Uni-Ranking: Harvard hat den besten Ruf

04.03.2013 | 22:52 |   (DiePresse.com)

Zum zweiten Mal ist keine heimische Uni unter den 100 angesehensten Hochschulen. US-amerikanische und britische Hochschulen dominieren.

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Die Uni Harvard, das Massachusetts Institute of Technology (MIT) und die Uni Cambridge sind die drei angesehensten Hochschulen der Welt. Überhaupt finden sich die Unis mit dem besten Ruf fast ausschließlich im angloamerikanischen Raum, wie das aktuelle „THE Reputation Ranking“ zeigt. Auf Cambridge folgt am vierten Platz Oxford, darauf folgen erneut US-amerikanische Hochschulen: Berkeley, Stanford, Princeton und die University of California - Los Angeles.

Erste Hochschule außerhalb der USA und Großbritanniens ist die Universität Tokio auf Platz neun, die angesehenste kontinentaleuropäische Uni ist die ETH Zürich (Platz 20), gefolgt von der LMU München auf Platz 44.

In den Top 100 finden sich 43 US-, neun britische und sechs australische Unis. Deutschland, Japan und die Niederlande kommen auf je fünf Vertreter, Frankreich auf vier, Kanada, Hongkong und Schweden auf je drei, die Schweiz, Südkorea, Singapur und China auf je zwei sowie Israel, Russland, die Türkei, Taiwan, Belgien und Brasilien auf je einen.

Uni Wien verfehlte Top 100 knapp

Zum zweiten Mal in Folge ist Österreich indes nicht in den Top 100 vertreten. Die Uni Wien habe diese Gruppe knapp verfehlt, sagt Ranking-Macher Phil Baty. Alle anderen heimischen Unis rangieren außerhalb der Top 200.

Die Rangliste basiert auf den Einschätzungen von knapp 17.000 Wissenschaftlern weltweit.

Der Ruf zählt: Die zehn angesehensten Unis

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(APA/Red.)

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45 Kommentare
 
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In den USA..

.. werden Talentierte mehr gefördert, anderseits können sich die Reichen , einen Abschluss kaufen, siehe George. W. Bush, der hat einen Abschluss in Yale. Die Universitäten sind von privaten Förderern absolut abhängig.
Ist in diesem Rahmen freie Forschung wirklich möglich?
Das US-System fördert Talentierte, die Mehrheit ist schlecht (aus)gebildet.

Außerdem werden 'viel versprechende', fertig ausgebildete, Wissenschafter aus Europa abgeworben.

und tschüs

und wieder vergleicht man Äpfel mit Birnen - eine amerikanische Elite Universität hat mit einer öffentlichen Universität nur eines gemeinsam - die Bezeichnung Universität - und wer eine Uni wie die Uni-Wien nur kritisiert, kann sich ja um einen Studienplatz in Havard bewerben - und tschüs

Re: und tschüs

Das weiss doch jeder, dass die private ivy league Unis in einer eigenen Liga Spielen. Es gibt aber sehr viele bessere staatliche Unis (auch im Ranking) mit denen sich die Uni Wien oder eine andere Uni vergleichen sollte. In einigen wichtigen Bereichen liegen staatliche oesterreichische top Unis dank der utopischen Politik/Ideologie weit unter dem Durchschnitt.

Re: Re: und tschüs

also die ETH gilt nicht als Verglich, die UNIs in München und Berlin sind auch nicht besser. Aber ich möchte es hier nochmals betonen - auch wenn mir viele Kollegen widersprechen - das wesentliche Problem ist die Tatsache, dass Englisch die Sprache in vielen Wissenschaften ist und es macht einen fundamentalen Unterschied, ob man in seiner Muttersprache eine Arbeit verfasst oder in einer anderen

Re: und tschüs

ich persönlich kritisiere die Wu nicht, weil a( habe ich dort nicht studiert und b) bedauere ich sie eher,!weil sie
gezwungen wird so viele Studenten aufzunehmen, statt es
vielleicht bei 7000 zu belassen und diese erste Studienphase nicht ganz so als knock Out laufen zu lassen. Aber wir schon oft gesagt, ich wäre auch für universitär gebundene Studiengebühren ,!aber eine Regierung geführt von einem Kanzler mit der vielschichtigen Ausbildung kann das ganze Unisystem weder verstehen noch Leiden, wie es scheint.

