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"Neue Chemie" an TU Graz vor Inbetriebnahme

19.08.2010 | 14:11 |   (DiePresse.com)

Der neue Gebäudeblock "Neue Chemie" an der Technischen Universität Graz ist fertig. Alle Chemieinstitute und der Hörsaal sind nun unter einem Dach auf rund 8000 Quadratmetern. Die Kosten betragen 48 Millionen Euro.

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Das größte Bauprojekt in der 200-jährigen Geschichte der TU Graz - die "Neue Chemie" - steht kurz vor der Inbetriebnahme. Der Gebäudeblock an der Südseite der "Neuen Technik" bietet mit Semesterbeginn rund 8000 Quadratmeter Nutzfläche, dazu kommen 2200 Quadratmeter für ein Hörsaalzentrum im Innenhof der "Neuen Technik", an den der Neubau anschließt, hieß es am Donnerstag.

Platz für 600 Wissenschaftler

Im Neubau werden bisher verstreut liegende chemische Institute untergebracht. Mit rund 8000 Quadratmetern Nutzfläche bietet das Gebäude nunmehr Platz für rund 600 Studierende und Wissenschafter aus sieben Chemieinstituten. Als verbindendes Element zwischen der U-förmigen "Neuen Technik" aus den 1920er Jahren und dem Neubau dient der in den Innenhof eingebaute Hörsaal, der bis zu 170 Studierende fassen kann. "Wir freuen uns, dass mit dem Neubau beste Voraussetzungen für die universitäre Lehre und Forschung geschaffen werden", so Hans Sünkel, Rektor der TU Graz.

"Kein anderer Neubau hat bisher so umfassende bauliche Maßnahmen und Übersiedelungen bestehender Institute mit sich gebracht", schilderte Vizerektor Harald Kainz die Rahmenbedingungen des Bauprojekts, das im März 2008 gestartet wurde und nun seinen Abschluss findet. Eigentümerin des langgestreckten durch schlichte, klare Formen charakterisierten Beton-Glas-Gebäudes ist die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Sie vermietet den Bau an die TU Graz um rund vier Millionen Euro jährlich.

Gesamtkosten: 48 Millionen Euro netto

Die Finanzierung der Gesamtkosten von 48 Millionen Euro netto geht auf Mittel aus dem sogenannten Generalsanierungsplan des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung zurück. "Laut aktuellem Stand der Endabrechnung sind wir innerhalb des Kostenrahmens geblieben", sagte BIG-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber. Entworfen und geplant wurde das Gebäude vom Grazer Architekturbüro Zinterl Architekten ZT GmbH, das unter anderem auch schon das Campusgebäude der FH Joanneum in Graz geplant hat.

Das alte Chemiegebäude wird ab der Jahreswende vorerst für "zweieinhalb bis drei Jahre" der Universität Graz zur Verfügung gestellt, die in dieser Zeit ihr eigenes Chemiegebäude generalsaniert. Danach soll das Gebäude aus den 1960er-Jahren saniert und dann das "Center of Biomedical Engineering" der TU Graz und der Med-Uni Graz, das Disziplinen an der Schnittstelle von Medizin und Technik vereinen soll, beherbergen. Untergebracht werden sollen dort weiters eine Bibliothek, Internet-Arbeitsplätze sowie ein Gastronomiebetrieb im fünften Stock.

(APA)

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