22.11.2009 14:05 | Meine Presse Merkliste0

Forderungen: Von weltfremd bis konkret

03.11.2009 | 11:54 |   (DiePresse.com)

Die Studenten wollen, dass ihnen das Audimax prinzipiell zur Verfügung gestellt wird und dass nach dem Bachelor nicht plötzlich Schluss mit dem Studium ist.

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Die Besetzer des Audimax haben nun auch konkrete Forderungen an die Uni Wien gestellt. Die wichtigsten Wünsche im Überblick:

Keine Zugangsbeschränkungen

Egal ob es um Beschränkungen für für Master- und PhD-Studiengänge oder um Eingangstests für künftige Studenten geht - die "freie Bildung" ist die zentrale Forderung.

Mehr Wahlfreiheit

Die Besetzer des Audimax fordern freie Wahlfächer statt Erweiterungscurricula. Sie wollen die universitäre Bildung stärker auf ihre Bedürfnisse abstimmen.

Anrechenbarkeit

Lehrveranstaltungen müssen auch an allen Unis angerechnet werden, fordern die Besetzer. Das ist jedoch noch lange nicht alles: Auch "die Anrechenbarkeit von Abschlüssen zwischen Universitäten im In- und Ausland muss gewährleistet werden". Wie dies genau funktionieren soll (etwa die Anerkennung eines russischen Jus-Studiums in Österreich), führen dies die Besetzer des Audimax nicht aus.

Keine verpflichtende Studieneingangsphase (STEP)

Die Studenten sind dagegen, dass sie teils erst nach erfolgreichem Abschluss einer Lehrveranstaltung die nächste belegen können. Sie fordern, dass STEPs nur als Empfehlung realisiert werden und dass es dort ein besseres Betreeungsverhältnis gibt.

Räumlichkeiten

Die Besetzer wollen, dass die Uni zum Lebensraum wird. Sie fordern Büros für die Studentenvertreter und Platz für ein selbstgestaltetes Kulturangebot. Das Audimax wollen sie gar nicht mehr hergeben: Es müsse "den Studierenden langfristig zur Verfügung gestellt werden."

Bessere Bedingungen für das Lehrpersonal

Weil bessere Arbeitsbedingungen der Lehrenden auch bessere Studienbedingungen für die Studenten bedeuten, fordern sie eine Besserstellung für externe Lektoren, eine Begrenzung der Lehrzeit für Hochschulprofessoren im unteren Bereich der Hierarchie, länger andauernde Arbeitsverhältnisse und eine Aufstockung der Gehälter.

Stärkere Einbindung der Studenten

Studenten sollen zu einem Drittel in den Entscheidungsorganen vertreten sein.

Doch die oben angeführten und an die Uni Wien gerichteten Forderungen sind nicht die einzigen der Besetzer. Eine an die Regierungsspitze adressierte Liste wurde schon vor einigen Tagen erstellt. Die wichtigsten Punkte:

Gegen Verschulung: Gefordert wird eine grundlegende Überarbeitung des Bachelor/Master-Systems, kritisiert wird die Verschulung des Studiums und Reduzierung der Hochschulbildung auf wirtschaftlich verwertbares Wissen.

Zusätzlich verlangen die Besetzer die Einführung einer Frauenquote von 50 Prozent in allen Bereichen des Uni-Personals.

Ausfinanzierung der Unis: Die Studenten wollen Transparenz bei der Finanzierung von Forschung und Lehre und über die Verwendung der Mittel mitbestimmen. Alle finanziellen Zugangsbarrieren im Bildungsbereich sollen abgeschafft, die Freifahrt für Studenten wieder eingeführt werden. Abschaffung der Studiengebühren auch für Nicht-EU-Bürger und Langzeitstudenten und freier Hochschulzugang ohne Zugangsbeschränkungen für alle. Um qualitativ hochwertige Lehre zu gewährleisten, sollen die Studienplätze ausgebaut werden.

Bildende: 1500 Euro im Monat

Noch weitergehende Forderungen als die Besetzer des Audimax haben die Studenten, die die Akademie der Bildenden Künste in Wien belagern. "Wir fordern nicht nur eine freie Universität sondern eine freie Gesellschaft. Ein freie Universität in mitten einer kapitalistischen Gesellschaft ist wie ein Leseraum in einem Gefängnis", heißt es. Recht kreativ ist die Idee, wie es zu dieser freien antikapitalistischen Gesellschaft kommen soll: Durch Geld nämlich. Um die freie Gesellschaft zu erreichen, fordern die federführenden Studenten ein Grundeinkommen von 1500 Euro pro Monat.

(Red.)

