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Frauen und Professur: Unis wollen neue Berufung

09.06.2009 | 11:21 |   (DiePresse.com)

In Österreich sind nur 16 Prozent der Professoren weiblich. Eine Projektgruppe mit zehn heimischen Unis will die Berufungs-Verfahren verbessern - und eine Gleichstellung nicht nur am Papier.

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Frauen in wissenschaftlichen Spitzenfunktionen sind selten. Ein höherer Frauenanteil wird zwar finanziell gefördert, aber die Strukturen verändern sich nur sehr langsam. Dass die Stuation für Frauen auch im Jahr 2009 noch lange nicht ideal ist, bestätigt auch Anke Hanft. Die Berufungspraxis an Hochschulen erweist sich "vielfach als optimierungsbedürftig", sagt die Leiterin der wissenschaftlichen Steuerungsgruppe der Qualitätssicherungsagentur AQA.

Auch wenn bei der Berufung von Professoren wohl "formal die Gleichstellung der Geschlechter" gegeben sei, können sich doch auch immer wieder Nachteile für Frauen ergeben. Eine Projektgruppe mit zehn heimischen Unis will nun bessere Berufungsverfahren erarbeiten. Für Hanft - selbst Professorin in Deutschland - gilt die Gleichstellung der Geschlechter nur formal. "In der Praxis gibt es aber zahlreiche Hinweise darauf, dass die unzureichende Professionalität in der Durchführung der Berufungsverfahren zulasten weiblicher Bewerber wirkt".

Ausschreibungen teils an Männer gerichtet

Dabei gebe es vielfach schon mangelnde Sensibilität im Vorfeld, etwa bei der Art der Stellenausschreibung, "die mal mehr oder mal weniger Frauen ansprechen kann", so die Professorin. Zudem zeige die Erfahrung, dass Frauen im Zuge des Berufungsverfahrens tendenziell besser abschneiden, wenn neben dem wissenschaftlichen Vortrag auch eine Lehrprobe vor Studierenden Teil des Verfahrens ist. Ein Berufungsverfahren solle daher alle Arbeitsfelder der Professur abdecken.

Ziel: 26 Prozent Frauen

Durch das Frauenförderungsprogramm "fFORTE excellentia" wurden seit 2004 insgesamt 79 Berufungen von Frauen gefördert. Insgesamt erhielten in dieser Zeit 106 Frauen eine Professur. Mit dem Förderprogramm soll eine Anhebung des Professorinnenanteils von 2005 bis 2010 auf rund 26 Prozent erreicht werden. Dafür wäre eine Berufung weiterer 200 Professorinnen notwendig, hieß es. 2007 waren von den insgesamt 2.210 Professoren an den Unis 349 Frauen, das entspricht einem Anteil von 15.8 Prozent.

Auf einen Blick
Experten kritisieren, das die Berufung von Professoren zulasten von Frauen geht. Die Universitäten in Wien, Innsbruck, Salzburg, Graz, Klagenfurt sowie die Medizin-Uni Graz, die TU Wien, die Universität für Angewandte Kunst, die Akademie der bildenden Künste und die Kunst-Uni Linz wollen gemeinsam ein besseres System erarbeiten. Die Empfehlungen der Projektgruppe für verbesserte Berufungsverfahren sollen Mitte 2010 als Handbuch erscheinen.

(APA/Red.)

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12 Kommentare
ger49
14.06.2009 21:35
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Frauenquotenregelung

Auch ich finde es sinnvoll, dass die Frauenquote angepasst wird. Jedoch nicht zulasten der Qualität! Leider gibt es schon lange keine Qualität mehr, nicht nur auf den Unis. Die Bildung gesamt ist in Österreich unter jeder Kritik. Die Ursache liegt in erster Linie Korruption auf allen Ebenen, besonders der Parteiwirtschaft und heute eben auch noch diese Frauenquotenregelung. Solange nicht in erster Linie auf die Qualität und Ehrlichkeit geachtet wird, wird es in allen Belangen bergab gehen! Von mir aus 100 Prozent Frauen, wenn sie tatsächlich die Fähigkeit besitzen. Die Erfahrung liefert uns jedoch andere Bilder!

Gast: Herman Vilar
11.06.2009 16:19
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Je weniger Quotenfrauen, desto höher das Niveau!

Ergo: Frauenquoten senken das Niveau, außerdem werden Männer benachteiligt.

