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Uni-Protest geht auf Kosten der Lehrveranstaltungen

12.01.2010 | 18:39 |  REGINA PÖLL UND DUYGU ÖZKAN (Die Presse)

Die Hörsaalbesetzung kostet 1,5 Mio. Euro. Statt zusätzliche Kurse anzubieten, muss die Uni Wien jetzt sparen. Fast sieht es so aus, als hätten sich die protestierenden Studenten ins eigene Fleisch geschnitten.

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WIEN. Eigentlich hätte die Universität Wien im Sommersemester gern ihr Angebot an Lehrveranstaltungen – bescheiden– ausgebaut. Und das wäre der Uni schon schwer gefallen: Immerhin hat sich die Zahl ihrer Studenten vom Wintersemester 2008/2009 bis zum Wintersemester 2009/2010 von 74.000 auf 85.000 erhöht, also um mehr als 15 Prozent. Das Geld vom Staat für die Uni Wien ist in dieser Zeit aber nur leicht auf rund 450 Mio. Euro im Jahr gestiegen. Doch jetzt sind die Chancen auf mehr Lehrveranstaltungen gleich null. Denn die wochenlange Besetzung des Audimax und des Hörsaals C1 hat die Uni rund 1,5 Mio. Euro gekostet. Und damit fehlt Geld für mehr Lehre und Forschung, wie die Uni-Wien-Sprecherin Cornelia Blum im Gespräch mit der „Presse“ sagt.

Von den 1,5 Mio. Euro entfielen mehr als 600.000 Euro auf die Miete von Räumen, die als Ersatz für das Audimax und den Hörsaal C1 dienten. Der zweitgrößte Brocken entfiel mit rund 500.000 Euro auf die Beseitigung von Schäden, allein im Audimax mussten 150.000 Euro dafür aufgewendet werden. So wurden in beiden Hörsälen neue Türen, Schlösser oder Fenster eingesetzt; das Ausbessern von Orientierungstafeln oder Leitsystemen kostete mehr als 30.000 Euro; AV-Ausstattung musste um 20.000 bis 30.000 Euro repariert oder überhaupt ersetzt werden, weil sie verschwunden war; auch für Elektrik und Malerarbeiten – zur Beseitigung von Schmierereien – wurden hohe Summen aufgewendet. Auf den Sicherheitsdienst, der insbesondere beim Audimax für Ordnung sorgte, entfielen knapp mehr als 400.000 Euro. Auch für Extrareinigung und -müllentsorgung musste die Uni Wien aufkommen.

Fast sieht es so aus, als hätten sich die protestierenden Studenten ins eigene Fleisch geschnitten. Zwar haben sie mit der Besetzung der Hörsäle bessere Studienbedingungen und ein weniger verschultes System gefordert, nachhaltige Ergebnisse haben sie gegenüber der Regierung aber nicht erzielt.

 

Geld fehlt in Massenstudien

Und jetzt könnten sie sogar noch an Studienangebot einbüßen. Für Uni-Sprecherin Blum steht fest: „Lehrveranstaltungen, die finanziert hätten werden können und zusätzlich notwendig wären, können nicht angeboten werden. Das Geld ist nicht da.“ Nach den Ausgaben von 1,5 Mio. Euro „geht es nicht“. Die Uni Wien habe ihre „Grenze erreicht“, sagt Blum in Bezug auf die steigenden Studentenzahlen, die sich aus der Abschaffung der Studiengebühren ab dem Sommersemester 2009 ergeben hätten. Vor allem in Publizistik, Geschichte oder Politikwissenschaft sind die Zahlen weiter angestiegen.

„In diversen Studienrichtungen wird es noch enger. Die Kapazitäten werden zwar erweitert, aber nicht so, wie das gemäß des Studentenzuwachses notwendig wäre“, sagt Blum. Außer an Lehrveranstaltungen könnte es an wissenschaftlichem Personal fehlen. Umso mehr, als es im Sommersemester 2010 zu einem weiteren Anstieg der Studentenzahlen kommen könnte.

