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Medizinstudium: Tausende strömen zu den Tests

01.07.2009 | 13:06 |   (DiePresse.com)

Allein in Wien haben sich 4849 junge Menschen angemeldet, die Medizin studieren wollen. Sie müssen sich am Freitag einem Test stellen, der die besten 740 Kandidaten ermitteln soll.

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Bereits zum vierten Mal müssen sich alle, die im Herbst ein Medizinstudium beginnen wollen, einem Aufnahmetest stellen. Arzt scheint für immer mehr junge Menschen der Traumberuf zu sein. Für den EMS -Test (Eignungstest Medizin) der MedUni Wien haben sich heuer um 12 Prozent mehr Kandidaten angemeldet.

Für die meisten von ihnen wird es aber ein Traum bleiben. Nur 740 Studienplätze (660 Humanmedizin, 80 Zahnmedizin) stehen in Wien zur Verfügung. Im Austria Center wird entschieden, wer von den 4849 Kandidaten einen Platz ergattern kann.

75 Prozent der Plätze stehen Österreichern zur Verfügung, so will es der gesetzlichen Quotenschlüssel. Das verbessert die Chancen der heimischen Maturanten enorm, denn im Vorjahr stammten 60 Prozent der Anmeldungen aus anderen EU-Ländern.

Am Freitag werden sich tausende junger Menschen dem EMS-Test stellen. Er soll relevante Fähigkeiten testen (sich in für ein Medizinstudium typische Wissensstoffe einzuarbeiten bzw. neue Problem- bzw. Fragestellungen zu bearbeiten).

Konkret testet der EMS in folgenden Kompetenzbereichen:

 

  • Differenzierte visuelle Wahrnehmung
  • Verständnis für medizinisch-naturwiss. Problemstellungen
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Quantitatives Problemlösen für medizinisch-naturwissenschaftliche Problemstellungen
  • Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit
  • Verständnis und Interpretation medizinisch-naturwissenschaftlicher Texte
  • Behalten von figuralem bzw. verbalem Material
  • Planen und Organisieren
  • Interpretationen von Diagrammen und Tabellen

(ros)

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11 Kommentare
Gast: medstudent
02.07.2009 14:32
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lasst es bleben 2

ganz ehrlich ich kann mich meinen vorrednern nur anschließen und gebe mal meine sicht als student. dieses studium derartig aufwendig, nicht die ganz normalen prüfungen ( das ist erträglich) aber dann irgendwelche sips bzw wenn man in deutschland studiert das physikum. man muss unentwegt irgendwelche praktika machen! Kurz gesagt man hat keinerlei freizeit und wirklich gar nichts vom leben. also leute lasst es besser bleiben.

Gast: Arzt
01.07.2009 15:53
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Laßt es bleiben

Nachdem ich so verrückt gewesen bin, dieses Studium zu absolvieren, habe ich danach umgeschwenkt und bin aus dem kurativen Sektor ausgestiegen. Mittlerweile bin ich auch im Ausland. Kann nur jedem vom Medizinstudium abraten. Warum gibt es denn in so vielen Ländern (nicht nur Deutschland) einen Mangel an Ärzten. Und warum steigen immer mehr aus. Fast alle KollegInnen, die ich frage, würden diesen Beruf NICHT mehr wählen (Arbeitszeiten, Hierarchie, Lohn, schlechter werdende Arbeitsbedingungen etc.)

Gast: ham
01.07.2009 15:17
0 0

Denn sie wissen nicht, was sie tun!

"Arzt scheint für immer mehr junge Menschen der Traumberuf zu sein."

Bitte wie den das? Ich glaube die jungen Menschen wissen nicht was auf sie wartet..... das Gehalt ist vergleich zur Ausbildungszeit ein Witz. Bei der Gesundheitsreform wir auch zuerst bei den Gehältern gespart usw. . Man muss schon SEHR den "heilungswillen" haben um, das noch zu studieren!

Nur zur Info für alle angehenden Mediziner: Man wartet nach dem Studium 2-3 Jahre auf einen Turnusplatz. Möchte man auch noch ein Fach machen, dauert nur das reine Fach noch mal 6 Jahre. Man kann sich nun ausrechnen wie alt man ist, wenn man in einen Bereich kommt, in dem wirklich verdient. Wer nicht glaubt, dass Ärzte wenig verdienen( ich möchte den Studenlohn gar nicht ausrechnen), bitte ruhig am AKH nachschauen! Kein Fabriksarbeiter würde für 7€ /Stunde in der Nacht arbeiten....bessere Gewerkschaft.....tja VIEL GLÜCK für den Test und auch danach!

