22.11.2009 06:19 | Meine Presse Merkliste0

Siemens-Chefin Ederer fordert Radikalreform

06.11.2009 | 18:12 |   (Die Presse)

Die einstige SPÖ-Staatssekretärin plädiert für Studiengebühren und ein neues Stipendiensystem.

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Wien(eid). Siemens-Österreich-Chefin Brigitte Ederer geht mit ihren Parteigenossen in der SPÖ hart ins Gericht, wenn es um die Bildungspolitik und im Besonderen die Hochschulpolitik geht. „In Österreich werden durch die Wirtschaftskrise viele Arbeitsplätze verloren gehen, die nie mehr wieder zurückkommen“, sagte Ederer am Donnerstagabend bei einer Diskussion auf Einladung des „Klubs für Frauen“. Um neue Jobs zu schaffen, „müssen wir um das besser sein, was wir teurer als die Schwellenländer sind“.

 

Radikale Reform nötig

Dazu bedürfe es allerdings einer „brillanten Ausbildung“. „Wenn wir es jetzt nicht schaffen, eine radikale Reform und Verbesserung der Studienbedingungen durchzuziehen, werden wir in zehn Jahren die Rechnung zahlen müssen.“ Ederer, die vor ihrem Wechsel zu Siemens Österreich SPÖ-Politikerin (unter anderem EU-Staatssekretärin) war, forderte die Regierung auf, Parteikonflikte endlich hintanzustellen und Sachthemen anzugehen. „Wenn es um die Ganztagsschule geht, schreit immer die ÖVP auf, bei der Diskussion um Studiengebühren legt sich die SPÖ quer.“

 

„Bildung ohne Schranken“

Anders als die SPÖ steht Ederer Studiengebühren positiv gegenüber. „Wir brauchen einen gewissen Lenkungseffekt, denn anders werden wir der Überfüllung der Hörsäle nicht Herr werden.“ Die derzeitigen Zustände an den Unis würden eine optimale Ausbildung behindern.

Studiengebühren dürften aber nicht so eingesetzt werden, dass sie sozial Schwächere vom Studium abhalten. „Bildung darf weiterhin keine Schranken haben“, betonte Ederer. Deshalb müssten Gebühren mit einem tragfähigen Stipendiensystem gekoppelt werden.

Eine Studienreform sollte auch eine stärkere internationale Ausrichtung der Ausbildung bringen, meinte Ederer, die im Siemens-Konzern nicht nur für Österreich, sondern insgesamt für 19 Länder in Zentral- und Osteuropa zuständig ist.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.11.2009)

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384 Kommentare
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Die Besten gehen in die USA,

die Guten nach Deutschland.
Uns uns bleibt der Rest :-)

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Miet-Demonstranten haben Zukunft!

Auch im Ausland gibt es bereits dieses Dienstleistungsangebot: Wer für sein jeweiliges Anliegen aus Bequemlichkeit oder Zeitmangel für einen Aufmarsch nicht zur Verfügung stehen kann, mietet sich Leute, die das für Geld in seinem Namen tun. Und weil die jetzt demonstrierenden Studenten trotz unfreundlicher Wetterlage besonders "wanderfreudig" zu sein scheinen, wäre das immerhin eine zusätzliche Möglichkeit, ihr Studium zu finanzieren. Die Möglichkeiten für Ferialpraktikanten haben sich ja leider aufgrund der schlechten Wirtschaftslage drastisch reduziert. Derzeit volonierten sie halt als Anhängsel (statsistisch relevantes personelles Füllmaterial) bei enschlägigen Events. Immerhin lernen dabei Soziologie- und Politologiestudenten das "echte Volk" kennen. Könnte eine interessante Erfahrung für sie sein!

Antworten Gast: schumpeter
08.11.2009 13:57
0 1

Re: Das wär`auch für Dich ...

... d i e Gelegenheit, Dir Deine Pension aufzufetten. Darüberhinaus hast Du Möglichkeit, Probleme aus anderen Blickwinkeln kennen zu lernen und vielleicht essentielle Persönlichkeitserweiterungen zu erfahren. Carpe diem, Emeritus ...


