Wiens SP-Bürgermeister Michael Häupl hat am Dienstag "ein hohes Maß an Verständnis" für die Studentenproteste an den Universitäten gezeigt. Er sei grundsätzlich der Auffassung, dass es nicht zu viele Studenten gebe, sondern zu wenig Studienplätze und Lehrpersonal. Nur zu beklagen, dass die Studiengebühren abgeschafft wurden und sich "nichts Besseres" einfallen zu lassen als Zugangsbeschränkungen, sei "ein bisschen dürftig", meinte das Stadtoberhaupt.
Hier seien sowohl Wissenschaftsminister Johannes Hahn als auch Finanzminister Josef Pröll (beide ÖVP) gefordert, appellierte Häupl an die beiden Ressortchefs. Kein Verständnis habe er allerdings für jenen Teil der Studierenden, die gegen den Bologna-Prozess - also die Umstellung der Ausbildungsstruktur auf Bachelor, Master und PhD - protestierten.
Angesichts eines kürzlich veröffentlichten, internationalen Uni-Rankings der Top 200-Standorte, in dem die Uni Wien als einzige österreichische Bildungseinrichtung vertreten, aber vom 115. auf den 132. Platz zurückgefallen ist, mahnte der Bürgermeister zur Sorge: "Das würde mir als Wissenschaftsminister schlaflose Nächte bereiten."
(APA)

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