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Umfrage: 86 Prozent für Zugangs-Beschränkungen?

06.11.2009 | 09:57 |   (DiePresse.com)

Angeblich ist die große Mehrheit der Österreicher für Zugangsbeschränkungen an den Unis, glaubt man einer IMAS-Umfrage. Die Fragestellung klingt jedoch unseriös.

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Eine zentrale Forderung der derzeit protestierenden Studenten wird von den Österreichern nicht als solche verstanden und auch nicht für gut befunden, wenn man einer aktuellen Umfrage vertrauen kann: Denn 86 Prozent der Österreicher sprechen sich für Zugangsbeschränkungen bzw. Aufnahmeprüfungen an Universitäten aus, nur neun Prozent sind dagegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS, die allerdings heftig in der Kritik steht. Dafür wurden am Montag 500 Personen repräsentativ für die Gesamtbevölkerung über 16 Jahre befragt.

Kritik an der Studie und "manipulativer" Fragestellung kam von mehreren Stellen. Die Frage nach den Beschränkungen wurde von den Kritikern wörtlich zitiert: "In nahezu allen europäischen Ländern gibt es Aufnahmeprüfungen und Zugangsbeschränkungen an den Universitäten. Daher kommt es jedes Jahr in Österreich zu einem Ansturm ausländischer Studenten, die in ihrer Heimat nicht zum Studium zugelassen würden. Halten Sie es unter diesen Umständen für sinnvoll, bestimmte Zugangsbeschränkungen bzw. Aufnahmeprüfungen einzuführen, oder sind Sie gegen solche Beschränkungen?"

Weitere Ergebnisse der Studie

Die Proteste, bei denen Hörsäle besetzt und auf der Straße demonstriert wird, haben hohe Aufmerksamkeit erregt: 96 Prozent der Befragten gaben an, schon davon gehört zu haben. Nur vier Prozent wollen davon weder gelesen noch gehört haben.

In der Wahrnehmung der Bevölkerung reduzieren sich die Forderungen der Studierenden auf zwei Hauptthemen: 41 Prozent gaben an, dass sich die Proteste gegen eine Wiedereinführung der Studiengebühren richten. 40 Prozent vermuten, dass es den Studenten um eine um Verbesserung der Studienbedingungen geht. Nur neun Prozent glauben, dass mehr Mitsprache eingefordert wird. Dass auch eine allgemeine Gesellschaftskritik im Fokus der Proteste steht, können sich lediglich drei Prozent der Befragten vorstellen. 15 Prozent haben keine Erklärung für die Demonstrationen. Hier die tatsächlichen Forderungen.

(APA)

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22 Kommentare
Gast: Gustl
06.11.2009 10:59
0 1

Kann es sein

Ich weiß es nicht, dass der Presseschreiberling gerade erst oder noch nicht die Hallen der Universität verlassen hat. oder warum ist dieser Artikel so unverholen tendentiös

Gast: Kegel
06.11.2009 10:48
0 0

Politik mit manipulierten Umfragen

ist nichts Neues.
Wissende haben in der Diskussion um die Universitäten nichts anderes erwartet.
Nun, wo wir auch dies jetzt "gehabt" haben und abhaken können, erwarten wir das nächste.
Ich schlage "Gesundheitsexperten" vor, können aber auch "Bildungsexperten" sein...

Gast: realistischer beobachter
06.11.2009 09:54
0 0

unseriöse Imaxumfrage

“In nahezu allen europäischen Ländern gibt es Aufnahmeprüfungen und Zugangsbeschränkungen an den Universitäten. Daher kommt es jedes Jahr in Österreich zu einem Ansturm ausländischer Studenten, die in ihrer Heimat nicht zum Studium zugelassen würden. Halten Sie es unter diesen Umständen für sinnvoll, bestimmte Zugangsbeschränkungen bzw. Aufnahmeprüfungen einzuführen, oder sind Sie gegen solche Beschränkungen?”
"Diese Umfrage ist hochgradig unseriös", da sie eine Suggestivfrage enthält. "Es wird deutlich dass hier schon vor der Umfrage eine Entscheidung über deren Ergebnis gefallen ist. Diese Fragestellung ist nicht neutral, die erwünschte Antwort wird den Befragten nahegelegt " (http://unsereuni.at/?p=6351)
Dies haben die Protestierenden richtig erkannt, wie die zitierte Pressetextstelle zeigt.
Das heißt also, dass entweder die Auftraggeber der Studie die Manipulation der Öffentlichkeit und die Legitimation der Politik im Sinne haben oder dass Imax unfähig ist.

Gast: gepoppter
06.11.2009 00:15
0 1

Es ist erstaunlich, was die Jugend alles auf sich nimmt,

um nicht arbeiten zu müssen. Arbeit dürfte ein schrecklicher Gedanke sein. Da lieber jahrelang an den Hochschulen herumhängen, die meisten machen das, und dann mit Ach und Krach, vielleicht oder auch nicht ein "Qualifikationsmerkmal" erringen. Das hilft vielleicht bei der Einstufung in den Kollektivvertrag. Bringt aber auch Zores. Es sei denn, man flüchtet in den öffentlichen Dienst. Nur dort stehen die Hinternkriecher mit dem angeblich nicht mehr nötigen Parteibüchl bereits Schlange, um sich "einzuarbeiten".

