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Rektor Winckler warnt vor Deutschen-Bashing

09.11.2009 | 18:54 |  MARTINA SALOMON (Die Presse)

Georg Winckler von der Uni Wien nimmt im Interview mit der "Presse" deutsche Studenten in Schutz (die sich auch recht zahlreich unter den Besetzern finden): "Wir sind froh über Internationalität."

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„Die Presse“: An mehreren deutschen Unis gab es Besetzungsversuche von Studenten. Man drohte ihnen mit Uni-Ausschluss und Anzeigen. Damit war das beendet. Sympathisieren die österreichischen Lehrenden so sehr mit den „Audimaxisten“, dass man hier untätig bleibt?

Georg Winckler: Wir setzen auf Dialog. In Deutschland gab es in den letzten Jahren verschiedenste Protestbewegungen, was zu Verhärtungen geführt hat. Wahrscheinlich hat man deshalb relativ schnell hart durchgegriffen.

 

Ist das nicht professioneller, als einen Hörsaal, dessen Renovierung gerade Millionen gekostet hat, den Besetzern zu überlassen?

Winckler: Die baustatische Renovierung und die neue Ausstattung sind ja nachhaltig.

 

...und kann kaum ruiniert werden?

Winckler: Das kann man nicht so schnell ruinieren. Meine Sorge ist, dass sich die österreichische Politik nicht mit den entscheidenden Fragen beschäftigt: Wie viele Studierende gibt es, welche Finanzierung ist adäquat, was sind europäische Standards, wie kann man den Fachhochschulsektor gegenüber dem Universitätssektor abgrenzen, wie viel Geld soll der Wisenschaftsfonds haben?

 

Österreich hat heuer 300.000 Studenten. Zu viel oder zu wenig?

Winckler: Wir brauchen mehr Breite und mehr Spitze. Die skandinavischen Staaten haben das Ziel, dass für mindestens 50Prozent eines Jahrgangs Studienplätze zur Verfügung stehen. Aber man wird nicht an allen Unis für alle Studienrichtungen zugelassen.

 

Brauchen wir zum Beispiel wirklich 7000 Publizistikstudenten?

Winckler: Ich würde das nicht auf die Publizisten zuspitzen. Der Minister spricht von zehn besonders nachgefragten Studienrichtungen. Das Interesse an Naturwissenschaften ist nicht stark genug. Man bräuchte an den Schulen mehr entdeckendes Lernen, mehr Experimente statt nur trockenes Abprüfen der Inhalte. Die Unis sind schon wesentlich weiter. Wir haben zum Beispiel die Autonomie 2004 benutzt, um Laborräume für Studierende zu verbessern.

 

Der Rektor ist jetzt Manager, der auch Geld umschichten kann. Was steht Ihnen als Globalbudget an der Uni Wien zur Verfügung?

Winckler: Die Universität Wien hat ein Jahresbudget von 400 Millionen Euro, ein Teil davon sind Drittmittel. München oder Zürich haben deutlich mehr Geld. Die Personalkosten machen zwei Drittel des Budgets aus. Dennoch haben wir die Zahl junger Wissenschaftler in fünf Jahren um circa 1000 Personen und damit auch die Lehrstunden um knapp 15Prozent erhöht. Das Problem ist nur, dass wir im Herbst einen Zuwachs von zehn Prozent Studenten hatten.

 

Soll Deutschland für die deutschen Studenten hier zahlen?

Winckler: Warum sollte Deutschland Studienplätze in Österreich finanzieren, die man in Deutschland nicht finanzieren will? Im Zeitalter der Mobilität muss man ähnliche Regelungen wie in Deutschland suchen. Wer aber den offenen Hochschulzugang in einem offenen Europa haben will, muss ganz andere finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Wir wissen zum Beispiel, dass sehr viele Osteuropäer hier studieren wollen.

 

Weil Wien eine nette Stadt ist, nicht weil die Universität so toll ist, oder?

Winckler: Die Universität Wien ist im Ranking der „Times Higher Education“ im Forschungsbereich Nummer70 in der Welt. Wir sind in einer Reihe von Fächern – Physik, Mathematik, Molekularbiologie und auch bei Geisteswissenschaften – europaweit hoch beachtet. Schlecht sind wir nur bei den Betreuungsverhältnissen.

