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Weltweites Uni-Ranking: Österreich abgeschlagen

18.08.2008 | 09:37 |   (DiePresse.com)

Sieben heimische Universitäten finden sich unter den Top 500. Am besten schneidet dabei die Uni Wien ab: Sie landete in der Gruppe zwischen dem 152. und dem 200. Platz.

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Keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr gibt es für die österreichischen Universitäten in dem von der Shanghai Jiao Tong University erstellten weltweiten Uni-Ranking 2008. Es wurde am Wochenende veröffentlicht. Die heimischen Unis liegen weiterhin nur auf hinteren Plätzen.

Insgesamt finden sich sieben heimische Hochschulen in dieser "Weltrangliste" der 500 besten Universitäten. Die beste österreichische Hochschule ist dabei nach wie vor die Uni Wien in der Gruppe zwischen dem 152. und 200. Rang (ab Platz 101 wird in 50er-, ab Platz 201 in 100er-Gruppen gereiht). Die Medizin-Uni Wien folgt in der Gruppe zwischen 201. und 302. Platz, die Universitäten Innsbruck und Graz in der Gruppen zwischen 305. und 401. Rang. Die Medizin-Unis Graz und Innsbruck sowie die Technische Universität Wien rangieren in der Gruppe zwischen 402. und 503. Platz.

Völlig unverändert gegenüber dem Vorjahr sind in dem neuen Ranking die Top Ten: Sie werden erneut von den US-Universitäten Harvard, Stanford und Berkeley angeführt. Cambridge rangiert als beste europäische Uni weiterhin auf Platz vier.

Das Ranking der Shanghai Jiao Tong University basiert vor allem auf forschungsorientierten Indikatoren. Das sind etwa die Anzahl der Nobelpreis- und Fields-Medaillen-Gewinner unter den Absolventen bzw. dem Lehrpersonal, die Anzahl der in wissenschaftlichen Publikationen häufig zitierten Forscher in verschiedenen Disziplinen, die Anzahl der in den Zeitschriften "Nature" und "Science" publizierten Artikel und die Zahl der Forscher an der jeweiligen Uni.

Vormachtsstellung der US-Unis

Gemessen an diesen Indikatoren sind die US-Unis nicht zu schlagen: Unter den ersten 20 Universitäten sind nur drei nicht aus den USA: die Uni Cambridge auf Platz vier, Oxford auf Platz zehn und die Universität Tokio auf Platz 19. Die beste kontinentaleuropäische Uni und gleichzeitig beste Hochschule im deutschsprachigen Raum ist die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich auf Platz 24 (2007: 27). Im deutschsprachigen Raum folgen die Uni Zürich auf Platz 53 (2007: 58) sowie die Universität München (55; 2007: 53) und die Technische Universität München (57; 2007: 56).

In einer eigenen Auswertung der besten 100 Universitäten Europas sind die Top Ten: Platz 1: Cambridge (2007: 1), Platz 2: Oxford (2), Platz 3: University College London (4), Platz 4: ETH Zürich (5), Platz 5: Imperial College London (3), Platz 6: University Manchester (9), Platz 7: Universität Paris 06 (6), Platz 8: Universität Kopenhagen (8), Platz 9: Universität Utrecht (7) und Platz 10: Universität Paris 11 (10). In dieser Wertung liegt die Universität Wien in der Gruppe zwischen den Rängen 59 und 79 und die Medizin-Uni Wien in der Gruppe zwischen 80. und 124. Platz - beide haben sich damit gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die anderen österreichischen Unis sind - wie schon 2007 - nicht in dieser Spitzengruppe zu finden.

 

(Ag.)

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33 Kommentare
 
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Gast: kh123
18.08.2008 11:49
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weltklasse 2

Ist ja nicht originell, an die frau gehrer zu erinnern. aber seit diese völlig inkompetente fehlbesetzung "weltklasse" auf ihre fahnen schrieb, ging es mit den schon vorher ziemlich mässig dastehenden unis plötzlich noch rasanter bergab. und ich durfte mir jahrelang ansehen, wie ähnlich inkompetente bonzen dieser neuen uni-autokratie machtbefugnisse erhielten und missbrauchten (und das noch immer tun) und den karren weiter in den dreck zogen. meine konsequenz? ich habe nach 20 jahren meinen arbeitsplatz dort gekündigt. und dem laden noch keine minute nachgetrauert. diese fehler zu reparieren wird sehr lange dauern, denn ich bin kein einzelfall. und weltklasse findet statt, aber eben im ausland.