Für die Studentenvertretung waren die Proteste nicht umsonst, selbst wenn wegen diesen das Studienangebot schrumpfen dürfte. „Wir haben mit den Protesten eine unglaubliche Diskussion losgetreten, die sonst so nicht stattgefunden hätte“, ist die ÖH-Vorsitzende der Uni Wien, Oona Kroisleitner vom SPÖ-nahen VSStÖ, überzeugt. Immerhin würden nun die Curricula, etwa die Studieneingangsphasen, überdacht. Außerdem hätte die Regierung ohne Proteste nicht 8 bis 9 Mio. Euro aus der Uni-Reserve für die Uni Wien lockergemacht. Aber: „Natürlich ist es suboptimal, dass so viel Geld für Mieten und dergleichen aufgewendet wurde.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.01.2010)

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30 Kommentare
1 2
Gast: Georg Pichler
17.01.2010 13:56
0 0

1,5 Mio Schaden bei 8 Mio aus der Reserve = weniger?

Zitate aus dem Artikel:
"Außerdem hätte die Regierung ohne Proteste nicht 8 bis 9 Mio. Euro aus der Uni-Reserve für die Uni Wien lockergemacht."

Das sollte auch so stimmen, weil allein die vergleichsweise kleine Uni Salzburg 2 Mio erhalten hat, die weitaus größte Uni Österreichs, die Uni Wien, entsprechend mehr.

Zitat Blum:
"Das Geld ist nicht da.“ Nach den Ausgaben von 1,5 Mio. Euro „geht es nicht“. "

Simple Arithmetik sagt mir nun, dass 9 bzw. 8 - 1,5 7,5 bzw. 6,5 Mio € ausmacht, die Proteste haben also weitaus mehr Geld gebracht als gekostet, so problematisch die 1,5 Mio Kosten nun sein mögen.

Warum man mit 6,5 Mille mehr im Budget plötzlich die "bescheidene Ausbaut" des Lehrangebots nicht mehr geht, weiß wohl nur Blum.

Gebraucht wird eh noch viel mehr, die 30 Mio Reserve waren ein halbes Tröpfchen auf einen rotglühenden Stein.


nopod
17.01.2010 13:43
0 0

Blum ist der Chef, der Rektor hat nichts zu sagen!

Und 34 Millionen zusätzlich, abzüglich 1, irgendwas Millionen (Die Angaben variieren ja permanent als ob 100 000 Euro auf oder ab egal wären) ergibt in Summe 32 irgendwas Millionen MEHR als VOR den Protesten.

Und die Proteste sind nicht vorbei, sie sind dabei sich auf alle Gesellschaftsschichten auszubreiten, denn Audimax ist überall!

Gast: AnEs
15.01.2010 19:43
0 0

Ich werde das Gefühl nicht los,

dass hier um ein paar Tropfen verschüttete Milch gestritten wird und sich die Fronten verhärten.

Die Ministerreserve ist sowas von zu wenig, es ist absolut absurd, zu argumentieren die Protestierenden wären Schuld daran, dass es jetzt weniger LVs als geplant gibt. Ohne Protest hätte es auch kein zusätzliches Geld gegeben.

Diese Logik hilft zwar, einen Prügelhund vors Haus zu setzen, damit der Unmut endlich ein Ziel findet, aber ein konstruktiver Ansatz zur Lösung der Bildungsproblematik ist das wirklich nicht.

Gast: gast
15.01.2010 15:56
0 0

uni wien gibt 9,7 mio mehr für massenstudien aus

Die Universitätsleitung schreibt heute auf ihrer Homepage das Gegenteil. Aus den anlässlich der Studierendenprotesten zusätzlich vom Ministerium zur verfügung gestellten 34 mio erhält die Universität wien 9,675 mio, die für eine Ausweitung der Studienangebote in den besonders überlasteten Studien aufgewendet werden:
www.univie.ac.at
bzw.
http://public.univie.ac.at/index.php?id=6576&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=14288&tx_ttnews[backPid]=6088&cHash=49a5fbede4" target="_blank">http://public.univie.ac.at/index.php?id=6576&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=14288&tx_ttnews[backPid]=6088&cHash=49a5fbede4

Gast: ddkls
14.01.2010 12:07
1 3

enttäuschend...

