Uni erstellt Verhaltenskodex für Religion

Die Universität Hamburg schreibt fest, wie mit Religion umgegangen werden soll. Vorlesungen dürfen nicht "durch religiöse Alltagsgestaltung beeinträchtigt werden".

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(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Die Uni Hamburg hat einen Verhaltenskodex zur Religionsausübung an der Hochschule herausgegeben. „Vereinzelte Vorkommnisse haben eine Reihe von Fragen zum Umgang mit dem Religiösen in Studium, Lehre, Forschung und im alltäglichen Miteinander an der Hochschule aufgeworfen“, wird Uni-Präsident Dieter Lenzen auf der Webseite der Universität zitiert.

Es wird betont, dass das Recht auf Religionsfreiheit an der Uni respektiert wird. „Zu dieser Freiheit gehören neben der Verwendung religiöser Symbole, mit denen die Zugehörigkeit zu einem Glauben zum Ausdruck gebracht wird, auch die dem jeweiligen Glauben gemäßen Verhaltensweisen.“

Die Ausübung religiöser Freiheit ende aber dort, „wo der wissenschaftliche Auftrag beeinträchtigt oder gefährdet wird“. Zum Beispiel dürfen Vorlesungen nicht durch eine „religiöse Alltagsgestaltung beeinträchtigt werden“. „Religiöse bzw. rituelle Handlungen müssen auf nichtstörende Handlungen eingeschränkt werden sowie im Raum der Stille stattfinden.“

Insgesamt hat der Kodex sieben Punkte. Er ist online abrufbar.

>>> Zum Verhaltenskodex der Universität Hamburg

(red.)

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