Re: weltklasse 2

das problem der österreichischen unis ist aber nicht die zuständige ministerin, sondern die zT völlig inkompetenten administrationen und forschungsmitarbeitern. das gift das die europäischen unis (mit ausnahme GBs) so schwächt ist der leistungsfeindliche linksfaschismus, der im namen eines mit abstand betrachtet grotesken mickey mouse humanismus minderwertigkeit, schwäche und versagen als tugenden betrachtet. links muss weg damit sich europa von den fesseln des 20. jahrhunderts befreien kann.

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Re: Re: weltklasse 2

Viele Leute haben tatsächlich Angst vor Verantwortung,
für diese ist staatliche Unterstützung sicher im allgemeinen Interesse, für den Rest der Bevölkerung ist die Bevormundung durch den Staat eher ärgerlich.
Und sich ein "linkes System" wegzuwünschen, wenn man Ariel Seligman heisst ist auch nicht unbedingt gerade schlau,
denn dann bliebe nur ein Zurück zur rechten Politikkultur,
was widerum zur Folge hätte dass die intelligenten Leute wieder unsere Straßen putzen müssten.
Wie Sie bereits selbst bermerkten die brittische Labor ist auch links, auch die von Norwegen zB,...
Leistungsdruck ist schön, gut und fördernd, Studiengebühren mögen manche zum Lernen motivieren,
nur für Andere sind es unüberwindbare Barrikaden deswegen weg damit.
Woran es tatsächlich krankt ist eben Geld, man muss den Unis die Möglichkeit geben ihr Budget selbst zu verbessern, wenn man sie schon nicht ausreichend fördert, vielleicht steigt dadurch auch wieder das Niveau.

Re: Re: Re: weltklasse 2

ich habe nicht das geringste gegen rechts (solange damit nicht der eigentlich linke ehschonwissen gemeint ist) und würde es gerade in meiner eigenschaft als ariel seligman außerordentlich begrüßenswert finden, wenn der als antizionismus getarnte antisemitismus, der noch nie etwas anderes war als der neid der erfolglosen auf eine erfolgreiche minderheit, mit der korrektur des historischen irrtums der theorielastigen ideologien ebenso verschwände. ich sehe nicht den gerinsten widerspruch zwischen dem judentum und einer (im kulturellen sinn) identitätsbewussten und mittelstandsorientierten politik deren zentraler wert die freiheit ist (NICHT materielle sicherheit !!!).

@uniautonomie: in frankreich wird das zZt und zT umgesetzt unter großem geschrei der linken die darin (zurecht) das wegfallen der antikapitalistischen diktatur der linken über die forschung und akademischen lehre und die damit befürchtete unterdrückung marxistischer wahnvorstellungen durch die ... ostküste (...) sehen.

Gast: Valery
18.08.2008 11:04
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Das ist eine Schande! - Aber ändern wird sich nichts.

Unser Unisystem in Ö. ist von Bürokraten beherrscht, die nach wie vor die Massenuni predigen, aber denen Leistung einerlei ist. Wer im Unisystem arbeitet hat ein bequemes Leben. Jene wenige, die der Ehrgeiz haben, etwas zu verändern, sind auf verlorenem Posten.

Den offiziellen Stellen ist Politik wichtiger als Ergebnisse. "Egal wer Professor ist, Haupsache er ist einer von uns" ist die Rede in den Parteisekretariaten.

Antworten Gast: mf
18.08.2008 12:02
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Re: Das ist eine Schande! - Aber ändern wird sich nichts.

das Ranking sagt absolut nichts aus - weder ueber die Qualitaet der Professoren noch ueber die Qualitaet der Lehrgaenge, wer sich besser vermarktet hat des bessere Ranking...

Antworten Antworten Gast: Valery
18.08.2008 17:36
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Re: Re: Das ist eine Schande! - Aber ändern wird sich nichts.

Träumen Sie weiter, mf!

Nix sehen, nix hören, nix spüren, sondern nur das Köpferl in den Sand stecken. So lebt man ohne Probleme und Sorgen.

Ein Uniranking kann getürkt sein, aber egal, welche internationale Stelle eines herausgibt, Österreich schneidet überfall katastrophal ab! So schauts aus!
Leider

Gast: kana da
18.08.2008 11:00
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weltklasse


 
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