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Audimax-Besetzer wegen Vorlesungen zerstritten

07.01.2010 | 11:39 |   (DiePresse.com)

An die Proteste erinnerten am Donnerstag nur noch die Sicherheitsleute sowie ein Studenten-Aktivist, der Flugblätter verteilte. Manche fordern aber eine Wiederbesetzung.

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Rechtsgeschichte statt Besetzung hieß es am Donnerstag wieder im Audimax der Universität Wien. Nach rund zwei Monaten Besetzung und zweieinhalb Wochen Renovierung startete pünktlich um 8.30 Uhr der Vorlesungsbetrieb im größten Hörsaal Österreichs. Das Hauptgebäude der Uni sowie das Neue Institutsgebäude (NIG) sind nach der über die Weihnachtsferien verhängten Schließung wieder normal geöffnet. An die Proteste erinnerten nur mehr die nach wie vor präsenten Sicherheitsleute sowie ein Studenten-Aktivist, der Flugblätter mit dem Titel "Die Bewegung lebt" verteilte.

Mit Wilhelm Brauneder eröffnete ausgerechnet jener Professor wieder den Vorlesungsreigen, den die Besetzer aufgrund seiner Vergangenheit als FP-Nationalratspräsident eigentlich aus dem Audimax verbannen wollten. Fenstertags-bedingt vor eher familiärer Kulisse widmete er sich der "Rechts- und Verfassungsgeschichte der neueren Zeit". Zuvor übte er auch Kritik - allerdings weniger an den Besetzern als an der Uni. Wenn es stimme, dass die Besetzung rund 1,5 Mio. Euro gekostet habe, sei es "schade um das Geld", mit dem man viel wichtigere Dinge finanzieren könne.

Hörsaal C1 nach Verhandlungen frei

Um 10.00 Uhr startete auch der Vorlesungsbetrieb im zuletzt noch besetzten Hörsaal C1 am Campus im Alten AKH. Im Gegenzug für die Freigabe des Hörsaals während der Lehrveranstaltungen dürfen die protestierenden Studenten das Foyer des C1 sowie die Aula im Hof 1 nutzen. Außerhalb der Lehrveranstaltungen steht ihnen auch der Hörsaal selbst zur Verfügung.

Besetzer zerstritten: Wiederbesetzung?

Die Besetzer selbst sind mittlerweile untereinander zerstritten: Während eine Gruppierung diese Vereinbarung in einer Aussendung als "Stärkung" der Bewegung auffasst und sich auf inhaltliche Arbeit etwa im Rahmen des Hochschuldialogs des Ministeriums konzentrieren will, spricht sich eine andere Strömung dagegen aus. In einem "weiteren offiziellen Statement von und für die Bewegung und alle Anderen" heißt es: "Wir weigern uns, die Resultate der - von einzelnen Personen der Öffentlichkeitsarbeitsgruppen nur an einen kleinen Teil der Besetzenden weiterkommunizierten - scheinbaren Verhandlungen mit dem Rektorat der Universität Wien anzuerkennen und diesen Folge zu leisten." Man distanziere sich "auch von selbsternannten SprecherInnen und VertreterInnen unserer heterogenen politischen Ansichten, Strategien und Praxen".

Und: "Im Gegensatz zu anderslautenden Meldungen behalten wir uns auch eine zukünftige Wiederbesetzung des Audimax sowie der Aula der Akademie der bildenden Künste vor. Es ist uns bewusst, dass eine Spaltung der Bewegung seitens der Universität provoziert und forciert wurde und diese fordert nun eine klare politische Positionierung aller an der Bewegung Beteiligten." Dadurch werde "Potential für eine konsequente Weiterführung der Proteste freigesetzt".

(APA/Red.)

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13 Kommentare
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Audimax-Diplom

Man sollte die Besetzer ihr eigenes "Studium" gestalten lassen und jeden Besetzer nach 2 Semestern mit dem großen Audimax-Diplom auszeichnen. Falls sich wer diskriminiert fühlt, so könnte er/sie das Diplom auch bereits nach 3 Tagen Gruppen-Diskussion erhalten. Damit wäre glaube ich allen gedient.

