CHE-Ranking: Studenten sind zufrieden mit Fachhochschulen

Vor allem bei den Abschlüssen können sich österreichische Fachhochschulen beim CHE-Ranking durchaus mit deutschen FH messen. FHK-Präsident Holzinger sieht die Ergebnisse als Argument für den Fachhochschulausbau.

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(c) Fabry

Wien/Gütersloh. Die Studenten sind mit ihren Fachhochschulen ziemlich zufrieden – und auch objektiv gesehen stehen die heimischen FH sehr gut da. Das zeigen die Österreichergebnisse des aktuellen Rankings des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh, die der „Presse“ vorliegen und die online im Detail einsehbar sind (siehe QR-Code). In Deutschland veröffentlicht die „Zeit“ diese Woche die Resultate. Bewertet wurden heuer Studiengänge in den Bereichen BWL, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Soziale Arbeit.

 

>>Hier die Bewertung im Überblick (PDF) 

Insgesamt wurden dieses Jahr 300 Hochschulen bewertet, davon rund 200 Fachhochschulen. Aus Österreich haben dieses Jahr zehn Fachhochschulen mit 114 Studiengängen teilgenommen.
Die meisten Top-Bewertungen gibt es dabei für Tourismus- und Freizeitwirtschaft am Management Center Innsbruck und Logistik an der FH Oberösterreich. Eine echte Rangliste ist das CHE-Ranking jedoch nicht: Direkt verglichen werden können eigentlich nur einzelne Kategorien. Das CHE will so vor allem angehenden Studenten eine Orientierungshilfe bieten.

Top bei der Studierbarkeit

Besonders punkten die Fachhochschulen in der Einschätzung der Studierenden – die einen Teil des Rankings ausmacht – bei der Studierbarkeit, darunter fällt unter anderem der Zugang zu Lehrveranstaltungen und die Abstimmung des Lehrangebots. Ebenfalls sehr gut bewertet: die Räumlichkeiten und die Organisation der Prüfungen – etwa ob sie gut mit der übrigen Arbeitspensum vereinbar sind.

Bei den erhobenen Fakten können die FH neben der internationalen Ausrichtung vor allem mit den Abschlüssen in angemessener Zeit punkten: Fast alle der bewerteten Fachhochschulen sind hier bei hundert Prozent. Bei den Masterstudien macht immer noch ein Großteil der FH-Studierenden den Abschluss in der Regelstudienzeit.

„Bei den Studienabschlüssen schneiden die österreichischen FH besser ab als die deutschen“, sagt Saskia Ulrich vom CHE im Gespräch mit der „Presse“. Was die Internationalisierung angeht, sind die heimischen FH etwa gleichauf mit den deutschen. Beim Praxisbezug stehen laut Ulrich dagegen die Fachhochschulen in Deutschland besser da. Stellenweise Luft nach oben gibt es trotz größtenteils guter Ergebnisse beim Lehrangebot, bei der Unterstützung für Auslandsstudien und bei der Unterstützung am Studienanfang – von Info-Veranstaltungen und Schnupperstudium bis zu Mentoring.

„Der FH-Ausbau lohnt sich“

Der Chef der Fachhochschulkonferenz, Helmut Holzinger, sieht die Ergebnisse als Argument für einen weiteren Ausbau der Fachhochschulen. Besonders gute Ergebnisse hätten die Fachhochschulen genau in jenen Bereichen erzielt, die zum Kern ihres Profils gehören: etwa bei der Studierbarkeit und den Abschlüssen in angemessener Zeit. „Da hat der Fachhochschulsektor aufgrund seiner Position einen Schwerpunkt“, sagt Holzinger im Gespräch mit der „Presse“. „Für uns ist das auch ein Indiz dafür, dass es sich lohnt, in die Fachhochschulen und ihren Ausbau zu investieren.“

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