...wie kurzsichtig die presse und die verfasser der beiträge zu diesem artikel im bezug auf den studentenprotest sind.

gerade studenten die groß über die besetzung schimpfen sind für mich nicht mehr als widerliche opportunisten. wenn ich von der situation in graz auf wien schließen kann, kann ich nur garantieren dass der große teil der besetzer keine faulen bummelstudenten waren, sondern jede minute ihrer freizeit aufgewendet haben um für alle studenten etwas zu erreichen. die meisten haben sehrwohl parallel zum protest auch LVs besucht, prüfungen gemacht, etc

aber ja, hauptsache das beste für sich aus seinem drecksstudium nehmen, sich aufregen über sogenannte "blockierer" und dann schön im univiertel saufen gehn. ihr seid österreich.

Gast: mathematiker
13.01.2010 14:41
0 0

lächerlich

rektor winkler lukriert aus der "ministerreserve" die ausschließlich aufgrund der proteste ausgeschüttet wurde alleine 8-9 Mio Euro. Bleiben also min. 6,5 an MEHR im Budget. Geld das übrigens ausschließlich für die Verbesserung der Lehre eingesetzt werden darf, also zb für zusätzliche LVs...

Gast: Steuerzahler
13.01.2010 14:15
1 1

Uni-Randalierer

Nicht genug dass diese Randalierer echte Studenten am Studium hindern, sich in den Studenten-Privilegien - von denen ein Lehrling nur träumen kann - sulen, versauen sie auch noch Staatseigentum. Dass die unileitung nicht in der Lage waren diesem Treiben ein Ende zu setzen, wirft ein bezeichnendes Licht auf Diese.
Aber wie wird bei Vandalismus allgemein vorgegangen. Diese Herrschaften inclusive deren Eltern ganz einfach zum Schadenersatz heran ziehen. Alles klar?

Gast: danyvet
13.01.2010 12:31
1 0

fenster??

seit wann hat das audimax fenster???
mag ja sein, dass das ausmalen des ganges vor dem audimax nicht grad billig war, ist ja auch viel fläche... aber was da alles aufgezählt wird, entspricht mit sicherheit nicht der wahrheit

0 0

Also

Wenn die ÖH-Vorsitzende auch nur behauptet, die ÖH hätte irgendetwas mit den Studentenprotesten zu tun gehabt außer Zuschauer zu sein, ist das einfach nicht wahr!

Gast: Oesterreicher
13.01.2010 07:41
0 0

Faule Ausrede

Das ist doch eine faule Ausrede, um die Studenten zu diskreditieren! Die Unis haben tatenlos zugesehen, anstatt - wie es sinnvoll gewesen wäre - den Druck auf die Politik zu erhöhen. Und das mit der Renovierung des Audimax ist auch eine Riesenlüge: Das war vorher schon renovierungsbedürftig! Bei einem sinnvollen Vorgehen der Unis hätten die Studenten sicher den Müll auch selbst entfernt, es wären also nicht einmal zusätzliche Reinigungskosten angefallen.

Litteratus
13.01.2010 09:00
0 0

Re: Faule Ausrede

Ich will mich hier gar nicht über pro und contra der Besetzung auslassen, den die hat wirklich zwei Seiten - eine gute und eine schlechte.

Aber, dass das mit dem Audimax eine Riesenlüge ist, ist eine Riesenlüge: Ich musste und muss als Student oft ins Audimax. Ich weiß, wie es vor der Besetzung ausgehen hat - nämlich tadellos - und wie es während und nach der Besetzung ausgesehen hat - nämlich renovierungsbedürftig.

Also überlegen Sie sich bitte andere Argumente...

freeman
13.01.2010 08:40
0 0

Lächerlich.

Erstens waren es nicht "die Studenten", die die Kosten verursacht haben, sondern eine winzige Gruppe.

Zweitens: Wie sollen die Unis den Druck auf die Politik erhöhen? Das hieße, daß des Schwanz mit dem Hund wedelt. Universitäten, die ausschließlich durch öffentliche Gelder finanziert weden, sind der Politik wohl oder übel ausgeliefert.