Ranking fuer studienbedingungen

Times sollte ein Ranking fuer Studienbedingungen
(Betreuungsverhaeltnis, Pro Student Einnahmen/ausgaben etc.) erstellen. Oesterreichs top Unis sicher nicht top 500.

...

weil viele hier nach aufnahmeprüfung schreien:

sicher haben diese ihre berechtigung aber in einem land wie österreich wos zig verschiedene schultypen gibt und krasse leistungsunterschiede in diesen schultypen wird das nie funktionieren!

ernsthaft aber ein großteil der 13/14 jährigen wissen nicht was sie später werden wollen also gehen sie in eine hak/htl/hlw etc. wenn der 19 jährige hak absolvent draufkommt ein medizinstudium ist sein lebensziel wird ers dementsprechend schwer haben wenn man dort biologie/chemie/physik auf maturaniveau braucht und er das alles in der hak nicht gelernt hat ...

Re: ...

Unabhängig vom besuchten Schultyp kann sich jeder Schüler im Selbststudium auf eine etwaige Aufnahmeprüfung vorbereiten. Dies ist für alle möglich, vorausgesetzt man bringt Motivation und Wissensdurst (Eigenschaften die für angehende Akademiker eigentlich selbstverständlich sein sollten) mit.
Der Schüler wird auch zu einer eingehenden Ausernandersetzung mit dem angestrebten Fach gezwungen. Die Anzahl jener Studenten welche nach dem Motto: "Eigentlich weiß ich nicht was ich machen will, deshalb inskribiere ich BWL", studieren, würde sich auch veringern.

Re: Re: ...

viele unis stellen aber dann keinen stoff ins netz oder grenzen die gebiete ein. biologie auf "maturaniveau" kann alles enthalten, soll man vorher 2 jahre eigenstudium betreiben ?

Re: Re: Re: ...

2 Jahre Eigenstudium um den Biologiestoff aus der AHS - Oberstufe zu beherrschen ? - Nichts für ungut, aber in diesem Fall sollte man sich überlegen ob ein Studium der richtigen Weg ist.

Und nein, es kann nicht alles kommen. Die Lehrpläne, welche von jedem eingesehen werden können, definieren relativ genau welcher Stoff bis zur Matura behandelt werden muss.

Re: Re: Re: Re: ...

und woher soll der htl/hak absolvent diesen stoff herbekommen ? wenn dann müssten die schulen oder unis so fair sein und das alles zur verfügung stellen was derzeit in vielen fällen nicht der fall ist ;)

Re: Re: Re: Re: Re: ...

Ach kommen Sie, sagen sie bitte nicht, sie kennen keinen Gymnasiasten, der Ihnen seine Bücher leihen würde.

Zur Not kann man Schulbücher auch in der Buchhandlung/Amazon/etc. kaufen.

Lehrpläne sind auf der Homepage des Unterrichtsministeriums einsehbar.

Und jetzt, wo das Cafe Rosa geschlossen ist, hätte die ÖH sicher genug Zeit um die Beschränkung auf Maturastoff zu überprüfen und den ein oder anderen Guide zu erstellen.

Verherrlichung Amerikas

Wenn man in Amerika aus der Unterschicht kommt hat man kaum Möglichkeiten zu studieren, weil sich das einfach niemand leisten kann und in Amerika gibt es genug Leute die nicht so viel haben insofern finde ich es überzogen wie diese Universitäten hier gelobt werden...
Jeder sollte durch Fleiß die Möglichkeit bekommen zu studieren und nicht nur die Hyperintelligenten bzw die Oberschicht!

Außerdem ist der Leistungsdruck in Universitäten in Amerika wie den MIT unmenschlich. Ich empfinde diesen Zustand nicht als erstrebenswert, da man kaum mehr Freude am Leben und an seiner Arbeit hat. Viele Menschen halten diesem Druck dort auch nicht stand und werden dann von der Gesellschaft fallen gelassen...

Für die Reichen ist das System positiv ja das stimmt aber es gibt halt auch andere, das sollte man bedenken...

Sicher man wird nie erreichen dass alle die gleichen Chancen haben aber man kann zumindest versuchen jedem die Möglichkeit zu einem Studium zu geben!

Re: Verherrlichung Amerikas

Zu viel hollywood movies gesehen? An einer Ivy league Uni gibt es mehr Studenten aus unteren schichten als an einer deutchen oder oesterr. Uni. Wie ist es moeglich? Die Reichen zahlen extraordinäre Studiengebuehren und subventionieren damit die mehr motivierte Studenten aus unteren schichten. Das System gilt fuer fast alle US Unis (staatlich, privat). Oesterreichische Unis, obwohl staatlich, Gebuhrlos und mit dem freien Zugang, produzieren fast nur Absolventen aus der Oberschicht.

