Beim Aufnahmetest zum Medizinstudium waren weit mehr als die Hälfte der Kandidaten Frauen. Beim Test schnitten sie aber schlecht ab, in Wien etwa sind nur 43,5 Prozent der neuen Studenten weiblich.
VP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger fordert deshalb eine zusätzliche Quotenregelung bei der Aufnahme zum Medizin-Studium: "Die Hälfte der Studienplätze soll an Frauen vergeben werden", meint er im "Standard". Diese Idee will er auch seinem Parteifreund Wissenschaftsminister Johannes Hahn nahe bringen. Universitäten sollten sich überdies ein Kontingent aus dem Kreis von Bewerbern gezielt aussuchen können: "Wenn ein junger Mensch etwa ein Jahr beim Roten Kreuz gearbeitet hat, ist das auch eine Qualifikation."
Von den Tests hält Rasinger an sich nicht recht viel. Die Tests zeigten, wer eher Chancen habe, das Studium in Mindestzeit zu beenden, meint Rasinger: "Aber sie sagen nichts darüber aus, ob jemand einmal ein guter Arzt wird." Empathie und "Herzenswärme" hält er für seinen Beruf für wichtiger als mathematische Formeln. Der Hausarzt selbst ist überzeugt, dass er es unter den heutigen Voraussetzungen nicht zum Mediziner geschafft hätte: "Ich wäre durchgefallen."
Rasinger wünscht auch eine Extraquote für Vertreter von Minderheiten und Menschen mit Behinderungen, die bei den Auswahlverfahren sonst nie eine Chance hätten.
(APA/Red.)

Studiengebühren Wo man künftig zahlen muss - und wo nicht
Wie gut ist Ihr Schulenglisch? Können Sie mit den 14-Jährigen mithalten?











Engagement, WG-Geständnisse und Sparpaket Das neue UniLive