 

Studenten kämpfen zum Beispiel auch mit einer universitären Anmeldesoftware, die ständig zusammenbricht, Seminaranmeldungen werden so zum Glücksspiel.

Winckler: Es ist schon möglich, dass das System durch die höheren Studierendenzahlen in diesem Semester unter Stress geriet. Früher musste man sich in der Nacht stundenlang anstellen. Insgesamt ist die Universität wesentlich serviceorientierter geworden.

 

Die neue Bologna-Struktur wird von den Unibesetzern kritisiert. Auch Professoren sagen, dass das, was bei der Umsetzung herausgekommen ist, unadministrierbar und für Studenten unzumutbar ist.

Winckler: Es haben sich viele Fächer in das Curriculum hineinreklamiert, weil sie Sorge hatten, dass man ihre Existenz infrage stellen könnte. Man sieht in fast allen europäischen Ländern, dass die Bologna-Strukturen einer Nachjustierung bedürfen, weil in einer ersten Phase die Studienpläne überladen sind.

 

Schauen Sie als Manager nach, ob Lehrende ihre Dienstverträge überhaupt einhalten? Da gibt es oft jede Menge Nebentätigkeiten.

Winckler: Wir werden sehr wohl aktiv – bis hin zu Disziplinarverfahren. In den letzten Tagen haben wir sogar einen Professor entlassen. Aber das hängen wir aus begreiflichen Gründen nicht an die große Glocke.

 

Wie lange schauen Sie bei den Besetzern noch zu?

Winckler: Wir stellen uns dem Dialog, allerdings mit der Bedingung, dass die Hochschülerschaft das Gespräch vorbereitet.

 

Kann man mit „Audimaxisten“ einen Dialog führen?

Winckler: Wichtig ist, dass Vertreter nominiert werden. Bei den Besetzern gibt es ein Spektrum von Personen, darunter auch internationale Studierende.

 

Deutsche, die daheim gar keinen Studienplatz hätten.

Winckler: Ja, aber ich warne vor einem Bashing. Wir sind froh über Internationalität. Eines der großen Probleme des Nachkriegsösterreich war das fehlende Bewusstsein, wie provinziell man in vielen Bereichen geworden war. Die Universität Wien hat jetzt einen Anteil an internationalen Studierenden von 15 bis 20Prozent. Das wollen wir durchaus halten.

 

Trotzdem: Gibt's eine Deadline für die Besetzer?

Winckler: Minister Hahn lädt am 25.November zum Dialog ein. Es ist zu befürchten, dass die Besetzung bis dahin anhalten wird.

UNI-BESETZUNG

Tag 21, 11:30 Uhr. Die Proteste, für die die ÖH nun 100.000 Euro zur Verfügung stellt, verlieren weiter an Kraft. Im Audimax der Uni Wien (Bild) hielten Montagvormittag nur wenige die Besetzung aufrecht. Für Mittwoch haben die Studenten das Rektorat ins Plenum geladen. Die Uni-Leitung hingegen will nur mit „ausgewählten Vertretern“ sprechen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2009)

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375 Kommentare
 
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Gast: Catilina
10.07.2010 09:14
0 0

Gusenbauer Wortmeldung entbehrlich!

Er soll Klappe halten.
In einem staatsnahen Bauunternehmen Millionen scheffeln und sich scheinheilig den Studenten anbiedern... vielleicht gibt's für ihn auch noch einen Job bei Gasprom, so wie für Schröder. Oder eine kleines Nebeneinkommen beim tschechischen Geheimdienst? Er soll ja um Gottes willen nicht hungern müssen.

Gast: Tamara
03.02.2010 13:27
0 0

Dann lasst sie doch ziehen!

Also, wer wegen schlechter Studienbedingungen gleich die ganze Ausbildung schmeißt, soll eh bitte abbrechen. Und bitte besser früher als später. Es soll nämlich auch Studierende geben, die einen ordentlichen Uni-Abschluss machen wollen. Wem eine FH lieber ist: Bitte sehr. Wir leben in einem freien Land. Dann steigt wenigstens der Druck, an den Unis mal was zu verbessern.

