Trump droht, Universität von Kalifornien die Gelder zu streichen

Nachdem die Uni-Leitung den Auftritt eines Rechtspopulisten abgesagt hatte, stellt der US-Präsident nun in den Raum, man könne der Uni die Mittel streichen.

Donald Trump twitter wieder.
Schließen
Donald Trump twitter wieder.
Donald Trump twitter wieder. – APA/AFP/NICHOLAS KAMM

US-Präsident Donald Trump hat der Universität von Kalifornien (UC) mit dem Entzug staatlicher Mittel gedroht, nachdem auf dem Campus in Berkeley der Auftritt eines rechtspopulistischen Bloggers abgesagt worden war. Mehr als tausend Menschen hatten am Mittwoch (Ortszeit) gegen den geplanten Auftritt des umstrittenen Trump-Anhängers Milo Yiannopoulos demonstriert.

Dabei wurde Feuer gelegt, wurden Scheiben eingeschlagen und Absperrungen niedergerissen. Es sei nötig gewesen, Yiannopoulos in Sicherheit zu bringen, erklärte die Uni die Absage in einer Mitteilung.

Trump twitterte am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit): "Wenn U.C. Berkeley freie Meinungsäußerung nicht erlaubt und Gewalt gegen unschuldige Menschen mit anderen Ansichten verübt - KEINE BUNDESMITTEL?"

 

Die Gruppe republikanischer Studenten "Berkeley College Republicans" hatte den britischen Journalisten, der für das rechtspopulistische US-Nachrichtenportal Breitbart News arbeitet, eingeladen. Der 33-Jährige sollte auf dem Campus eine Rede halten. Trumps Chefstratege Stephen Bannon war bis vor kurzem Chef von Breitbart News.

Etwa 150 maskierte Unruhestifter hätten die Gewalt angezettelt, hieß es von der Universität. Unter anderem seien Molotow-Cocktails geworfen und Polizisten mit Feuerwerk angegriffen worden.

Die Polizei wies Demonstranten und Anwohner an, sich von der Universität fernzuhalten. Nach mehreren Stunden löste sich die Demonstration auf. Die Universität teilte mit, dass der Unterricht am Donnerstag wie geplant stattfinden werde.

 

(APA/dpa)

Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    Trump droht, Universität von Kalifornien die Gelder zu streichen

    Schließen

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.