PH Tirol: Einvernehmliche Lösung mit dienstfrei gestelltem Rektor

Der ehemalige Rektor der PH Tirol, Markus Juranek, legt seine Funktion nun endgültig zurück. Herbert Gimpl bleibt vorerst Interims-Leiter.

In der Causa der seit Monaten in heftigen Turbulenzen steckenden Pädagogischen Hochschule Tirol (PHT) hat das Ministerium eine einvernehmliche Lösung mit dem dienstfrei gestellten Rektor Markus Juranek erzielt. Dies sagte eine Ministeriums-Sprecherin der Austria Presseagentur (APA) und bestätigte damit einen Bericht von ORF Radio Tirol.

Juranek lege seine Funktion zurück und mache damit den Weg frei für eine Neuausschreibung des Postens. Damit solle an der krisengebeutelten Hochschule wieder Ruhe einkehren. Bis Ende September bleibe der vor Monaten als "Sanierer" eingesetzte Herbert Gimpl Interims-Leiter. Danach werde es noch eine weitere Interims-Lösung geben. Wann der neue Rektor der PH Tirol feststehen werde, wollte die Sprecherin nicht konkret abschätzen. Dies könne aber noch vor Jahresende der Fall sein. Juranek sei karenzierter Beamter der Schulverwaltung - konkret Angestellter im Landesschulrat - und könne dorthin zurückkehren. Dies müsse aber nicht zwingend in Tirol sein, hieß es.

Bedenken zur finanziellen Gebarung

Juranek war für eine Stellungnahme vorerst nicht erreichbar. Gimpl meinte gegenüber der APA, eine solche Lösung sei aus seiner Sicht immer anzustreben gewesen und "grundvernünftig". Ihm falle ein "Stein vom Herzen", weil er in den vergangenen Monaten viel Energie in die PH Tirol investiert habe.

Die PH Tirol hatte seit vergangenem März wiederholt für Schlagzeilen gesorgt. Das Bildungsministerium veranlasste damals wegen massiver Bedenken zur finanziellen Gebarung zwei Prüfungen durch die Bundesbuchhaltungsagentur, schränkte in weiterer Folge den finanziellen Handlungsspielraum von Rektor Markus Juranek ein und beauftragte den ehemaligen amtsführenden Salzburger Landesschulratspräsident Gimpl mit der Sanierung der Hochschule. Juranek wurde schließlich Mitte April dienstfrei gestellt.

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