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Budget: Bildungs-Schwerpunkt mit marginalem Plus

19.10.2011 | 13:46 |   (DiePresse.com)

Die entsprechenden Budgets steigen allerdings nur marginal, für bestimmte Vorhaben und Projekt gibt es Sondermittel.

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Als Schwerpunkte und prioritäre Bereiche werden Wissenschaft und Forschung sowie Bildung im heute, Mittwoch, veröffentlichten "Budgetbericht 2012" genannt. Die entsprechenden Budgets steigen allerdings nur marginal, für bestimmte Vorhaben und Projekt gibt es Sondermittel.

Die Gesamtausgaben im Budgetkapitel "Unterricht, Kunst und Kultur" steigen gegenüber dem Budgetvoranschlag 2011 um 313,4 Mio. Euro auf 8,015 Mrd. Euro im Jahr 2012. Das klingt viel, allerdings sind darin sogenannte "Vorlaufzahlungen" in Höhe von 268 Mio. Euro enthalten, die als rein budgettechnischer Sondereffekt anzusehen sind. Tatsächlich beträgt die Steigerung also nur 45,4 Mio. Euro. Wobei laut Budgetbericht 45 Mio. Euro aus der Entnahme von Rücklagen veranschlagt sind. Damit soll der Mehraufwand beim Lehrpersonal abgedeckt werden.

Dazu kommen noch 80 Mio. Euro Sondermittel für den weiteren Ausbau der Ganztagsbetreuung. Als weitere Schwerpunkte werden die Fortsetzung der Senkung der Klassenschüler-Höchstzahl auf den Richtwert von 25 Schüler in den Pflichtschulen und AHS-Unterstufen sowie der Ausbau der Neuen Mittelschule genannt - konkrete Budgetzahlen dazu gibt es im Budgetbericht aber nicht.

Bei dem Gesamtausgaben im Budgetkapitel "Wissenschaft und Forschung" - das im wesentlichen die Universitäten und den Bereich Grundlagenforschung umfasst - gibt es gegenüber dem Voranschlag 2011 ein Plus von 66,4 Mio. Euro auf 3,847 Mrd. Euro. Zieht man auch hier die darin enthaltenen Vorlaufzahlungen in Höhe von 39,6 Mio. Euro ab, reduziert sich die Steigerung auf 26,8 Mio. Euro. Wie schon 2011 stehen zusätzlich 80 Mio. Euro im Rahmen eines Offensivprogramms für Universitäten und Fachhochschulen (FH) sowie Sondermittel für die Forschungsförderung in Höhe von 100 Mio. Euro (inklusive steuerliche Förderungen) zur Verfügung.

Das Gros der Mittel dieses Kapitels geht mit 2,85 Mrd. Euro in die Universitäten, ein plus von 14,3 Mio. Euro gegenüber dem Voranschlag 2011. Die Fachhochschulen erhalten 238,7 Mio. Euro, um 4,3 Mio. Euro mehr als 2011. Die dem Wirtschaftsministerium zugeordneten Forschungsmittel (Kapitel 33: Wirtschaft - Forschung) erhöhen sich um 3,9 Mio. Euro auf 100,8 Mio. Euro, die dem Infrastrukturministerium zur Verfügung stehenden Forschungsgelder (Kapitel 34: Verkehr, Innovation und Technologie - Forschung) steigen um 11, 6 Mio. Euro auf 382,4 Mio. Euro.

Im Bereich "Wissenschaft und Forschung" werden Rücklagen in Höhe von 36,9 Mio. Euro aufgelöst, die zur Gänze dem primär Grundlagenforschung fördernden Wissenschaftsfonds FWF zur Verfügung stehen sollen. Dieser soll damit 2012 über ein Budget in gleicher Höhe wie im laufenden Jahr verfügen. Die auf die Unterstützung angewandter Forschung fokussierte Forschungsförderungsgesellschaft FFG soll im kommenden Jahr 226,8 Mio. aus dem Bundesbudget erhalten, um 15,4 Mio. mehr als 2011.

Die Anhebung der Forschungsprämie von acht auf zehn Prozent wird laut Budgetbericht rund 80 Mio. Euro im Jahr 2012 kosten. Zudem ist im Zuge des Budgetbegleitgesetzes 2012 die Abschaffung des Deckels bei der Auftragsforschung geplant. Laut Budgetbericht betrug 2010 die ausbezahlte Forschungsprämie 330 Mio. Euro, in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres waren es 220 Mio. Euro.

