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Studenten-Protest mit Mobilisierungs-Problemen

06.11.2009 | 10:36 |   (DiePresse.com)

Der "Aktionstag Freie Bildung für alle" kam am Donnerstag nur zögernd in Schwung. An der Kundgebung in Wien nahmen dann laut Polizei 8000 Studenten teil.

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Zwei Wochen nach Beginn der Besetzung von Hörsälen gingen die Studenten am Donnerstag erneut auf die Straße. Die Besetzer des Audimax der Uni Wien haben zu einem österreichweiten "Aktionstag Freie Bildung für alle" aufgerufen. 

Am Nachmittag kam der Aktionstag aber nur langsam in Schwung. Hauptsammelpunkt war die Uni Wien, mit Unterstützung einer Trommelgruppe marschierten die Demonstranten von dort los. Zeitgleich gingen auch von anderen Unis Demonstranten los. Insgesamt waren es laut Polizei 8000, laut Veranstaltern über 20.000 Demonstranten. Bei der Großdemonstration vergangene Woche sprachen Polizei und Veranstalter von etwa doppelt so vielen.

Die Teilnehmer forderten auf Transparenten unter anderem das Recht auf das "Grundnahrungsmittel Bildung" und auf "Bildung statt Verbildung", die Slogans reichten von "Bildung für alle, und zwar umsonst!" bis zum ein wenig ironischen "Wir sind die Krise, rechnet mit uns". Immer wieder konnte man auch besonders kreative und witzige Statements sehen.

Demonstration: Studenten auf der Staße

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Jene hohen Ansprüche, die die Studenten an sich selbst gestellt hatten, konnten sie nicht erfüllen: Es waren große Worte, derer sich die Uni-Besetzer vor ihrem bundesweiten Aktionstag bedienten. Ein „Proteststurm“ sollte es werden, von „neuen Höhepunkten“ im seit zwei Wochen andauernden Studentenaufstand war die Rede.

Angesichts der vorerst geringen Zahl an Demonstranten vor der Hauptuni machte sich allerdings bei einigen Enttäuschung breit: "Es sind viel weniger als erwartet, ich glaube morgen ist die Besetzung vorbei", erklärte eine der an der Audimax-Besetzung beteiligten Studentinnen. Schließlich kamen aber doch mehrere Tausend Demonstranten.

Die Studenten zogen von der Hauptuni, von der Technischen Universität am Karlsplatz, von der Wirtschaftsuni am Liechtenwerder Platz und vom WIFI am Währinger Gürtel zum Urban-Loritz-Platz und zum nahen Märzpark, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Das angekündigte Verkehrschaos blieb weitgehend aus. Der Ring und auch der Gürtel waren aber zeitweise gesperrt.

Demonstration in Graz

In Graz haben am Donnerstag laut Polizei 1000 bis 1200 Studenten neuerlich gegen die Bildungspolitik der Regierung und die Bedingungen an den Universitäten protestiert. Auch Professoren zeigten sich solidarisch, wie etwa eine Historikerin erklärte: "Ich bin hier, weil ich will meinen Studierenden noch ins Gesicht schauen können." Auch an den kommenden Tagen wollen die Studenten weiterhin die Vorklinik besetzen und Veranstaltungen abhalten.

Lauer Protest am Vormittag

Schon in der Früh hatte das Programm mit einer Schüler-Demonstration vor dem Unterrichtsministerium begonnen, zu der SP-nahe Schüler aufgerufen hatten. Auch hier war wenig Zulauf zu verzeichnen: Es kamen nur rund 60 Personen, eine Kundgebung vor der Uni wurde abgesagt.

Die Besetzer hatten mit der breiten Solidarität der Schüler gerechnet, die sich erst im Frühjahr im Konflikt um eine Erhöhung der Lehrerarbeitszeit als demonstrierfreudig erwiesen. Nicht so jedoch am gestrigen Donnerstag: Bereits für neun Uhr morgens hatten die SPÖ-nahen Jugendorganisationen auf dem Minoritenplatz die erste Schülerdemonstration des Tages angekündigt – gekommen sind kaum mehr als 60 Personen. Jenen Schülern, die sich in das Audimax setzten, um zu diskutieren, war die Frustration anzumerken: „Wir haben uns ein bisschen mehr erwartet“, ruft etwa ein Schulsprecher ins Mikrofon. „Aber wir kommen wieder.“ Am Dienstag seien erneut Schülerproteste geplant.