Gast: a
24.11.2009 00:36
0 0

umverteilung

in der mentalität der österreicher innen war war sehr lange eine gewisse trägheit verankert (im gegensatz zu z. b. frankreich. unzufrieden mit gewissen umständen, aber ein bisschen eingeschlummert und lahm gemacht unter dem deckmantel des wohlstandes. klassische aussage: wias is, so is. jo, wos wüstn mochn? wos sull ma scho tuan?
und auf einmal haut jemand auf den tisch und sagt "NEIN, so nicht!", und das, obwohl eingentlich alles ok ist, weil wir ja nicht verhungern, aber es passt eben doch nicht. endlich ein aufschrei.
letztendlich geht es hier nicht nur um studenten, sondern um die österreichische gesellschaft. zwar mögen viele finanziellen forderungen der studenten arrogant wirken, angesichts dessen dass genauso bauern, kleinunternehmer, arbeitnehmer/suchende, eltern usw. nicht zufrieden sind mit finanziellen unterstützungen sind und nichts einfordern. aber wenn man bedenkt dass 80 prozent des österreichischen vermögens (allgemeines einkommen des staates) 10 prozent der bevölkerung gehört, und wenn österreich geld für eurofighter hat (ohne zuvor die bevölkerung zu fragen), dann müsste eigentlich nur eine umverteilung stattfinden, und man kann weit mehr finanzieren als was vom staat vorgegeben wird zum wohle verschiedener interessensgruppen österreichs- seien es die pensionisten, kleinbauern, studenten, alleinerziehende, metaller, lehrlinge, berufstätige, künstler, kindergärtner innen, vereine etc.

Gast: gepoppter
18.11.2009 15:04
0 0

Deutlicher kann ja keine Statistik sein.

Mehr Abbrecher bei freiem Zugang. Wenns dann noch nix kostet, ist wohl die Kombination Villa Mama, so nicht eine Weltreise vorgesehen ist, die die Omama oder der Opapa finanziert, manche trampen auch, sagen sie zumindest, eine Möglichkeit nach Chancen auszulugen. Nur woher sollen die kommen. Bringt sie der Weihnachtsmann. Und so vergehen bei manchen Neukaderschmiedebewerbern einige Jahrln bis sie sich der Realität fügen. Und dann genügend Wissen erworben haben, wie man kontemplativ ohne Arbeitsfron durchs Leben kommt. Nicht alle. Aber sie werden immer mehr. Und die Hängematte, die Peppi nennt, wird immer tragfähiger. Und sein Gelaber immer unerträglicher.

Gast: Bonnie
13.11.2009 18:00
0 0

Studienchecker

Nicht ein Test würde den Maturanten helfen, sondern sie sollten einfach einen Tag an der Uni verbringen, um einen Vorgeschmack auf ein Studium zu bekommen.

2 2

Kreisky ist schuld - Hörsäle umgehend räumen!!!

Der Bildungsverfall hat unter Kreisky und der SPÖ begonnen, sie sind Schuld an der herunternivellierung und Abschaffung des Wertes "Bildung".

Die Hörsäle gehören umgehend geräumt und den Besetzern als gemeinsame Schädiger mit solidarischer Haftung die Rechnung über die Miete des Austria Center zugestellt und exekutiert.

Antworten Edain
13.11.2009 13:52
1 2

Re: Kreisky ist schuld - Hörsäle umgehend räumen!!!

Reden's kan Unsinn, alle demokratischen Rechte und Freiheiten kosten Geld. Wenn der HC irgendwo einen Wahlkampfauftritt hat, stellt ihm auch niemand die Kosten für den Polizeischutz in Rechnung, wenn wo ein Fußballspiel stattfindet, stellt man den Polizeischutz auch niemandem in Rechnung. Denken's lieber darüber nach, was für ein volkwirtschaftlicher Schaden auf Österreich zukommt, wenn es nicht bald ordentlich in sein Bildungssystem investiert. Dagegen sind die paar Tausender peanuts.

Antworten Antworten Gast: gepoppter
18.11.2009 15:08
0 0

Re: Re: Kreisky ist schuld - Hörsäle umgehend räumen!!!

