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Lektorenchef: "Das System fördert die Angepassten"

19.07.2010 | 08:28 |  Bernadette Bayrhammer (DiePresse.com)

Lektorenchef Claus Tieber über die Chancen für Jungwissenschaftler, exzellente Foschung und warum ohne mehr Geld alles nichts ist.

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DiePresse.com: Findet ein Wissenschaftler, der sich heute in Österreich habilitiert, überhaupt einen Job?
Claus Tieber: In Österreich, mit Ausnahmen, nicht. Nachdem der große Teil der Professoren in den letzten Jahren neu besetzt worden ist, sind die Stellen für die nächsten zwanzig, dreißig Jahre zu.

Jungen Wissenschaftlern bleibt also nichts anderes übrig, als ihr Glück im Ausland zu versuchen.
Tieber: Ja. Es gibt ab einem bestimmten Stadium der Qualifikation keine vernünftigen Stellen. Alles, was es gibt, sind Professuren und befristete Verträge für Pre- und Postdocs.  Ab der Habilitation gibt es in Österreich nur die Alternative: Professur oder Arbeitslosigkeit.

Fördert das System an den österreichischen Unis das Mittelmaß?
Tieber: Ja, es fördert die Angepassten. Die Uni-Struktur ist nach wie vor auf einem alten, hierarchischen System aufgebaut und hat für das, was außerhalb passiert, keinen Platz.

Wie könnte die Organisation der Universität künftig aussehen?
Tieber: Es muss jedenfalls so sein, dass die Hierarchie an einem Institut nicht wie derzeit eine Professur, ein Ordinarius und Assistenten in Ausbildung ist, sondern dass es einen Mittelbau gibt: Laufbahnstellen, bei denen man sich unbefristet weiter hocharbeitet, Leute, die nicht einfach nur einem Professor zuarbeiten, sondern selber arbeiten. So wie es jetzt ist, mit dem UG 2002, ist es eine Entdemokratisierung und eine Rehierarchisierung, in der die Professoren einen Stellenwert haben, der ihnen überhaupt nicht zusteht.

Forschung und Lehre werden hauptsächlich von Mitarbeitern in prekären Arbeitsverhältnissen getragen. Welche Konsequenzen hat das?
Tieber: Exzellente Forschungsergebnisse und exzellente Lehre gibt es nur unter exzellenten Arbeitsbedingungen. Ansonsten ist es schlicht nicht möglich. Man kann nicht die miserabelsten und prekärsten Arbeitsbedingungen schaffen, und dann exzellente Forschung verlangen. Das funktioniert einfach nicht. Das ist etwas, was man irgendwann begreifen muss.

Was strukturelle Fragen betrifft, gibt sich Wissenschaftsministerin Beatrix Karl gerne handlungsunfähig angesichts der Autonomie der Universitäten. Nehmen Sie ihr das ab?
Tieber: Die Unis sind finanziell abhängig. Ab dem Moment kann man ansetzen. Entweder machen sie das, was das Ministerium will, oder sie kriegen weniger Geld und aus.

Stichwort Geld: Warum machen die österreichischen Unis es nicht wie in den USA und suchen sich Sponsoren?
Tieber: Weil es diese Sponsoren in Österreich nicht gibt. Wer soll denn sponsern, außer Red Bull?  Die zwei, drei Unternehmen, die Interesse hätten, österreichische Unis zu sponsern, das geht sich unterm Strich nicht aus. Sollen sie da und dort Sponsoren suchen, wo es geht, aber das rechnet sich ja nie.

Wie kann man die Unis aus der Misere führen, ohne immer nur mehr Geld zu verlangen? 
Tieber: Ohne mehr Geld wird es nicht gehen. Die zwei Prozent des BIP, zu denen sich die Regierung zumindest bekannt hat, sind eh lächerlich wenig. Das ist eine politische Entscheidung: Wenn man der Bildung einen hohen Wert zuspricht und wenn man sieht, dass das dem gesamten Wirtschaftsstandort auch etwas bringt, dann muss man mehr Geld investieren. Alles andere kann man dann diskutieren.

Es geht auch um die Verteilung. Wäre Studienplatzfinanzierung eine Lösung?
Tieber: Das funktioniert nicht ohne Zugangsbeschränkungen. Man muss zuerst schauen, wie viel Geld man lockermachen kann. Dann kann man sich zusätzliche Schritte überlegen.

