Plagiatsverdacht: Von Politikern, Promis und Professoren


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Die deutsche Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) ist bereits die zweite Person aus Merkels Ministerriege, die wegen eines Plagiats zurücktreten muss. Die Uni Düsseldorf hat ihr Anfang Februar den Doktortitel entzogen. Wenig später trat sie zurück. Eine Klage gegen ihre Uni blieb erfolglos.

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33 Kommentare
 
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was lernen wir aus dieser Auflistung ?

was ein rechter Österreicher ist, ist ein Doktor,
nicht einmal ein Grasser schafft ein Plagiat. So,
das glauben wir jetzt alle brav.

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Ich bin erschüttert.

Abgesehen davon, dass man von Personen, die sich ihre akademischen Grade erschwindeln, auch im weiteren Leben keine ethische Haltung erwarten darf, schädigen diese Personen das Ansehen all jener, die sich ihre akademischen Grade auf ehrliche Weise erworben haben.
Wenn man diese Ehrlosigkeiten noch länger duldet, wird es noch dazu kommen, dass jede und jeder, die beziehungsweise der einen akademischen Grad als Qualifikation bei Bewerbungen angibt, wird beweisen müssen, dass dieser Grad auf ehrliche Weise erworben worden ist. Wie kommen eigentlich anständige Menschen dazu, ujnter Generalverdacht gestellt zu werden?

und die verliehenen Ehrentitel?

In Skandinavien werden akademische und berufliche Titel nicht angeführt, haben aber einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Und wie sieht es in Österreich mit den Ehrentitel aus: zB der verliehene Ehrendoktor, oder der Kommerzialrat, den man anscheinend auch kaufen kann? Oder wenn die Stadt Wien den Professortitel verleiht (da muss man aber schon der richtigen Partei angehören und die richtigen Gönner haben)?

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Re: und die verliehenen Ehrentitel?

Den Professor-Titel verleiht der Bundespräsident!
Für die Verleihung gelten bestimmte Kriterien. Dass die Parteizugehörigkeit dabei eine Rolle spielen mag, kann ich nicht widerlegen. In meinem Falle kann sie aber keine Rolle gespielt haben, weil ich bei der Verleihung dieses Titels keiner Partei angehörte.
Informieren Sie sich also, ehe sie blamable Postings in die Welt schicken!

Re: Re: und die verliehenen Ehrentitel?

Man braucht nicht einer Partei angehören, um politisch beurteilt zu werden - was ich Ihnen nicht unterschieben möchte. Ich kenne einen Kabarettisten, der für seine "Verdienste" (!!?) im Wiener Rathaus den Professorstitel verliehen bekam. Von wissenschaftlichen Verdiensten kann da keine Rede sein. Und dass der Bundespräsident den Titel verleiht (wie Sie mich belehrten), macht die Sache nicht besser. In meinem Kommentar ging es mir allerdings um die protzige Titelsucht in Österreich, zum Unterschied in den skandinavischen Ländern.

0 1

Re: Re: Re: und die verliehenen Ehrentitel?

Auf Ihre Bemerkungen über Skandinavien habe ich auch gar nicht Bezug genommen, sondern auf Ihre falsche Ansicht, dass das Bundesland Wien den Professoren-Titel verleihen könne. Seien Sie also froh, dass Sie nicht unbelehrt diese Welt werden verlassen müssen.
Die Titelsucht - wie Sie es nennen - der Österreicher hat ihre Ursache einerseits in der hierarchisch-autoritären Mentalität, wie sie von der katholischen Gegenreformation mit Nachwirkungen bis heute geprägt worden ist. Andererseits wurzelt sie auch im Narzissmus des kleinen Unterschiedes. Da dieser aber eine gemeinmenschliche Eigenschaft ist, wird es ihn wohl auch in Skandinavien geben. Da Sie sich dort besser auskennen als ich, wird es Ihnen gewiss nicht schwer fallen, Beispiele hierfür zu finden.

Re: Re: und die verliehenen Ehrentitel?

Ich kenne einen Professor, er wurde für seinen Professorentitel von anerkannten Wissenschaftern vorgeschlagen. In seinem Fall stellt dieser Titel eine Auszeichnung für seine außergewöhnlichen, umfangreichen wissenschaftlichen Versuche und Arbeiten dar, obwohl er keine akademische Ausbildung besitzt. Auch gibt es hier keine politischen Verbindungen, Protektion oder Parteizugehörigkeit als Grund für die Verleihung. Er hat sich diesen Titel wirklich redlich verdient.
Daß es auch "Pseudo-Professoren" geben wird, die durch andere Begründungen diesen Titel bekamen leugne ich aber nicht.

guttenberg

seine karriere wird erst beginnen,
so wie bei jeden ( Nichtadeligen) nach der Dokterarbeit und abgeschlossenen Studium !
Also bald - zurzeit wird ein 3.Sprache gelernt !
2015 spielt er wieder in der Championgs Liga!
und die Menschen werden sich wieder freuen und ihm zujubeln.

