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Uni: Hahn soll mit Studenten Lösungen finden

03.11.2009 | 15:14 |   (DiePresse.com)

Die von Kanzler Faymann gewünschten Zugangs-Beschränkungen soll Minister Hahn mit den Studenten aushandeln. Die Chancen auf Erfolg stehen dabei nicht besonders gut.

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SP-Bundeskanzler Werner Faymann hat am Dienstag seine Forderungen nach Zugangsbeschränkungen für die Universitäten bekräftigt. Welche Beschränkungen kommen werden, soll VP-Wissenschaftsminister Johannes Hahn im Dialog mit Studenten herausfinden, sagte Faymann. Das verspricht spannend zu werden, denn für die protestierenden Studenten ist das Ende der Aufnahmetests eine zentrale Forderung. Selbst ohne dieses inhaltliche "Problem" gab es bisher keine Gespräche zwischen den Besetzern des Wiener Audimax und Minister Hahn.

Faymann hofft das Beste: Es sei in Österreich üblich, dass sich Menschen, die sich für etwas einsetzen, an den Verhandlungstisch setzen.

Höheres Uni-Budget

Die seit fast zwei Wochen andauernden Proteste von Studenten haben nun - außer den von Hahn versprochenen 34 Mio. an Soforthilfe - weitere finanzielle Folgen. Im Ministerrat wurde beschlossen, das Budget für die Universitäten bis 2020 auf zwei Prozent des BIP aufzustocken. Um kurzfristig mehr Geld zu lukrieren, solle außerdem VP-Wirtschafts-Minister Mitterlehner prüfen, welche Investitionen in Gebäuden vorgezogen werden können. Dass dies nicht den Forderungen der Studenten entspräche, stellte Faymann in Abrede: Die Studenten wollten adäquate Räumlichkeiten.

Das Problem der Betreuung der Studenten gebe es zwar auch, dafür brauche es aber Zugangsbeschränkungen, sagte Faymann. In Bezug auf die hohe Anzahl ausländischer Studenten in Österreich erklärte Faymann, nicht jeder solle zu uns kommen, "das wäre nicht leistbar". Die Wiedereinführung der Studiengebühren schloss Faymann abermals aus. Die ÖVP tritt aber nach wie vor dafür ein.

Die ÖH bezeichnet den angekündigten Hochschul-Dialog als "heiße Luft". Faymann und Hahn würden sich damit "vor der Auseinandersetzung mit den Problemen drücken" und diese auf die langte Bank schieben. Die ÖH will einen neuen Hochschulplan und das bis 2020 versprochene Geld schon bis 2015.

"Gemeinsame Gespräche"

Hahn betonte am Dienstag, dass er 34 Mio. Euro mehr für die Unis zur Verfügung stelle. Er habe sich bewegt, "nicht alles ist machbar". Das Geld werde nun baldigst ausgeschrieben, dann gelte es, entsprechende Projekte einzureichen. Hahn setzt nun auf den Dialog, wie er sagt. Man könne nur durch gemeinsame Gespräche zu einer Einigung kommen, auch wenn dann nicht alle zufrieden seien.

Dass er schon in einigen Wochen als EU-Kommissar nach Brüssel wechseln könnte, sieht Hahn nicht als Hindernis für die Verhandlungen mit den Studenten. Er werde sich zu 100 Prozent dieser Aufgabe widmen. Im Übrigen sei es eine Illusion, dass sein Nachfolger wirklich anders werde agieren können.

(APA/Red.)

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57 Kommentare
1 2
Gast: Öster-österreich
06.11.2009 23:25
0 0

Deutsche - geht wieder heim!

Deutsche!
Studiert daheim!
Ihr kostet uns ein Vermögen und bringt dem Staat Österreich nichts! Geht nach Hause! Wir wollen Euch nicht als Studenten hier.
Versteht doch! Umgekehrt wäre es sicherlich auch nicht anders!

Gast: ET
04.11.2009 14:05
0 0

Wie soll Hr. Hahn Lösungen finden können?

Er ist doch nur ein Philosoph. Motivation hat er auch keine, weil ein Postenwechsel bevorsteht!

Un nicht zu vergessen:
"Ohne Partei ist er ein Nichts"

Gast: schumpeter
04.11.2009 11:20
0 0

Endlich ...

... kommt der Produktmanager drauf, dass er auf seine Kunden ein- und auch zugehen muss ...