Serie: Die Zukunft der Unis
Gesprächspartner aus dem Uni-Sektor haben in der DiePresse.com-Serie ihre Visionen für die österreichischen Universitäten skizziert. Alle Gespräche zum Nachlesen.


Laut einer Studie mindert der freie Hochschulzugang die Qualität. Gehört er abgeschafft?
Tieber: Die IG Lektoren ist grundsätzlich für den freien Hochschulzugang. Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren werden im Moment nur eingesetzt, um weniger Studierende zu haben. Und das verträgt sich überhaupt nicht mit der angeblich gewollten Erhöhung der Akademikerquote. Man muss wissen, was man will. Im Moment will man einfach nur weniger Studenten und möglichst kein Geld ausgeben.

Ein Drittel der Studenten quält sich in Massenfächern. Was ist per se schlecht daran, wenn man versucht, Studierendenströme zu lenken?
Tieber: Das hätte man längst machen können. Das Problem ist, dass man in Studien, die die Leute jahrelang einfach durchgewunken haben, jetzt Eingangstests und Studieneingangsphasen einführt. Dabei hat kein Mensch in den letzten zehn Jahren jemanden daran gehindert, Studenten negativ zu beurteilen, wenn sie nicht dem Niveau entsprechen. Aber die Lehrenden schöpfen die Bandbreite der Noten nicht aus. Die Arbeiten der Studierenden werden nicht angeschaut, sondern durch die Bank mit Gut benotet.

Wie kann man das lösen?
Tieber: So oder so, selbst wenn ich noch so harte Eingangsprüfungen schaffe, ist unterm Strich mehr Lehrpersonal nötig. Das, was jetzt zur Verfügung steht, reicht nicht einmal für einen Bruchteil der Studierenden. Auch wenn ich die Anzahl der Studierenden runterdrücke, ja selbst wenn ich sie halbiere, brauche ich immer noch mehr Lehrende.

Was wäre für Sie ein vertretbares Betreuungsverhältnis?  
Tieber: 10, 15 Studenten. Aber wir haben ja 300.

Die Universität soll zuallererst der zweckfreien Suche nach Erkenntnis dienen. Ist das noch zeitgemäß?
Tieber: Den Widerspruch zwischen Bildung und Ausbildung und diese künstlich aufgebaute Spannung zwischen Fachhochschulen und Universitäten sehe ich so nicht. Man muss die Balance halten zwischen Markttauglichkeit und einer reinen Ausbildung von Fachidioten, die irgendwelche Excel-Tabellen perfekt können aber sonst nichts. Studienpläne, die nur darauf aus sind, Akademiker hervorzubringen, von denen die besten Wissenschaftler werden, sind aber auch sinnlos, das ist Produzieren von Arbeitslosen. Deshalb haben sich die Universitäten mehr in Richtung Praxis und die FHs mehr in Richtung Theorie zu bewegen. Das werden aber beide machen.

Wie soll die Universität in zehn Jahren aussehen? 
Tieber: Sie soll offener sein, weniger hierarchisch, und weniger Ausschließungsmechanismen haben. Man muss Hierarchien abbauen, auf den einzelnen Instituten. Man muss das UG 2002 grundsätzlich revidieren. Und diese Ausschließungsmechanismen einfach abbauen, um bestimmte Bereiche der Wissenschaft allgemein zu öffnen, damit jeder, den es interessiert, mitdiskutieren kann.

Wovon hängt die Zukunft der Unis am stärksten ab: bessere Studienanfänger, mehr Geld, straffere Lehrprogramme, bessere Verteilung der Ressourcen, mehr Wettbewerb?
Tieber: Mehr Geld. Die zwei Prozent sind einmal ein Anfang. Danach kann man über alles andere reden. Geld ist natürlich nicht alles, aber ohne mehr Geld ist alles nichts und dann bricht es einfach irgendwann zusammen.

Zur Person
Claus Tieber, 44, ist Filmwissenschaftler und seit März 2010 Präsident der Interessensgemeinschaft Freier Lektoren (IG Elf). Der gebürtige Tiroler lehrt als externer Lektor an der Universität Wien. Die IG Elf setzt sich für eine Aufwertung der Universitäts-Lektoren ein. Mehr dazu im Web: www.ig-elf.at.