Gast: gast
07.01.2010 12:20
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ein "studentenaktivist "

ich dachte immer , ein studentenaktivist , also ein aktiver student ist einer der aktiv studiert .
jetzt muss ich lesen , es ist einer der "flugzettel" verteilt .
BITTE , BITTE , liebe Presse , VERSCHONEN sie das pt leserpublikum mit solchen leermeldungen sie ausser diesem "aktivisten " und ein paar unerheblichen gesinnungsgenossen KEINE SAU mehr interessiert . wieso wird dieser schwachsinn aufgewertet , indem man darüber berichtet ? und wenn man gleich dabei ist , WEN interessierts ob irgendwelche blondtussies von blähungen geplagt werden , obgleich das mir noch interessanter erscheint als obiger "aktivist " . doch lieber activia.

Gerechtigkeitskämpferinnen ohne Ablauftempel

Der forcierende Einklang aller Aktivistinnen ist, dass Gerechtigkeit nicht mit einem Kalendertag versehen werden kann.

Nur Gerechtigkeit selbst, kann Kämpferinnen von ihre Zielsetzungen nach Gerechtigkeit befreien.

In diesem Zwang befindenden Ungerechtigkeiten von Bildungshungen Studentinnen, gibt es einen überschuß an Substanz für das Streben für dessen Zielerreichung.

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Re: Gerechtigkeitskämpferinnen ohne Ablauftempel

Meldung aus dem Parteitempel, ...

ihre Glaubenssprecherin
Michi

Antworten Gast: Gast Ursus
07.01.2010 12:01
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Re: Gerechtigkeitskämpferinnen ohne Ablauftempel

Ein Minimum an Rechtschreibkenntnissen und sinnhaftes Formulieren sollte man in diesem Forum schon vorweisen können. Michi_Austria kann kein(e) StudentIn sein. Hoffentlich!

Fragen

1) Wer zahlt den Schaden?
2) Gibt es Strafverfahren gegen die Chaoten?
2.1) Wenn nein, muß ich dann beispielsweise auch keine Steuern oder Strafmandate zahlen? 2.2) Soll ich das Finanzministerium oder die Polizeidirektion besetzen und demonstrieren?
3) Was soll ich von einem Rektor halten, der nur stolz darauf ist, daß er ein Alt-68er ist?
4) Die Politik schweigt, nicht einmal der sonst so flotte HC sagt etwas. Gilt hier: Wer schweigt, stimmt zu?
5) Warum lassen wir uns wirklich alles gefallen?

Antworten Gast: Asterix
07.01.2010 14:07
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Re: Fragen

...ich kann mich nur vollinhaltlich anschließen.... und:
- die zuletzt verbleibenden "Studentenbesetzer" sollten für die Schadenswiedergutmachung herangezogen werden
- ebenso die ÖH
- wie kommen wir anderen Studenten dazu, mit diesen Chaoten in einen Topf geworfen zu werden
- wie kommen die Steuerzahler dazu, diese "Verweigerer" zu unterstützen?

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Re: Fragen

Absolut richtig, ich will das mein Steuergeld an kaputte Banken geht und nicht an solche unnötigen Unis, die erwirtschaften ja nichtmal Geld!

Re: Fragen

Ihre Punkte widersprechen jeglicher Logik.
ad 2: Nein
ad 2.1: Wenn es ein Strafverfahren gegen Sie gibt: Ja. Wenn nicht: Nein. - Was denn sonst? Und was hat das mit Punkt 2 zu tun??
ad 5: Manche lassen sich eben nicht alles gefallen - und genau solche Leute besetzen dann eben unter anderem Hörsäle.

Re: Re: Fragen

Machen Sie sich keine Sorgen um meine Logik. Eines hat Ihre Antwort jedenfalls klar gezeigt: Sie unterstützen Chaoten, die ordentliche Studenten vom Lernen abhalten.

Re: Re: Re: Fragen

Sie missverstehen mich. Von Unterstützung ist hier nicht die Rede. Ich habe lediglich die Tatsache festgestellt, dass sich die Chaoten, wie Sie sie bezeichnen, offenbar nicht alles gefallen lassen wollten (berechtigt oder nicht) und daher die Hörsäle besetzten. - Tut mir leid, ich weiß nicht, wen Sie mit "wir" meinen ("Warum lassen WIR uns wirklich alles gefallen"...)

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Gratulation...sind wieder auf dem Weg beste UNI zu werden..


Antworten Gast: gast
06.01.2010 14:08
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Re: Gratulation...sind wieder auf dem Weg beste UNI zu werden..

tja, wenn der politische wille, der bildung in österreich einen höheren stellenwert zuzuordnen und den jeweiligen institutionen auch mehr geld zu geben, fehlt, wird man wohl eher sagen: außer spesen nix gewesen...

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