Die Wirtschaftskrise hat die amerikanischen Elite-Universitäten schon lange erwischt. Kaderschmieden wie Yale, Stanford und Harvard kämpfen damit, dass sie zwar imposante Stiftungen haben, diese aber massiv an Wert verloren haben und wegen der Krise wenig abwerfen. Yale, die zweitreichste Uni des Landes, hat sich schon von 600 Mitarbeitern getrennt.
Harvard ist immer noch die reichste Uni der USA, aber auch sie plagen Finanznöte. Die Elite-Uni hat ein Drittel ihres Vermögens verloren. Deshalb spart die Leitung nun sogar am Essen der Studenten, wie die FAZ berichtet. Von September an wird in den Speisesälen der vornehm-altertümlichen Wohnheime kein warmes Frühstück mehr angeboten. Von nun an gibt es Müsli statt Omelette.
Die knapp 13 000 Beschäftigten, 1900 Fakultätsmitglieder und die 20 000 Studenten wurden schon vor Monaten auf harte Zeiten eingeschworen. Harvard war an satte Erträge aus den Stiftungen gewöhnt. Kurzfristig auf das Geld zugreifen kann man kaum.
Harvard hat sich in den vergangenen Jahren zahlreiche kostspielige Projekte geleistet. Nun sind Bauvorhaben gestoppt worden. Die Universität hat Gehälter eingefroren und die Entlassung von 275 Mitarbeitern angekündigt. Abonnements für wissenschaftliche Zeitschriften wurden teils gestrichen. Die "Graduate School of Arts and Sciences" nimmt im Herbst weniger Doktoranden ins PhD-Programm auf. Auch an den Eliteunis dürften die Hörsäle voller werden.
(Red.)

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