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46 Kommentare
 
1 2
Gast: ausö
22.07.2010 19:11
0 0

Karrierechancen als Wissenschaftler?

Nach der Habilitation gibt's nur die Professur oder die Arbeitslosigkeit, aber Professoren werden in den nächsten Jahrzehnten nur in Ausnahmefällen bestellt werden - deutlicher kann man junge Leute eigentlich warnen.

Gilt das eigentlich wirklich für alle Studien, oder spricht Herr Tieber hier nur für sein Fach? Als junger Student, der eh schon fürs Graduiertenprogramm ins Ausland gegangen ist, hört man aus Ö eigentlich nur die Warnung, doch ja nicht in die Wissenschaft zu gehen, habe ich so das Gefühl... Hat jemand andere Erfahrungen?

Nun ist's ja zum Glück so, dass Absolventen in meinem Fach eh gute Chancen in der Wirtschaft haben, aber eigentlich ist's schon schade, dass man offensichtlich hoffnungsloser Idealist sein muss, wenn man irgendwann nach Ö zurück will und eigentlich gern Karriere in der Wissenschaft machen würde...

Gast: gast
20.07.2010 11:53
0 0

Falscher Ansatz von Tieber

Wer eine "planbare Mittelbaukarriere" will, soll am Gymnasium unterrichten.

Mehr exzellent qualifizierte ProfessorInnen mit weniger AssistentInnen wäre die richtige Antwort auf die aktuelle Situation. Mit internationaler Erfahrung und internationalen Ausschreibungen ohne Hausberufungen, wie es (auch in Österreich) für echte Professuren durchaus üblich ist. Deshalb haben ProfessorInnen einen ganz anderen Stellenwert als LektorInnen.

Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel, aber die SpitzenforscherInnen (Wittgenstein-Preis etc.) sind in ihrer Mehrzahl echte ProfessorInnen.

Gast: Anfänger
20.07.2010 08:55
0 0

Unnötige Kosten vermeiden ist auch eine Art von Geldbeschaffung.

Der Staat soll die Kosten (Gehälter, Büros) der Professoren bezahlen.
Die Studenten sollen das bezahlen, was ihre unmittelbare Anwesenheit an Kosten verursacht. Warum soll der Steuerzahler für die Kosten aufkommen, die von Studenten allein durch ihre Anwesenheit produziert werden?
Auch die Professoren sollten nicht unnötig die Kosten in die Höhe treiben, in dem sie wichtige Informationen nur mündlich während der Vorlesung geben, sodass die Studenten gezwungen sind die Vorlesung zu besuchen und damit Kosten zu verursachen.
Elearning sollte viel mehr genutzt werden. Allein dadurch könnte man die Kosten drastisch senken. Vorlesungen können ganz durch Elearning ersetzt werden, viele Seminare teilweise.

Gast: ha ha ha ha
19.07.2010 22:03
1 2

Dass die Studenten nix beitragen aber ständig fordern ist eh nix neues.

Finde es bestürzend wie verantwortungslos viele Studenten sind.

Es ist höchste Zeit, dass Studiengebühren wieder eingeführt werden. Zusätzlich sollten auch unbedingt die Eignung anhand Aufnahmetests geprüft werden. Und Bummelstudenten sollten auch Ex-Matrikuliert werden.

Mit diesem Maßnahmenpaket wären einige Probleme schon mal deutlich entschärft.

Antworten Gast: Studentxxl
20.07.2010 11:24
1 0

Re: Dass die Studenten nix beitragen aber ständig fordern ist eh nix neues.

Wieso sind die Studenten verantwortungslos? Die Studenten werden nicht gefragt und können nicht mitentscheiden. Viele Studenten sind für Studiengebühren, wenn sie dadurch bessere Bedingungen im Studium vorfinden.
Das mit der Eignung anhand Aufnahmetests ist so eine Sache. Schließlich ist das Studium dazu da, die Eignung für einen Beruf zu schaffen.

Es soll aber den Studenten überlassen bleiben, in welchem Zeitraum sie das Studium absolvieren. Es belastet die Uni nicht mehr und nicht weniger, ob 3 Studenten 12 Jahre lang jeweils hintereinander oder parallel und jedes Semester nur 1/3 des Pensums absolvieren.
Immer redet man von lebenslangem Lernen. Aber die Bedingungen werden für das Gegenteil geschaffen: husch, husch, möglichst schnell Augen zu und durch.
Ein lebenslanges Studium parallel zur Praxis bei dem man sich im Baukaustensystem das Wissen erarbeiten kann, das man braucht, wäre viel effizienter als ein Studium in jungen Jahren, bei dem man sowieso das meiste nur auswendig lernt.
Die Organisation des Studiums orientiert sich viel zu sehr an der Tradition und viel zu wenig an dem tatsächlichen Bedarf des modernen Lebens.

