Bachelorabschlüsse werden im Gehaltsschema für Bundesbedienstete immer noch nicht honoriert. Wie „Die Presse" berichtete, ist nun auch eine entsprechende Arbeitsgruppe gescheitert. So werden Bachelor-Absolventen auch weiterhin nicht als A-Beamte (Akademiker) eingestuft. Das sei eine "ungerechtfertigte" Abwertung des Bachelors, kritisiert die ÖH-Voprsitzende Sigrid Maurer. Es sei unverständlich, dass das Wissenschaftsministerium den Ausbau des Bologna-Systems forciert, während dieser im öffentlichen Dienst immer noch nicht anerkannt wird.
Der Bachelor werde in der österreichischen Gesellschaft wohl kaum besser akzeptiert werden, wenn selbst der Bund die Absolventen nicht dementsprechend entlohnt. Nicht zuletzt wegen der geringen Akzeptanz gilt der Bachelor-Abschluss als der "Abschluss der Studienabbrecher", sagt Maurer. Dabei handle es sich um einen akademischen Titel, der auch als solcher gelten müsse.
Ähnlich sieht das in diesem Fall auch Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP): "Der Bachelor ist ein vollwertiger Akademiker und muss daher auch im öffentlichen Dienst als solcher anerkannt werden". Karl drängt auf eine Lösung: Der Bund habe eine gewisse „Vorbildfunktion". „Wir können nicht von der Wirtschaft eine vollwertige Anerkennung fordern und selber nicht dazu bereit sein", so Karl zur „Presse". Als Vorbild habe der Bund ohnehin durch das lange Zögern schon längst versagt, kritisiert Maurer.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.04.2011)
Bachelor, PhD und Co: Bologna von A bis Z





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