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TU Wien verschärft Eingangsphase für Architektur

Wien verschaerft Eingangsphase fuer
Wien verschaerft Eingangsphase fuer / Bild: (c) Die Presse (Clemens Fabry) 

Studenten müssen im ersten Semester positive Zeugnisse im Umfang von 18 ECTS-Punkten nachweisen.

 (DiePresse.com)

Die Technische Universität (TU) Wien verschärft in der Architektur ihre Studieneingangs- und -orientierungsphase (STEOP). Ab Herbst müssen Studenten im ersten Semester aus einem Angebot von Einführungs-Veranstaltungen positive Zeugnisse im Umfang von 18 ECTS-Punkten nachweisen, um ihr Studium in den betreuungsintensiven Lehrveranstaltungen ab dem zweiten Semester fortsetzen zu können, hieß es in einer Aussendung am Freitag.

Die TU hat sich trotz der durch eine Gesetzesnovelle eingeräumten Möglichkeit dagegen entschieden, Aufnahmeverfahren in den Fächern Architektur/Raumplanung bzw. Informatik einzuführen. Begründet wurde dies damit, dass die in der Novelle festgelegte Mindestanzahl an anzubietenden Anfänger-Studienplätzen "viel zu hoch und unrealistisch ist und mit den tatsächlichen Kapazitäten nichts zu tun hat".

Dies bedeute, dass die TU Wien "nach wie vor unbeschränkten Zugang hat, nicht jedoch unbeschränkte Plätze", hieß es seitens der Uni. "Wir setzen konkret in den Studienfeldern Architektur und Informatik Maßnahmen, um zu realistischen AnfängerInnenzahlen verknüpft mit einem akzeptablen Betreuungsverhältnis zu kommen", so Vizerektor Adalbert Prechtl.

Mindestens 18 ECTS

Konkret müssen die Studienanfänger der Architektur aus einem Angebot von einführenden Lehrveranstaltungen, zu denen unter anderem die Fächer "Zeichnen und visuelle Sprachen", "Gestaltungslehre", "Darstellende Geometrie", "Bauphysik", "Materialkunde" und "Gegenwartsarchitektur" gehören, positive Zeugnisse im Umfang von 18 ECTS nachweisen. Erst dann dürfen sie in die betreuungsintensiven Lehrveranstaltungen des zweiten Semesters wechseln. Verpflichtender Bestandteil ist dabei ein in Kleingruppen abgehaltener Orientierungskurs, der drei Übungen umfasst, in denen etwa das Berufsfeld Architektur näher kennengelernt und die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Architekturstudium nähergebracht werden sollen.

Zum Vergleich: Der Arbeitsaufwand eines Studienjahres wird für einen Vollzeitstudenten mit 60 ECTS-Punkten bemessen, ein Semester entspricht 30 ECTS-Punkten.

In der Informatik gibt es keine Änderungen: Dort gibt es wie bisher bereits seit Juli mit der Abgabe eines Motivationsschreibens verbundene Studieneingangsgespräche (STEG). Dieses System habe sich bewährt und biete "einen persönlichen Studieneinstieg, da alle Studieninteressierten ein Gespräch mit einem Professor oder einer Professorin über ihre Studienmotivation und Erwartungen führen".

(APA)

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8 Kommentare

18 ECTS

Ganz ehrlich, wer keine 18 ECTS im Semester schafft - egal in welchem Studium - sollte etwas anderes oder gar nicht studieren. Studierende, die neben der Uni arbeiten, sind von diesem Statement natürlich ausgenommen.

es sollten platzbeschränkungen für viel mehr studien eingeführt werden!

nur dort, wo auch ein tatsächlicher mangel an absolventen besteht sollte es keine aufnahmeprüfungen geben!

das linke bla bla von freier bildung kann ich schon nicht mehr höhren!

niemand soll des studierens willen studieren, der einzige zweck eines studiums ist dass hierdurch fachkräfte geschaffen werden, die in der wirtschaft nachgefragt werden!

wenn es für gewisse absolventen aber keinen bedarf gibt, dann sollte auch kein einziger cent an steuergeld in diese richtung hineingepumpt werden, denn wens interesseirt der soll sichs selbst zahlen!

die aufgabe des staates ist es die wirtschaft mit genug richtig ausgebildeten personal zu versorgen, nicht die launen und wünsche einzelner auf kosten aller zu befireden!

boboarchitekten

kein Mensch braucht diese vielzahl an unnötigen bobopseudobaukünstlerchen!!!

lol

Wie soll denn das gehen bei
a) keinen Übungsplätzen
und b) der Geschwindigkeit bei der Zeugnisaustellung der TU?

Re: lol

ja... Übungsplatz hatte ich auch nie einen. zum Glück ein verständnisvolles Studentenwohnheim, wenn mal wieder ueberall Materialien zum Modellebauen im Zimmer verteilt waren und die Putzfrauen aus Angst was kaputt zu machen ganz vorsichtig drum rum gewischt haben :-)
(in hoeheren semestern waers dann platzmaessig problematisch geworden)

Re: lol

liegt eher an den professoren. ein zeugnis kann innerhalb einer halben eingetragen werden.

Re: Re: lol

ich hatte auch mal mehrfach darum gebeten eine ende jaenner geschriebene pruefung bevorzugt zu kontrollieren und einzutragen, da ich meinen wohnsitz in den semesterferien nach Innsbruck verlegte und zur Immatrikulation in Innsbruck das abgangszeugnis von wien brauchte (plus exmatrikulationsbescheinigun) - das zeugnis wurde mitte maerz ausgestellt.
somit war es mir nicht mehr möglich in innsbruck kurse fuer Architektur anzumelden, geschweige denn zu besuchen.
da ich aber auch der bwl nicht abgeneigt war (hak matura), die kurse in ibk in bwl erst anfang maerz vergeben werden, hatte ich mich kurzerhand fuer bwl eingeschrieben, damit ich ueberhaupt weiterstudieren kann.
hab Architektur dann ganz bleiben lassen, hatte als berufstaetige damals in wien eh nicht all zu viele kurse belegt, wollte das in Innsbruck aendern - tja, ich schliesse im februar in mindestzeit bwl ab und konnte mir einen teil meiner architekturkurse als freie wahlfaecher anrechnen lassen.

Re: lol

Aber wo....2 Monate sind doch eh keine Zeit;-)

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