch noch schlechte Verliererinnen.

Schlechte Kombination.

Re: Boo-hoo

Nicht einmal Gewicht könnens verlieren

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Re: Re: Boo-hoo

Politisch?
Doch können sie: es müssten nur einmal ein paar Fraktionen Hemmschwellen abbauen, und ihre Anhänger zum Wählen motivieren. Da verlieren die amtierenden schnell an Gewicht. Sie sind doch afaik momentan nur noch wegen der Koalition mit den Flös noch an der Macht.

44 0

ÖH-Wahlen

Ich hoffe die kommenden ÖH-Wahlen bringen eine neue Koalitionsmöglichkeit. Dann steht einer zivilrechtlichen Klage endlich nichts mehr im Wege. Wie unten bereits angemerkt wird jetzt als Sahnehäubchen noch anhaltend gegen die allgemeine Schadensminderungspflicht verstoßen. Es ist nicht einzusehen warum ein neuer Pächter diese hirnrissigen Grundsätze mittragen sollte, potentielle Interessenten werden dadurch schon vorab abgeschreckt und der Schaden steigt und steigt..

Untreue steht sowieso im Raum
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"Wer die ihm durch Gesetz, behördlichen Auftrag oder Rechtsgeschäft eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten, wissentlich mißbraucht und dadurch dem anderen einen Vermögensnachteil zufügt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu.."
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ich verstehe bis heute nicht weshalb aus der Anklage nichts wird.. weil sie zu deppert waren um zu begreifen, dass Geld nicht auf Bäumen wächst?

 
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