Antworten Gast: Studentin
20.07.2010 11:20
0 0

Re: Dass die Studenten nix beitragen aber ständig fordern ist eh nix neues.

Bummelstudenten und faule bzw. ungeeignete Studenten werden bereits bestraft.
Wenn man mehr als 2 Semester seine Mindeststudiendauer überzieht und nicht nachweisen kann, dass man gearbeitet hat, dann zahlt man Studiengebühren.
Und man wird auch exmatrikuliert, wenn man Prüfungen nach 3maliger Wiederholung nicht schafft.

Gast: junger student
19.07.2010 21:46
1 1

Studiengebühren wieder einführen.

Dann ist endlich wieder Geld da für Verbesserungen.


Gast: alles
19.07.2010 21:05
4 0

Ist schlimm zu sehen

welchen Hass die blaunen Hassmenschen hier in diesen Forum auf Studierende haben.
Aber das der größte Feind eurer Ideologie Bildung ist, ist euch wenigstens klar.

Antworten Gast: alles nichts
20.07.2010 11:27
1 1

Re: Ist schlimm zu sehen

Wo orten Sie Hass?
Wo orten Sie blaun?
Einbildung ist auch eine Bildung.
Wie der Schelm denkt so ist er.

Denker
19.07.2010 18:20
1 0

Die "IG externe LektorInnen und freie WissenschafterInnen"

deren Sprecher (nicht anmaßend "Lektorenchef")(habe einige Lektoren der Uni und TUWien befragt, die kennen die IG nur vom "Hörensagen") ist, vertritt offensichtlich Lektoren der "gesiteswissenschaftlichen"Fächer, d.h. Fächer wo (generalisierend) in Österreich jährlich 100 bis (max.) 200 benötigt werden, 300 abschließen und 1000 das Studium beginnen. Kein Wunder, dass das höchste Glück fixe Anstellungen im Uni-Bereich mit (neben geringer Stundentenbetreuung) völlig freier Forschungsarbeit (ohne Einmischung von Professoren und anderer "Ungusteln") ist - siehe das laufende Projekt des Herrn Tieber "Musik im Stummfilm" (na das wird die österreichische Gesellschaft weiterbringen !). Auf die Idee ihre Spasseteln neben einer beruflichen Karriere zu betreiben (z.B. als Mittelschulprofessor, ORF-Bediensteter - war Herr Tieber schon) kommen sie offensichtlich nicht.

Die Versuche einen Mittelbau nach den Vorstellungen von Doz.Tieber in den 1970-er Jahren aufzubauen führte zu raschen Besetzung aller Posten und die Pragmatisierten "verprofessorierten" schnell (Meine Erfahrung vor allem von der TU Wien)

Kurzer Hinweis: Für einen halbwegs kritischen Journalisten wäre es doch angebracht zumindestens nach der Zahl der von Herrn Tieber Vertretenen zu fragen - wäre doch eine Information für den Leser !

Gast: Eurrora
19.07.2010 17:05
2 3

Warum arbeiten,wenn das Studieren gefördert wird.

Nach dem studieren kommt das Burnout und anschließend geht man in die Frühpension.Für was studiert man ,damit man es frühzeitig lernt ,sich abzuseilen. Natürlich die Mindestabsicherung ist dafür eine glänzende Ergänzung.

Antworten Gast: Studentin
20.07.2010 11:24
0 0

Re: Warum arbeiten,wenn das Studieren gefördert wird.

Nein, man studiert, damit man dann ins Ausland gehen, dort Karriere machen und dort Geld verdienen kann, um sich ein nettes Leben zu ermöglichen. Denn leider ist ja das in Österreich nicht möglich!

Antworten Antworten Luzius
28.07.2010 13:18
0 1

Re: Re: Warum arbeiten,wenn das Studieren gefördert wird.

und warum muss Österreich diese nicht geringen Kosten zulasten der Steuerzahler tragen, wenn dann ein anderes Land in form von Steuern etwas bekommt was ihm nicht zusteht ?!

