Zu wenig Studienplätze im IT-Bereich

Die im Sommer 2016 eingeführte Einschränkung der Studienplätze habe den Fachkräftemangel verschärft.

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(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Wien. Die IT-Branche kritisiert die im Sommer 2016 eingeführte Einschränkung der Studienplätze an der Uni Wien und der TU Wien. Sie habe den Fachkräftemangel noch verschärft, aktuell seien rund 5000 IT-Stellen unbesetzt. Werde diese Einschränkung nicht abgeschafft, laufe die vergangene Woche vorgestellte „digital roadmap“ der Bundesregierung teilweise ins Leere.

„Nur präsentieren ist zu wenig“, so Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes für Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT). „Die Tatsache, dass sich IT-Berufe wie der Programmierer auf der Liste der Mangelberufe wiederfinden und gleichzeitig Studienplätze reduziert werden, sollte alle Alarmglocken schrillen lassen.“ Außerdem müsse dringend die Zahl der Studienabbrecher reduziert werden. Derzeit würde rund jeder Zweite nach den beiden ersten Semestern das Informatikstudium abbrechen.

Doch nicht nur im Bildungsbereich müsse die „digital roadmap“ noch mit Leben erfüllt werden, auch beim Praxisbezug hapere es. „Es gibt keine Termine und keine klaren Verantwortlichkeiten“, so Harl. Man wisse nicht einmal so recht, wer die wahren Ansprechpartner für die Probleme der Branche sind. Was fehle sei ein „IT-Minister“. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.01.2017)

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