Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Biologie und Pharmazie: Mehr Anmeldungen als Plätze

Mehr Anmeldungen Plaetze Biologie
Mehr Anmeldungen Plaetze Biologie / Bild: (c) Clemens Fabry 

An drei Unis gibt es zum Teil nur knappe Überschreitungen - ob es zu Aufnahmeprüfungen kommt, ist noch nicht fix.

 (DiePresse.com)

Mehr Anmeldungen als Plätze gibt es an den Unis Wien, Graz und Innsbruck vorerst für das im Zuge eines Testlaufs zur Studienplatzfinanzierung neu mit Platzbeschränkungen belegte Fach Pharmazie. Ob es damit auch tatsächlich Aufnahmeprüfungen geben wird, ist noch nicht fix. An der Uni Wien, die keine genauen Zahlen bekannt gab, müssen die Angemeldeten zunächst noch bis 12. August einen Self-Assessment-Test absolvieren. An der Uni Graz haben sich 455 Studienwerber für 384 Plätze angemeldet, hier will die Uni noch etwaige Mehrfachanmeldungen abklären, an der Uni Innsbruck bewarben sich 279 Personen für 278 Plätze. Sowohl in Graz und Innsbruck soll in den nächsten Tagen das weitere Vorgehen diskutiert werden.

Ähnlich ist die Situation in der Biologie - allerdings mit dem Unterschied, dass anders als in der Pharmazie nicht alle Unis, die das Fach anbieten, die Möglichkeit für Platzbeschränkungen genutzt haben. An der Uni Wien gibt es für Biologie (und auch Ernährungswissenschaften) ebenfalls vorerst mehr Anmeldungen als Plätze - auch hier läuft aber die Frist für die Absolvierung des Self-Assessment-Tests noch bis 12. August. An der Uni Graz gab es in der Biologie 318 Anmeldungen für 268 Plätze, in der Molekularbiologie 376 Registrierungen für 322 Plätze. An der Technischen Uni (TU) Graz, die Molekularbiologie zusammen der Uni Graz anbietet, kommen 116 Studienwerber auf 106 Plätze.

Auch in diesen Fächern wollen die Unis zunächst abwarten und eventuelle Mehrfachanmeldungen bereinigen. Darüber hinaus besteht für alle Angemeldeten die Möglichkeit, an andere Unis mit Biologie- bzw. Molekularbiologiestudium zu wechseln. Die Universitäten Innsbruck, Salzburg und Linz haben in diesen Fächern auf ein Aufnahmeverfahren verzichtet.

Aufnahmeverfahren für Psychologie

Bereits seit einigen Jahren von Zugangsbeschränkungen betroffen sind die Studien Psychologie und Publizistik bzw. Kommunikationswissenschaften. Bereits jetzt ist fix, dass es trotz zum Teil noch laufender Anmeldungsfristen in der Psychologie flächendeckend ein Aufnahmeverfahren geben wird. In Graz wurde mit 1058 Anmeldungen für 230 Plätze sogar ein neuer Bewerberrekord registriert.

In der Publizistik liegt die Zahl der Anmeldungen an der Uni Wien heuer schon jetzt erstmals über jener der Plätze: Damit gibt es erstmals eine Aufnahmeprüfung in diesem Fach. In den vergangenen Jahren entfiel eine solche jeweils mangels der dafür nötigen Anmeldungen schon im Vorfeld. An der Uni Salzburg, wo die Anmeldefrist bereits im Juli geendet hat, wird es ebenfalls eine Aufnahmsprüfung geben, in Klagenfurt läuft die Frist noch bis 19. August.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

2 Kommentare

Von 280 auf 278 Plätze?

Ich habe mich ja selber für Pharmazie registiert (Innsbruck) und da ist es schon komisch, dass plötzlich von 280 auf 278 Plätze reduziert wird, um den 279 "Bewerbern" (real oder fakeaccounts) einen teuren und aufwendigen Test aufzudrücken, um 1 von 279 Leute auszuwählen der nicht studieren darf. Für diese Annahme müsste sich alle 279 Bewerber zum Test bewegen.

Re: Von 280 auf 278 Plätze?

Mir geht es genau gleich. Ich kann es noch immer nicht glauben. An dem Ergebnis ist sicherlich irgendetwas faul.

Das Ergebnis mit den 278 Studienplätzen könnte vieleicht nur eine Rundung auf 280 gewesen sein, aber dass es 279 Bewerber gibt für 278 Plätze ist irgendwie total merkwürdig. Irgendwie lächerlich, aber auch seltsam.

Zur Zeit haben wir es ja noch gut, aber wenn erstmals die Quotenregelung innerhalb der EU fällt, bekommt kaum ein Österreicher mehr einen Studienplatz in "begehrten" Gebieten.

Also schnell einen Studienplatz ergattern! Wer weiß, was noch auf uns zukommt.

AnmeldenAnmelden