Gast: hofa
08.11.2009 02:35
0 0

Demo,Demo,Demo,Demo...

wohin man schaut und hört.
Ich als Metaller-Gewerkschaftsmitglied lehne es entschieden ab,gemeinsam mit den Studenten eine Demo abzuhalten.
Weil sie jetzt bemerken,daß diese unsinnigen Demos nicht den Erfolg bringen,wollen sie den ÖGB oder die Kindergärtner(innen) dazu mißbrauchen um gestärkt aufzutretten.

Was die Zgangsbeschränkungen betrifft,diese gibt es in jeder Firma-halt in einer anderen Form.

Eine firma kann auch nur so viel Personal einstellen,wie gerade benötigt wird,und da wird wiederum nach Qualifikation selektiert.

Antworten Gast: schumpeter
10.11.2009 07:37
0 0

Re: Das ist ein grundfalscher Denkansatz ...

Mag schon sein, dass Unternehmen ihre eigenen Personalselektionen verfolgen. Studenten sind aber nicht dem Personal eines Unternehmens gleichzusetzen, sie sind vielmehr die K u n d e n unserer Unis.
Wer seine Kunden aussperrt, wird seine Ziele nicht erreichen. Die Akademikerquote in Österreich zählt zu den niedrigsten in der EU, der Bedarf an Akademikern wird aber stetig ansteigen. Es liegt am Staat, den Studenten beste Qualität bei der Ausbildung zu bieten: garantierte Studien- und Seminarplätze, verstärkte persönliche Betreuung durch das Lehrpersonal usw.
Nur so wird es uns gelingen, das dringend benötigte Akademikerpersonal zu rekrutieren ...

thomas.s.
07.11.2009 19:37
0 0

Die ÖH

hat den Besetzern gerade EUR 100.000 geschenkt.

Gast: iron
07.11.2009 19:18
0 0

wichtig ist dabeizusein

fleissig, fleissig....ob donnerstag - schwulen - studenten - oder asylantendemo.....immer dabei ...die glawischnig mit der melonenpartei...so richtig nach dem motto...im zweifel für die demo...und wenn der einzige sinn der schwachsinn....grüne vor !

nopod
08.11.2009 03:37
0 0

Re: wichtig ist dabeizusein

neid?

Gast: Physiker
07.11.2009 17:58
0 1

Ich bin dafür, dass das Studium "Philosophie" in Österreich verboten wird.

Dann bleibt uns in 20Jahren die Peinlichkeit von heute erspart. [Hahn]

Gast: Die Radikalreform im Allgemeinen
07.11.2009 17:32
0 0

Schade,

dass Eder ihre Vorstellungen nicht präzisiert.

Gast: Nick
07.11.2009 17:08
0 0

Lösung??

Meiner Meinung haben manche Forderungen der Studierenden Berechtigung - bis auf eine: Der unbegrenzte Zugang!
Ich finde wenn Studenten aus dem Ausland bei uns NUR dann studieren dürfen, wenn sie mit ihrer Qualifikation auch in ihrer Heimat berechtigt wären, das wäre OK!
Aber den (Verzeihung den Ausdruck) Müll, der in ihrer Heimat als ungeeignet keinen Zuganz zum Studium bekommt, brauchen wir nicht.
Die nehmen anderen den Platz weg und verteuern das Studium für alle anderen.

Gast: Student
07.11.2009 16:42
1 0

ich liebe Demos!

das Studentenleben ist ja mehr als fad und wenn wir jetzt mit den Metallern und Kindergärtnerinnen mitdemonstrieren dürfen wird das ja noch viel lustiger. Im übrigen sollten wir Studenten darüber nachdenken ob wir die Donnerstag-demos nicht wieder zur Standardeinrichtung machen. Es wäre doch gelacht, wenn wir in diesem Land nicht ausreichende Mittel für ein paradiesisches Studentenleben auftreiben können! Faymann und Pröll werden klein beigeben, die wollen doch gewählt werden und die werden den Leuten schon glaubwürdig versichern, daß das zusätzliche Geld ohnedies nur den Superreichen abgeknöpft wird...

Gast: Ing. Humer
07.11.2009 13:16
0 0

Wann maschieren endlich die Hartzer und die Sozialhilfeempfänger

die werden immer mehr und wollen auch ein paar goldene Uhren im Tresor wie so mancher Beamter.

Da könnte man Österreich dicht machen wenn die halbe Million Arbeitslosen ausrasten und die Banken und die Ämter stürmen.

PS an die IT ändert einmal eure Sicherheitscodes die kann man ja schon bald auswendig.