Aktionen in den Bundesländern

Auch in anderen Universitätsstädten gab es Protestkundgebungen, allerdings in kleinerem Rahmen. Unter dem Slogan "Wir zahlen die Krise nicht - wir haben sie auch nicht verursacht" gingen in Bregenz laut Polizei rund 250 Schüler auf die Straße.

In Klagenfurt versuchten etwa 150 Studenten und Professoren, der Bevölkerung mit einem Infostand und Kaffee die Forderungen und die Hintergründe der Proteste erklären. In Innsbruck kamen gegen Mittag rund 40 Personen zu einer spontanen Kundgebung zusammen. In Graz startete der Protest zu Mittag mit mehreren Aktionen. Am Abend demonstrierten laut Polizei 500 Personen.

Faymann ändert seine Linie wieder

In Wien läutete die ÖH Kanzler Werner Faymann am Vormittag symbolisch aus seinem "bildungspolitischen Schlaf". Der Kanzler gab sich bisher bei den Protesten zurückhaltend und verwirrte in den vergangenen Tagen mit einem Kurswechsel beim freien Uni-Zugang, der eine der zentralen Forderungen der Audimax-Besetzer ist. Die einheitliche Linie der Regierung, die noch am Dienstag beschworen worden war, zerbröselte am Mittwoch. Faymann zog seine Aussage, es sollte an den Unis Zugangsregelungen geben, zurück.

(c) AP (Hans Punz)

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Wissenschafts-Minister Johannes Hahn (ÖVP) setzte wiederum für den 25. November eine Veranstaltung „Dialog Hochschulpartnerschaft“ an. Neben Hochschülerschaft und Vertretern der Besetzer will Hahn weitere 40 mit Hochschulbelangen befasste Personen einladen. Auch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) und die Klubobleute und Wissenschaftssprecher der Parlamentsparteien sollten zugegen sein. ÖH-Chefin Sigrid Maurer blickt dem Dialog kritisch entgegen: „Ich gehe hin, echte Ergebnisse erwarte ich mir aber nicht.“ Das liege nicht zuletzt am „Desinteresse“ des Ministers. Für Aufregung sorgte am Mittwoch eine IMAS-Umfrage zu den Zugangsbeschränkungen.

(chs/Red.)

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385 Kommentare
 
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Die Besten gehen in die USA,

die Guten nach Deutschland.
Uns uns bleibt der Rest :-)

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Miet-Demonstranten haben Zukunft!

Auch im Ausland gibt es bereits dieses Dienstleistungsangebot: Wer für sein jeweiliges Anliegen aus Bequemlichkeit oder Zeitmangel für einen Aufmarsch nicht zur Verfügung stehen kann, mietet sich Leute, die das für Geld in seinem Namen tun. Und weil die jetzt demonstrierenden Studenten trotz unfreundlicher Wetterlage besonders "wanderfreudig" zu sein scheinen, wäre das immerhin eine zusätzliche Möglichkeit, ihr Studium zu finanzieren. Die Möglichkeiten für Ferialpraktikanten haben sich ja leider aufgrund der schlechten Wirtschaftslage drastisch reduziert. Derzeit volonierten sie halt als Anhängsel (statsistisch relevantes personelles Füllmaterial) bei enschlägigen Events. Immerhin lernen dabei Soziologie- und Politologiestudenten das "echte Volk" kennen. Könnte eine interessante Erfahrung für sie sein!

Antworten Gast: schumpeter
08.11.2009 13:57
0 1

Re: Das wär`auch für Dich ...

... d i e Gelegenheit, Dir Deine Pension aufzufetten. Darüberhinaus hast Du Möglichkeit, Probleme aus anderen Blickwinkeln kennen zu lernen und vielleicht essentielle Persönlichkeitserweiterungen zu erfahren. Carpe diem, Emeritus ...


Gast: hofa
08.11.2009 02:35
0 0

Demo,Demo,Demo,Demo...

wohin man schaut und hört.
Ich als Metaller-Gewerkschaftsmitglied lehne es entschieden ab,gemeinsam mit den Studenten eine Demo abzuhalten.
Weil sie jetzt bemerken,daß diese unsinnigen Demos nicht den Erfolg bringen,wollen sie den ÖGB oder die Kindergärtner(innen) dazu mißbrauchen um gestärkt aufzutretten.