Re: Re: Verherrlichung Amerikas

Und da ich nicht so Hollywoodfaszinierte bin: was hat das mit Hollywood zu tun ich weiß es wirklich nicht...

Re: Re: Verherrlichung Amerikas

Ja aber als Armer habe ich weit schlechtere Chancen als ein Reicher da muss man schon ziemlich intelligent sein damit man ein Stipendium bekommt

Re: Re: Re: Verherrlichung Amerikas

"ziemlich intelligent" sollte für ein Studium Voraussetzung sein

Re: Re: Re: Verherrlichung Amerikas

Das war nur als Sarkasmus gemeint. Die weit schlechtere Aufstiegschancen sind aber auch ein grosses Plus bei der Bewerbung.

Ein Reicher kann sich die Inteligenz und Mühe nicht kaufen. Die arme Studenten sind auch viel motivierter.

Re: Re: Re: Re: Verherrlichung Amerikas

Ja schon gut aber einer aus der Oberschicht kommt trotzdem eher auf eine Universität als einer aus der Unterschicht und er hat es dort auch leichter...
Das ist meiner Meinung eine abgeschwächte Form des Kastenssystems in Indien

Re: Re: Re: Re: Re: Verherrlichung Amerikas

finanziell werden es die Oberschicht - kids immer und überall leichter haben, da hilft es nicht zu jammern und zu lamentieren. gehöre ich also zu den "have - nots" habe ich einen stewinigen Weg, Kredite, Arbeit neben dem Studium, viel lernen etc. Da muss man eben sich überlegen, ob und was einem was wert ist. Beispiele der erfolgreichen unteren Mitellschichtstudenten ist zum Beispiel Michelle Obama, die zeigt doch, dass es auch mit wenig geht. Nur Menschenrecht auf Studium graatis und easy gibt es nicht, auch wenn hier viele das glauben.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Verherrlichung Amerikas

Ja aber man kann es einem ärmeren leichter machen oder schwerer und Amerika hat er es schwer und so viele Michelle Obamas gibt's auch wieder nicht die sind eher die Ausnahme...

Re: Re: Re: Verherrlichung Amerikas

Ja, da haben Sie recht: um wirklichen Erfolg zu haben muss man verdammt gut sein. Bei uns wird Masse produziert, aber es ist die Klasse, die ein Land langfristig erfolgreich sein lässt und ohne die die Masse trägt.

Re: Verherrlichung Amerikas

Zum letzten Absatz:

Nicht jeder sollte studieren können. Wer macht sonst die wertschöpfende Arbeit? Sie meinen vermutlich, dass das Studieren bei geichen Voraussetzungen nicht vom Geldbeutel abhängen sollte.

Re: Re: Verherrlichung Amerikas

Ja deshalb "gleiche Chancen" :-)

Es gibt zwei Rankings

Was hier besprochen wird, ist das Reputations-Ranking, also wie gut die Schule angesehen ist. Ein solches Ranking ist methodisch fraglich, da grosse Universitäten unter den Befragten überdurchschnittlich vertreten sind. Die eigene Uni überschätzt man gerne.

Das andere Ranking (University Ranking) "misst" eher die Qualität von Lehre und Forschung. Und da ergibt sich eine etwas andere Reihenfolge.

Schliesslich wird die Rangierung durch eine englisch-amerikanische Institution vorgenommen, die sich vermutlich unbewusst an der englischen Schultradition orientiert, d.h. deren Massstäbe übernimmt.

Ich schätze das duale Bildungssystem der deutschsprachigen Länder und dessen Niveau als weit besser als das anglo-amerikanische ein. Würde man das gleiche Ranking etwa durch eine Institution aus dem deutschspachigen Raum durchführen lassen, käme wohl eine ganz andere Rangierung heraus.

Ein Beispiel. Eine bekannte Schweizer Universität wurde in einem ähnlichen Ranking zurück gestuft mit dem Argument, dass wegen der Frankenaufwertung nun weniger ausländische Studenten dort studieren könnten. Mit anderen Worten: die Qualität einer Universität hängt vom Wechselkurs ab.

Re: Es gibt zwei Rankings

Ich bin ganz ihrer Meinung, nur hilft mir als angehender Student das überhaupt nichts, weil sich fast alle Firmen an diesem Ranking orientieren.

 
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