22.11.2009 06:57 | Meine Presse Merkliste0

Uni-Reform: Betriebsräte und ÖH für gemeinsame Lehrenden-Kurie

05.05.2008 | 13:32 |   (DiePresse.com)

Die Dominanz der Professoren im Senat soll verringert und der Mittelbau gestärkt werden. Die Uni-Betriebsräte wollen außerdem Sitz und Stimme in den Uni-Räten.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren
Mehr Mitentschiedungsrechte für die Senate, die Wahl der Rektoren durch eine aus allen universitären Gruppen bestehende Universitätsversammlung, Sitz und Stimme für Betriebsräte in den Uni-Räten: Das beinhaltet die Wunschliste der Betriebsräte und Personalvertretungen an den Unis zur bevorstehenden Novelle des Universitätsgesetzes (UG). Außerdem solle es künftig keine in Mittelbau und Professoren getrennte Kurie mehr geben, forderten die Betriebsräte am Montag.

Stattdessen sollen alle Mitglieder des wissenschaftlichen Personals aller Vertragstypen mit unbefristeten Verträgen eine Faculty bilden, die im Senat ebenso abzubilden sei wie die befristeten Mitarbeiter aller Vertragsarten.

Etwas weniger weit geht die Forderung der Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH): Sie verlangte am Montag eine einheitliche Kurie zumindest für die habilitierten Uni-Lehrer. Im künftigen Senat solle dann Drittelparität herrschen: Je ein Drittel der Sitze soll demnach den Habilitierten zukommen, dem nicht-habilitierten Mittelbau und den Studenten.

Derzeit bilden die ordentlichen Professoren eine Kurie, die im Senat die absolute Mehrheit hat. Sämtliche anderen Uni-Lehrer wie etwa Dozenten oder Assistenten sind in einer Mittelbau-Kurie zusammengefasst, der im Vergleich dazu kaum Sitze zukommen.

(APA)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

1 Kommentare
Gast: salvator
07.05.2008 11:57
0 0

mitsprache

das mitspracherecht der personalvertretung an den unis gehört unbedingt ausgebaut. das betrifft alle universitären bereiche und nicht nur das sog. wissenschaftliche personal.
übernehmen wir einfach die modalitäten einer ag, wo im aufsichtsrat die betriebsräte sitz und stimme haben.

Schlagzeilen Bildung

  • Hahn: "Ein Teil der Kritik ist berechtigt"
    Wissenschaftsminister Johannes Hahn lädt kommenden Mittwoch zum Hochschuldialog. Mit dabei sind auch die seit fünf Wochen protestierenden Studenten. Wäre er nicht Minister, wäre es »naheliegend« gewesen, ins besetzte Audimax zu gehen, gibt Hahn zu.
    Aufstand in den Kindergärten
    Die Kindergärtnerinnen wollen nicht mehr lieb, nett und geduldig sein: Sie gehen für bessere Artbeitsbedingungen auf die Straße. Die Forderungen der Pädagoginnen sind ebenso umfassend wie klar umrissen. „Die Reichen sollen zahlen.“
    Schule der Sängerknaben macht Türen für Mädchen auf
    Ab Herbst gibt es eine neue Oberstufe mit Schwerpunkt Vokalausbildung. Der Besuch ist auch Mädchen erlaubt, aber die Schüler müssen einen Eignungstest bestehen.
    Edlinger-Ploder dürfte Hahn als Ministerin folgen
    Die steirische Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder, zuständig für Wissenschaft, Forschung, Verkehr und Technik, soll dem nach Brüssel wechselnden Johannes Hahn folgen.
  • Keine Frau bewarb sich: Rektorat neu ausgeschrieben
    Die Salzburger Kunst-Uni wiederholt die Ausschreibung für den Rektorenposten. Es gab elf Bewerbungen von Männern, aber keine einer Frau. Daher forderte der Gleichbehandlungs-Arbeitskreis die Neuaustragung.
    Kinderbetreuung: Notstand bei Krippenplätzen
    Die Einführung des Gratiskindergartens in Wien hat zu einem Engpass an Plätzen für unter Dreijährige geführt. Die Wartezeit beträgt bis zu drei Jahre.
    Nationalrat macht sich für Kreuze in Klassen stark
    Alle Parlamentsparteien außer den Grünen fordern die Regierung auf, das Aufhängen von Kreuzen in Schulklassen auch in Zukunft sicherzustellen. Der Gerichtshof für Menschenrechte hatte dies zuvor infrage gestellt.
    Wiener Student macht NS-Verbrecher ausfindig
    Recherchen eines Wiener Studenten haben zur Anklage gegen den mutmaßlichen Nazi-Kriegsverbrecher Adolf S. geführt. Andreas Forster war im Rahmen eines Uni-Projekts auf den Namen gestoßen.
  • Fachhochschule: Rechtlose FH-Studenten
    Keine Einsicht in Prüfungprotokolle, kaum Mitspracherechte in den Gremien - Die ÖH fordert eine Änderung des Studiengesetzes.
    Schwierige Schüler für Lehrer größtes Problem
    Die meisten Lehrer sind mit ihrer Arbeit zufrieden, besagt eine Studie unter Salzburger Pflichtschullehrern. Die größten Probleme gibt es mit verhaltensauffälligen Kindern.
    Uni Wien startet Fortbildung für Imame
    In dem zweisemestrigen Kurs stehen Recht, Politik und säkuläre Gesellschaft auf dem Lehrplan. Die Veranstalter sind überrascht über den großen Andrang: 81 Menschen haben sich für die 30 Plätze beworben.
    Schulreform: Koalitionsstreit um Finanzierung
    Unterrichtsministerin Claudia Schmied spricht sich für noch mehr Schulversuche aus, die ÖVP bremst. Die Ministerin rechnet damit, dass auf mindestens 200.000 Plätze aufgestockt werden muss.