"Untragbare Studienbedingungen" herrschen offenbar am Institut für Politikwissenschaften der Uni Wien. Deshalb veranstaltet eine "Aktionengruppe" am Donnerstag einen Protestmarsch unter dem Motto "Unsere Uni geht unter, die Powi begehrt auf!". Laut Sprecherin Hanna Lichtenberger leiden die rund 3.800 Studenten vor allem unter dem geringen Angebot an Lehrveranstaltungen und der Platznot.
Bei Kursen wie Statistik würden 200 Interessenten um zwei Plätze kämpfen, wegen des Mangels an - zudem oft zu kleinen - Räumen müssten Prüfungen teilweise am Gang durchgeführt werden. Ein großer Teil der Lehrveranstaltungen werde außerdem von schlecht bezahlten externen Lektoren abgehalten, sagte Lichtenberger.
Bei der Institutsvollversammlung, die heute um 18 Uhr im Hörsaal 1 des Neuen Institutsgebäudes stattfindet, sollen neben Berichten aus Arbeitsgruppen von Studenten, Lektoren und anderen Lehrenden auch Forderungskataloge präsentiert werden. Sollte man sich auf ein Papier einigen können, soll dieses an das Rektorat der Uni Wien und an VP-Wissenschaftsminister Johannes Hahn gehen.
Man nehme jede Rückmeldung der Studenten über Probleme ernst, hieß es aus dem Rektorat der Uni Wien. Man werde "ganz genau anschauen, wo es Probleme bei der Organisation des Studiums gibt". Bei Raumproblemen könne man sicher eine Lösung finden. Eine Sprecherin des Rektors verwies aber auch darauf, dass das Lehrbudget am Institut für Politikwissenschaften 2004/05 um zwanzig Prozent angehoben wurde, die Zahl der Studenten stagniere hingegen seit 2007. Im vergangenen Wintersemester habe man sogar erstmals einen leichten Rückgang verzeichnet.
(APA)

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