Gast: DaRa
10.06.2009 09:53
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Differenzierte Sichtweise

Im Artikel befinden sich kaum konkrete Hinweise darauf, wie Frauen bei der Stellenbesetzung benachteiligt werden, es wird nur kurz die Ausschreibung der Stellen angedeutet.
Man muss das ganze (bei allem gebührenden Feminismus) etwas differenzierter betrachten: Gibt es überhaupt gleich viele 100 % Arbeitende Wissenschaftlerinnen wie Wissenschaftler in Österreich?? (Familie, etc..)
Ich lasse die Frage mal einfach so stehen. Klar soll man tatsächlich existierenden Benachteiligungen entgegenwirken.
Mit Frauenquoten, und dem Ziel in Zukunft mindestens 26 % Frauenanteil verzeichnen zu können, muss man allerdings sehr vorsichtig sein. Grundsätzlich geh ich davon aus, dass ein Arbeitgeber immer die Person einstellt, von der er glaubt, dass sie für den Job am besten geeignet ist - unabhängig ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt. Die Quotenregelung darf nicht dazu führen, dass Männer mit Topqualifikationen wegen Quotenehrgeiz benachteiligt werden und auch nicht dazu, dass Frauen, die sich ihre Führungsposition mit Leistung gfesichert haben, auf einmal nicht mehr ernstgenommen werden, weil jeder denkt «Die hat ihren Job ja nur der Quotenregelung zu verdanken.» Das nennt sich nämlich, und sowas ist mir als Frau gar nicht recht,: Antifeminismus

Auch an den Hochschulen sollte der Grundsatz gelten:


Frau sein alleine genügt nicht!


was vielen, fachlich oft exzellenten Frauen fehlt, ist einfach der Wille zur Führung, wenn sie auch wollenen, der Wille zur Macht!

Ich habe in wissenschaftlichen Gesellschaften oft und oft erlebt, daß für die Vorstandsfunktion krampfhaft eine Frau gesucht wurde, sich aber keine dazu bereit gefunden hat!!

Antworten Antworten Gast: kreis 6
09.06.2009 15:32
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Re: Frau sein alleine genügt mir sicher

durfte schon als 13 Jährige mit auf Geschäftsreisen, wie es davor und danach zu Hause läuft, wenn eine Topmanagerin ihren Kopf beim Meeting hat und ständig von Umsatzsteigerungen etc. spricht, weiß ich auch genau

und gewiss habe ich mir dabei selbst versichert so ein Leben nicht selbst mal haben zu wollen

Chef in wenigen Berufen ja
in den allermeisten Nein danke kein Wunsch wirklich nicht

Re: Re: Frau sein alleine genügt mir sicher

Das meine ich ja auch und will es gar nicht negativ bewerten!

Aber man sollte endlich von diesen blöden Quotenregelungen Abstand nehmen, denn sie schaden wieder nur den Frauen, die sich ständig mit der Frage konfrontiert sehen: Sind sie eine Quotenfrau?

Wirklich gute Frauen setzen sich so und so durch, wenn sie es selbst wollen!

Aber einen Fehler haben die Frauen schon: Sie sind keine guten Networker. Oft ist Neid im Spiel, so nach dem Motto: Wenn nicht ich, dann diiiie bestimmt nicht!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Kreis 6
10.06.2009 22:29
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Re: Re: Re: Frau sein alleine genügt mir sicher

wirklich gute Frauen setzen sich so und so durch

so ein Schmarrn

aber macht nix, ist sowieso vieles nur Lavendel hier gell
du uralter Dr. in Pension du - der flexible moderne Networker aber auch bis du geblieben

erzähl deinen ganzen Lavendel als Gutenachtgeschichte deinen

Timon
10.06.2009 19:10
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Re: Re: Re: Frau sein alleine genügt mir sicher

Entschuldigen Sie mal, Herr Dr. Stöckl, aber "Aber einen Fehler haben die Frauen schon: Sie sind keine guten Networker."

Zum einen sollten Sie spätestens mit dem Erlangen des ehrenwerten Doktortitels das Pauschalieren abgelegt haben, sollte man hoffen dürfen, zum anderen ist dies ein absolut undifferenzierte und sinnfreie Aussage.

Re: Re: Re: Re: Frau sein alleine genügt mir sicher

"Die Frauen sind ja immer sooooo benachteiligt und daher sind Quoten unumgänglich!" ist natürlich keine Pauschalierung sondern eine sinnvolle und äußerst differenzierte Aussage! Ich verstehe die Belehrung im Sinne der gutmenschlichen Dialektik!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: kreis 6
10.06.2009 22:22
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Re: Re: Re: Re: Frau sein alleine genügt mir sicher

alles ist so undifferenziert gell


Re: Re: Re: Re: Re: Frau sein alleine genügt mir sicher

Da die Fundamentalfeministinnen und ihre gutmenschlichen Hilfstruppen von wahrscheinlich auch immer im Leben zu kurz gekommenen Männern, keinerlei Argumente, sondern nur abgedroschene Phrasen und persönliche Verunglimpfungen vorbringen können, wie hier wieder exemplarisch demonstriert, wundert mich die weiter bestehende "Benachteiligung der Frau" in der "männerdominierten Welt" keineswegs!!

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