Antworten Gast: fadinger
02.07.2009 21:00
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Re: Denn sie wissen nicht, was sie tun!

In OÖ keine Turnuswartezeit!!

Wers wirklich will, und nicht Greys Anatomie schaut solls machen!!

MrJolly
01.07.2009 14:08
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Eine Frechheit...

...dieser EMS Test. Hier trifft man dann die ganzen Deutschen die durch - nennen wirs mal - suboptimalem Reifezeugnis in Deutschland nicht genommen werden, bei uns an. Ein hoch der Quotenregelung, denn ohne die brächten wir Österreicher eh nicht mehr antreten. Aber dank der EU wird die ja sowieso bald Geschichte sein. Sehr sinnvoll Ärzte auszubilden die warscheinlich nach dem Studium eh kein Interesse mehr haben hier zu studieren. Und Österreich lockt noch mit "keinen Studiengebühren" aber diese Sozialpolitik wird uns noch in den Ruin treiben.

Antworten Gast: also.....
01.07.2009 23:41
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Re: Eine Frechheit...

erst regen sie sich auf, dass die deutschen überhaupt kommen.
dann verhalten sie sich so schrecklich ala grantiger wiener, so dass niemand in dieser atmosphäre hier bleiben mag.
dann wird geschimpft, dass diejenigen noch nicht mal hier bleiben....

schöne logik. vielleicht sollten sie mal den logikteil der medizinerprüfung absolvieren?

und dann sinds ists sinds auch noch nur "dumme" gescheiterte "piefke", die keinen platz zu hause bekommen. die aber erstaunlicherweise hier sehr viele österreicher im test "wegputzen", so dass scheinbar eine schutzquote für ö. von nöten ist...

himmel. das ist WIRKLICHE logik.

Antworten Antworten Gast: Uhu
02.07.2009 09:17
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Pfirti Deutsche

Auch ich habe erfolgreich studiert und in meiner Studienrichtung waren sehr viel KollegenInnen aus Deutschland. Was die sicher nicht sind, besser als wir Österreicher. Fragen wegen jeden "Scheiß" und regen sich jedesmal auf, wenn etwas verlangt wird, was nicht auf den ersten Blick etwas mit dem Grundstudium zu tun hat. Wenn ein Land in der Bildungspolitik versagt, dann Deutschland. Kein Mensch braucht einen qualifizierten HS Abschluss, ein Fachabi, oder sonstige Sonderheiten. Das ist auch der Grund, warum überall der Durchschnitt errechnet wird. Damit die Kulturministerkonferenz zumindest den Schein einer Qualität wahrt,

Antworten Antworten Gast: gast
02.07.2009 08:12
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Re: Re: Eine Frechheit...

Man muss auch bedenken, dass die Deutschen, die in Deutschland scheitern, doch mehr Zeit beim Lernen investiert haben als die Österreicher, deshalb wird etwas das Bild verzerrt.

Antworten Antworten Antworten Gast: hm, das kann man so sicher nicht generalisieren.
02.07.2009 09:53
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Re: Re: Re: Eine Frechheit...

viele bewerben sich direkt nach der matura in wien.

ausserdem: falls ein jahr dazwischen liegt zwischen matura und studienbeginn. dann ist das sicher nicht schlecht. und sollte auch mal hier in ö praktiziert werden - falls das nicht der fall ist.

in der zeit kann man praktika etc. im gewünschten bereich machen, ein wenig abstand gewinnen etc. und sich dann gegebenenfalls halt auf den test vorbereiten. wenn man es wirklich will.

so einen arzt hätte ich im grunde später lieber.

Antworten Gast: gast
01.07.2009 15:58
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Re: Eine Frechheit...

"Ein hoch der Quotenregelung, denn ohne die brächten wir Österreicher eh nicht mehr antreten."

Sagt dieser Satz nicht schon alles über die Bildungspolitik in Österreich aus? Schlimm genug, wenn die Maturanten in Österreich nicht mit den Deutschen mithalten können. Sollten nicht generell die Besten der Besten ausgewählt werden ohne Differenzierung der Herkunft?

Antworten Antworten Peregrin
02.07.2009 17:50
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Re: Re: Eine Frechheit...

Jahzehntelanger sozialistischer Verdummungsdruck hinterlaesst eben seine Spuren. Und auswaehlen ist ueberhaupt pfui!

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