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Audimaxisten geben nach: Nur noch "Teilzeitbesetzung"

15.12.2009 | 18:15 |  CHRISTOPH SCHWARZ (Die Presse)

Der größte Hörsaal Österreichs soll bald für Vorlesungen freigegeben werden. Am Mittwoch soll über die genauen Bedingungen abgestimmt werden. An den meisten anderen Unis ist es schon früher zur Annäherung zwischen Uni-Leitung und Studenten gekommen.

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Wien. Es ist ein Kompromiss, der noch vor wenigen Tagen undenkbar erschien: „Wir sind keine Teilzeitbesetzer!“, haben die Studenten, die seit 56 Tagen das Audimax der Uni Wien blockieren, unlängst Rektor Georg Winckler entgegengeschrien. Am Dienstag haben sie (auch wenn den Begriff keiner der Protestierenden in den Mund nehmen wollte) schließlich dennoch genau das angeboten: eine Teilzeitbesetzung.

Das Audimax soll schon bald für den Lehrbetrieb freigegeben werden, sagte ein Sprecher der Besetzer zur „Presse“. Alle Lehrveranstaltungen sollen dann wieder „in den dafür vorgesehenen“ Räumlichkeiten stattfinden können. Die restliche Zeit, und darauf lege man Wert, bleibe die Besetzung jedoch aufrecht. Und: Stattfinden könne all das „nur nach unseren Konditionen“, wie die Besetzer sagen.

Rektor Winckler müsse im Gegenzug einige Forderungen erfüllen, die heute, Mittwoch, im Plenum abgestimmt werden. So wünschen sich die Besetzer etwa, dass einer von ihnen in jeder Vorlesung ein zehnminütiges Statement an die Studenten richten darf – anschließende Diskussion über die Besetzung inklusive. Winckler reagierte am Dienstag zurückhaltend auf das Angebot. Es sei „ein halber Schritt“ in die richtige Richtung.

 

Anfang vom Ende des Aufstands

Für die Besetzer selbst ist die Freigabe des Audimax, das in den vergangenen Wochen zum Sinnbild des Protests wurde, mehr als nur ein „halber Schritt“. Die Teilzeitlösung dürfte vielmehr den Anfang vom Ende der Aufstände markieren. Denn ganz freiwillig ist der Rückzug aus dem Hörsaal nicht. Sie scheint ein Tribut an das Mobilisierungsproblem zu sein, das die Studenten auch in ihren Online-Sitzungsprotokollen ansprechen: „Wir brauchen Leute hier. Die Menschen hier sind überarbeitet und brauchen Hilfe“, heißt es in der Mitschrift des montäglichen Plenums. So habe man sich am Freitag im Audimax nicht einmal gegen eine „Störaktion“ von „50 Weihnachtsmännern“ wehren können, bei der sich jemand ausgezogen und auf dem Tisch Boogie getanzt habe.

 

Arbeitsforen tagen bis 2010

Langfristige Lösungen zur Uni-Misere lassen unterdessen noch auf sich warten: Die Arbeitsforen, die beim „Hochschuldialog“ des Wissenschaftsministers ins Leben gerufen wurden, sollen erst Mitte des nächsten Jahres ihre Abschlussberichte präsentieren. Die zusätzlichen 34 Millionen Euro, die Minister Johannes Hahn (ÖVP) den Unis als Reaktion auf die Proteste zugesichert hat, werden ebenfalls noch nicht verteilt. Die Unis sind derzeit damit beschäftigt, gemeinsam mit der Hochschülerschaft konkrete Projektanträge zu erarbeiten. Die Einreichfrist endet am 15. Jänner.