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28 Kommentare
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Gast: Anton
08.11.2009 02:35
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Anmerkungen

Ich würde hier gern etwas auf zwei Zitate erwidern.

"Man muss sich halt entscheiden - möchte man Sozialstaat bis ins Letzte oder viel Geld für Bildung, Wissenschaft etc. - beides ist leider nicht wirklich finanzierbar."
--> Das ist nicht unbedingt ein Widerspruch. Es gibt- wenn zurzeit auch noch rein hypothetisch- ernsthafte Überlegungen und Diskurse über die Machbarkeit eines allgemeinen staatlichen "Fixeinkommens" für alle Bürger, unabhängig von der Höhe sonstiger Einkommen (z.B. Beruf natürlich). Dieses Einkommen könnte das schon allein administrativ enorm aufwändige Wohlfahrtssystem Österreichs beinahe komplett ablösen, also keine Sozialhilfe mehr, kein Arbeitslosengeld, (fast) keine Beihilfen etc. Allerdings müsste dieses Fixeinkommen wesentlich geringer als 1500 Euro sein, um die Menschen nicht zu Zehntausenden vom Arbeitsmarkt zu fegen, weil es finanziell einfach nicht mehr notwendig ist- das ist schon klar. ;)
800 Euro (netto) wären da wahrscheinlich ein guter Richtwert: genug zum Leben in bescheidenen Verhältnissen, aber sehr schnell zu wenig, wenn man Hobbies nachgehen, eine Familie gründen, auf Reisen gehen möchte etc. Der Ansporn zur Arbeitssuche wäre also nach wie vor groß genug.

"Bildung ist ein Wort, das Fleiß und auch Selbstdisziplin impliziert."
--> Falsch. AUSbildung ist ein Wort, das Fleiß und Selbstdisziplin impliziert. Bildung dagegen erfordert vor allem eines: ein kritisches, kreatives, meinungspluralistisches gesellschaftliches Umfeld.

Antworten Gast: live_it
08.11.2009 22:50
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Re: Anmerkungen

Leider weiß ich nicht, lieber Herr Anton wo Ihre Definition von Bildung ihren Ursprung gefunden hat. Laut Österreichischem Wörterbuch(39.Auflage,2001) ist Bildung jedoch erworbenes Wissen und geistige Formung und hat somit serwohl mit Selbstdisziplin zu tun, oder wer erwirbt ihr Wissen?Ich gebe Ihnen Recht, JEDER hat die Chance auf Bildung, einen Platz im Hörsaal und Betreuung während der Ausbildung. Wollen Sie jetzt aber für JEDEN der gerade ein bisschen lustig ist und einmal versucht zu studieren einen qualitativen Platz an unseren Unis finden??Bitte um Ihre Finanzierungsvorschläge.

Also meine Ansicht als angehende Studentin: Qualitative Bildung JA, quantitative NEIN wir können nicht jedem einen Platz finanzieren, deswegen Zugangsbeschränkungen, die eine faire Chance auf einen Studienplatz bieten.

Gast: live_it
05.11.2009 22:34
0 0

studieren statt blockieren

Was wollt ihr denn?
Bildung ist ein Wort, das Fleiß und auch Selbstdisziplin impliziert. Soll die Ablehnung von Zugangsbeschränkungen an unseren maßlos überforderten Unis vielleicht ein Freibrief für jene sein, die sich gemütlich im Hörsaal von den Vortragenden berieseln lassen?Liegt Bildung nicht auch in gewissen Maße in der Verantwortung eines jeden Studenten selbst?
Als Maturantin des heurigen Jahrganges und somit mehr als Betroffene dieser Debatten,kann ich nur sagen:
Ich sehe es absolut nicht ein, warum es nicht möglich sein soll, sich ein paar Monate vor Studienbeginn mit seinem zukünftigen Studienfach auseinanderzusetzen, schließlich ist auch das Bildung, nur leider eben nicht auf dem Silbertablett serviert.

Gast: sandra
05.11.2009 21:09
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irre!!

Ich bin selbst Studentin und finde es inzwischen richtig unverschämt was sich so manche gleichgesinnte leisten.
Studenten müssen bei Vorlesungen am Boden sitzen weil die Hörsäle überfüllt sind. Mehrere hundert Studenten in einem Hörsaal. Und ihr wollt gute Bildung für so viele Menschen wie möglich erreichen? Aber ab einer bestimmten Anzahl ist das nicht mehr möglich. Es gibt Gründe warum es in anderen Ländern Aufnahmebeschränkungen gibt. Zu uns kommen dann halt alle Deutschen und wollen hier studieren weil sie einen zu schlechten Notendurchschnitt für Deutschlands Unis haben.