Gast: Gast
07.11.2009 12:04
1 0

Profidemonstrierer

Das Know-how der ehemaligen Donnerstagsdemotypen läßt sich eben bei jeder Demonstration bestens einsetzen.
Echte Profis die etwas Studiert haben.
Hoffentlich haben sie das Waldheimpferd noch nicht verheizt.

1 0

Wo ist hier die nächste Menstruation ?

Das heißt Demonstration. Wuascht, hauptsach a Bluat !

Antworten Gast: Ing. Humer
07.11.2009 13:19
0 0

Re: Wo ist hier die nächste Menstruation ?

Das haben sich schon viele Männer sehnlichst gewünscht, besonders die Landpfarrer.

Gast: doppi
07.11.2009 09:57
4 1

Wenn das so weitergeht…

...höre ich auf zu arbeiten und lasse mich auch vom Staat erhalten.
Es kann ja nicht sein dass eine Minderheit von Studenten, jetzt noch zusätzlich unterstützt von einigen wichtigtuerischen, nichts tuenden Gewerkschaftlern nahezu täglich mit sinnlosen Demonstrationen und untauglichen Mitteln die Wirtschaft behindern, den Verkehr lahm legen und damit die Mehrheit der Bürger belästigen, die derart wenig bis kein Verständnis für die teils berechtigten Forderungen der Studenten aufbringen.
Ohne Ausweitung der Ausbildungsstätten, oder quantitative(Ausland) und qualitative Zugangsbeschränkungen werden diese kaum erfüllbar sein.
Nehmt das erforderliche Geld dafür von den unnötig hohen EU-Beitragszahlungen weg und diese -sowie andere Finanzierungsprobleme im Land wären gelöst.

1 0

Re: Wenn das so weitergeht…

Es können sich nicht alle vom Staat erhalten lassen, aber wenn ich mir den ungeordneten Sauhaufen der Studenten anschaue, mit den Videos auf Youtube und anderswo...'

Herr vergib Ihnen, sie wissen nicht was sie tun. Aus den Töpfen (in die die Studenten vielleicht(!) einmal etwas einzahlen werden) kann man nur herausnehmen, wenn etwas drinnen ist. Und das wird immer weniger, dank der mittelmäßigen "gstudierten" Manager, die Unsummen verdienen, und dann auf Unschuldig spielen, dazu die Politkaste, die auf Wäherfang aus ist.

Na Bravo, schee hammas...

Gerade in einer Krisenzeit solche Forderungen zu stellen ist kurzsichtig.

Und wenn schon: Richtigerweise, sagt doppi, wäre die Kürzung der EU-Beiträge, denn die EU hat das eingebrockt. Dann soll das von dort finanziert werden. Freien Zugang kann es nicht geben, das ist nicht umsetzbar. Deutsche, die keine Zulassung wegen ihrer Lesistung haben, werden bei uns mit offenen Armen aufgenommen, fragt man sich nur warum.

Sind die Österreicher Lemminge und nur mehr der Blinddarm Europas?

Jeder hängt an den Eutern des Staates, jetzt auch noch die Studenten.

Na bravo, schee hammas...

Gast: Gast
07.11.2009 09:32
4 0

Ich lach mich...

...tot:

Die Studenten gemeinsam mit den Metallern;

Die zukünftigen Jobvernichter gemeinsam mit den zukünftig Gekündigten- hahaha!

Wie wär eine Demo zusammen mit den Gefängnisinsassen, der Exekutive, der Legislative und den Nationalratsabgeodneten?

POLEMIKER
07.11.2009 09:18
4 1

Die "Audimaxisten" ...


... (spr.: Berufsdemonstrierer) hatschen überall mit - Hauptsache es is a Hetz und man kann die Steuerzahler sekkieren, die diese Typen erhalten.

Antworten Gast: A.C.
07.11.2009 09:27
2 2

Re: Die ...

Ach ja, Steuerzahler ...

Also wir Akademiker (bin Chemikerin und leitende Angest. in d. Industrie) zahlen deutlich mehr Steuern.

Und ich möchte, dass von meinem Steuergeld auch das Studium der heutigen Studenten ausreichend gut finanziert wird!


Antworten Antworten Gast: Jaja
07.11.2009 11:33
1 1

Re: Re: Die ...