Antworten Antworten Gast: gast
13.01.2010 18:56
0 0

Re: Lächerlich.

50.000

epek
13.01.2010 10:43
1 0

Re: Lächerlich.

Ergänzung: eine winzige Gruppe, die dieses Semester sehr wahrscheinlich nicht studiert hat.

0 0

Diskutieren statt studieren

"Diskutieren statt studieren" ist offenbar das Motto von Frau Oona (= schreibt man das wirklich so?) Kroisleitner.

Eine "unglaubliche Diskussion" ist ihr lieber als Lehrveranstaltungen.

Kein Wunder, Frau Kroisleitner muss den Schaden ja nicht zahlen. Den Schaden zahlt die Allgemeinheit.

Und noch etwas: Nach zehn bis zwanzig Jahren "Hochschulpolitik" kann sich Frau Kroisleitner auf ein Nationalratsmandat bei der SPÖ freuen. Wetten?

...Wenn es dann die SPÖ noch gibt ;)

Gast: LesBobos
13.01.2010 00:51
3 0

Eine verrückte Welt!

Es mangelt in unserer Gesellschaft an der nötigen Härte gegenüber Randalierern, vor allem aus dem linksradikalen Bereich. Hätte das Rektorat den Mumm gehabt die Unruhestifer am ersten Tag aus der Uni zu verweisen und die Hörsäale von der Polizei räumen zu lassen, die Kosten wären minimal gewesen. Überhaupt ist dieses ganze Szenario absurd: Die Linken beschließen im Parlament die Aufhebung der Studiengebühren und öffnen die Uni für Jedermann. Dann strömen massenweise Neustundenten in die Uni, die zu einer Überlastung der Unikapazitäten führen. Was machen die Uni- Protestierer? Sie regen sich darüber auf, dass alles so schlimm ist und fordern weiterhin freien Uni- Zugang(!) für alle...
Die meisten Professoren, die die Uni- Malaise mitverschuldet haben, solidarisieren sich daraufhin mit den Prostestierern und verlangen von der Regierung gleichzeitig für sich mehr Geld. Der Witz daran: Sie bekommen es! Wir leben in einer Verrückten Welt!

Antworten Gast: TU Student
13.01.2010 10:04
0 0

Re: Eine verrückte Welt!

Zur Erinnerung:

Die Parlamentsbeschluesse, die Sie ansprechen, wurden mit den Stimmen der FPOE durchgesetzt, dieser Linxlinken Linxpartei.
Martin Graf, der linxlinke marxistische Linxchaot, hat in seiner Rede erklaert warum - und dem konnte/kann ich nur zustimmen.

freeman
13.01.2010 11:42
1 0

Die FPÖ

ist eine Links(autoritäre)partei.
Einzig in der Ausländerpolitik gibt sie sich rechts - in allen übrigen Politikfeldern stammen ihre Konzepte aus der sozialistischen Mottenkiste.

Gast: gast
13.01.2010 00:21
0 0

SPÖ-naher VSStÖ

Wenn eine Teilorganisation einer Partei nur als "ihr nahestehend" bezeichnet wird irritiert das doch ein wenig.


Gast: Boni Fatius
12.01.2010 23:50
0 0

fragt sich nur...

... wohin die zusätzlichen ca. 8 Millionen aus dem Notfallbudget für die Uni Wien hinkommen? Da müsste bei kosten von 1,5 Mio. ja noch was übrig bleiben. Weiß man davon nichts mehr?

Gast: gast
12.01.2010 23:41
0 0

tja

für die universitäten sollten eben nicht die rektoren allein verantwortlich sein. die bildung muss aufgabe der österreichischen bundesregierung sein. dass die nicht die geforderten (und gesetzlich verankerten) 2% des bip den unis zahlen, ist nicht ein problem der einzelnen rektoren, sondern unserer minister!

"nachhaltige ergebnisse haben sie (die studenten, anm.) gegenüber der regierung aber nicht erzielt" - ja und? die entscheidungsträger haben sich durch die protestbewegung anscheinend beeinflussen lassen und glauben, durch aussitzen die situation bereinigen zu können. dass die studenten daran schuld sind, davon sind anscheinend regina pöll und duygu özkan überzeugt. leider stimmt diese "logik" nicht.

epek
12.01.2010 21:44
3 0

Super!