Mit der Proletenuni wird der Schaden auch nicht geringer werden. Die Ausgaben aber wesentlich höher. Österreich braucht Arbeitskräfte. Nicht Gastarbeiter. Native. Und keine inkompetentes Hochschulproletariat.

Antworten Antworten Gast: Sussex
14.11.2009 18:42
0 0

Re: Re: Kreisky ist schuld - Hörsäle umgehend räumen!!!

Machens nicht so dämliche falsche Vergleiche, denn wenn der HC einen Wahlkampauftritt hätte, bei dem seine Truppe Sachschäden in Höhe von 100000 Euro anrichten würde, müssten sie sehr wohl für den Schaden selber aufkommen müssen.

Und wer in heutigen Zeiten beahuptet, dass für diesen Staat ein paar Tausender Peanuts wären, der lebt in einer realitätsfremden Welt.

Antworten Antworten Antworten Gast: gepoppter
18.11.2009 15:09
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Re: Re: Re: Kreisky ist schuld - Hörsäle umgehend räumen!!!

... oder ist Audimaxmarxist.

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Re: Kreisky ist schuld - Hörsäle umgehend räumen!!!

Und dann sind Sie aufgewacht? Kommens ein bißl runter und denken Sie ein wenig nach. Aber wahrscheinlich ist diese Bitte vergebens da aus Ihnen nur Unwissenheit und Haß spricht und Sie sich völlig disqualifizieren.

Antworten Gast: Pat Fishman
13.11.2009 10:35
0 0

Re: Kreisky ist schuld - Hörsäle umgehend räumen!!!

Welchen Schmarrn Sie hier glauben absondern zu können ist unfassbar. Sind Sie tatsächlich österreichischer Staatsbürger? Sind Sie echt mündig?

Antworten Antworten Gast: Bonnie
13.11.2009 18:09
0 0

Re: Re: Kreisky ist schuld - Hörsäle umgehend räumen!!!

Ich finde es gut, wenn Herr und Frau Österreicher auch wirklich agieren, als nur darüber wehzuklagen. Wir sind eine Demokratie, demos- das Volk, und ich glaube dass hier einfach verpasst wurde sich an neue Kapazitäten anzupassen, und nicht der Verlust des Wortes Bildung. Der Staat versucht zu sparen, also warum nicht bei der Bildung? Viele Studenten sind aufgebracht und nicht alle sind Rote. Stellen Sie sich vor sie gehen zu einem Arzt und er hat zwar einen Titel, jedoch keinen Wissensbackround. Ein Studium ist ernst zu nehmen, da stimme ich mit Ihnen überein. Aber die Leistungen der Universitäten lassen stark zu wünschen übrig. Würden sie gerne am Gang sitzen und veruschen zu hören was der Dozent sagt?

baul
13.11.2009 09:14
1 0

fayne Pröllmander

Die Bildung ist nur ein Teil des Dilemmas in das unser Staat hineingewurstelt wurde- aber zweifelsohne ein ganz wesentlicher. Es geht nicht mehr mit diesen Faynen Pröllmännern, ihren Seilschaften und Konsorten. Der Hut brennt und es muß brennen unter der Haut sonst geschieht nichts! Auch aus Verantwortung vor der nächsten Generation.

Antworten Gast: Pat Fishman
13.11.2009 09:27
0 0

Re: fayne Pröllmander

Ganz richtig - Ihr Kommentar!

Gast: Die Sterne des Orions
13.11.2009 08:30
1 0

Der Staat der nun immer mehr abstinkt!

Staatliches Bíldungs- und Unisystem: desolat, konzeptlos, fest in der toten knöchernen Hand der Gewerkschaft mit den Hauptleidtragenden Leistungsträgern der Zukunft. Der zahnlose Staat: immer mehr Eigentumsdelikte, zuviel Verständnis und als Sahnehäupchen der Fall Zogay. Der gierige Staat: Steuer, Steuer, Steuer um die Beamtenheere als Neue Klasse durchfüttern zu können. Ganze Familien kennen seit Jahrzehnten nur mehr den Staat als Dienstgeber sei es als Beamtenclan oder als AMS Nutznieser. Der Oligarchenstaat: vereinnahmt von Konrad + Co werden die Bürger als Bürge und Zahler wider Willen vergewaltigt. Der bevormundente Staat: Genderwahn und PC schlagen Schneisen in den Hausverstand. MANDER ES WIRD ZEIT!