Antworten Edain
06.11.2009 09:47
1 0

Re: Es ist erstaunlich, was die Jugend alles auf sich nimmt,

Das ist doch albern. Die meisten Studenten haben mehr als eine 40-Stunden-Woche: Kurse, Seminare, Übungen auf der Uni, Lernen bzw. Seminararbeiten zuhause und noch ein Nebenjob. Also erzählen's doch bitte nix von Leistungsunwilligkeit, nur weil es die Sorte "Ich studier 10 Jahre Philo, weil es mich zu einem besseren Menschen macht" auch gibt. Und letztere Sorte verursacht Vater Staat ohnehin kaum Kosten (da sie nicht viele Übungen besucht, ergo keine Ressourcen beansprucht), nur der eigenen Familie bzw verdienen sie es selbst im Nebenjob. Und noch gar nicht erwähnt, dass es die Studiengebühren ohnehin noch gibt, sofern man nicht in der Mindestzeit oder knapp darüber ist.

Gast: me
05.11.2009 15:29
2 1

fragestellung der umfrage:


“In nahezu allen europäischen Ländern gibt es Aufnahmeprüfungen und Zugangsbeschränkungen an den Universitäten. Daher kommt es jedes Jahr in Österreich zu einem Ansturm ausländischer Studenten, die in ihrer Heimat nicht zum Studium zugelassen würden. Halten Sie es unter diesen Umständen für sinnvoll, bestimmte Zugangsbeschränkungen bzw. Aufnahmeprüfungen einzuführen, oder sind Sie gegen solche Beschränkungen?”

Quelle: http://unsereuni.at/wp-trackback.php?p=6351

Antworten Gast: In der Statistik Austria finden Sie
06.11.2009 00:23
0 0

Re: fragestellung der umfrage:

die ungefähren Anteile an Auslandsstudenten, die die österreichischen Hochschulen "heimsuchen."
Das Problem ist ein ganz anderes, als immer dargestellt wird.
Es sind zuviele "Arbeitsflüchtige" an den Hochschulen. Lieber ein paar Jährchen mit den Sozialleistungen bescheiden leben, die kontemplativen Möglichkeiten des Studentenlebens genießen als sich einen "Job", Berufe gibts scheinbar nicht mehr, zu suchen. Später kommt dann die Allgemeinheit zum Handkuß, wenn ein Jobber ohne Beruf seinen Job ausschließlich als Einkommensquelle betrachtet. Im Gesundheitswesen, in der öffentlichen Verwaltung , um nur die prekärsten Bereiche zu nennen. Die wenigen, die berufen sind und auch einen Beruf ausüben werden immer weniger. Die anderen, die Drückeberger und Einschleicher immer mehr.

Antworten Antworten Gast: schweinchen schlau
06.11.2009 09:58
0 0

Re: Re: fragestellung der umfrage:

das ist doch Unsinn, in Zeiten wo es nicht genug Arbeit für alle gibt, müssten sie doch froh sein, wenn nicht alle auf den Arbeitsmarkt drängen
sie sprechen den Studierenden das Recht auf ein menschenwürdiges Leben ab
Kommentare wie diese zeigen eine (leider zunehmende) bedenkliche faschistoide Einstellung

Antworten Antworten Antworten Gast: Degustibus
06.11.2009 10:56
0 0

Re: Re: Re: fragestellung der umfrage:

Jeder der nicht ihrer Meinung ist, hat eine "(leider zunehmende) bedenkliche faschistoide Einstellung" . Fällt ihnen das auf? Ich finde das unreflektierte einsetzen von derartigen "Knüppelargumenten" undemokratisch und bedenklich.

Antworten Gast: Karl
05.11.2009 21:00
0 0

Re: fragestellung der umfrage:

Wollte ich gerade auch posten. Die Umfrage ist blanke Manipulation!

Mehr als nur Zugangsbeschränkungen

Nicht bloße Zugangsbeschränkungen, es ist mehr notwendig:
1. Natürlich Zugangsbeschränkungen, wenn die Studenten inzwischen selbst draufkommen, dass es zu viele von ihnen gibt (allerdings auf Grund von Leistung/Aufnahmetests, statt auf Grund finanzieller Ausstattung - sprich ein gestifteter Lesesaal heißt noch kein absolviertes Studium wie in manchen Landen)
2. Kopplung der verfügbaren Plätze an wirtschaftliche Realität: Was bringt es in einem überlaufenen Studiengang mehr Ausbildungsplätze zu schaffen, wenn bereits jetzt die Absolventen keine Anstellung damit finden.
3. Verpflichtung aller Studenten: Wer studiert hat dem österreichischem Staat Aufwendungen verursacht. Daher ist es nur Recht und billig, wenn man sie u.a. zur Ausübung und steuerlichen Verpflichtung im Land verpflichtet (also müssten auch deutsche Medizinstudienflüchtlinge anschließend zumindest in Österreich für 10-20 Jahre, je nach Studiendauer Wohn- und Arbeitsstätte melden).