Was die Zgangsbeschränkungen betrifft,diese gibt es in jeder Firma-halt in einer anderen Form.

Eine firma kann auch nur so viel Personal einstellen,wie gerade benötigt wird,und da wird wiederum nach Qualifikation selektiert.

Antworten Gast: schumpeter
10.11.2009 07:37
0 0

Re: Das ist ein grundfalscher Denkansatz ...

Mag schon sein, dass Unternehmen ihre eigenen Personalselektionen verfolgen. Studenten sind aber nicht dem Personal eines Unternehmens gleichzusetzen, sie sind vielmehr die K u n d e n unserer Unis.
Wer seine Kunden aussperrt, wird seine Ziele nicht erreichen. Die Akademikerquote in Österreich zählt zu den niedrigsten in der EU, der Bedarf an Akademikern wird aber stetig ansteigen. Es liegt am Staat, den Studenten beste Qualität bei der Ausbildung zu bieten: garantierte Studien- und Seminarplätze, verstärkte persönliche Betreuung durch das Lehrpersonal usw.
Nur so wird es uns gelingen, das dringend benötigte Akademikerpersonal zu rekrutieren ...

Antworten Antworten Gast: Mir gehts offenbar zu gut
29.11.2009 21:17
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Re: Re: Das ist ein grundfalscher Denkansatz ...

Ich finds schön, wenn man sich weiterbilden kann. Und ich finds schön, wenn sich Studierende und Metaller solidarisieren um gemeinsam über den Suppentellerrand von Effizienz, Leistung, Erfolg, Wettbewerb, Kundenorientierung, Dienstleistung, etc. zu schauen. Unsere Produktivität ist heute 50 bis 100 mal so hoch wie vor 100 Jahren. Was machen wir draus?
Fangts bitte mal zum leben an.

thomas.s.
07.11.2009 19:37
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Die ÖH

hat den Besetzern gerade EUR 100.000 geschenkt.

Gast: iron
07.11.2009 19:18
0 0

wichtig ist dabeizusein

fleissig, fleissig....ob donnerstag - schwulen - studenten - oder asylantendemo.....immer dabei ...die glawischnig mit der melonenpartei...so richtig nach dem motto...im zweifel für die demo...und wenn der einzige sinn der schwachsinn....grüne vor !

Antworten nopod
08.11.2009 03:37
0 0

Re: wichtig ist dabeizusein

neid?

Gast: Physiker
07.11.2009 17:58
0 1

Ich bin dafür, dass das Studium "Philosophie" in Österreich verboten wird.

Dann bleibt uns in 20Jahren die Peinlichkeit von heute erspart. [Hahn]

Gast: Die Radikalreform im Allgemeinen
07.11.2009 17:32
0 0

Schade,

dass Eder ihre Vorstellungen nicht präzisiert.

Gast: Nick
07.11.2009 17:08
0 0

Lösung??

Meiner Meinung haben manche Forderungen der Studierenden Berechtigung - bis auf eine: Der unbegrenzte Zugang!
Ich finde wenn Studenten aus dem Ausland bei uns NUR dann studieren dürfen, wenn sie mit ihrer Qualifikation auch in ihrer Heimat berechtigt wären, das wäre OK!
Aber den (Verzeihung den Ausdruck) Müll, der in ihrer Heimat als ungeeignet keinen Zuganz zum Studium bekommt, brauchen wir nicht.
Die nehmen anderen den Platz weg und verteuern das Studium für alle anderen.

Gast: Student
07.11.2009 16:42
1 0

ich liebe Demos!

das Studentenleben ist ja mehr als fad und wenn wir jetzt mit den Metallern und Kindergärtnerinnen mitdemonstrieren dürfen wird das ja noch viel lustiger. Im übrigen sollten wir Studenten darüber nachdenken ob wir die Donnerstag-demos nicht wieder zur Standardeinrichtung machen. Es wäre doch gelacht, wenn wir in diesem Land nicht ausreichende Mittel für ein paradiesisches Studentenleben auftreiben können! Faymann und Pröll werden klein beigeben, die wollen doch gewählt werden und die werden den Leuten schon glaubwürdig versichern, daß das zusätzliche Geld ohnedies nur den Superreichen abgeknöpft wird...

