Unis wünschen sich Aufnahmeverfahren in allen Fächern

Damit die Studienwahl verbindlicher wird, wollen die Uni-Rektoren konsequente Aufnahmeverfahren. Die Umstellung der Uni-Finanzierung dürfte fast ein Jahrzehnt dauern.

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(c) Die Presse (Fabry)

Auf die Universitäten kommen mit der Änderung der Uni-Finanzierung große Änderungen zu. Fix ist jedenfalls, dass es Zugangsbeschränkungen geben wird "wo erforderlich", wie im neuen Arbeitsprogramm der Regierung steht.

Die Unis verfolgen einen anderen Ansatz: Sie wollen Aufnahmeverfahren in allen Fächern. Der Grund dafür ist, dass man damit glaubt, die Studienwahl verbindlicher zu machen. Platzbeschränkungen soll es allerdings nur dann geben, wenn es mehr Studienanfänger gibt als vernünftig betreut werden können. Die "Presse" hat recherchiert, in welchen Fächern Plätze gekürzt werden könnten

Die Umstellung der Uni-Finanzierung dürfte übrigens einige Zeit in Anspruch nehmen. Oliver Vitouch, der Präsidenten der Universitätenkonferenz, rechnet mit fast einem Jahrzehnt. Vom Einstieg in die Studienplatzfinanzierung erwartet er bessere Betreuungsverhältnisse in den überlaufenen Fächern und wo nötig weitere Platzbeschränkungen.

500 Mio. Euro Zusatzkosten für Studienplatzfinanzierung

"Eine Gesamtarchitektur aus einem Guss zu schaffen ist nicht einfach und sicher nicht von einem Jahr auf das andere zu machen", warnt uniko-Präsident Vitouch vor zu hohen Erwartungen an die nun von der Regierung erneut angekündigte Studienplatzfinanzierung. Er gehe davon aus, dass eine komplette Umstellung auf ein System wie bei den Fachhochschulen - hier finanziert der Bund pro Fach eine davor festgelegte Zahl an Studienplätzen - drei Leistungsvereinbarungs-Perioden und damit insgesamt neun Jahre brauchen wird.

Vorerst könne es ehrlicherweise nur einen Einstieg in die Studienplatzfinanzierung geben. Dafür rechnet Vitouch mit 500 Mio. Euro Zusatzkosten für die Jahre 2019-21, die konkreten Zahlen sollten in den angekündigten Verhandlungen bis Juni fixiert werden. Noch offen ist dabei laut Vitouch auch, woran sich die Zahl der Studienplätze orientieren soll. Im Raum stünden neben der Zahl der Absolventen plus einem Aufschlag von beispielsweise 20 Prozent auch die Zahl der Studierenden, die die Studieneingangsphase erfolgreich hinter sich gebracht haben.

 

 

(rovi/APA)

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