Gast: HB
05.03.2012 15:51
0 1

Matura und Lehrabschluss aberkennen

Es ist Sache des Betreuers, eine Arbeit zu beurteilen und die geltenden Standards anzuwenden.

Denken wir das weiter, dann müssen wir jedem, der einmal bei einer Schularbeit abgeschrieben oder einer Prüfung geschummelt hat, die Matura oder den Lehrabschluss aberkennen.

Gast: Männerfreie Politik
07.12.2011 10:32
0 1

Ehrenhause r- Verstecken und Abstreiten, das ist alles was er kann

Ich habe Ehrenhauser bereits mehrfach Emails geschrieben und Kommentare hinterlassen. Nichts geht durch oder kriegt eine Antwort, und das wo er ständig von Transparenz redet.

Wenn an der Plagiaterei etwas dran ist wundert mich überhaupt nichts mehr.

Gast: fkb
20.04.2011 11:52
0 3

Volkssport gegen Politiker

Diese Diskussionen sind jämmerlich!
Ich habe den Eindruck, da machen sich Leute - die vielleicht selbst nicht mal einen Aufsatz schreiben können - Hetze gegen Prominente.
Die Betreuerin soll bei der Abgabe anständig prüfen und nicht 30 Jahre - nach geänderten Rahmenbedinungen - die "Fälle" neu aufzuollen.

Und der "Weber" kriegt vermutlish in der freien Wirtschaft keinen Job, deshalb betätigt er sich vermutlich als selbsternannter "Scharfrichter".

Wirklich Widerlich.

Gast: tg
04.04.2011 23:57
5 1

Titel verbieten

Mal ein etwas unkonventioneller Vorschlag: Man sollte das Führen von akademischen Titeln im Namen (ähnlich wie das von Adelstiteln in Österreich) schlicht und einfach verbieten!

Ein Maturant schreibt ja auch nicht "Mat" vor den Namen nur weil er maturiert hat - und im angelsächsischen Raum funktioniert es auch wunderbar ohne Titel beim Namen (Ausnahme ist der "MD/Medical Doctor" nach dem Namen).

Und dann könnte man noch eines der gerade sehr beliebten Antidiskrimminierungsgesetze machen: Ein Titel darf nicht Voraussetzung für einen bestimmten Posten sein - außer in wenigen Fällen wie bei Medizinern oder Wissenschaftlern.
Denn warum dürfen Menschen die sich Wissen in der Praxis oder im Selbststudium aneignen gegebenüber Uni-Abgängern die womöglich deutlich weniger im geforderten Bereich wissen benachteiligt werden?

Antworten Gast: nahabedieehre
06.03.2012 14:43
3 2

Re: Titel verbieten

ja, ich kenne auch jede menge selbststudium-laien die hochhäuser planen, statiken berechnen, motoren konzipieren, das wetter vorhersagen, konzerne führen, angeklagte verteidigen, medikamente entwickeln, soziologische studien erstellen, wassserkraftwerke optimieren, unseren kindern latein beibringen, ...

autodidakten sind ja voll im kommen.


Antworten Gast: John Barleycorn
23.06.2011 14:45
2 2

Re: Titel verbieten

Ich für meinen Teil unterschreibe nur bei Behördem mit meinen Titeln. Im Regelfall vereinfacht das dort nämlich die persönlichen Gespräche mit den Beamten. Sie würden sich wundern, was ein Dipl. Ing., Ing, Dr., oder sonst etwas in den Ämtern für Höflichkeiten hervor bringt.

Meiner Erfahrung nach unterschreiben, zumindest meine Kollegen, nur noch dort mit Titel, wenn dieser Kompetenzen beschreibt, die mit dem zu unterschreibenden Dokument zusammen passen.

Mietvertrag? Nein.
Autokauf? Nein.
Kredit? Nein.

Wenn ich als Sachverständiger geladen bin? Ja.
Dokumente in der Arbeit? Ja,
Verträge mit Kunden? Ja.

Und genau in den Fällen macht es auch einen Sinn, da der Titel auch gewisse Kompetenzen beschreibt. Meistens in einem Grad, den man im Selbststudium schon zeitlich nicht erreichen /kann/.

Ich für meinen Teil habe oft mit Quereinsteigern gearbeitet, und muss doch sagen: Die meisten sind okay. Einige sind sogar sehr gut. Aber, mit jemanden der Jahre lang auf einer FH, oder Uni, das Thema studiert hat, können diese Leute höchstens sehr partiell Parole bieten. Da fehlt einfach das Wissen drum herum.