Antworten Gast: Pat Fishman
13.11.2009 09:09
0 0

Re: Der Staat der nun immer mehr abstinkt!

Und was hat Ihr Kommentar - ausgenommen die erste Zeile - mit den Studentenprotesten (übrigens bereits auf europäischer Ebene, und bereits auch USA, UCLA) zu tun? Allgemeine Frustabladung?

Antworten Antworten Gast: Die Sterne des Orions
13.11.2009 12:10
0 0

Re: Re: Der Staat der nun immer mehr abstinkt!

Na denken Sie mal scharf nach. Österreich versumpert seine Zukunft. Und die Unis bzw. das Bildungssystem sind EIN WICHTIGES SYMBOL, wenngleich nicht das einzige. Wenn ich einen FH Rektor im Interview höre: wenn in Ö ein Bedarf von 100 Absolventen im Jahr besteht, dann produzieren wir 100 Absolventen, denkt über seinen Tellerrand nicht hinaus. Wenn sich Ö sich in einer Abwärtsspirale befindet, dann werden bald 10 Absolventen auch ausreichen.

Gast: Märchenerzähler
13.11.2009 08:28
0 1

Wenn der Staat Forschung auslagert,so wird die Gesundheit immer teurer,der Transit immer teurer und die Bauern sterben.

Die Krebsforschung,ist eigentlich nicht mehr Angelegenheit
des Staates,eine Ursachenforschung hat es einmal gegeben,doch pragmatisierte Forscher,die bezüglich
der Ursachen den Mund aufmachen dürfen,die gibt
es nicht mehr.Die Krebsforschung ist Angelegenheit
der Lobbies,wobei die Medikamente immer teurer werden,
die Erfolgszahlen auch,doch die Neuerkrankungen
nehmen sicher nicht ab sondern eher zu.
Würden Sie,wenn Sie ein Betrieb sind,schauen,dass
durch Ihre Forschungen die Einnahmen steigen
oder sinken?Das heißt die unrentablen
Studien verschwinden.Ein tolles Geschäft.
Wenn Sie ein Fahrzeughersteller sind,würden Sie
durch die von Ihnen durchgeführten Studien auch
versuchen die Einnahmen zu steigern.
Das heißt,die Fahrzeuge sind über Jahre
immer größer und schwerer geworden,die
Transitfahrten vor der Wirtschaftskrise auch.
Wenn es seit Jahrzehnten klar ist,dass z.B
Herbizide und Pestizide in der Landwirtschaft Krebs
erzeugen so steht das am Papier.
Der größte Agrarförderungsempfänger ist aber
die Zuckerindustrie.Der Zucker ist für zahlreiche
Volkskrankheiten eine wichtige Ursache.
Die Zuckerindustrie bezahlt die Ernährungsforschung.
Das heißt,wer die Wahrheitsfindung auslagert,
der darf sich nicht wundern,dass die Medikamente
immer teurer werden,weil sich niemand für
Gesundheit interessiert.Er darf sich nicht wundern,
dass die Autobahnreperaturen fast nicht
finanzierbar sind,wenn es keinen Prof,Knoflacher
mehr gibt,der den Mund aufmacht.

Antworten Gast: Pat Fishman
13.11.2009 09:29
0 0

Re: Wenn der Staat Forschung auslagert,so wird die Gesundheit immer teurer,der Transit immer teurer und die Bauern sterben.

Ihr Kommentar ist eine komplette Themenverfehlung! Laden Sie Ihren Frust nicht hier ab!
Äussern Sie sich themenspezifisch oder lassen Sie's bleiben. Sie verschwenden nur Platz.

Antworten Antworten Gast: gepoppter
18.11.2009 15:42
0 0

Re: Re: Wenn der Staat Forschung auslagert,so wird die Gesundheit immer teurer,der Transit immer teurer und die Bauern sterben.