Und Sie meinen nur Sie haben studiert. Ich für meinen Teil bin in ähnlicher Position wie Sie, allerdings im Informatik Bereich. Aber ich habe KEIN Verständnis für die teilweise absolut überzogenen Forderungen! Respekt erarbeitet man sich und fordert ih nicht schon von vornherein ein. Und wie "Raeter" schon gesagt hat: die Politwissenschaftler, Pholosophie, Publizistikstudenten werden kaum das große Geld zurück bringen. All diese Leute brauchen eine staatlich geschützten Job, also WIEDER von UNSEREN Steuergeldern bezahlt. Wenn Sie sich die Forderungen schon mal durchgelesen haben, dann sollten Sie sehen, dass 50% der Forderungen schon mal absolut lächerlich sind. Und jetzt sieht man: sie laufen mit den Metallern, mit den Kindergärtnern und Innen. Deren anliegen hat ja wohl nichts mit dem Bildungsproblem zu tun. Man geht halt einfach mal demonstrieren und alleine sind sie eben doch zu wenig, weil es die Mehrheit NICHT intressiert, was da ein paar Hanseln und Gräteln verlangen! Und übrigens Sie sagen: "Wir Akademiker" zahlen deutlich mehr Steuern. Das mag gegenüber unteren Schichten zutreffen. Gegenüber der Mittelschicht nehmen "wir Akademiker" über viele Jahre hinweg wesentlich MEHR Steuern aus dem Topf heraus. Bis das ausgeglichen ist, haben andere schon zig Jahre in den Topf EINBEZAHLT!

Antworten Antworten Antworten Gast: schumpeter
07.11.2009 14:10
0 1

Re: Re: Re: Wie kommst Du ...

... zu diesen völlig abstrusen Ansichten? Deine Sicht ähnelt der in einem Suppenteller: Wage doch ruhig den Blick ü b e r ein Tellerand.
Selbstverständlich gibt es auch Jobs in "Nicht-IT-Branchen", und selbstverständlich auch für Publizisten, Philosophen und Politologen. Sie sind halt nicht so zahlreich vorhanden und werden selten Samstag für Samstag in der Krone inseriert. Jobs gibt`s da weniger in der Wirtschaft, dafür in Lehre, Forschung und öffentlicher Verwaltung.
Und das mit den Steuertöpfen ist Nonsens. Denk`daran, dass Du zu der Lohnsteuer auch alle anderen Abgaben dazurechnen musst wie Sozialversicherung und den Anteil des Arbeitgebers. Tatsächlich ist Dein Netto-Jahresbezug ungefähr gleich hoch wie alle Abgaben und Steuern, die Du und Dein Dienstgeber im Jahr zu tragen haben!
Beispiel: Bei einem Bruttoverdienst iHv 5.000 € im Monat beziehst Du einschließlich Sonderzahlungen rund 44.000 € netto im Jahr. Dem Staat aber fließen aus Deiner Tätigkeit satte 45.800 € (!) zu.
Jetzt fällt es Dir hoffentlich leichter, die "richtigen" Relationen herzustellen. Im Durchschnitt verdienen Akademiker immer noch mehr. Allerdings: Das gilt nicht für Schwarzarbeit ...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Martin S
07.11.2009 16:49
0 0

Re: Re: Re: Re: Wie kommst Du ...


"Jobs gibt`s da weniger in der Wirtschaft, dafür in Lehre, Forschung und öffentlicher Verwaltung.
" --> Und wer, Herr Neunmalklug, BEZAHLT das? Der Steuerzahler nämlich. Oder woher sollte die "öffentliche Verwaltung" das Geld hernehmen? Womit JaJa mit DIESER These recht hat.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: schumpeter
08.11.2009 06:55
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Bezahlt wird nur das ...

... was auch geordert wird. Die Leistungen werden ausnahmslos von der Politik für die Bürger "bestellt". Wenn Du Kritik am Ausbildungangebot in Österreich hast, musst Du die Politik zur Rechenschaft ziehen.
ALLE Leistungen der öffentlichen Verwaltung werden über Steuern und Abgaben finanziert. Aber überleg`mal: Wer bezahlt denn die Strassen, die Du mit dem Auto benutzt? Wer finanziert Dir Dein Arbeitslosengeld, Deinen Spitalsaufenthalt? Wer kommt für die Grundausbild Deiner Kinder auf ... und so weiter, und so weiter.
Etwas unfair, Dein Beitrag in dieser Sache ...

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