Gast: Ing. Humer
07.11.2009 13:16
0 0

Wann maschieren endlich die Hartzer und die Sozialhilfeempfänger

die werden immer mehr und wollen auch ein paar goldene Uhren im Tresor wie so mancher Beamter.

Da könnte man Österreich dicht machen wenn die halbe Million Arbeitslosen ausrasten und die Banken und die Ämter stürmen.

PS an die IT ändert einmal eure Sicherheitscodes die kann man ja schon bald auswendig.

Gast: Gast
07.11.2009 12:04
1 0

Profidemonstrierer

Das Know-how der ehemaligen Donnerstagsdemotypen läßt sich eben bei jeder Demonstration bestens einsetzen.
Echte Profis die etwas Studiert haben.
Hoffentlich haben sie das Waldheimpferd noch nicht verheizt.

1 0

Wo ist hier die nächste Menstruation ?

Das heißt Demonstration. Wuascht, hauptsach a Bluat !

Antworten Gast: Ing. Humer
07.11.2009 13:19
0 0

Re: Wo ist hier die nächste Menstruation ?

Das haben sich schon viele Männer sehnlichst gewünscht, besonders die Landpfarrer.

Gast: doppi
07.11.2009 09:57
4 1

Wenn das so weitergeht…

...höre ich auf zu arbeiten und lasse mich auch vom Staat erhalten.
Es kann ja nicht sein dass eine Minderheit von Studenten, jetzt noch zusätzlich unterstützt von einigen wichtigtuerischen, nichts tuenden Gewerkschaftlern nahezu täglich mit sinnlosen Demonstrationen und untauglichen Mitteln die Wirtschaft behindern, den Verkehr lahm legen und damit die Mehrheit der Bürger belästigen, die derart wenig bis kein Verständnis für die teils berechtigten Forderungen der Studenten aufbringen.
Ohne Ausweitung der Ausbildungsstätten, oder quantitative(Ausland) und qualitative Zugangsbeschränkungen werden diese kaum erfüllbar sein.
Nehmt das erforderliche Geld dafür von den unnötig hohen EU-Beitragszahlungen weg und diese -sowie andere Finanzierungsprobleme im Land wären gelöst.

1 0

Re: Wenn das so weitergeht…

Es können sich nicht alle vom Staat erhalten lassen, aber wenn ich mir den ungeordneten Sauhaufen der Studenten anschaue, mit den Videos auf Youtube und anderswo...'

Herr vergib Ihnen, sie wissen nicht was sie tun. Aus den Töpfen (in die die Studenten vielleicht(!) einmal etwas einzahlen werden) kann man nur herausnehmen, wenn etwas drinnen ist. Und das wird immer weniger, dank der mittelmäßigen "gstudierten" Manager, die Unsummen verdienen, und dann auf Unschuldig spielen, dazu die Politkaste, die auf Wäherfang aus ist.

Na Bravo, schee hammas...

Gerade in einer Krisenzeit solche Forderungen zu stellen ist kurzsichtig.

Und wenn schon: Richtigerweise, sagt doppi, wäre die Kürzung der EU-Beiträge, denn die EU hat das eingebrockt. Dann soll das von dort finanziert werden. Freien Zugang kann es nicht geben, das ist nicht umsetzbar. Deutsche, die keine Zulassung wegen ihrer Lesistung haben, werden bei uns mit offenen Armen aufgenommen, fragt man sich nur warum.

Sind die Österreicher Lemminge und nur mehr der Blinddarm Europas?

Jeder hängt an den Eutern des Staates, jetzt auch noch die Studenten.

Na bravo, schee hammas...

Gast: Gast
07.11.2009 09:32
4 0

Ich lach mich...

...tot:

Die Studenten gemeinsam mit den Metallern;

Die zukünftigen Jobvernichter gemeinsam mit den zukünftig Gekündigten- hahaha!

Wie wär eine Demo zusammen mit den Gefängnisinsassen, der Exekutive, der Legislative und den Nationalratsabgeodneten?

POLEMIKER
07.11.2009 09:18
4 1

Die "Audimaxisten" ...


