Im Zuge der geplanten UG-Novelle gebe es "massive Gruppeninteressen", die sich für einen Rückschritt in Richtung altes UOG 1975 einsetzen. Im UG 2002 sei festgelegt, dass die höchstqualifizierte Gruppe in allen entscheidenden Gremien und dem höchsten Kollegialorgan, dem Senat, die entscheidende Mehrheit besitzen sollen. Damit gemeint sind die berufenen Professoren, die sich in einem internationalen Bewerbungsverfahren mit oft mehr als 50 Konkurrenten auf höchstem Niveau qualifizieren mussten.
Dass diese "Kernbestimmung des UG" "im Interesse einer einzelnen Gruppe, die sich nie einem Bewerbungsverfahren mit internationaler Konkurrenz stellen musste", rückgängig gemacht werden könnte, irritiert die Uni-Professoren. "In keiner anderen öffentlichen Institution oder anderen Universitäten und schon gar nicht in Unternehmen gibt es derartige Diskussionen, in der die mehrheitliche Mitwirkung der höchstqualifizierten Gruppe in Frage gestellt wird", heißt es in der Aussendung.
Am Verhältnis zwischen den drei höchsten Organen der Universität (Senat, Universitätsrat und Rektorat) wollen die Professoren nichts Wesentliches geändert sehen - aber nur wenn die Mehrheitsverhältnisse im Senat beibehalten werden, "um das durch das UG 2002 geschaffene ausbalancierte Gleichgewicht nicht einseitig zu beeinflussen". (APA)

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