Ich bin zwar nicht aufgefordert, werde aber unaufgefordert Ihrer Aufforderung gerne nachkommen.
Wo einzugreifen wäre?Mit Verstand ohne Emotionen?
Die Vielbeschäftigung der für Lehre und Forschung Verantwortlichen ist für die Hochschulen schädlich.
Dazu zählen auch die,die sich in der Politik engagieren. Wer neben seinem Beruf noch eine Vielzahl von Tätigkeiten ausübt gehört von der Hochschule entfernt. Nur dann darf man die Lehrkanzeln höher dotieren.
Die Wartezimmerstudenten sind eine starke Belastung fürs Hochschulbudget.
Freier Zugang zur Bildung? Ja. Aber mit Kostenbeteiligung. Mit einer zumutbaren und nicht mit einer Alibibeteiligung.Das von den Lehrenden einmal erworbene Wissen wird weitergegeben. Eine echte Katastrophe. Ein Beispiel: Ein berühmter Herzchirurg stottert bei der Aussprache orthomolekulare Medizin und äußert sich auch abfällig über sie.
Bildung ist nicht mit Ausbildung zu verwechseln. Wer bis zur Reifeprüfung, oft eine Gefälligkeitsbescheinigung, gepennt hat, soll seine Defizite aus der eigenen Tasche kompensieren.
Alle die ein Bachelor- oder Masterstudium beginnen, sollen das gefälligst an den FHs tun. An die Universitäten gehören nur die Studierenden des dritten Abschnittes für das Doktorat. Und die sollen nach besten Kräften unterstützt werden. Aber mit der Auflage für Österreich eine bestimmte Zeit tätig zu sein. Oder einen großen Teil der Ausbildungskosten rückerstatten müssen.
Aus Platzmangel kann ich weitere Anregungen nicht geben.

Antworten EU Gast
13.11.2009 09:08
0 0

Re: Wenn der Staat Forschung auslagert,so wird die Gesundheit immer teurer,der Transit immer teurer und die Bauern sterben.

Was für ein Weltbild: Verschwörer überall und Vater Staat als Fels in der Brandung ;-)

Gast: Paul
13.11.2009 08:15
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Ein Narr ist nie so lächerlich, als man ihn macht. (Jean Paul)

Der einzige Grund, warum unser Bundeskanzler beim Thema Studiengebühren so stur und borniert ist liegt auf der Hand:
er will sein Gesicht nicht verlieren. Die Abschaffung der Studiengebühren war doch eines der roten Zugpferde der letzten Wahl - Gusis Herz-As!
Nun dieses As fängt jetzt langsam zu stinken an; eine verbale Frühgeburt der Sozialdemokraten scheinbar, im geistigen Brutkasten noch nicht ausgereift, dem Volke zum Frass vorgeworfen, bereitet es nun Blähungen.

Gast: Pat Fishman
13.11.2009 07:49
2 0

Ich find's phantastisch!

Wir sollten stolz auf unsere jungen Studierenden sein!

Nun organisieren sie sich die StudentInnen - weltweit und berechtigt!!! Und das abseits aller etablierten Organisationen, die versuchen auf den Zug aufzuspringen bzw. nur dumm daneben stehen und, so wie in Deutschland, die POLIZEI! um "tatkräftige" Hilfe bitten.

Hier wird uns demonstriert, welches super Potential in unseren Studierenden steckt. Und unsere Politik ist schlicht unfähig dies positiv für uns alle zu nützen.

PS: Es ist keine Frage, dass bei uns Bildungspolitik sträflich vernachlässigt wurde und wird.


Antworten Gast: gepoppter
18.11.2009 15:47
0 0

Re: Ich find's phantastisch!

Vor allem ist erstaunlich, was das WWW leisten kann.
Wenn die "Grauen Panther" auch ihre Konnektion benützen, was könnten sie dann erreichen? Ein Zusatzprädikat erhalten: Realitätsferne Schwätzer und Rabulisten.

Gast: Westwind
13.11.2009 04:11
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"Konzeptionslose Bildungspolitik in Österreich"

Neue Zürcher Zeitung
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/konzeptionslose_bildungspolitik_in_oesterreich_1.4004667.html

 
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