... (spr.: Berufsdemonstrierer) hatschen überall mit - Hauptsache es is a Hetz und man kann die Steuerzahler sekkieren, die diese Typen erhalten.

Antworten Gast: A.C.
07.11.2009 09:27
2 2

Re: Die ...

Ach ja, Steuerzahler ...

Also wir Akademiker (bin Chemikerin und leitende Angest. in d. Industrie) zahlen deutlich mehr Steuern.

Und ich möchte, dass von meinem Steuergeld auch das Studium der heutigen Studenten ausreichend gut finanziert wird!


Antworten Antworten Gast: Jaja
07.11.2009 11:33
1 1

Re: Re: Die ...

Und Sie meinen nur Sie haben studiert. Ich für meinen Teil bin in ähnlicher Position wie Sie, allerdings im Informatik Bereich. Aber ich habe KEIN Verständnis für die teilweise absolut überzogenen Forderungen! Respekt erarbeitet man sich und fordert ih nicht schon von vornherein ein. Und wie "Raeter" schon gesagt hat: die Politwissenschaftler, Pholosophie, Publizistikstudenten werden kaum das große Geld zurück bringen. All diese Leute brauchen eine staatlich geschützten Job, also WIEDER von UNSEREN Steuergeldern bezahlt. Wenn Sie sich die Forderungen schon mal durchgelesen haben, dann sollten Sie sehen, dass 50% der Forderungen schon mal absolut lächerlich sind. Und jetzt sieht man: sie laufen mit den Metallern, mit den Kindergärtnern und Innen. Deren anliegen hat ja wohl nichts mit dem Bildungsproblem zu tun. Man geht halt einfach mal demonstrieren und alleine sind sie eben doch zu wenig, weil es die Mehrheit NICHT intressiert, was da ein paar Hanseln und Gräteln verlangen! Und übrigens Sie sagen: "Wir Akademiker" zahlen deutlich mehr Steuern. Das mag gegenüber unteren Schichten zutreffen. Gegenüber der Mittelschicht nehmen "wir Akademiker" über viele Jahre hinweg wesentlich MEHR Steuern aus dem Topf heraus. Bis das ausgeglichen ist, haben andere schon zig Jahre in den Topf EINBEZAHLT!

Antworten Antworten Antworten Gast: schumpeter
07.11.2009 14:10
0 1

Re: Re: Re: Wie kommst Du ...

... zu diesen völlig abstrusen Ansichten? Deine Sicht ähnelt der in einem Suppenteller: Wage doch ruhig den Blick ü b e r ein Tellerand.
Selbstverständlich gibt es auch Jobs in "Nicht-IT-Branchen", und selbstverständlich auch für Publizisten, Philosophen und Politologen. Sie sind halt nicht so zahlreich vorhanden und werden selten Samstag für Samstag in der Krone inseriert. Jobs gibt`s da weniger in der Wirtschaft, dafür in Lehre, Forschung und öffentlicher Verwaltung.
Und das mit den Steuertöpfen ist Nonsens. Denk`daran, dass Du zu der Lohnsteuer auch alle anderen Abgaben dazurechnen musst wie Sozialversicherung und den Anteil des Arbeitgebers. Tatsächlich ist Dein Netto-Jahresbezug ungefähr gleich hoch wie alle Abgaben und Steuern, die Du und Dein Dienstgeber im Jahr zu tragen haben!
Beispiel: Bei einem Bruttoverdienst iHv 5.000 € im Monat beziehst Du einschließlich Sonderzahlungen rund 44.000 € netto im Jahr. Dem Staat aber fließen aus Deiner Tätigkeit satte 45.800 € (!) zu.
Jetzt fällt es Dir hoffentlich leichter, die "richtigen" Relationen herzustellen. Im Durchschnitt verdienen Akademiker immer noch mehr. Allerdings: Das gilt nicht für Schwarzarbeit ...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Martin S
07.11.2009 16:49
0 0

Re: Re: Re: Re: Wie kommst Du ...


"Jobs gibt`s da weniger in der Wirtschaft, dafür in Lehre, Forschung und öffentlicher Verwaltung.
" --> Und wer, Herr Neunmalklug, BEZAHLT das? Der Steuerzahler nämlich. Oder woher sollte die "öffentliche Verwaltung" das Geld hernehmen? Womit JaJa mit DIESER These recht hat.

 
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