Studenten der Ökonomie in der Krise

Der Lehrplan an der WU Wien soll geändert werden.

Wien. In einem „Manifest gegen die Krise der Ökonomie“ fordern Wirtschaftsstudenten aus 19 Ländern eine Neuausrichtung ihres Fachs. Nicht nur die Wirtschaft stecke in der Krise, sondern auch „die Art, wie Ökonomie an den Hochschulen gelehrt wird“, so die Autoren des Aufrufs, darunter auch Volkswirtschaftsstudenten der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien.

Die Studenten fordern eine Öffnung gegenüber alternativen Lehrmeinungen. „Wir maßen es uns nicht an, die endgültige Richtung zu kennen, sind uns aber sicher, dass es für Studierende der Ökonomie wichtig ist, sich mit unterschiedlichen Perspektiven und Ideen auseinanderzusetzen.“ Derzeit würden die Lehrpläne meist den Stand der Wissenschaft nicht abbilden. „Während in anderen Disziplinen Vielfalt selbstverständlich ist und sich widersprechende Theorien als gleichberechtigt gelehrt werden, wird die Volkswirtschaftslehre häufig dargestellt, als gäbe es nur eine theoretische Strömung mit eindeutigem Erkenntnisstand.“

Niemand würde ein politikwissenschaftliches Studium ernst nehmen, „in dem nur der Leninismus auftaucht“ , kritisieren die Studenten. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.05.2014)

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