Gast: anonümus
03.11.2009 21:21
0 0

Spitzname

weiß irgendjemand was ger Spitzname "GIO" bedeutet?
lg

Antworten Gast: nna
04.11.2009 11:27
0 0

Re: Spitzname

Johannes, Jo,
Giovanni-Gio-italienisch soll halt cooler klingen

Gast: Yorik
03.11.2009 19:46
0 1

Es wundert mich...

wie breitgefächert die Meinungen halt sind.
Betreffend der Uni-Proteste.
Rechtschreib-&-sonstige Fehler vorweggenommen
weil das die Freiheit des Schreibens so impliziert..

Jene die über den Tellerrand hinausdenken sind nicht nur auffgefordert - sondern - müssen das tun!!

Think GLOBAL - act local


Fritz
03.11.2009 17:41
1 0

Publizisten, Politilogen und....

Die Schwierigkeiten der letzten Semester sind in erster Linie entstanden, weil viel zu viele Publizistik-, Politologie-, Psychologie- und Soziologiestudenten inskribierten, auch aus Deutschland.

Ich habe aber überhaupt keine Lust Steuern zu zahlen, damit Tausende Studenten diese überflüssigen Studien beginnen und sollten Sie fertig werden, dann Stammkunden beim AMS sind.
Ich brauche keine Politologen, die mir dann erklären, warum ich falsch gewählt haben soll, ich brauche keine Soziologen, die mir erklären, dass es "soziale Gerechtigkeit" ist, wenn mein sauer verdientes Geld für irgend welche Schnapsideen umverteilt wird, etc. ect.

Wie man hört, sind die Studienbedingungen bei (schwierigeren) Technik- und naturwissenschaftlichen Fächern ausgezeichnet, weil nicht überlaufen und die späteren Arbeitsbedingungen ausgezeichnet.
Daher sollten Zugänge durch Studiengebühren gelenkt werden. Wer glaubt Politologe oder Publizist werden zu müssen, soll zahlen.

Gast: schumpeter
03.11.2009 14:31
0 0

Jetzt rächt es sich ...

... dass Budgets beim Staat durch Fortschreibung anstatt, wie in der Privatwirtschaft, durch echte Leistungsplanung gemacht werden. Auf diese Weise hätte man schon frühzeitig erkennen können, dass sich die Qualität der Leistungserstellung konstant verschlechtert. Auch das Zahlenverhältnis Professoren zu Studenten hat sich sukzessive verschlechert ... ein deutlicher Indikator für schwindende Qualität.
Die schwarz-blaue Regierung hat diese Kaputtsparerei zu verantworten. Schüssel hatte eben andere Probleme als den Bildungssektor, galt es doch, sein Klientel zu bedienen ...

baul
03.11.2009 13:36
0 2

Gockel

Was soll das, wenn der Hahn kräht und großzügig ein paar Millionen den Unis hinschmeisst, sich umdreht und nach Brüssel flüchtet! Ein umfassendes, nachhaltiges Reformprogramm, frei von politischem Kalkül muss entstehen und bis dahin muss (leider) weitergestreikt werden!

0 1

Die ÖVP ist schuld, dass die Bildung kaputt gespart wurde.


Ophicus
03.11.2009 13:27
1 1

GAU

Wunderbar. Fassen wir also zusammen:

Die schlechte Situation an den Unis wird weitergehen. Sinnvolle strukturelle Maßnahmen (zu denen ich etwa auch Studiengebühren zähle) werden weiter blockiert, ein angemessenes Budget gibts auch weiterhin nicht.
Gleichzeitig hat man aber durch die "Spenden" bzw. überhaupt den ganzen Umgang mit der Causa wieder mal ein denkbar schlechtes Bild abgegeben.
Experten die ihre Lösungsvorschläge auf legalem Wege argumentieren werden konsequent ignoriert. Wenn aber eine Horde Studenden mit illegalen Methoden ihrer wilden Sammlung von Vorwürfen und Forderungen Nachdruck verleiht gibts nicht nur keine Konsequenzen, sondern die werden zur Belohnung auch noch (ein wenig) ernst genommen. Zumindest diesmal. Garantien gibts dafür auch keine. Rechtsstaat? Sachlichkeit? Brauchen wir nicht!