AUF EINEN BLICK

Chance auf Weihnachtsfrieden.Die Besetzer im Wiener Audimax haben angekündigt, den Hörsaal für den Lehrbetrieb freizugeben. Am Mittwoch soll über die genauen Bedingungen abgestimmt werden. An den meisten anderen Unis ist es schon früher zur Annäherung zwischen Uni-Leitung und Studenten gekommen. Langfristige Lösungen für die Uni-Probleme sind aber nicht in Sicht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.12.2009)

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67 Kommentare
 
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ÜBERARBEITET???

Wissen die überhaupt, was Arbeit bedeutet?

Gast: Anti-Audimaxist
16.12.2009 17:21
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Räumung

Die Audimaxbesetzung ist und war nie etwas anderes als grober Unfug. Diese Chaoten haben schon viel zu viel Zeit und Geld verschwendet, wann also wird das einzig richtige getan und das Audimax endlich geräumt? Wann kann der Hörsaal endlich wieder für Vorlesungen und Prüfungen genutzt werden statt für die dubiosen Veranstaltungen von ein paar linken Wirrköpfen?

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Re: Räumung

Wenn's denn nicht schon an Verhetzung grenzen würde, wüsste ich, was die anderen Studenten mit diesen Nicht-Studenten und Nestbeschmutzern machen sollten...

Aber wir leben nun einmal in einer pluralistischen Gesellschaft des kollektiven Schweigens und Duldens....

Und so behalte ich mein Wissen für mich.

Aber der Rektor könnte die Pflicht übernehmen und die Schuldigen der Uni verweisen.

Gast: student
16.12.2009 14:24
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freue mich schon...

...wenn sie uns dann die Vorlesungszeit auch noch stehelen...dann werden wir sie halt hinauspfeifen...
Hoffentlich stimmen sie dann auch ab, dass sie uns bei ihrer gnädigen Teilfreigabe, nach ihren happenings auch wieder aufgeräumte und (nach der jetzt notwendigen Renovierung) nicht mehr derart devasteierte Höhrsääle hinterlassen...(wo ja ach so demokratisch, jeder seinen Mist einfach fallen ließ..die Wände beschmierte...rauchte und Bierdosen umkippte...alles aber immer nur im Sinne der sog. politischen Elite !)

Gast: hoppla
16.12.2009 12:38
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"Stattfinden könne all das,

nur nach unseren Konditionen“ ?
sind wir bereits in nordvietnam ????????

Gast: vbn
16.12.2009 12:10
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Tore auf und Heizung aus ...

... und wer dann krank wird soll sich den Arzt selbst zahlen müssen.

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Re: Tore auf und Heizung aus ...

Dagegen: Vorarbeiter rein, Werkzeug rein, Tore zu. Raus kommen sie nur sobald der Schaden beseitigt ist. (Haften ja wohl eh solidarisch)

So tun sie was für die Gesellschaft und lernen für's spätere Berufsleben.

Gast: Daver
16.12.2009 08:58
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Also mir hat der Vorschlag sehr gefallen:

http://blog.daver.at/?p=254

Einfach genial

Antworten Gast: Guglhupf
16.12.2009 10:44
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Re: Also mir hat der Vorschlag sehr gefallen:

Ja, solchene Sachen kann man nicht erfinden, die gibt es nur bei den Audimarxisterln

Zwergerln

Diese Hascherln im Audimax sind so erbärmlich.

Gast: NoOneHere
16.12.2009 08:01
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Klar Weihnachtsferien beginnen ...

... man führt ja keine Besetzung weiter wenn man Ferien hat.

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Re: Klar Weihnachtsferien beginnen ...

Ich glaub eher, dass machen sie wegen der Eltern. Wenn die draufkommen, was die das Semester über so machen, drehen sie den Geldhahn zu - etwas, was Papa Gio und Onkel Winckler längst hätten tun sollen.

"Audimaxisten"

Wer erfindet eigentlich solche Unwörter in der Presse? Comic-Leser?

Re:

die besetzer selbst, sie unwissender.

