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Uni-Reform: Professoren befürchten "Rückschritt"

08.05.2008 | 13:59 |   (DiePresse.com)

Durch die Reform des Universitäts-Gesetzes könnten bereits erzielte Fortschritte rückgängig gemacht werden, sagen Professoren-Vertreter.

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Einen Rückschritt in Richtung altes Organisationsgesetz (UOG) 1975 befürchtet der Universitätsprofessoren-Verband (UPV) bei der geplanten Novelle zum Universitätsgesetz (UG) 2002. Er wendet sich vor allem gegen die u.a. von der SPÖ geforderte einheitliche Hochschullehrer-Kurie. Dass berufene und damit höchstqualifizierte Professoren die Mehrheit im Senat inne hätten, sei eine "Kernbestimmung des UG", die auch internationalen Gepflogenheiten entspreche, heißt es am Donnerstag in einer Aussendung des UPV.

Im Zuge der geplanten UG-Novelle gebe es "massive Gruppeninteressen", die sich für einen Rückschritt in Richtung altes UOG 1975 einsetzen. Im UG 2002 sei festgelegt, dass die höchstqualifizierte Gruppe in allen entscheidenden Gremien und dem höchsten Kollegialorgan, dem Senat, die entscheidende Mehrheit besitzen sollen. Damit gemeint sind die berufenen Professoren, die sich in einem internationalen Bewerbungsverfahren mit oft mehr als 50 Konkurrenten auf höchstem Niveau qualifizieren mussten.

Dass diese "Kernbestimmung des UG" "im Interesse einer einzelnen Gruppe, die sich nie einem Bewerbungsverfahren mit internationaler Konkurrenz stellen musste", rückgängig gemacht werden könnte, irritiert die Uni-Professoren. "In keiner anderen öffentlichen Institution oder anderen Universitäten und schon gar nicht in Unternehmen gibt es derartige Diskussionen, in der die mehrheitliche Mitwirkung der höchstqualifizierten Gruppe in Frage gestellt wird", heißt es in der Aussendung.

Am Verhältnis zwischen den drei höchsten Organen der Universität (Senat, Universitätsrat und Rektorat) wollen die Professoren nichts Wesentliches geändert sehen - aber nur wenn die Mehrheitsverhältnisse im Senat beibehalten werden, "um das durch das UG 2002 geschaffene ausbalancierte Gleichgewicht nicht einseitig zu beeinflussen". (APA)

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5 Kommentare
Gast: salvator
09.05.2008 15:05
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die allerbesten

wie sieht es aus im deutschsprachigen raum: die besten bleiben in nördlichen gefilden, die 2. und 3. garnitur überschwemmt ein kleines land wie österreich, wodurch
unsere besten oft keine chance haben (beispiel: hürden bei hausberufungen).

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Re: die allerbesten

Meine Erfahrungen sind andere: in meiner Fakultät werden viele Professoren aus "dem Norden" berufen.Und viele unserer Dozenten meines Faches haben Professorenstellen "in noerdlichen Gefielden".Wenn eine oder einer gut ist,braucht er keine Hausberufung.Viele junge Dozenten oesterreichischer Universitaeten erhielten auch Rufe an andere oesterreichische Universitaeten. Und nahmen den Ruf auch an. Noch niemals waren die Chancen fuer gute Dozenten in Oestereich so gut: Im derzeitigen Zeitfenster geht wohl die Hälfte der derzeitigen Professoren in Pension.
Der Minister koennte ja auch eine Anzahl von neuen Professorenstellen freigeben,damit sich gute Dozenten bewerben koennen.
Jedoch: nie wieder Firnbergs UOG75,wo die SPÖVP-Betriebsräte ein Vöst-gleiches Disaster hervorriefen .

Antworten Gast: buck
09.05.2008 16:08
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Re: die allerbesten

Hausberufungen werden allerdings, soferne sich der/die Kandidat/in auf ein wohlwollendes Netzwerk innerhalb der Uni stützen kann, trotz aller Hürden durchgesetzt.
Und dabei sind die vorhandenen Qualifikationen oft vollkommen unerheblich.

Antworten Antworten Gast: Dumpfbacke
10.05.2008 21:43
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Re: Re: die allerbesten

Qualifikation oft vollkommen unerheblich

war doch immer schon so, oder?

wer zu gescheit ist, erzeugt beim höchsten "Herrn" Unsicherheiten und Ängste

und wer will das schon

meist nur ein Genie oder äußerst gefestigter Charakter


wayne
09.05.2008 13:34
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lächerlich

"...Professoren, die sich in einem internationalen Bewerbungsverfahren mit oft mehr als 50 Konkurrenten auf höchstem Niveau qualifizieren mussten..."
Das hieße ja, dass wirklich nur die Besten der Besten Professor werden könnten. Daran kann man bei den meisten Unis wirklich zweifeln!

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