Milchleber
03.11.2009 17:27
0 0

Re: GAU

@Rechtsstaat: siehe Kausa Buwog ...

1 0

Vielleicht verzichten ja die Beamten oder die Üensionisten auf ein paar zehntel Prozent ihrer Erhöhung?


Antworten Gast: amtsrat
03.11.2009 14:38
0 0

Re: Vielleicht verzichten ja die Beamten oder die Üensionisten auf ein paar zehntel Prozent ihrer Erhöhung?

ja natürlich, ich bin sicher, dass auch Sie verzichten, mit leuchtendem Beispiel vorangehen, wie immer oder?

0 0

Re: Vielleicht verzichten ja die Beamten oder die Üensionisten auf ein paar zehntel Prozent ihrer Erhöhung?

Pensionisten

Gast: gast123
03.11.2009 11:59
0 0

bildungspartei ÖVP

investitionen in bildung = spenden!

Gast: Lausbub
03.11.2009 11:53
0 0

Jetzt zeigt sich, was die Studenten dem Staat wert sind-

Allerdings macht die Art, wie das Studium zu finanzieren ist, das Problem noch komplizierter:

Es wäre wohl klüger gewesen, zugleich mit der Aufhebung der Studienbeitragspflicht auch noch die Finanzierung der jetzt fehlenden Mittel für die Hochschulen und darüber hinaus, für jene Studienplätze zu beschließen, der durch die durchaus zu erwartenden Zustrom an Studenten notwendig werden.

Andererseits muß man den Studenten auch sagen, daß sie sich mit ihren Forderungen mäßigen müssen. Keine Gesellschaftsgruppe hat das Recht, daß auf Kosten anderer (zB. Beamte, Pensionisten, Arme etc.) alle ihre Wünsche erfüllt werden.

Das ist, um es deutlich zu sagen, UNSOZIAL!

demedici
03.11.2009 11:52
0 0

so geht das also

Streiken, öffentliches Eigentum besetzen, Schaden in Höhe mehrer tEUR anrichten, und schon sprudeln die Millionen. Sehr interessant, mal versuchen, ob das überall funktioniert......

Antworten Gast: ahaerlebnis
03.11.2009 12:16
0 0

Re: so geht das also

du bist ja ein richtiger blitzmerker...die methode des streiks und besetzens von öffentlischen einrichtungen ist schon seit sehr sehr langer zeit bekannt...
funktioniert FAST überall..

Gast: dryeti
03.11.2009 11:31
0 0

Taktik

Jetzt will die Regierung die Studierenden
wieder gegen andere Bevölkerungsgruppen ausspielen!

Das Geld soll nicht aus anderen Ressorts (am Ende Soziales, Infrastruktur oder Gesundheit) kommen sondern daher wo es im Überfluß vorhanden ist: Banken, Versicherungen, Privatstiftungen!

Gast: mag
03.11.2009 10:54
2 0

was nichts kostet ist nichts wert...

studiengebühren = qualifizierte akademiker!

gratis studium = billige akademiker !

jaja...höhere akademikerquote zu lasten der qualität...billiger..billiger...gratis...hochschulabschluß auf hauptschulniveau !


Antworten Gast: eco
03.11.2009 13:57
0 0

IRRTUM

es gibt mehr studenten, aber nicht mehr akademiker....
den dazu muß man dezeit noch sein studium erfolgreich abschließen - vielleicht ein ansatzpunkt für die demonstrierenden damen und herren. z.b. nach 20 semester automatisch mag. oder dr.
warum nicht ???

Antworten Gast: gast123
03.11.2009 13:01
0 0

Re: was nichts kostet ist nichts wert...

was hat das damit zu tun?
der stoff bleibt doch der gleiche - die klasuren auch.

Antworten Gast: msc
03.11.2009 12:17
0 0

Re: was nichts kostet ist nichts wert...

ein leben kostet auch nichts, ist es nach deiner logik auch weniger wert?

Antworten Gast: gast
03.11.2009 12:16
0 0

Re: was nichts kostet ist nichts wert...

anscheinend sind sie kein mag...

Antworten Gast: Hugo
03.11.2009 12:12
0 0

Re: was nichts kostet ist nichts wert...

Das ist absoluter Schwachsinn!

Die Studiengebühren decken vermutlich nicht einmal die Stromkosten der Unis.

Um die Qualität der Unis zu verbessern sind ganz andere Geldsummen nötig.

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