Ich bin der Meinung dass geld dafür ausgegeben werdeb soll, um mehr Vorlesungen für eine kleinere Anzahl von Studenten anbieten zu können. Wenn man sich überlegt wie viel Schaden die Demonstrationen bis dato angerichtet haben .. muss man sich einmal auf den Kopf greifen und überlegen ob diese "Studenten" überhaupt noch einen Bezug zur Realität haben.

Und 1500 euro als Gehalt zu fordern ist außer unverschämt gar nichts mehr. Viele hart arbeitende Menschen würden sich glücklich schätzen wenn sie nur annähernd so etwas verdienen könnten!

Frauenquote hin oder her. Wichtig ist dass es Lehrende gibt, die vlt schon in der Privatwirtschaft gearbeitet haben oder sich auskennen wovon sie sprechen. Ob das jetzt weibliche oder männliche Personen sind ist egal. Wichtig ist die Erfahrung und das Wissen was sie vermitteln können!

Es ist wichtig dass sich wer aufregt.. aber irgendwann ist auch mal schluss!!

Gast: Sunnynovalis
05.11.2009 15:53
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Studentenproteste

Mich als alten 68iger hat es schon lange gewundert, wieviel Geduld die Studenten bisher bewiesen haben und wie lange sie die unerträglichen Situationen an den Unis tapfer ertragen haben. Wenn man ein paar eher unrealistische Forderungen abzieht, bleibt dieser ziemlich untätigen Regierung in Sachen Bildung noch jede Menge zu tun.

Alles Gute der Jugend und den Studenten, die den Mut gefunden haben, sich slbst zu vertreten.


richard
05.11.2009 09:20
2 1

Bildung

Hier ist ständig von "Bildung" die Rede und unterschwellig kommt dann immer so ein ewig gestriger kommunistischer "Antikapitalismus" zum Vorschein. Unter Bildung verstehe ich etwas anderes als junge Leute mit einer verbrecherischen, menschenverachtenden Ideologie zu indoktrinieren. Der Kommunismus hat weltweit fast 100 Millionen Todesopfer gefordert. Wie komme ich als Steuerzahler dazu, die Verbreitung von solchem Zeug mitzufinanzieren? Besonders verbreitet sind derartige extrem linke Ansichten traditionell auf der GEIWI (war schon zu meiner Studentenzeit so, nur damals waren sie eine belächelte Randerscheinung). Hier sollte auch mal unter der Professorenschaft ausgemistet werden, die ganz offensichtlich zur Verbreitung dieser kommunistischen Ansichten beiträgt.

Wolfgang22
04.11.2009 21:57
0 0

1500

Von den vielen tatsächlichen und angeblichen Forderungen kann sich natürlich jeder eine raussuchen und darüber seine Meinung kund tun. Manche suchen sich die klügsten, angemessensten und am schnellsten zu realisierenden Forderungen raus und schliessen sich diesen an - andere suchen sich die skurrilsten, unangebrachtesten und unpassendsten Punkte raus (oder erfinden gegebenenfalls solche) und zerreissen sich darüber Marktweibern gleich das Maul.

Wer trägt wohl mehr zum Wohlstand dieser Gesellschaft bei ?

In welche Gruppe gehören wohl diejenigen, die sich über 1500 EUR Grundeinkommen echoffieren ?

Gast: su
03.11.2009 23:16
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kreativ

wunderbar kreativ

seligman 4
03.11.2009 18:31
4 0

wäre ich student ...

dann würde ich mir mal eine liste mit den besten univeritäten der welt zur hand nehmen (publikationen zitiert in anderen publikationen, werdegang der studenten nach dem studium, nobelpreisträger, etc) und mir den kopf zerbrechen was diesen universitäten gemein ist.

vermutlich würde ich dann folgende forderungen aufstellen:
- drastischer ausbau der finanziellen autonomie der universitäten (sprich autonom vom staat)
- einführung sehr strenger aufnahmebestimmungen
- drastische erhöhung des preises eines studienplatzes
- strukturelle änderungen zur förderung eines sehr leistungsorientierten studienverlaufs
- gesetzliche ermöglichung von partnerschaften zwischen universitäten und der wirtschaft und anderen organisationen

ich glaube wenn es solche universitäten in österreich gäbe, wäre es wohl auch möglich die von den studenten geforderten kindergärten für postpubertäre leistungsverweigerer einzurichten ;)

Antworten Gast: schoko
04.11.2009 20:26
0 1

Re: wäre ich student ...