Ein herzliches Dankeschön an die Assozialen die wahrscheinlich weniger sich, sondern eher echten Studierenden damit nicht nur ein, sonderen vermutlich bis zu drei Semester versaut haben!

Das ist keine Basisdemokratie, das ist die pure Ochlokratie.

Alfie
13.01.2010 00:37
0 4

Re: Super!

Na geh, das ist doch eine kindische Ansage der Uni. Ihr habt protestiert, dafuer gibts jetzt X Vorlesungen weniger? Das ist Erpressung.

Die Organisatoren haben schon recht, wenigstens gibts jetzt eine Diskussion die in der Groessenordnung noch nicht da war, und das nicht nur hier sondern auch in Deutschland. Aber Reaktionaere wie sie sind wohl immer der Meinung, es sollten besser alle schoen brav kusch und obrigkeitshoerig sein.

epek
13.01.2010 01:19
3 0

Re: Re: Super!

Der Protest war von Anfang an nicht legitimiert. Eine kleine Gruppe von Aktivisten hat die gesamte Studentenschaft für sich zu vereinnahmen versucht, um im Wesentlichen gesellschaftspolitische Veränderungen zu bewirken und eine Hasskampagne gegen einen Minister zu fahren.

Wenn ich nun lese in welcher Höhe und in welcher Art die Schäden sich äußern, so war dies kein friedlicher Protest, sondern ein gewillkürter Angriff auf "staatliches Eigentum" im übertragenen Sinn, sowie eine gewillkürte, nachhaltige Störung des Lehrbetriebes.

Es geht hier nicht um Obrigkeitshörigkeit.
In einer Demokratie, noch dazu bei vorhandenem Vertretungskörper (ÖH) gibt es andere Wege.

Offenbar wollten einige Gruppen ihrem Drang auf Randale nachgeben und verzweifleten daran, dass sie von den Behörden nicht wahrgenommen wurden.

Was also tun: Frust an der Einrichtung auslassen?!? Schöne Elite...

Alfie
13.01.2010 04:36
1 0

Re: Re: Re: Super!

Vorhandener Vertretungskoerper? Das ich nicht lache. Die OEH ist zu einem guten Teil voll mit Leuten, die den Verein als reines Sprungbrett in die jeweilige Mutterpartei sehen. Siehe zB die Reaktion auf die Demonstrationen der WU Fraktion der Aktionsgemeinschaft.

Es ist glasklar, dass die Unis in Oesterreich unterfinanziert und schlecht organisiert sind (was zum Grossteil nicht an den Unis liegt sondern an der noch immer politisch limitierten Freiheit derselben). Das koennen sie in jedem Kommentar zu dem Thema nachlesen. Die Audimax Besetzung hat sicher zu wesentlich groesserer Anteilnahme und oeffentlicher Aufmerksamkeit gefuehrt als jede andere (OEH) Massnahme der letzten Jahre.

Und vielleicht ist es in Oesterreich tatsaechlich so dass es erst Scherben geben muss, bevor man wahrgenommen wird. Waehrend Kanzlerin Merkel in Deutschland den Bildungsstaat ausgerufen hat haben hier die zustaendigen Minister sich nicht einmal in die Uni getraut. Die bauen lieber Tunnels und finanzieren Banken anstatt fuer ein ordentliches Unibudget zu sorgen.

Und von Elite reden Studenten oder Akademiker eigentlich nie. Immer nur bildungsfeindliche Gestalten.

epek
13.01.2010 10:41
0 0

Re: Re: Re: Re: Super!

Dann sollte man wohl zuerst einmal den lachhaften Vertretungskörper "stürzen" beziehungsweise neu strukturieren.

Das ist das Wesen der Demokratie - bestehende Strukturen im Sinne der Bürger zu gestalten und neue zu schaffen, wo die Strukturen fehlen.

Eine Parallelbewegung, die Sachbeschädigung und eine umfassende Sexualitätsauslebung zum Dogma erhabt ist sicher der falsche Weg.

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Promis in der Schule