Dieses Gratisstudium für alle ist das dümmste das es in dieser Repubik gegeben hat, und wird sich auch in sehr naher Zukunft bereits schwerstens rächen !

omega
19.07.2010 15:53
1 0

Perspektiven

WU-Gradienten gibt es nach wie vor zu viele. Ergebnis: Magister (Masters) müssen sich mit Jobs abfinden, die noch vor Jahrzehnten von HandelsschülerInnen besetzt worden sind. Eine ganz besondere Stilblüte kennzeichnet die Personalpolitik eines staatsnahen Betriebes. Dort werden im Personalbüro und in der Betriebswirtschaft ausschließlich Magister aufgenommen. Im Moment funktioniert dies ja noch so halbwegs. Erstens werden Tätigkeiten mit erforderlichem Know How noch vom Rest der Nichtakademiker getragen und zweitens macht sich die Mehrzahl der Akademiker noch Hoffnung auf eine glorreiche Zukunft. Abzuwarten bleibt, wie sich dies in fünf bis zehn Jahren weiter entwickeln wird. Offensichtlich sind hier seitens der Personalpolitik keine realitätsnahen Perspektiven (Antworten) vorgesehen. Ganz sicher ist hingegen, dass die Fluktuation stark ansteigen wird, was auch das Betriebsklima nicht unwesentlich beeinträchtigen wird.

Antworten Gast: Studentin
20.07.2010 11:31
3 0

Re: Perspektiven

Das stimmt leider.
Unternehmen wünschen sich am allerliebsten Akademiker mit Mag. oder Master, die möglichst jung sein sollen, trotzdem aber mindestens 10 Jahre Berufserfahrung haben sollen und die für 1000 EUR netto 40 Stunden lang arbeiten ;).
Quasi die eierlegende Wollmilchsau. Spielts halt leider ned.

Antworten Antworten Gast: So ist es
20.07.2010 14:53
0 0

Re: Re: Perspektiven

Und wenn du dann den Arbeitsplatz hast, musst du feststellen, dass du total unterfordert bist. Du hast jemanden vor der Nase sitzen der dir das Wasser nicht reichen kann. Der wird sich hüten dir Arbeit zu geben, mit der du zeigen kannst, was du drauf hast.

Antworten Antworten Antworten Gast: Studentin
20.07.2010 17:02
0 0

Re: Re: Re: Perspektiven

Das stimmt leider! Ich war schon mit noch nicht abgeschlossenem Studium in meinen bisherigen Jobs teilweise sehr unterfordert.
Den ganzen Tag herumsitzen und nichts zu tun zu haben klingt lustiger, als es ist! Aber wenigstens wurde der Job gut bezahlt.
Eine Zeit lang hielt ich das aus, aber letztendlich hab ich mir was anderes gesucht.

Gast: Astrowolf
19.07.2010 15:11
2 2

Die Arbeitslosenstatistik frohlockt!

Akademiker sind VOLLKOMMEN ÜBERFLÜSSIG!!! Nur eine dekadente Gesellschaft braucht Akademiker. Die Entscheidungen der letzten Jahre belegen vielsagend, dass WELTFREMDE THEORETIKER den Planeten ins Verderben gerissen haben.

Hinter so gut wie allen Fehlentscheidungen stehen akademisch verbildete Fachtrotteln. (Auch ich gehöre zu den akademischen VOLLIDIOTEN - mit dem Unterschied, dass ich erkannt habe, ein VOLLTROTTEL zu sein!)

Was lernen junge Menschen an Hochschulen? Überheblichkeit, Überlegenheitsgefühl, Allmachtsfantasien, und unverschämte Gehaltsforderungen.

Dabei durchschauen die wenigsten, dass sie nur Spielball jener psychopathischen Machtstrukturen sind, welche sich erfrechen, akademische Titel zu verteilen.

Dass z.B. in Italien bereits ANALPHABETEN auf Hochschulen zugelassen wurden, sagt meines Erachtens alles! Es geht um das Schönen der Arbeitslosenstatistik. Da es immer weniger freie Stellen gibt, gilt es, immer mehr junge Leute vom Arbeitsmarkt fern zu halten - mit allen Mitteln!


Antworten peak326
20.07.2010 09:03
1 0

Re: Die Arbeitslosenstatistik frohlockt!