Es geht nicht darum, ein Elitensystem aufzubauen und "die Besten" Universitäten der Welt zu haben (woran auch immer man das messen mag, Ihre Vorschläge halte ich aus vielen Gründen für nicht praktikabel, aber das ist eine andere Diskussion).
Es geht vielmehr darum, möglichst vielen Menschen eine möglichst gute Bildung zu ermöglichen. Frei von wirtschaftlichen Verwertungsinteressen und mit dem Ziel, kritische, freie und mündige Bürger aus der Universität zu entlassen. Menschen, die sich Gedanken über unser Zusammenleben machen und aktiv daran arbeiten, dass Ungerechtigeiten beseitigt werden.
Und ja, wenn es politisch gewollt ist, sind die Forderungen der Studierenden erfüllbar. Man muss nur recherchieren und vielleicht zweimal darüber nachdenken. Österreich investiert im Jahr 2009 nur noch ca. 1% des BIP in die Bildung, 1975 waren es noch ca. 2,5%. Die relativen Bildungsausgaben sinken stetig, und das bringt die Qualität der Bildung in Gefahr und versagt vielen talentierten Menschen den Zugang zu ebendieser. Und Bildung ist die Grundvoraussetzung für eine Demokratie, ohne Bildung kann es kein demokratisches Gemeinweisen geben.

Wolfgang22
04.11.2009 22:10
0 1

Re: Re: wäre ich student ...

Dem kann ich nur absolut beipflichten! So wünschenswert Eliten auch sind - wenn eine breite gebildete Mittelschicht fehlt, die deren Ideen auch versteht, umsetzen und kontrollieren (!!!) kann, hilft das alles nichts.

Auf unsere finanzwirtschaftliche Elite, die noch vor 2 Jahren jeden herablassend als Idioten bezeichneten, der z.B. die Segnungen von ABS-, CDC, usw. -Papieren in Zweifel gestellt hat oder den systemstabilisierenden Einfluss des Handels mit Schuldzertifikaten in Frage gestellt hat ... auf diese Elite hätten wir nachträglich gerne verzichtet.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast_I
05.11.2009 13:27
1 0

Re: Re: Re: wäre ich student ...

... Dann sollte sich die bereits bestehende gebildete Mittelschicht jedoch mal Gedanken darüber machen, wie gut unser System doch bereits ist und dass schnelle und fleißige Studenten einen besseren Fortschritt dieses Systems gewährleisten und nicht Bummelstudenten, die sich durch derlei Protestaktionen einen günstigeren und ruhigeren Studienverlauf sichern wollen!
Ich habe selbst studiert und weiß, dass das System reformbedürftig ist, jedoch in keinster Weise derart schlecht ist, wie behauptet! Eine allzu "alternative Einstellung" erscheint mir als bremsend und bringen die nunmehr stattfindenden Protestaktionen wenig, wenn sie nicht dem Ansehen der Studentenschaft sogar schaden, bzw. werden dadurch motivierte Studenten am weiterstudieren gehindert, was meines Erachtens nach eine ungemein egoistische Vorgehensweise dieser "Protestierenden" ist!

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zumindest

gibt es jetzt konkrete forderungen,
über die man diskutieren kann.

und ja, die letzte mit den 1500 euro ist eigentlich zum lachen oder weinen, bin mir da nicht ganz sicher... jedenfalls mehr als nur weltfremd.

kunst- ist gut u auch nützlich... soll auch ruhig provozieren, aber naja.


Antworten Gast: AB
03.11.2009 22:30
0 0

Re: zumindest

Die konkrten Forderung können Sie auf der Homepage www.unibrennt.at nachlesen.

Es gibt keine Forderung bezüglich 1500,- Grundeinkommen, diese hat es auch nie gegeben. Da hat "Die Presse" schlecht recherchiert bzw. wollte den Lesern eine Lüge auftischen. Und das nennt sich "Qualitätsblatt" ...

Antworten Antworten Gast: horst
05.11.2009 16:15
0 0

Re: Re: zumindest

lesen Sie den Artikel genau, die forderung bezüglich €1500,- hat es auf der bildenden gegeben, die presse behauptet keineswegs dass es eine forderung aller studenten ist.
Wie bereits erwähnt protestieren nicht alle mit den gleichen zielen!

der presse bewusstes lügen zu unterstellen, vor allem mit so einem miserablen versuch, ist wirklich beschämend...

Gast: Hans
03.11.2009 15:52
0 0

unverschämt

Einfach unverschämt diese Studenten! Wer soll denn das finanzieren, keiner von denen hat schon Beiträge (LSt, Sozialvers.) geleistet. Bsp.: Mein Vater hat sein Leben lang durchgehend gearbeitet und war nie arbeitslos. Er bekommt um die 550 Euro Pension. Wo bleibt da die Relation!!!

