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Politik-Studenten: Prüfungen am Gang müssen aufhören

02.04.2009 | 14:19 |   (DiePresse.com)

Die Wiener Politik-Studenten protestieren gegen zu wenig Platz und fehlende Lehrveranstaltungen. Bei manchen Kursen kämpfen offenbar 200 Interessenten um zwei Plätze - trotz mehr Budget.

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"Untragbare Studienbedingungen" herrschen offenbar am Institut für Politikwissenschaften der Uni Wien. Deshalb veranstaltet eine "Aktionengruppe" am Donnerstag einen Protestmarsch unter dem Motto "Unsere Uni geht unter, die Powi begehrt auf!". Laut Sprecherin Hanna Lichtenberger leiden die rund 3.800 Studenten vor allem unter dem geringen Angebot an Lehrveranstaltungen und der Platznot.

Bei Kursen wie Statistik würden 200 Interessenten um zwei Plätze kämpfen, wegen des Mangels an - zudem oft zu kleinen - Räumen müssten Prüfungen teilweise am Gang durchgeführt werden. Ein großer Teil der Lehrveranstaltungen werde außerdem von schlecht bezahlten externen Lektoren abgehalten, sagte Lichtenberger.

Bei der Institutsvollversammlung, die heute um 18 Uhr im Hörsaal 1 des Neuen Institutsgebäudes stattfindet, sollen neben Berichten aus Arbeitsgruppen von Studenten, Lektoren und anderen Lehrenden auch Forderungskataloge präsentiert werden. Sollte man sich auf ein Papier einigen können, soll dieses an das Rektorat der Uni Wien und an VP-Wissenschaftsminister Johannes Hahn gehen.

Man nehme jede Rückmeldung der Studenten über Probleme ernst, hieß es aus dem Rektorat der Uni Wien. Man werde "ganz genau anschauen, wo es Probleme bei der Organisation des Studiums gibt". Bei Raumproblemen könne man sicher eine Lösung finden. Eine Sprecherin des Rektors verwies aber auch darauf, dass das Lehrbudget am Institut für Politikwissenschaften 2004/05 um zwanzig Prozent angehoben wurde, die Zahl der Studenten stagniere hingegen seit 2007. Im vergangenen Wintersemester habe man sogar erstmals einen leichten Rückgang verzeichnet.

(APA)

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5 Kommentare
Gast: Andrea K.
02.04.2009 18:54
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Anforderungen an Wiener PoWi zu niedrig

Die Wiener PoWi-Institute richten traditionell zu geringe methodische Anforderungen an Studenten. Profs forschen wenig, publizieren selten, nehmen jedenfalls kaum am aktuellen globalen wissenschaftlichen Diskurs teil. Die hohe Bedeutung von Themen abseits des internationalen Mainstreams (zB Genderdebatte, Frauen...) macht es Absolventinnen und Absolventen nicht leichter, international Anschluss zu finden.

Wäre die Wiener PoWi auf Augenhöhe mit französischen, britischen, skandinavischen, mE auch deutschen Kollegen, würde sie auch eine andere Klientel anziehen und reproduzieren, die Gänge wären weniger voll.

Insgesamt aber ist die Lehre an der Wiener PoWi noch tausendmal besser als die Forschung, weil viele Profs sich (wenn schon nicht forschen) für ihre Studis einsetzen, durch spannende Exkursionen Netzwerke öffnen.

Die externen Lektoren gehörten aber zum Besten meines Studiums. Sie lehren engagiert, praxisrelevant, mainstreamnäher u oft methodisch sogar anspruchsvoller.
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Antworten Gast: gast
03.04.2009 15:33
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Re: Anforderungen an Wiener PoWi zu niedrig

stimmt vollkommen. forschungsmäßg ist wenig los, die lehre ist – abgesehen von der infrastruktur – nicht so übel, mit der ausnahme, dass die methoden viel zu kurz kommen. die externen lehrenden, darunter viele jüngere, sind eher ein vorteil, weil da oft viel engagement dahinter steckt.

Gast: Auslandsösterreicher
02.04.2009 17:29
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Dann sollens was gscheits studieren!

Mit Politik machst bald ka Geld mehr.. :)

Antworten Gast: rvgw
03.04.2009 15:37
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Re: Dann sollens was gscheits studieren!

politikwissenschaft != politik

Antworten Gast: ichwillstudieren
02.04.2009 20:10
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Re: Dann sollens was gscheits studieren!

da hat es jemand ja voll durchschaut...