(APA)

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7 Kommentare
Gast: Eltern
21.10.2011 09:54
0 0

Eltern fordern Steuern auf Gewaltcomputerspiele

Warum steht ein Artikel über Eltern im Geheimkammerl der Lehrer?

Gast: Korl des pockst ned!
20.10.2011 20:06
0 1

wieso soll der kleine Arbeiter

die Bildung mitfinazieren, jetzt werden wieder welche sagen das ist der neid. So Dr. un mag oder was was is was der iene oder andere ist. Wenn solche leut ned gibt. Könnts ihr in kan Haus oder ana Wohnung leben, wenns kan installateur gibt, habts ka wasser, wenns kan eelektriker gibt kan strom, das sind alles Arbeiten wo man dreckig wird und ned studieren braúcht. wenns kan Bauer gabat hätts ka Milch und ka Brot. Die jenigen bekommen echt an schmarn dafür, verdienen dann die in der Industrie dran.
Wieso soll der kleine Arbeiter der eiuch eh schon die frecjksarbeit erledigt den Sohn oder die Tochter vom Generaldirektor und Schuldirektor egal welcher Direktor, das alles mit seine paar euro mitfinanzieren. Weil sich unseer einer anhören muss, dann hätts a studiert. "Kann man, muss man aber nicht"
Gestaffelt nach Verdienst der Eltern, der keine mehr hat, gibts auch der soll auf Staatskosten studieren, gar keine Frage. Aber Feymann mit dem satz. Studiengebühren Nein! Die Jugend kodern, an Seite der SPö stellen, ist eine hinterlistige Wahlwerbung. Jeden einzelenen Bürger reicht es, SPÖ und ÖVP große Sprüche aber nichts dahinter, keine einigung. Kein Power. Das muss ghört untertrichen, der Steuerzahler finazieren.

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Re: wieso soll der kleine Arbeiter

Kleingeister zeigen sehr deutlich, wie enorm wichtig Bildung ist. Danke für dieses schöne Beispiel.

Und jetzt mag ich dir den Tellerrand reichen, damit du etwas zum D'rüberschauen hast.

Antworten Dr.Schwejk
22.10.2011 23:08
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Re: wieso soll der kleine Arbeiter

1. Ihre Verstellung ist nicht besonders gut gelungen
2. Mich juckt's trotzdem eine Antwort zu geben:"..wenns kan eelektriker gibt kan strom" und wenns keinen DI für Elektrotechnik gibt, gibt's auch keine Strom und wir benötigen auch keinen Elektriker.

Antworten Gast: Der lustige Gast
21.10.2011 16:13
1 0

Re: wieso soll der kleine Arbeiter

Lieber Karl! Können sie mir bitte ihr Posting auf Deutsch übersetzen?

Antworten Antworten Gast: Korl des pockst ned!
21.10.2011 19:57
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Re: Re: wieso soll der kleine Arbeiter

sozi an bauer verstehst ned, denk i ma eh.

Dr.Schwejk
20.10.2011 15:28
1 0

Senkung der Klassenschüler-Höchstzahl auf den Richtwert von 25 Schüler

Das ist eine interessante Diskrepanz zwischen Legislative und Exekutive.
Im Schulorganisationsgesetz steht:
"Die Klassenschülerzahl an der allgemein bildenden höheren Schule darf in der Unterstufe 25 und in der Oberstufe 30 nicht übersteigen und soll jeweils 20 nicht unterschreiten."
Von einem Richtwert sagt das Gesetz nichts. Es erlaubt eine Überschreitung der Höchstzahl um bis zu 20% ausdrücklich nur, um Abweisungen von SchülerInnen zu vermeiden:
"Um Abweisungen zu vermeiden, kann die Klassenschülerhöchstzahl bis zu 20 vH überschritten werden..."

Die Exekutive - sprich das Ministerium - sieht das "lockerer" und spricht ständig vom "Richtwert" von 25 Schülern und handelt auch dementsprchend. Jetzt hat das Finanzministerium anscheinend diesen lockeren Umgang mit den vom NR beschlossenen Gesetzen übernommen.
Etwas schärfer könnte man auch vom fortgesetzten Gesetzesbruch des Unterrichtsministeriums sprechen.

Schlagzeilen Bildung