Antworten Austrian
07.11.2009 11:48
0 0

Re: Mehr als nur Zugangsbeschränkungen

Aha. Soll das heißen ich studiere jetzt internationale Betriebswirtschaft, nur damit ich die nächsten 20 Jahre in Österreich verbringen kann?

Da bin ich froh dass Leute wie Sie weder über Ahnung noch Einfluss verfügen.

Antworten Gast: dryeti
05.11.2009 23:22
0 0

Re: Mehr als nur Zugangsbeschränkungen

Es gibt nicht zu viele Studierwillige, es gibt zu wenige Universitäten!

Re: Re: Mehr als nur Zugangsbeschränkungen

Hängt vom Bereich ab: Es gibt zu viele Kunstuniversitäten, aber zu wenig naturwissenschaftliche.

Ihr Spruch stellt so lediglich eine hohle Phrase dar, da man ihn nach Belieben be- und widerlegen kann und keine weitere Begründung liefert.

Studierwillige gibt es tatsächlich nicht genügend, dafür zu viele, welche vorgeben zu Studieren und viel zu viele, die Studieren wollen aber keine Richtung/Ziel dabei haben.
Aufgabe des Staates ist es nicht, möglichst viele Studenten auszubilden, er muss die Studenten lenken und für das Erwerbsleben rüsten.

Antworten freeman
05.11.2009 13:58
1 0

Warum so kompliziert?

Kostendeckende Gebühren für alle, auf 5 Jahre zinsenlose Darlehen auf Wunsch und dafür den Spitzensteuersatz senken, damit die ach so gutverdienenden Akademiker nicht doppelt für ihr Studium zahlen müssen.

Das alles geht ohne grundrechtswidrige Ausreiseverbote oä.

Antworten Antworten Gast: johannes
06.11.2009 00:02
0 0

Re: Warum so kompliziert?

jetzt wissen wir auch, dass es sich bei freeman um einen deutschen handelt.

in österreich nennt man es verfassung und nicht grundrecht.

Re: Warum so kompliziert?

Niemand spricht von einem Ausreiseverbot. Es gibt lediglich ein Wohnorts- und Arbeitsgebot, selbstverständlich kann man sich auch durch Refundierung der Kosten, Zinsen und Bearbeitungsgebühren befreien lassen oder für einen längeren Auslandsaufenthalt auch nur stunden...

Antworten Antworten Antworten Austrian
07.11.2009 11:57
0 0

Re: Re: Warum so kompliziert?

Da fällts mir ein--- wieso lassen wir auch nicht gleich diese ganzen nutzlosen Behinderten euthanisieren?
Oder arbeitsunfähige, die durch Krankheit oder Unfall aus ihrem produktiven Berufsleben gerissen wurden? Diese "nutzlosen Esser" fressen doch den arbeitssamen, strebsamen Staatsbürgern wie Sie es sind nur die Steuerzuckerln weg!

Ach, zu schade dass SIE nicht der neue starke Mann in der österreichischen - nein, in der WELTpolitik sein können! Und dann endlich "aufräumen"! Das wünschen Sie sich doch, nicht?

Antworten Antworten Antworten Austrian
07.11.2009 11:51
0 0

Re: Re: Warum so kompliziert?

Sie sollten mal in Plöngyang anfragen - die suchen bestimmt Berater von Ihrem Schlag!

Und dort gibt's auch sicher keine aufmüpfigen Studenten, und das Geld bleibt auch im Staat! Ist das nicht super? Na dann ab mit Ihnen, auf ins Paradies!

Gast: Manipulativ-Detektiv
05.11.2009 13:09
0 0

Die Fragestellung war folgende

"In nahezu allen europäischen Ländern gibt es Aufnahmeprüfungen und Zugangsbeschränkungen an den Universitäten. Daher kommt es jedes Jahr in Österreich zu einem Ansturm ausländischer Studenten, die in ihrer Heimat nicht zum Studium zugelassen würden. Halten Sie es unter diesen Umständen für sinnvoll, bestimmte Zugangsbeschränkungen bzw. Aufnahmeprüfungen
einzuführen, oder sind Sie gegen solche Beschränkungen?"[1]

Es ist jedem selbst überlassen, ob er diese Fragestellung manipulativ oder nicht findet.

[1] http://www.imas.at/content/download/540/2158/version/1/file/23_11.pdf" target="_blank">http://www.imas.at/content/download/540/2158/version/1/file/23_11.pdf (Seite 3)


Antworten freeman
05.11.2009 16:33
0 0

Und, sind die Aussagen falsch?

Wie kann die Wahrheit Manipulation sein?

Die Rahmenbedingungen sind Bestandteil der Fragestellung - wenn die Frage bloß "Zugangsbeschränkungen ja/nein" gelautet hätte, hätte man die Leute auch nach den Lottozahlen von nächster Woche fragen können.

Antworten Gast: Harald
05.11.2009 14:52
0 0

Re: Die Fragestellung war folgende

Danke. Allein diese Info macht für mich das Ergebnis der Umfrage gänzlich unbrauchbar.

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