Gast: gast
16.12.2009 00:53
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hahn

mit minister hahns zeitschindetaktik - mitte nächsten jahres sollen erst die berichte der arbeitsgruppen fertig sein - zeigt er wieder mal, wie wenig ihn die bildung in österreich interessiert. ich frag mich, was einen menschen für das amt eines ministers qualifizieren muss.

„Wir brauchen Leute hier. Die Menschen hier sind überarbeitet und brauchen Hilfe“?

Ich stelle fest: Studenten sind schon vom Demonstrieren überarbeitet. Wie sollen die erst im richtigen Leben überleben? Klar, und der erste Schnee ist auch schon da. Da will man natürlich auch zum Schi fahren, oder?

Re: „Wir brauchen Leute hier. Die Menschen hier sind überarbeitet und brauchen Hilfe“?

Seien Sie froh, das die Studentenschaft so lax ist. Andernfalls würden Autos brennen wie in Griechenland oder ganze Stadtviertel vernichtet wie in Paris... aber vielleicht kommt ja noch?

Antworten Antworten Gast: student
16.12.2009 14:29
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Re: Re: „Wir brauchen Leute hier. Die Menschen hier sind überarbeitet und brauchen Hilfe“?

die sind nicht lax, sondern denken nur etwas weiter - was bringt derartiger aktionismus ? etwa den Griechen oder den Pariser Vororteprolos ? eben - die Zerstörung ihrer eigenen Infrastruktureinrichtungen - der Staat läßt sie halt dort in ihrem eigenen Schutt sitzen. Politischer Effekt solcher Mobpolitik ? uch keiner. Verhandelt etwa über eine BAC-Reform wird in Gremien. Zerstörungsaktionen bringen nie etwas. DAS haben die Besetzer - wie jeder der dort mal durchgeht, ja auch schon bei uns nahhaltig zelebriert - werden hohe fünfstellige Renovierungskosten sein, die die völlig verschmierten Wände (bis hinauf zur UB-Stiege !) kosten werden.

Gockelhahn, tu was!

Ich fordere den Gockelhahn auf, alle Uniräume den Sandlern zu übergeben und die Studenten arbeiten zu schicken - die sollen putzen gehen, dann brauchen wir dafür nicht die ganzen Mohammedanerinnen.

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Langsam wird das demonstrieren auch fad

na dann fahren wir eben in die Ferien

Re: Langsam wird das demonstrieren auch fad

Und weil bald Ferien sind, sind uns die Obdachlosen egal und wir setzen die wieder auf die Straße.

Trotzdem: Lustig war das demonstrieren allemal :)

Antworten Antworten Gast: student
16.12.2009 14:30
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Re: Re: Langsam wird das demonstrieren auch fad

die Obdachlosen gehören ja wirklich nicht auf die Uni...DAS wäre shon früher zu bereinigen gewesen...und hört jetzt auch bald auf, dass der halbe Balkan am Rinmg logiert....

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Re: Re: Re: Langsam wird das demonstrieren auch fad

Nach dem Ende der Besetzung werden die Krankenkassen gut beraten sein, die Studenten zum Lungenröntgen zu schicken - wegen TBC.

So scheitern Weltrevolutionen oft an unscheinbaren Kleinigkeiten


Das tausendjähriige Reich scheiterte am russischen Winter.

Der real existierende Sozialismus scheiterte an den fehlenden Bananen.

Der Audimarxismus scheitert an den Weinachtsferien.

Schlechte Zeiten für Weltrevolutionen.

Gast: Cotopaxi
15.12.2009 19:41
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Es würde mich interessieren, wie hoch unter den Sandlern die Akademikerquote ist?

Angeblich soll sie dort nicht niedrig sein. So mancher Soziologe und Politikwissenschaftler soll dabei sein.

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Re: Es würde mich interessieren, wie hoch unter den Sandlern die Akademikerquote ist?

Dank der linken Gehirnwäsche "am Realkapitalismus gescheitert."

 
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