Bleiben sie in ihrer Blase. Der Rest von uns kümmert sich darum, dass sie in einer Welt mit medizinischer Versorgung, Technologie und Kultur leben. Sie können dann ja in der Krone darüber lesen.

Gast: Gastname
19.07.2010 14:41
0 0

Bravo

Bravo an Claus Tieber für die Fachkenntnis und dass er die Problematik der betroffenen Gruppe der Unimitarbeiter (und damit der Studierenden) auf den Punkt bringt. Bravo der "Presse" für die Aufnahme dieses Themas. Erscheint das Interview auch in der Printausgabe? Dazu kommt, dass vielen die reale und prekäre Situation vieler Beschäftigter an der Uni gar nicht bekannt ist: weder manchen KollegInnen noch Studierenden, die möglicherweise eine "Unikarriere" anstreben, und schon gar nicht der Öffentlichkeit.

Luzius
19.07.2010 14:17
0 2

genau das bringt ein gratis Zugang

Dauerstudierer, samt anschliessender Arbeitsloser, welceh allesamt nichts einbezahlten, aber weiterhin gut leben dürfen wollen !

Klar auch, dass ein dadurch verursachtes Überangebot von Professoren damit überlaste zu sein scheint, schliesslich geht es dem ja nur um sich selbst zu erhalten.

Schlimm daran, dass es aus deren Kreisen selten bis gar keine Pragmatiker gibt, welche mangels Erfahrung wirkliches WIssen in form von notwendigen vermitteln können.
Wozu also derartige weiterhin beschäftigen ?!?!

Antworten Gast: Micaela
27.07.2010 23:12
0 0

Re: genau das bringt ein gratis Zugang

Die Arbeitslosigkeit unter Graduierten ist nicht so besonders hoch, sie ist unter anderen Bevölkerungsgruppen um einiges höher. Natürlich bekommt man mit einem Studium heute keinen Spitzenjob mehr, aber in einigen Jahren wird man froh sein, wenn man die sogenannten "Bummelstudenten" hat, weil weniger Leute auf dem Arbeitsmarkt sein werden.

Es wird mehr Pensionisten geben, mehr Unvermittelbare, viele Migranten sind ganz schlecht ausgebildet und erreichen vielleicht einen Facharbeiterjob, wenn überhaupt.

An der WU sehe ich nicht solche Probleme für die Absolventen. Es wird doch eh nur ein kleiner Teil fertig, die anderen scheiden aus. DOch auch mit einem unfertigem Studium kann man in Buchhaltung oder Marktforschung arbeiten.

Es fehlen in Ö Forschungseinrichtungen außerhalb der Unis. Man wird die Studenten brauchen für die Erwachsenenbildung. Ich glaube nicht, dass sie Probleme haben werden. Natürlich die Spitzenkarriere oder den Elitejob von früher bekommen sie nicht mehr, da ja die Qualität der Ausbildung gesunken ist.

Gast: Studentin
19.07.2010 13:12
1 1

Gut durch die Bank? Schön wärs ;)

"Die Arbeiten der Studierenden werden nicht angeschaut, sondern durch die Bank mit Gut benotet."

LOL, also das kann ich nicht bestätigen! Ich habe doch auch schon ein paar Befriedigend und Genügend in meinen Zeugnissen drinnen. Durchgeflogen bin ich auch schon hin und wieder und musste wiederholen. Kommt wahrscheinlich auf die Uni an. Bei kleinen Unis sind sie wohl strenger.

Antworten mr.vain-
19.07.2010 19:05
0 1

Re: Gut durch die Bank? Schön wärs ;)

"Durchgeflogen bin ich auch schon hin und wieder und musste wiederholen" - und wie alt sind Sie 42j?

Antworten Antworten Gast: Studentin
20.07.2010 11:35
0 0

Re: Re: Gut durch die Bank? Schön wärs ;)

23, wenn Sie es genau wissen wollen, obwohl ich nicht weiß, was mein Alter damit zu tun hat.
Und stellen Sie sich vor - ich bin immer noch in der Mindeststudiendauer! ;) Und das, obwohl ich neben meinem Studium berufstätig bin.

Antworten Antworten Antworten mr.vain-
20.07.2010 12:48
0 1

Gratulation!

Und worüber beschweren Sie sich jetzt eigentlich?

 
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