Antworten Gast: schoko
04.11.2009 21:04
0 0

Re: unverschämt

Ach ja, ein Großteil (ca. 80%) der Studierenden arbeitet neben dem Studium. Das sind dann die Damen und Herren, die z.B. in Bars hinterm Tresen stehen, in der Tankstelle nachts kassieren u.v.m. Sie würden sich wundern, wie viele Studierende täglich für Sie und mit Ihnen arbeiten. Und die zahlen auch alle Steuern.
Zudem werden fast alle Studierende mittlerweile über Pflichtpraktika verpflichtet, 3-6 Monate für kein oder wenig Geld vollzeit zu arbeiten. Und ja, die meisten Firmen nutzen Praktikanten als billige Arbeitskräfte.

Antworten Gast: schoko
04.11.2009 20:14
0 0

Re: unverschämt

Genau das ist das Anliegen der Studierenden: eine freie Gesellschaft, in der vorhandene Ressourcen gerecht verteilt sind. Die Tatsache, dass ihr Vater trotz lebenslangen Arbeitens nur 550€ Rente in Monat bekommt ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Sie besteht aber nicht, weil Menschen studieren, sondern weil die finanziellen Mittel ungleich verteilt sind. Eine Minderheit der Kapitaleigner hat die Verfügungsmacht über die Mehrheit der Menschen und bezahlt Niedrigstlöhne (und Pensionen), um die eigenen Profite möglichst hoch zu halten. Um diese Ungerechtigkeiten aufzuzeigen, den Menschen begreiflich zu machen und letztendlich abzuschaffen, braucht es Bildung. Und zwar für so viele Menschen wie möglich. Bildung ist die Grundlage für Demokratie.

Antworten Antworten Gast: Wolfgang
05.11.2009 08:07
1 0

Re: Re: unverschämt

Sie fordern "gerechte" Verteilung. Als Parole klingt das wirklich sehr gut aber was heisst das denn nun eigentlich genau?
Wann ist eine Verteilung denn gerecht?
Wenn jeder gleich viel hat?
Wenn jeder soviel hat, wie er/sie braucht?
Wenn jeder soviel hat, wie er/sie geleistet hat?
"Gerecht" ist ein subjektiver Wertebegriff. Eine einheitliche Gerechtigkeit für ALLE zu fordern ist fantastisch.

Antworten Gast: gerechter
03.11.2009 23:18
0 0

Re: unverschämt

in Österreich heißt dies 550 Euro Eigenpension, aufgestockt durch Ausgleichszahlungen auf die Mindestrente

Gast: Whatever
03.11.2009 13:26
0 0

komplett durchgedreht...

Na super, und diese Menschen wollen das intellektuelle Gewissen Österreichs sein? Am Anfang hab ich das Ganze ja noch unterstützt und für Gut befunden. In der Zwischenzeit ist es aber nur mehr lächerlich. Ich halts es mit Vergil, Zeit für die Polizei!

Vergil
03.11.2009 11:52
3 0

Tagträumer und Chaoten

Wie immer im gesamtuniveritären Bereich gäbe es einige Ansatzpunkte, über die ernsthaft zu diskutieren sich lohnte.
Eigentlich schade, dass sich die Audimarxbesetzer und "Künstler" mit ihrem hirnlosen Forderungsgewäsch um jegliches Anrecht auf ernsthafte Gespräche bringen.
Es wird Zeit für die Polizei.

Gast: dryeti
03.11.2009 11:34
0 4

Diese Forderungen sind gerechtfertigt.


Antworten Gast: Trurich
03.11.2009 18:30
1 0

Re: Diese Forderungen sind gerechtfertigt.

Eigentlich nicht, wenn arbeitende Menschen viel weniger verdienen und mit ihren Steuern für solchen LUXUS aufkommen sollen.

Antworten Antworten Gast: Grummel
05.11.2009 16:53
0 0

Re: Re: Diese Forderungen sind gerechtfertigt.

Sie erinnern mich an jenen General im 1. Weltkrieg, der den Einsatz von Fallschirmen strikt ablehnte, das könnte ja der Kampfmoral der Flieger schlecht bekommen...

Antworten Antworten Antworten Gast: nicole
05.11.2009 17:39
0 0

Re: Re: Re: Diese Forderungen sind gerechtfertigt.

Ist Demokratie LUXUS?? Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit sind demokratische Grundstrukturen! egal wie man zu den forderungen steht - ein recht zu demonstrieren haben sie in jedem fall!

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