3 1

Re: Re: Titel verbieten

ich unterschreibe weder privat noch irgendwas offizieles mit titel...nicht mal auf der visitenkarte steht er drauf...

ich hab das studium ja nicht wegen eines geilen titel gemacht sondern um meine kompetenzen zu vertiefen...

und diejenigen mit denen ich zu tun habe, wissen eh was ich kann bzw nicht kann :)

Antworten Gast: Dr. phil.
06.04.2011 21:43
1 1

Re: Titel verbieten

Im Volksksmund gilt der Arzt als der "Doktor" schlechtin.
Aber an österreichischen Universitäten mußte er
(außer in der "großdeutschen" Ära von 1938 bis 1945) keine Dissertation verfassen. Sein akademischer Grad ist also ein
"Professionsdoktorat".
Mein Studium (Anglistik und Geographie) ist vielleicht nicht so schwer wie das Medizinstudium, aber ich mußte eine Dissertation verfassen, habe also ein
"Wissenschaftsdoktorat".

Gast: Chang Wu
04.04.2011 16:06
1 1

Was für eine Welt

Voller Pseudo-DR. ...wahrscheinlich auch mein Betreuer wird ein Plagiateur gewesen sein (man ginge davon aus da er gewisse Wissenslücken aufweißt). Nun quält er mich seit mehr als 6 Monaten für meine "nicht kopierte" schon vor 6 Monaten akzeptierte Diplomarbeit. Spielt genüsslich mit meiner Zukunft mit Arroganz und Inkopetenz und droht sogar mir eine 5 zu verpassen...Ach die Welt war vor 20 Jahren viel einfacher...da hätte ich einfach abgeschrieben.

Antworten Gast: Prof. Erns Genau
06.04.2011 21:45
3 2

Re: Was für eine Welt

Wer "aufweißt" (statt richtig "aufweist") schreibt, ist keine Leuchte der Wissenschaft ...

Re: Re: Was für eine Welt

er hat doch nur ein »sch« vergessen…

Gast: oberlustiger
04.04.2011 12:49
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warum bleibt gusi ungeschoren


Re: warum bleibt gusi ungeschoren

unser gusi
hat 1982 seine Doktorarbeit bei seinen
berühmeten Moskau- aufenthalt der dortigen Uni übergeben -ja und am selbigen Tag wurde im die Doktorwürde verliehen -
Russisch - Dostojewitsch + 4 Vodka !
also den wodka hat er auch geschafft!
und ist nicht unser gusi der beliebteste Kanzler der rebublik?
fay -- (denn kennt niemand ausserhalb Ö.) ausser in Liesing
gusi ++
schüüüüüsel +-+-+-+-+-
klimatronic von VW -+ - lange fehlzeiten
vranzky ----- nie für Menschen (ohne Paddeibuch)
ein korrupter Ars. den keiner wollte aber
mithilfe der SPÖ sich zum Millionär machte.
sino ...tot
kreisky tot
klaus tot

Re: Re: warum bleibt gusi ungeschoren

welcher anstalt sind Sie denn entsprungen?

0 0

schaffen Sie es eigentlich,

EIN Wort unfallfrei zu schreiben?

Antworten Gast: realofundi
07.04.2011 16:17
1 2

Re: warum bleibt gusi ungeschoren

ihr name sagt eh schon sehr viel...

hat er plagiiert? haben sie einen nachweis? wenn nein, dann wissen sie warum er ungeschoren bleibt...

können sies ihm nachweisen, wird er wohl kaum ungeschoren bleiben

Gast: Gastpaul
03.04.2011 09:10
3 1

Titelgeilheit

Schafft erst eimal die wirklich gekauften und verliehenen Titeln ab die Personen tragen dürfen!
In ddiversen Statten sind diese Titel günstig zu kaufen und der Staat österreich verleiht kostenlos Profsessorentitel an unterschiedlichste Personen welche diesen Titel sogar vor dem Namen stehen haben dürfen obwohl nicht an der Uni erworben!
Das gibt es nur in Österreich, Titelgeilheit !

Gast: del toboso
03.04.2011 08:22
0 2

abhilfe scheint einfach

vorausgestzt, sie greift bevor die Zunft der Plagiatsjäger so kräftig wird, daß kein Weg an ihr vorbeiführt. Wie zu meinen Zeiten, sollte der Doktor die "Belohnung" für eine erbrachte Leistung sein: ein forderndes Studium, in tragbarer Zeit absolviert - und basta! Das wäre in herrlichen Zeiten wie diesen der klassische Kuhhandel zwischen establishment und Anstürmenden: ihr studiert ordentlich und wir krönen eure Leistung.
Da wären Zulassungskriterien nicht länger ein Verbrechen an der Menschlichkeit, Ghost-Prüflinge müßten erst langwierig ausbaldowert werden, die liebe Wirtschaft würde nicht so oft die Hände entsetzt über dem Kopf zusammenschlagen ob der sich bewerbenden Doppel-Maturanten.
Wer hat etwas von den Bergen an Makulatur, von niemandem mehr bezwingbar, was bringt das tausendste korrekte Zitieren von Klassikern der Materie, die Doktorarbeit erfüllt doch längst nicht mehr die in sie gesteckten Erwartungen. Den Doktor/ die Doktorin mittels Studiums aufwerten und den Kampf mit Windmühlen bei Cervantes lassen.

 
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